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Full text of "Exlibris - Zeitschr. für Bücherzeichen-, Bibliothekenkunde u. Gelehrtengeschichte 16.1906"

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BUCHERZEICHEN = BLL ASL ELSE EDI DLS 


UND GELEHRTENGESCHICHTE. 


Organ des Ex-libris-Vereins zu Berlin. 


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Ko M HILDEBRAMOT 189%. 


GÓRLITZ. 
1906. 





Auftragsweiser Verlag von C. A. Starke, Königl. Hofl. 


HARVARD 
UNIVERSITY 


LIBRARY 

































Zeitschri 


für 


Bibliothekzeichen — Bücherkunde 
und Gelehrtengeschichte. 


Organ des von Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins 


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zu Berlin. 
XVI. Berlin. 1906. Ne 1. 
Der jährliche Preis der ,,Exlibris-Zeitschrift“ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für 


die ,,Exlibris-Zeitschrift* werden von C. A. Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen. 





Die Mitglieder des Exlibris-Vereins 
werden gebeten, Adressenänderungen 
stets sofort unserem Schatzmeister, 
Königl. Hoflieferant Georg Starke, 
Görlitz, Salomonstrasse 39, mitteilen 
zu wollen; für die durch Unterlassung 
dieser Anzeige entstehenden Verluste 
von Nummern der Zeitschrift Kann 
der Verein nicht aufkommen. 


Die nächsten Sitzungen des Vereins 
finden statt: 


Montag, den 9. April 
7. Mai (Stiftungsfest) 


» » 


im Restaurant Ernst Voges, Nollen- 
dorf-Platz 9, Berlin, abends 8 Uhr. 





130.Sitzung des Exlibris-Vereins 


vom 13. November 1905. 
Vorsitzender: Herr Prof. Emil Doepler d J. 


Der Vorsitzende, Herr Professor E. Doepler 
d. J. legt die eingegangenen ausländischen 
teilt 
nunmehr auch eine italienische Exlibriszeitung, 


Exlibriszeitungen vor und mit, dass 
die „Revista Italiana di Ex-Libris* gegründet 


worden ist. 


Der Vorsitzende empfiehlt sodann noch 
die Art und Weise, in welcher die „Werkstatt 
der Kunst“ Originale und Plagiate neben- 
einander abbildet, und hält dieses Verfahren 
für das beste Mittel 
gegen gewohnheitsinässige Nachempfinder. — 
Er legt sodann noch einen prachtvollen, von 
Oscar Graf radierten Akt für Wolfgang Gurlitt 


vor und verteilt folgende Blätter von zwei 


zur dauernden Abwehr 


seiner Schülerinnen: Margarethe Wertheimer, 








Paul Martha 
Gerstung, alle in vorzüglicher Ausführung von 
Else Gerstung, Hans und Frieda 
Max Uth von Dora Gustav. 

Herr Dr. Brendicke verteilt das selbst- 
gezeichnete Exlibris unseres neuesten Mitgliedes 
Albin Weber, Berlin, sowie das für die XI. 
entworfene Blatt von 


Ephraim, Paula Paderstein, 


Karsten, 


Realschule zu Berlin 
Paul Wulfhorst, Berlin. 
ein prachtvolles Exlibris von G. A. Closs-Stuttgart 


Er legt sodann noch 


für Fritz Hoffmeister und den neuesten Exlibris- 
Versteigerungskatalog im Hötel Drout vor. 

Herr Dr. Béringuier hat wieder eine 
reiche Sammlung Neuerwerbungen mitgebracht, 
unter diesen eine ganze Anzahl neuerstandener 
Blätter. 

Herr Georg Otto zeigt in Entwurf und 
fertiger Ausführung eine Reihe neuer Schöpf- 
ungen von seiner Hand, darunter Blätter für 
J. und Stella Lemann, Carl von Behr, Baron 
Camphausen, Freih. von Schilling, Ernst von 
Braunschweig u. a. m. 

Herr Regierungsassessor von Zur Westen 
bei 
Originalzeichnungen der Jugend 


bemerkt, dass der Versteigerung von 


nicht das 
Original seines Exlibris von Fidus, sondern 
nur ein Druck desselben versteigert worden 
ist, (vgl. E. L. Z. XV. 4. S. 195). 

Herr 


gewöhnlich, 


Dr. Waehmer legt wieder, wie 


eine an Zahl und Güte über- 
diesmal 
nur Radierungen und alte Stiche, vor. Er 
und weist beider 
Originale nach, dass das Exlibris Lode (ca. 1850) 


die fast genaue Übertragung eines Holzschnittes 


raschende Anzahl Neuerwerbungen, 


bemerkt durch Vorlage 


aus Gullivers Reisen von Jon. Swift (A. Kröner, 
Stuttgart o. J.) ist. 
(ca. 1830), eine Göttin mit grossem Füllhorn 
in Wolken 
Kupferstiches von Beck in Braunschweig (die 


Ein anonymes Exlibris 


thronend, ist die Kopie eines 
Kopie trägt den Stechernamen Wolff) aus 
„Poëtische Schriften“ von J. W. Zachariae, 
Band IV (ohne Verlegernamen und o. J). 


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Herr Paul Voigt legt sodann noch seine 
neueste Radierung Gertrud Voigt vor, welche 
in vorzüglicher Technik eine Reihe Bücher, 
mit Namensband umschlungen, darunter eine 
umrankte Lever darstellt. 

Herr E. 
Doepler nocheine hochinteressante Sammlung 


Zum Schluss bringt Professor 


von Festschriften, darunter eine Reihe der 
Schüler des Kunst-Gewerbemuseums zur Vorlage. 
In diesen Blättern hat sıch eine ganze Anzahl 
heute hochangesehener Künstler verewigt, und 
ihre Schülerarbeiten verraten nicht nur oft 
ihre künftige Bedeutung, sondern können sich 
gern ihren späteren Leistungen würdig zur 


Seite stellen. 
Der Schriftführer : 


Carl G. F. Langenscheidt. 


131.Sitzung desExlibris-Vereins 


vom II. Dezember 1005. 


Vorsitzender: Herr Prof. Emil Doepler d. J. 


Der Herr E. 
Doepler eröffnet General- 


Vorsitzende Professor 

d. J. die 
versammlung und erteilt dem Schatzmeister 
Herrn Hoflieferanten Georg Starke, Görlitz, 
das Wort zum Jahresbericht. 

Herr Starke führt Folgendes aus: Der 
Verein entwickelte sich auch im letzten Jahre 
Herr Graf 
zu Leiningen-Westerburg hat allein bis 


in hocherfreulicher Weise weiter. 


jetzt 400 Mitglieder angemeldet. Leider hat uns 
der Tod einige Mitglieder entrissen und zwar 
die Herren Liquidator Koch, Reichsgerichtsrat 
von Schwab, von Szepessi, Staatsrat a. D. von 
Eisenhart, A. Saffroy und James Robert Brown. 
Wir sind einigen Mitgliedern, welche sich durch 
Schenkungen von Beilagen um die Ausstattung 
der Vereinszeitschrift verdient gemacht haben, 
Es soll an dieser Stelle 
besonders den Herren Ed. L. Lorenz- Meyer, 


besonders verpflichtet. 


Hamburg, Doetsch-Benziger, Basel, und Max 


Rosenheim, London, unser Dank ausgesprochen 
werden. 

Der Rest-Abschluss kann noch nicht vor- 
gelegt werden, da Heft 4 noch nicht zur Ver- 
sendung gekommen ist; doch ist ein Fehlbetrag 
ausgeschlossen, und die auf der Bank be- 
findlichen Wertpapiere brauchten nicht in An- 
spruch genommen zu werden. Zu unserem 
Bedauern ist die Zeitschrift des Klubs Basilea 
in Basel, welche sich so grosse Verdienste um 
unsere Sache erworben hat, eingegangen.*) 


Die Rechnungsrevisoren stellen nunmehr 
den Antrag auf Entlastung für die Jahre 
1903/04. Es wird dem Antrage gemäss 
beschlossen. 

Herr Prof. Doeplerübergibt nunmehr den 
Vorsitz Herrn Landgerichtsrat Dr. Beringuier, 
welcher die Wahl des Vorstandes leitet. Der 
alte Vorstand wird einstimmig wieder gewählt. 

Es bleiben also 
Herr Professor Emil Doepler d J., Vorsitzender, 
Herr Carl G. F. Langenscheidt, Schriftführer, 
Herr Georg Starke, Schatzmeister. 


Zum Verweser der Vereinssammlung wird 
Herr Dr. Waehmer, Berlin, Lindenstrasse 
18/19, bestellt. 

Die eben genannten Herren nehmen die 
Wahl an und danken der Versammlung für 
ihr Vertrauen. 

Herr Langenscheidt legt die geordnete 
Vereinssammlung vor und übergibt dieselbe 
dem neuen Verweser Herrn Dr. Waehmer. 


Herr Prof. E. Doepler d J. schliesst 
nunmehr die Generalversammlung und eróffnet 
die ordentliche Sitzung. Er teilt mit, dass 
bereits früher-in geheimer Sitzung beschlossen 
wurde, für unser Ehrenmitglied Herrn Grafen 
K. E. zu Leiningen-Westerburg eine be- 
sondere Ehrung gelegentlich des von ihm dem 
Verein zugefúhrten vierhundertsten Mitgliedes zu 


schaffen. Es geschah dies dadurch, dass dem 


*) S. Notiz unter ,,Verschiedenes‘' dieser Nummer. 





bekannten Künstler Herrn Hanns Bastanier 
ein Gedenkblatt in Auftrag gegeben wurde. 
Der Künstler löste seine Aufgabe in Form 
einer Exlibris-Radierung. welche einen Schnitter 
darstellt, der Ähren zu einer Garbe vereinigt 
hat, um so den Sammeleifer und die Werbe- 
tátigkeit des Herrn Grafen in sinniger Weise 
zu veranschaulichen. Eine Unterschrift weist 
auf den Grund des Entstehens des Blattes hin. 
Herr Graf zu Leiningen-Westerburg 
hatte nun kurz vorher das vierhundertste Mit- 
glied angemeldet, ein Exemplar des Blattes 
war ihm übersandt worden und bereits der 
telegraphische Dank in die Hände des Vor- 
sitzenden gelangt. Es war somit gelungen, 
dem eifrigen Förderer unseres Vereins eine 
kleine Aufmerksamkeit zu widmen und ihm 
die Dankbarkeit des Vereins zu beweisen.*) 
Der Vorsitzende legt sodann die erste 
Nummer der „Revista Italiana“ vor, welche 
sich ausser durch mangelhaften, schlecht ge- 
druckten Inhalt noch dadurch auszeichnet, 
dass die Titelzeichnung der Einfachheit wegen 
das bekannte Porträt des Berliner Holz- 
schneiders Herm Jahrmagt von Professor 
E. Doepler d. J. (Gerlach & Schenk, Alle- 
gorien und Embleme) durchgepaust verwendet. 
Herr Graf zu Leiningen-Westerburg 
sendet aus München ein Wettbewerbs-Aus- 


schreiben der Typographischen Gesellschaft 


München zur Erlangung von schönen typo- 
graphischen Exlibrisentwürfen und eine Anzahl 
Abdrücke seines neuesten Exlibris von Franz 
Buschmeyer, einer sehr gelungenen Zeichnung 
mit mittelalterlichem Motive, ein. 

Herr Landgerichtsrat Dr. Béringuier, 
Herr Dr. 


Brauchitsch legen ihre neuen Eingänge 


Waehmer und Her von 


vor; letzterer hat alle Blätter mit passenden 
Vorsatzpapieren unterlegt und damit pracht- 
volle Wirkungen erzielt. 





* Die Danksagung des llerrn Graten vgl. Exl.-Z. XV. 4 
S. 195. 





Herr Prof. Hildebrandt zeigt zwei seiner 
neuen Blätter in inusterhafter Heraldik. 


Herr Georg Wagner legt ein gut ge- 
lungenes Blatt für Oscar Heinrich vor. 


Herr Oscar Siegl aus Leitmeritz über- 
weist der Vereinssammlung seine gute Ra- 
dierung von Richard Teschner in Prag, welche 
er auch im Tauschwege abgibt. 


Zum Schluss des Abends wurde uns durch 
die Liebenswürdigkeit der Herren Prof. Doepler 
und Regierungs-Assessor von Zur Westen noch 
ein ganz besonderer künstlerischer Genuss ge- 
boten. Die Herren hatten aus ihren reichen 
Schätzen eine Sammlung von Festkarten von 
Künstlerhand mitgebracht, welche in solcher 
Schönheit wohl selten das Auge des Lieb- 
Herr von Zur Westen 
Unter 


diesen befanden sich Prachtstücke von Menzel, 


habers erfreut hat. 
legte hauptsächlich Berliner Blätter vor. 


Burger, Hosemann, Scholz, Skarbina, Meyer- | 


von fast 
Be- 


sonders reich waren Lithographien von wunder- 


Pietsch, 


allen bedeutenden Berliner Künstlern. 


heim, sogar vom „alten“ 


barer Schönheit vertreten, welche eine Technik 
aufweisen, die leider ganz verloren gegangen 


zu sein scheint. 


Nicht minder reich war die Sammlung 
des Herrn Prof. Doepler, welche u. a. auch 
eine grosse Anzahl Münchener Blätter z. B. 
von Moritz v. Schwindt, Neureuther, Piloty u.a. 


aufwies, die in Originalität und Ausführung 


eine grosse Fülle von Anregung boten. 


Der Umstand, dass einige beati possidentes 
dem Verein ihre Kunstschätze in dieser Weise 


zur Verfügung stellten, hat den Sitzungen 


eınen neuen Reiz verliehen, der sich am 


deutlichsten in der grossen Beteiligung an 


unseren Zusammenkünften ausdrückt, und 


hoffentlich dem Verein weitere Interessenten ' 


zuführen wird. 
Der Schriftführer: 


Carl G. F. Langenscheidt. 














132.Sitzung desExlibris-Vereins 
vom 8. Januar 1906. 


Herr Prof. E. Doepler d J. eröffnet die 
Sitzung und verliest einen Brief des Herrn 
Grafen zu Leiningen-Westerburg in Múnchen. 
In diesem Schreiben spricht derselbe seinen 
Dank für das ihm gelegentlich der Zuführung 
des 400. Mitgliedes vom Verein gestifteten 
Exlibris aus. 

Herr Prof. Doepler verteilt sodann zwei 
seiner neuesten Exlibris, ein ausserordentlich 
flott entworfenes Blatt für Elli (Hirsch) und 
ein Musik-Exlibris für Hedwig Kirsch. 

Herr Dr. 
heraldisches 


Brendicke verteilt ein neues 
Blatt Rheude für 
Friedr. Macco und übergiebt ein von Clemens 


von Herm. 
Kissel in Mainz ausgeführtes Exlibris des neu 
gegründeten historischen Vereins zu Ingelheim. 
Zu letzterem hat Herr Jung, Schriftführer des 
obigen Vereins, eine ausführliche Erklärung 
geschrieben. 

Herr Prof. Hıldebrandt legt sodann 
zwei neue heraldische Blätter für Theodor 
Hildebrand urd Karl Nicola vor. 

Herr Georg Wagner verteilt sein land- 
schaftliches Exlibris für Oscar Heinrich. 

Herr Georg Otto hat 
heraldische landschaftliche 
Entwürfe geschaffen, von welchen besonders 


wieder einige 


und allegorische 


ein Blatt für George Fergusson durch besonders 
glückliche Auffassung bemerkenswert ist. 
Herr Amtsgerichtsrat Dr. Beringuier und 
Dr. Waehmer haben, 
eine grosse Anzahl, zum Teil kostbarer Neu- 
Herr 


E. Doepler zeigte zum Schluss eine wohl 


wie üblich, wieder 


erwerbungen mitgebracht. Professor 
vollständige Sammlung der vorzüglichen Blätter 
von Fischer-Coerlin in Berlin, welche zum Teil 
noch wenig bekannt waren. (Vgl. Graf Leiningen- 
Westerbures Exlibris-Werk S. 420). 


Der Schriftführer: 


Carl G. F. Langenscheidt. 


Dem Exlibris-Verein sind als Mitglieder 
ferner beigetreten: 
Eingeführt durch Herrn K. E. Grafen zu 
Leiningen- Westerburg: 
Mathilde Ade, 
München, Nymphenburgerstrasse 100. 


Fräulein Kunstmalerin, 


Frau Caecilie von Bose, Hamburg- 


Winterhude, Marie-Luisenstrasse 39. 


Frau Margit von Bottlik, Fehértemplom, 
Ungarn. 

Herr P. A. Bourcart,Gebweiler, Elsass. 

Herr Siegbert Cohn, Berlin W. 35, Pots- 
damerstrasse II. 

Herr Dr. E bers, Sanatorium Ebers, Baden- 


Baden. 

Herr Erik Fischer, Organist, Kopen- 
hagen, Sortedams Dossering 8g, 
Dänemark. 


Herr Wilhelm Freyer, Jena, St. Jakobs- 

© strasse 35, IL 

Mr. Percy Hipwell, London EÈ. C, St. 
Dunstan’s Buildings, England. 

Herr Denis Hoffmann, Architekt, Ham - 
burg, Hohe Bleichen 8— 10, I. 


Herr R. von Hoschek, Prag II, Bolzano- 
strasse, Böhmen, Österreich. 

Herr Anton Koch, München, Dachauer- 

strasse 61, I. 

Friedrich König, Buch- und Kunst- 


händler, Oldenburg i. Grossherzogtum, 


Herr 


Huntestrasse 4. 
Herr 


Melchior, Major und Bataillons- 
Kommandeur im O. bad. Inf.-Rgt. Kaiser 
Friedrich III, Konstanz am Boden- 
see, Bodanstrasse 20. 


Herr 


H. Meyer, Buchdruckerei, Halber- 
F stadt. 
Frau Gertrud Reinhold, Dresden- 


Blasewitz, Alemannenallee ©. 
Frau ToniSchiitte, Bremen, Parkallee 44a. 
Frau Rechtsanwalt Dr. Schwarze, Halle 
a. S., Wettinerstrasse 19. 





Herr Viktor Singer, Hamburg, Bleichen- 
brücke 16. 


Herr Friedr. Berthold Sutter, stud. phil. 
Heidelberg 


et jur., g, 


Schlossberg 17. 


Herr Jaromir Topic, Buchhändler, Prag, 
Ferdinandstrasse 9, Böhm., Osterreich. 
Herr Auditór, Lund 


Thorsten Uggla, 


Schweden. 
Herr Benno Wohlgemuth sr, Wien II, 


obere Augartenstrasse 56, Osterreich. 
Emgefihrt durch Herrn Georg Starke: 


Herr Gustav Bormann, Bankvorsteher, 


Görlitz, Theodor Kórnerstrasse 1. 


Herr Dr. jur. Siegfried von Volkmann, 
Regierungsassessor, Liegnitz, Dove- 
strasse 20, I. 

Eingeführt durch Herrn Dr. H. Brendicke: 

Herr Theodor Bock, Hamburg, Deich- 
strasse 20. 

Herr Dr.G.Stephan, Borna, Bez. Leipzig, 
Altenburgerstrasse 8. 

Frau Hedwig Klasing, Leipzig, Kreuz- 
strasse 3b. 

Fräulein Sigrid Bergström, Stockholm, 
Riksbankens Sedeltryckeri, Schweden. 

Herr Emil Schuch, München 23, Gisela- 
Strasse 25, IL. 

Eingeführt durch Herrn Dr. C. Reuter: 

Frau Geheime Medizinalrat Prof. Siemer- 
ling, Kiel, Niemannsweg. 

Eingeführt durch Herrin F. Schmöle: 

Herr Leonhard Kalb, Frankfurta. NM. 
Trutz 47. 

Eingeführt durch Herrn Hugo Rasch: 

Herr Major von Friedeburg, Freiburg 
i. B., Wölflinstrasse 8. 

Eingeführt durch Herrn W. von Zur Westen: 


Herr Willy Lampe, Frankfurt a. M, 


Friedrichstrasse 45. 


Adressen-Ánderungen: 


Herr Graf von Brühl, Generalmajor, 
Münster i. W. 

Herr Landesgerichtsrat Ed. Dillmann, 
Sankt Pölten b. Wien, Hammer- 
weg 10, Nieder-Österreich. 

Herr Alfred Flechtheim, Düsseldorf, 
Graf Adolfstrasse 60/62. 

Herr F. Moritz, Berlin W., Bamberger- 
strasse 32. 

Frau Geheimrat Ilse Warnecke, geb. von 
Landwúst, Berlin W. 62, Schillstrasse 1 5. 


HerrFrank Roy Fraprie, 39 Addington 
Road, Brookline, Mass, V. S. A. 

Herr Marcel Moeder, Referendar, Strass- 
burg, St. Urban 17. 


Herr Hans Mitterer, Baumeister, Traun- 
stein (Bayem), mittl. Hofgasse 11. 


Herr Emil Jaensch, Buchhändler, Dresden- 
Blasewitz, Schillerplatz 7, II. 

Herr Walter von Zur Westen, Koónigl. 
Regierungsrat, Berlin W. 35, Schöne- 
berger Ufer 30 c. III. 


Herr Hans Kainz, Beamter der K. K. 
priv. allgemeinen Verkehrsbank, Wien, 
IX., Elisabethpromenade 43. 

Herr C.H.v. Lang-Puchhof, Hirsch- 
berg i. Schl, Cavalierberg 1 a. 

Herr Friedrich Behr, Leutnant a. D, 
München, Nordendstrasse 5/0 r. 


Herr Arthur Sjögren, Kunstmaler, Stock- 
holm, Tomtebogatan 9, Schweden. 


Herr Gustav Ritter von Emich, K.u. K. 
Hofrat und Truchsess Sr. M, Buda- 
pest VIII, Horànsky utcza 16, Ungarn. 


Herr Julus Erxleben, Berlin W. 
Friedrichstrasse 81. 


H 


Herr Johannes W. F. Reimers, Ham- 
burg, Grosse Bäckerstrasse ıgb, II. 


Herr PaulSünner,cand. med., ständige Adr.: 
Kalk b. Köln; im Sommer: Kiel. 

Herr Com. T. Ethofer, akademischer Maler, 
Salzburg, Carolinenplatz 4, Österreich. 


August von Eisenhart t. 


Am 21. Dezember 1905 verschied zu 
Miinchen unser Mitglied Herr Staatsrat a. D. 
August von Eisenhart, der Nestor der 
Exlibrissammler, der dem Verein seit dessen 
Gründung angehört hat. 

Mit ihm schied einerseits ein echt deutsch- 
gesinnter Mann, andererseits für die Exlibris- 
gemeinde eine besonders wichtige Persönlich- 
keit; denn er, der seit etwa 1875 Exlibris 
sammelte, legte mit Herrn Gottfried von Böhm- 
München zusammen, wenn auch getrennt 


' marschierend, den Grund zum Wiederaulleben 


der alten Exlibrissitte. Wirkte der Letztere 
durch seinen bekannten grösseren Exlibris- 
Aufsatz im Organ des Münchener Altertums- 
Vereins bahnbrechend für die Exlibriskunde 
auf litterarischem Gebiet, so trug August von 
Eisenhart hauptsächlich dadurch zur Ver- 
allgemeinerung und Kenntnis des Exlibris- 
gebrauchs bei, dass er Herrn Friedrich 
Warnccke seine Sammlung und damit das 
Hauptmaterial zum Warnecke'schen Handbuch 
zur Verfügung stellte. Wer dieses besitzt, 
wird in der letzten Reihe der „Zeitigen Be- 
sitzer* bei der Mehrzahl und den besten 
Blättern das den Namen Eisenhart bedeutende 
„E“ finden. Damit hat der Verstorbene, der 
seine Sammlung stets gern und bereitwillig 
Besuchern zeigte, diese auch der Allgemein- 
heit zugänglich gemacht und sich damit ein 
grosses Verdienst erworben; denn, wenn auch 
Hirth u. A. ab und zu einmal ein Bibliothek- 
zeichen veröffentlichten, wusste man vor dem 
von Eisenhart unterstützten Warnecke'schen 
Handbuche in der grossen Welt so gut wie 
nichts von dem vorhandenen reichen Schatze 
an alten, interessanten Exlibris und von deren 


Den 
Riesen-Umfang, den das Exlibriswesen heute 


Geschichte wie kunsthistorischem Werte. 


erreicht hat, ahnte man damals, als Herr von 
Eisenhart, angeregt durch seine Freude an 
alten Kupferstichen, Exlibris zu sammeln be- 
gann, nicht im Entferntesten; er selbst wohl 
am wenigsten, und er war auch kein Freund 
der Auswüchse, die das ganze Exlibrissammeln 
heute mitunter, ganz wie andere Sammel- 
Von den oft rätsel- 
der 


in anderen An- 


gebiete, aufzuweisen hat. 
haft- mystischen Schöpfungen Neuzeit 
wollte der liebenswürdige, 
schauungen aufgewachsene, alte Herr nicht 
viel wissen und er beschränkte sich haupt- 
sächlich auf das 


An jedem 


Ergänzen seiner alten 


Sammlung. neuen Zugang von 
Blättern früherer Jahrhunderte hatte er die 
echte Freude eines ernsthaften, historisch und 
Auf 


Grund seiner Sammlung aber verbreitete er 


kulturgeschichtlich gebildeten Sammlers. 


direkt wie indirekt Nutzen und Anregung bei 
Künstlern und Kunstfreunden, und so ist es 
nicht zuviel behauptet, wenn man ihn den 
geistigen Vater des heutigen ganzen Exlibris- 
aufschwunges nennt. Mit feinem Verständnis 
trug er die alten Holzschnitte und Kupfer- 
stiche der alten geistlichen wie neuen geistigen 
Bildungsstätten zusammen, ordneteseine Schätze 
sachgemäss und versah die einzelnen Blätter 
mit biographischen Notizen bezüglich der Be- 
sitzer und Verfertiger, wodurch die Anhäufung 
der Blätter aus dem Rahmen einer Bilder- 
sammlung heraustrat und zu einer bedeutenden 
Quelle eigenartigen Kunststudiums wurde, wie 
sie trotz Bestehens einiger früherer kleiner 
Exlibrissammlungen bis zu den Soer Jahren 
des 19. Jahrhunderts nirgends in diesem Um- 
Wenn 


auch seine Kollektion später überholt wurde, 


fange und innerem Wert existierte. 


so war er bis zum genannten Zeitpunkt doch 
der bedeutendste Hauptsammler, der eben 
Mehrzahl 
In den ersten Jahrgängen 


den Grund zur aller späteren 


Sammlungen legte. 


sy] 


O A ege Ge 








findet 
indem er be- 


unserer Exlibris - Zeitschrift man den 
Verblichenen praktisch tätig, 
sonders schöne, alte Blätter und Unika seiner 
Sammlung durch Abbildung und Besprechung 
veröffentlichte; in den letzten Jahren hinderte 
ihn leider sein wenig guter Gesundheitszustand 
an dieser litterarischen Nutzbarmachung seiner 
geliebten Blätter, was die Exlibris-Zeitschrift 
und deren Leser sehr bedauerten. Mit Genug- 
tuung wird es jeden wahren Exlibrissammler 
erfüllen, zu hören, dass diese hochinteressante, 
zuletzt etwa 11000 Stück (davon etwa 8000 
deutsche) zählende Sammlung nicht der pietät- 
durch 


profane Versteigerung und einer Zerstreuung in 


losen Auseinanderreissung nüchterne 
alle Welt anheimfällt, sondern im Besitz der 
Tochter, Frau Professor Dr. Oebbecke, bleibt, 
die die Exlibrisschätze des verstorbenen Vaters 
selbst liebgewonnen hat und als teures Ver- 
hútet. Hat doch der Vater, der 


sich noch in den letzten Tagen seines Lebens 


mächtnis 
mit seinen Exlibris - Lieblingen beschäftigte, 
den Sinn für diese Kunstsparte bei der Tochter 
und treuen Pflegerin selbst geweckt. 

Aus 
interessieren. 
3. November 1826 als Sohn des kgl. Ober- 


den Lebensdaten dürfte folgendes 


August von Eisenhart war am 


appellationsrates Ignaz Eisenhart und seiner 
Frau Luise, geb. von Weininger, geboren. 
Mit 18 Jahren bezog er die Universität und 
studierte Rechtswissenschaft in München und 
Heidelberg. 
Note I 


Assessor, 


Den Staatskonkurs machte er mit 
als Dritter im Königreich. 1857 
1806 
in das kgl. Kabinett berufen. 


tätigkeit fällt in die Jahre 18069 — 1876, wo 


wurde er zum Hilisarbeiter 


Seine Haupt- 


er als kgl. Kabinettchef eine ebenso einfluss- 


reiche und wichtige, wie verantwortliche 


Stellung einnahm. Diese hier näher zu 


schildern, würde für den Rahmen unserer 
Fachzeitschrift zu weit führen; es genügt zu 
sagen, dass diese auch ausserhalb Bayerns 


wohl bekannte und der Geschichte angehörende 


~ 








Persónlichkeit sich in schwierigen Momenten 


stets als deutschgesinnter Freund des 
Deutschen Reiches wie Bayerns bewährte. 
Kaiser Wilhelm II. hat ihm beim 25 jährigen 
Reichsjubiläum eine hohe Ordensauszeichnung 


verliehen und Fürst Otto von Bismarck hat seine 





beruhendes Leiden (schmerzhafte Neuralgie) 
hinderte ihn, die 2 ihm zugedachten Prä- 
sidentenstellen in Passau und Speyer anzu- 
nehmen. Trotz einer grossen Reihe in- und 
ausländischer Auszeichnungen und seines hohen 


Ansehens in allen Kreisen blieb von Eisen- 





Exlibris Aug. von Eisenhart, von Prof. Ant. Seitz. 


hohe nationale Wirksamkeit wiederholt an- 
erkannt. 1875 zum Staatsrat i. o. D. ernannt, 
wurde er nach unmittelbar vorhergegangenen 
Gunstbeweisen von Seiten des Königs Ludwig II. 
seiner Stellung als Kabinettchef enthoben. 
Vom November 1875—1899 gehörte er als 
Vorsitzender dem Kuratorium des Maximiliane- 


ums an. Sein auf so aufreibender Stellung 


hart stets der schlichte, keinerlei Einflüssen 
zugängliche Charakter von abgeklärter Ruhe, 
seinen Freunden der treue Freund und dabei 
ein warmer Wohltáter Hilfsbedürftiger. Unter 
seinen zahlreichen Intimen sind bekannte 
Namen zu finden, so Viktor von Scheffel, 
Otto von Vólderndorff, Graf Luxburg, Jakob 


von Hefner-Alteneck u. A. Vermählt war 



































August von Eisenhart seit 1857 mit der 
Tochter Luise des bekannten Mineralogen 
und beliebten Dichters von Kobell, die, selbst 
als Schriftstellerin tätig, ihm 1901 durch den 
Tod entrissen wurde. 

Da das Bibliothekzeichen dieses bedeutenden 


Staatsmanns und Exlibrissammlers die ganze 


Exlibrisgemeinde interessieren muss, sei es hier | 


Es 
in Künstlerkreisen wohlbekannten ver- 


vorstehend wiedergegeben. rührt 
dem 
storbenen Professor Anton Seitz in München 
1895 schuf. In der Mitte das 


Porträt von Eisenharts aus der Zeit von etwa 


her, der es 


1868; oben ein deutscher Adler, wobei leider 


dem Künstler der Fehler unterlief, einen 
2 köpfigen, statt ıköpfigen Reichsadler, auch 
mit falscher Krone, gezeichnet zu haben. Die 


beiden (sogenannten Frauen-)Türme im Hinter- 


von | 








grund des Porträts und das Münchener Kindl ` 


weisen auf den langjährigen Wohnsitz des 
Verstorbenen hin, und die Gruppe unten ist 
eine freie Kopie nach dem unteren Teile des 
Exlibris Ernst Adam Lewin von Trotta ge- 
nannt Treyden. Das Blatt existiert in 2 Farb- 
(schwarz und rotbraun), 3 Papier- und 2 Druck- 
Varietáten, letztere: ohne und mit dem Spruch : 
„Jnveni portum“. 

„Ich fand den 


Hafen“ nun völlig zur Tatsache wurde, ruft 


Nachdem diese Devise: 


dem Heimgegangenen auch die Schar der 


Exlibrisfreunde ein herzliches Lebewohl 


Rod: PA 


München. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Redendes Exlibris Krazer 
von e. 1580. 


Ein in seiner Art erheiterndes Beispiel 
für ein sogenanntes „redendes“ Wappen bildet 
das hier nach meinem Exemplar auf der 
Beilage abgebildete Bibliothekzeichen mit dem 


zu! ` 


Hirschwappen und der abgekürzten Inschrift 


des Besitzers: „R+- K+-T+“ = „Frater 
Raphael Krazer Tegernseeensis“.*) Dieser 
stammte aus Raittenbuch, erhielt 1570 die 


Weihen im Benediktinerkloster Tegernsee unter 
Abt Quirin II. Rest und wurde später Ad- 
ministrator des Klosters St. Veit bei Neu- 
markt.**) 


Das Exlibris dürfte um oder nach 1580 


Er starb am 19. Mai 1602. 


zu setzen sein. 
Während das Zimier nur das gegebene 


- Schildbild, wie sehr üblich, wiederholt, zeigt 


Schild selbst Teil 
Wappens, den Hirsch, der auf dem ebenfalls 


der den redenden des 
als Basis üblichen heraldischen Dreiberg als 
Standort stehend, sich harmlos und ungeniert 
hinter dem Ohre „kratzt“ und damit auf den 
Namen des Besitzers naiv anspielt. 

Recht beachtenswert ist bei diesem Exlibris, 
dass die Randleiste, die aus einzelnen Stücken 
bestehend, um das Mittelstück herum gesetzt 
ist, in damaliger Zeit, jedenfalls aus einer 
Offizin 


auseinanderliegende Druckereien Deutschlands 


stammend, über verschiedene, weit 
und der Schweiz zerstreut war; denn wir finden 
sie genau ebenso wie auf dem Krazerschen 
Exlibris oder nur wenig abweichend, ausser 
in Druckwerken auch auf folgenden Exlibris, 
die ich, ohne alle nennen zu wollen, nach 
Exemplaren meiner Exlibris-Sammlung anführe: 
1. Magister Balthasar Hupfauer, jur. utr. 
e 
2. Joh. Hartmann jr., aus Forchheim, 1581; 


cons., 


3. Seb. Hartmann von Hartmannstain, 
1637 (gleiches Muster, andere Zusammen- 
stellung); 


4. Auf dem einen grossen Exlibris des 
Jacobus Christophorus Blarer von Wartensee, 
Bischof von Basel 158. ; 


*) Nach einem zweiten Exemplar, auf dem der Name mit 


schwarzer Tinte und rotbemalten Anfangsbuchstaben einge- 
schrieben war (1590). 
**) vergl. Lindner, Abte und Mönche von Tegernsee, II. 


S. 11 No. 594. 


5. Auf dem einen mittleren Exlibris von | 
Wilhelm Rink von Baldenstein, Bischof von | 
Basel, 16... 

Dies beweist, dass solche ornamentale 


Holzschnitt-Muster, die nur zum Setzen von 
Umrahmungen dienten, weit verbreitet waren, 
gleich unseren heutigen von Schriftgiessereien 
gelieferten Klischees und dekorativen Mustern 
und Formen. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Exlibris Dornsperg. 


Zu den besonderen Freuden des Sammlers 
gehört es, wenn er die ganze Exlibris- Serie 
ein und desselben Besitzers komplett oder 
wenigstens 
Sammlung besitzt. 

Solch eine Reihe von Exlibris führte der, 


m. W., mit seinen 4 Exlibris noch nicht ver- 


öffentlichte Johann Caspar Dornsperg 
(nur kurz erwähnt in meinem Exlibrisbuche 
S. 200). 
Abbildungen nach den 4 verschiedenen Exem- 


Ich gebe hier Beschreibung und 


plaren meiner Exlibrissammlung: 

I. 
Ende 
vom Beginn des 
1619, 
gegebene Blatt, ein Holzschnitt, 
üppig, die 
folgenden Exlibris, dafür aber schöner und 


16. Jahrhunderts (oder 
i err) 


ist das hier auf der Beilage wieder- 


des gleich 


jedenfalls vor 
der zwar 


minder wie anderen nach- 


wirkungsvoller als diese ist. Der einfache 
Lorbeerkranz bei 
und Exlibris jener Zeit sehr beliebt — mit 


— Wappendarstellungen 
Schleifen ist nicht so überladen, wie die fol- 
genden mit der Hier 
nennt ihn die Unterschrift „Joannes Casparus 
Doktor 


Barockumrahmung. 





Dornsperger, utriusque juris doctor“ 
beider Rechte. 

2. Als der Herr Doktor geadelt wurde, 
vor oder e. um 1628, liess er sich flugs ein 


zum grösseren Teile in seiner | 


Das älteste Exlibris, wohl noch vom ` 








i minder schön ausfiel. 


neues Exlibris herstellen, das in Kupfer ge- 
stochen, prunkhafter sein musste, dafür aber 
Charakteristisch 
dass der Neugeadelte sein bürgerliches Ex- 


ist, 


libris (1.) stets mit diesem adeligen überklebte! 
Hier nennt er sich unter dem inhaltlich un- 
verändert gebliebenen Wappen: Joannes Cas- 
parus a Dornsperg“, wobei das a — „von“ 
hinzukam und das End-,,er“ von Dornsperger 
Siehe Abbildung zu 4.) hier S. 11. 
3.) Für kleinere Buchformate liess er sich 


wegfiel. 


ein kleines Blatt in Kupfer stechen, das nur 





IOANNES CASPARVS A 
DORNS PERG 


das Wappen ohne Rahme mit der Unter- 
schrift „Joannes Casparus a Dornsperg“ zeigt. 
Siehe Abbildung hier vorstehend. 

4.) Als dann der erst Geadelte noch zum 
Freiherrn erhoben wurde, wohl im ı. Drittel 
des 17. Jahrhunderts, benutzte er die Kupfer- 
platte von 2.) und liess sowohl der Fahne 
des Zimiers einen zweiten Zipfel hinzufügen 
und legte über den bisherigen Dreiberg im 
Schildfuss eine Krone (wohl nach der Wappen- 
malerei des Diploms), als auch liess er hinter 
der 1. Linie des 2. Exlibris „Joannes Casparus“ 
noch das „S. R. I. (<= Sacri Romani Imperii 
des 


heiligen römischen Reichs) Baro“ 


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Exlibris des Frater’s Raphael Krazer, 


von Tegernsee, e. 1580. 


Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Druck von C. A. Starke, Königl. Hoflieferant, Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift Jahrgang 1906 No. 1. 


einstechen, man möchte sagen: einpferchen, Das Wappen ist auch hier, wie so oft in 
damit nur ja sein ganzer Titel zum Ausdruck | der Heraldik „redend“: Dornsperg, zusammen- 
gebracht, andrerseits ein Stechen einer neuen | gesetzt aus Berg, Dreiberg, und Dornstrauch, 


Platte erspart wurde. Siehe Abbildung hier | — der, was für den Heraldiker und Laien 


| 
| 
unten. | beachtenswert ist, der alten heraldischen Regel 


ENTER SPINAS: 
CALCEATVS: 





JOAN NES CASPARV S SR:IBARO 
A: DORNSPERG, 


Dass der Besitzer auf Stand und Würde folgend, so stilisiert ist, dass er gefällig und 
viel gab, beweist auch der Umstand, dass ungezwungen die ganze Schildfläche ausfüllt; 


während auf den 3 ersten Exlibris der Drei- ' in der Linken der Mannsfigur des Zimiers 


berg unten den Dornstrauch trägt, der Drei- | kehrt der Dornzweig wieder; auch die Sprüche 


berg nun beim 4., freiherrlichen Exlibris der über den Wappen — ,,Durate“ - harret 


Krone unten weichen musste, aus der nun | aus, und „In spineis calceatus“ ` beschuht, 


der Dornstrauch hervorwächst. angetan mit Dornen, spielen leicht auf Name 


und Wappenbild an. Nach Rietstap, armorial 
general, sind die Farben: Feld gold, Dorn- 
strauch schwarz, Dreiberg grün; Kleid des 
Mannes gold und schwarz; Fahne gold und 


schwarz. 


Über die Verfertiger der 4 Exlibris ist 
nichts bekannt; jedenfalls sind es 3 ver- 
schiedene Meister gewesen; 2.) und 3.) rühren 


von einem Stecher her. 


Dornsperg stammt aus Steyermark; der 
Holzschnitt dürfte noch aus dem Ende des 
16. Jahrhunderts (Anfang 17.?) sein, die 
Stiche aus dem Anfang des 17. 


Abt Urban Weber von Admont (1628 
bis 1659) kaufte seinerzeit (Datum unbekannt) 
die ganze Bibliothek dieses Dornsberg an. 


In einer Urkunde vom 4. October 1619 
zu Marburg kommt dieser Johann Caspar 
Dornsperger als beider Rechte Doktor und 
der rómisch-kaiserlichen Majestät Ferdinand, 
Erzherzogs von Österreichs, Regimentsrat vor, 
und nach gef. Mitteilung des steiermärkischen 
Landesarchivs erwarb Johann Caspar von 
Dornsperg, kaiserlicher Rat und Inner-Öster- 
reichischer Regimentskanzler, 1628 die steier- 
ische Landmannschaft; er hatte nebst seiner 
Ehefrau Eva Katharina Besitz in Graz und 
Mittelsteiermark, und seine Nachkommen lassen 
sich bis zum Schlusse des 17. Jahrhunderts 
nachweisen; Akten und Nachweise hierüber 
enthalten die Gültbände und Landmannschafts- 
Akten gen. Archivs. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Signum bibliothecae. 
Von H. G. Ströhl*). 


as Bibliothek - 
zeichen (engl.: 
Bookplate), zu- 


meist kurzweg 






„Exlibris“ ge- 
nannt, das vor etwa einem 
Vierteljahrbundert nach 
einer längeren Pause wie- 
der in Gebrauch gekom- 
men war, bildet noch 


(Vergl. im Text.) 


immer ein sehr beliebtes Sammelobjekt ın 
jenen Kreisen von Kunstliebhabern, die künst- 
lerische Erzeugnisse auch dann zu schätzen 
wissen, wenn solche sich bloss nach Zentimetern 
und nicht nach Metern geniessen lassen. 
Dass diese Exlibrissammlerei bei manchen 
oft stark ans Komische streift und zu einem 


*) Mit Zustimmung des Verfassers (und Zcichners unseres 
Zeitschrift - Kopfes) und des Verlags abgedruckt aus der 
Weihnachts- Nummer 1905 des ‚Deutschen Buch- und Stein- 
druckers,'* E. Morgenstern, Berlin W. 57, Band 12, S. 193. 


blossen „Sammelsport“ sich auswächst, der 
Kreti und Pleti einheimst, ohne Rücksicht auf 
gut und schlecht, wenn nur die Gesamtsumme 
anwächst, hat nichts Überraschendes an sich; 
denn diese Erscheinung ist auf allen Gebieten 
des Sammelsportes bemerkbar und kann uns 
Graphikern ja eigentlich doch nur willkommen 
sein, denn je mehr die Sammelwelt in Be- 
wezung sich befindet, desto mehr Aufträge 
wird es geben, und ist auch der Ertrag, 
entsprechend den Grössenverhältnissen der 
Objekte, nur minimal, so summiert sich schliess- 
lich die Geschichte doch. Auch die Zeichner 
kommen nicht schlecht dabei weg, denn es 
ist eine alte bekannte Tatsache, dass ein kleines 
Bildchen verhältnismässig bei weitem mehr für 
den Säckel abwirft, als eine grosse Schwarte, bei 
der das scheinbar höhere Honorar durch die 
nicht zu umgehenden Ausgaben für Matenal, 
Modell und sonstige Behelfe stark geschmälert 


wird. 


nr 











DVRATE. 





IOANNES CASPARVS o 
DORNSPERGER, V.L D. 


Exlibris Dr. jur. Johann Caspar Dornsperger, um 1600. 


Aus der Sammlung K. E Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Druck von C A. Starke, Königl. Hof. Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 1. 














Je lánger also diese Sammelleidenschaft 
floriert, desto lánger kann der Graphiker aus 
ihr seinen Nutzen ziehen, nur schade, dass 
eben nichts auf dieser Welt von ewiger Dauer ist. 

Wie Graf zu Leiningen-Westerburg 
in seinem Buche über „Deutsche und öster- 
reichische Bibliothekzeichen“ (1901) anführt, 
benützten bereits die alten Agypter um 1400 
v. Chr, zur Zeit Amenophis III, in die 
Papyruskästchen eingelegte Fayencetäfelchen 
als Exlibris, und auch die Japaner sollen schon 
im X. Jahrhundert den Gebrauch von Bücher- 
besitzzeichen gekannt haben. Bei uns in 
Europa lasssen sich derartige Zeichen erst viel 
später, um die Mitte des XIV. Jahrhunderts. 
nachweisen. 

F. Warnecke bringt in seinem Werke 
„Die deutschen Bücherzeichen‘‘ (1890) einige 
solcher Besitzzeichen — eingemalte Wappen- 
Ein- 
geklebte Exlibris finden sich erst später vor. 


schilde — aus Italien zum Abdrucke. 


Eines der ältesten dieser Art, in Holz geschnitten 


und koloriert, das aus dem letzten Viertel 
des XV. Jahrhunderts stammen dürfte, zeigt 
in verkleinertem Massstabe unsere Initiale. 
Es ist das Exlibris des Karthäusermönches zu 


Buxheim bei Memmingen in Bayern, Hilde- 





Durch die Erfindung der Buchdruckerkunst 
Gebrauch der 
Exlibris sehr gefördert, und die kunstsinnige 
Zeit des XVI. Jahrhunderts brachte sie zur 
Die ersten Künstler, wie Dürer, 


wurde selbstverständlich der 


vollen Blüte. 
Holbein, Cranach, Burgkmair, Virgil 


; Solis, Amman und viele andere betätigten 


sich auf diesem Gebiete der Kleinkunst. Wurden 








brand Brandenburg aus Biberach in Wiirt- ` 


temberg. Im blauen Schilde erscheint ein weisser ` 


Stier mit schwarzem Nasenringe, nach heraldisch 
links, dem Titelblatte des Buches zugekehrt, 
eine Stellung des Wappentieres, über deren 
Beweggrund (Heraldische Courtoisie) wir uns 
bereits im Augusthefte vorigen Jahrganges*) 
ausgesprochen haben. Auch in einem hübschen 
Exlibris der ,Hewperger“ (Heuberger)**) aus 
dem Ende des XV. Jahrhunderts erscheint 


das Wappen nach heraldisch links gekehrt. 


*) Heraldische Regeln für den Graphiker. Bd. XI. No. 10 
und 11. 


**) Das leider unbenannte Exlibris dürfte dem sehr wohl- 
babenden Matthäus Heuberger, Bürger und Ratsherr zu 
Wien, + 1516, (seine Familie staınmte aus Hall in Tirol) zu- 
gehört haben. 


schon mittelst des Holzschnittes hochwertige 
Blätter hergestellt, so erreichte man mit dem 
Zartheit und 
Subtilitát so recht für diese kleinen Kunst- 


Kupferstiche, der mit seiner 
blätter geschaffen war, die höchste Stufe der 
Vollkommenheit. 

Mit der verfallenden Kunst sank natúrlich 
auch der Wert der Exlibris, und die Zeit des 
sogenannten Biedermeierstiles (1820—40), der 
in unsern Tagen wieder modern geworden ist, 
gab ihnen den Todesstoss. Sie gerieten in- 
folgedessen auch mehr oder weniger in völlige 
Vergessenheit, und erst in den sechziger Jahren 
machte sich hie und da wieder ein Bibliothek- 
zeichen bemerkbar. ls ist ein Verdienst des 
Kölner Buch- und Kunsthändlers Heinrich 
Lempertz d. Ae, der in seiner Publikation 
„Bilderhefte zur Geschichte des Buchhandels“ 
(Köln, 1853—65) unter anderem auch auf die 
Bibliothekzeichen zu sprechen koramt und eine 
Anzahl derselben zum Abdrucke bringt.*) 

Die Zahl der Exlibrisfreunde mehrte sich 
nun von Jahr zu Jahr und mit ihnen auch 
die Zahl der Künstler, die auf diesem Gebiete 
189 1 


wurde von dem leider zu frúh verstorbenen 


ihre Tätigkeit entfalteten. Im Jahre 


Friedrich Warnecke in Berlin ein Exlibris- 


Verein gegründet, der eine eigene, reich 


illustrierte Zeitschrift herausgibt und mit ihr 


cewissermassen die Zentrale der deutschen 


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Exlibriswelt bildet. 


Der Berliner Gesellschaft 


*) Heinrich Lempertz hatte ebenso bereits 1839 in 
seinen ,,Beitrigen zur älteren Geschichte der Buchdruck- und 
Holzschneidekunst‘‘ die verwandten Zwecken dienenden Buch- 
druckersignete, die ebenfalls ein Objekt des Sammelsportes 
bilden, an das Tageslicht gezogen. 





folgten bald die Schweizer Exlibrissammler, 
und im Jahre 1903 wurde auch in Wien eine 
„Österreichische Exlibris-Gesellschaft“ ins Leben 
gerufen, an deren Spitze Hofrat M. M. v. 
Weittenhiller steht, ein feinsinniger Kenner 
und Sammler auf diesem Gebiete der graphischen 
Künste. Auch diese Gesellschaft gibt gleich 


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Kunsttátigkeit und Liebhaberei zum Vorteile 
beider. 
Sammler auf deutschem Boden 


Einer der gróssten und bekanntesten 
ist derzeit 
Grafzu Leiningen-Westerburg (München), 
der bereits über 37000 alte und neue Exlibris 
zusammengetragen hat. Graf Leiningen und 


F. Warnecke haben sich um diesen Zweig der 


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deın ‚Berliner Vereine ein eigenes Jahrbuch 
für ihre Mitglieder heraus und ist eifrig bestrebt, 
das auf österreichischem Boden noch etwas 
schwache Interesse für Bibliothekzeichen zu 
verstärken. 

Die verschiedenen Reproduktionsverfahren, 
unter- 


welche die Neuzeit geschaflen hat, 


stützen natürlich sehr wesentlich diese moderne 


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eraphischen Kúnste viele Verdienste erworben. 
Warnecke gab im Jahre 1890 ein Werk „Die 
deutschen Bücherzeichen von ihrem Ursprunge 
bis zur Gegenwart“ heraus, dem bald eine 
Reihe von Publikationen folgte, so dass man 
heute schon von einer eigenen, ziemlich reich- 
haltigen Exlibris - Litteratur sprechen kann. 


Auch in anderen Ländern, so namentlich in 














England und Frankreich, in Italien, Holland, 
Schweden und auch in Amerika ist man auf 
diesem Sammelgebiete äusserst regsam, und der 
Tauschverkehr die 
ganze Erde. 

Ein Exlibris, 


kommen entsprechen soll, muss den Namen 


der Sammler umspannt 


das seinem Zwecke voll- 
des Besitzers des Buches enthalten (vielleicht 
auch noch Ort und Buchnummer), weil es 
sonst gar nicht imstande wäre, seine Haupt- 
aufgabe, die Sicherung des Besitzes, zu erfüllen. 


Ein Wappenbild oder sonst ein Emblem 
allein kann einer solchen Aufgabe wie leicht 
begreiflich, nie ganz gerecht werden, weil 
man namentlich heutzutage auf dem Gebiete 
des Wappenwesens nicht mehr so zu Hause 
ist, wie in alten Zeiten. Im XIV. und XV. 
Jahrhundert hätte vielleicht das Wappenbild 
allein genügt, um den Buchbesitzer kenntlich 
wo die Zahl der 


Wappen schon in’s Unendliche geht, wäre eine 


zu machen, heute aber, 


Bestimmung der Person nur nach dem Wappen 
durchführbar, 
man endlich nach langen Mühen die Familie 


kaum mehr und selbst wenn 
gefunden, wäre damit noch sehr wenig ge- 
wonnen, weil ja die Mitglieder einer Familie 
alle das gleiche Wappen führen, das Wappen 
nur das Geschlecht, nicht aber die einzelne 
Person festzustellen vermag. Das Exlibris ist 
gleich dem Siegel ein bildliches Zuweisungs- 
zeichen und muss wie dieses, um vollkommen 
zu sein, den vollen Namen des Besitzers 
ausweisen; alles übrige ist Nebensache, De- 


koration. 


geradezu überbieten, um der Aussenwelt soviel 
als nur möglich unverständlich zu bleiben. 

Blättert man in einer Sammlung moderner 
Exlibris längere Zeit, so wird einem ganz wirr 
im Kopfe von all dem Rätselhaften, das da 
in guter und auch schlechter Manier vor- 
getragen wird. Künstlerisch gut gezeichnete 


Blätter mit — sagen wir halbwegs vernünftigem 





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Bild 2. 


Exlibris des Prälaten Bernhard Det), Probst von Klosterneuburg. 


Inhalt — bilden selten die Mehrzahl. Das 
meiste — und wir haben doch schon so 
manche Exlibrissammlung gesehen — gehört 


Dass speziell das Wappenbild auf diesem ` 


Gebiete eine grosse Rolle spielt, ist erklärlich, | 


weil es an und für sich schon von Natur 
aus ein Zugehörigkeitszeichen ist und eine 
grosse dekorative Wirkung bietet. Ausser 
dem Wappen findet sich auch die Allegorie, 
das symbolische Emblem, sehr häufig in den Ex- 
librisblättern vor, namentlich in unseren Tagen, 


wo sich die Künstler der „modernen Richtung“ 





zur Gruppe der Papierkorb- und Ofenloch- 
kandidaten. 


Schund und was für missverstandenes Zeug 


Es ist ganz unglaublich, welcher 


da mitunter zutage gefördert wird. 

Manche Exlibriskúnstler zeigen eine be- 
sondere Vorliebe für das Nackte und bringen 
sie Gott 
geschaffen hat, zur Darstellung, zumeist bloss 


Männlein und Weiblein, so wie 


Aktstudien ohne Bezug auf die Bücherei und 
deren Eigentümer. Würden die betreffenden 
Blätter die „Exlibris“ 
tragen, käme keine Menschenseele darauf, wozu 


nicht Bezeichnung 


sollen. 


die Bildchen eigentlich dienen 
Unserer, vielleicht veralteten Ansicht nach soll 
dies bei einem Bibliothekzeichen stets bemerk- 
bar gemacht werden, dass es als Besitzzeichen 





Bild 3. 


Exlibris Philipp Strasser (Salisburgensia). 


zu gelten hat. Aktstudien, Tierfiguren, Land- 


schaften, Seestücke und dergleichen haben 


doch sicherlich mit der Bücherei nichts zu 
schaffen, und sind, allein angewandt für den 
Zweck, den sie dienen sollen, zu ınhaltlos, 
mit einem Wort — nicht „redend“ genug. 
Um 


Ansicht zu illustrieren, wie wir uns ein Exlibris 


zu zeigen, gewissermassen unsere 


seinem Inhalte nach aufgebaut denken, er- 








16 








—Bibliothekzeichen 





lauben wir uns einige Beispiele von im 
Gebrauche stehenden Bibliothekzeichen vor- 
zuführen und danken gleichzeitig den be- 
treffenden Besitzern für die liebenswürdige 
Bereitwilligkeit, mit der sie uns die Klischees 
zum Abdrucke überlassen haben. 

Bild 7 Bibliothekzeichen des 


Prämonstratenser-Chorherrenstiftes 


ist das 
Geras in Niederösterreich, gegründet von 
Ulrich von Pernegg zwischen 1152 bis 
1159. Das im Jahre 1895 gezeichnete Ex- 
libris zeigt in der Mitte das vom römischen 
Könige Ferdinand I. de dato Wien, am 22, 
Juni 1542 verliehene Wappen, einen von Grün 
und Rot geschachten Schild, umzogen von 
der Legende: EX - LIBRIS - BIBLIOTH - 
MONASTERII + GERVSENSIS +. Das 
Wappenbild ruht auf einem, im Bezuge auf 
das Hauptwappen der Prämonstratenser mit 
französischen Lilien gemustertem Grunde. 
rechten Eck erscheint das 
Abtes Michael Wallner 
(1713 — 1729), der sich grosse Verdienste um 
die Bibliothek des Stiftes erworben hatte. Das 
Wappen zeigt im roten Felde einen grünen 
(Tinkturen des Stiftwappens), 
beseitet von je einem silbernem Kreuze. Der 
Balken ist mit drei silbernen sechsstrahligen 
Sternen belegt. Im linken Eck ist das Wappen 
des Abtes Ignaz Hörstelhofer (1797 — 
1813) angebracht, der 1805 den schönen 
Bibliotheksaal 
schmücken liess. 


Im oberen 


Wappen des 


Schrägbalken 


erbaute und mit Fresken 
Sein Wappen zeigt im blauen 
Felde eine aufwärts fliegende weisse Taube 
mit einem Blumenzweige im Schnabel.*) 

Bild 2 bringt das im Jahre 1003 gezeichnete 
Propstes 


des jetzigen 


des regulierten lateranensischen 


Chorherreñstiftes Klosterneuburg 
bei Wien, Bernhard Peitl, zur Anschau- 


ung. Im spitzovalen Mittelfeld erscheint das 


*) H. G. Ströhl, Die Wappen der Abte der Prámon- 
stratenser-Stifte Geras und Pernegy, Wien, 1895. 

















Wappen des Stiftes mit dem persönlichen 
Wappen des Herrn Prälaten zusammengestellt. 
Das Wappen des Stiftes Klosterneuburg (ge- 
gründet um 1107 vom Markgrafen Leopold 
dem Heiligen) zeigt in Rot eine silberne 
Sturzkrücke, welches Wappenbild zum ersten 
Male in einem Rückensiegel des Propstes 
Georg I. Muestinger (1418—1442) 
erscheint. Das Pfaufedern besteckte 
Helmkleinod ist erst viel später nachzuweisen 


mit 


und tritt zum ersten Male 1640 unter dem 
Propste Bernhard Waiz (von Waiz), 1630 — 
1643, 


Wappen nimmt Bezug auf die erste Tätigkeit 


im Wappen auf. Das persönliche 


des Propstes im Stifte, der in seiner Jugend 
Chorknabe im Stifte Der 
goldenen Lyra im blauen Felde entspricht 


gewesen war. 


der von Gold und Blau quergeteilte Flug auf 
dem Helme. Die Legende lautet: EX - 
LIBRIS - BERNHARDI - PRAEPOSITI 
CLAVSTRO N(eo)B(urg). In den vier Ecken 
erscheint je eine Blüte der Holunderstrauches, 
im Bezuge auf die Gründungslegende des 
Stiftes, nach welcher das Stift an jener Stelle 
erbaut wurde, wo man auf einem Holunder- 
strauche den vom Wind entführten Schleier 
der Markgräfin Agnes, Gemahlin Leopold des 
Heiligen, wiederfand. 


Bild 3 ist das für Herrn Philipp Strasser 
in Salzburg 1900 entworfene Exlibris für 
dessen Büchersammlung von Salisburgensien, 
Das im spätgotischen Stile gehaltene Bibliothek- 
zeichen giebt in der Mitte unter den Wappen- 
schilden des Landes und der Stadt Salzburg 
einen Ausblick auf die malerisch gelegene 
alte Festung „Hohensalzburg,“ die 1077 von 
dem Erzbischof Gebhard angelegt. 1495 
von Leonhard von Keutschach erweitert 
und von Paris Lodron und Max Gandolph 
in ihrer jetzigen Gestalt hergestellt wurde. 
Im unteren Schilde erscheinen die schwarzen 
Schlüssel der Benediktinerabtei St. Peter 
Salzburg über einer Salzkufe. Die aufgestellten 


in 


"wird. 


Bücher stehen im Bezuge zur Bibliothek, dem 
das Bildchen als Exlibris dienen soll. 

Bild a, ein Exlibris, das ebenfalls Herrn 
Philipp Strasser in Salzburg zugehört. enthält 
eine etwas eigentümliche Komposition, die erst 
durch den Inhalt der Bücher, 
vorliegende Exlibris bestimmt war, verständlich 


für die das 


Der Eigentümer des Bibliothekzeichens 





Bild 4. 


Exlibris Philipp Strasser (Krönungsberichte). 


sammelt nämlich bei gewissen weltgeschicht- 


lichen oder sonstigen bedeutungsvollen Er- 


eignissen die darüber erscheinenden Press- 


produkte aus allen Weltteilen. So besitzt er 


vom Todestage des Fürsten Otto Bismarck, 
dem 31. Juli 1898, eine bedeutende Sammlung 


von deutschen, österreichischen und aus- 


ländischen Zeitungen aller Parteirichtungen 


und Religionen, im ganzen 913 Stück, ferner 
aus Österreich-Ungarn eine komplette Samm- 
lung von Zeitungsnummern zum  50Ojáhrigen 
Regierungs-Jubiläium Kaiser Franz Josefs und 
bei Gelegenheit der Ermordung der Kaiserin 
Elisabeth von Österreich. 


18 








während unten das mit der englischen Königs- 
krone geschmückte Monogramm Eduard VII. 
auf den Büchern ruht, die wieder an den 
Stütze finden. 
Neben der Tudorrose finden wir die Distel von 


königlichen ‚„Badges“ ihre 


Schottland und das Kleeblatt von Irland, sowie 


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Bild s. 


Die im Jahre 1902 erfolgte Krönung König | das Ahornblatt von Kanada und das nicht 


Eduard VII. von Grossbritannien und Irland 
gab Veranlassung zur Entstehung einer eigenen 
Sammlung von Zeitschriften, die, in Buchform 
gebunden, mit dem vorliegenden Exlibris ver- 
sehen wurden. Die im Hause des Sammlers 
zusammenströmenden Berichte aus allen Welt- 
teilen finden im oberen Teile des Bibliothek- 
zeichens ihre 


symbolisierende Darstellung, 


offizielle Bagde von Indien, die Lotusblüte.*) 
Wie man aus diesen paar Bildchen er- 
sehen kann, lässt sich gar vieles innerhalb 


einiger  Quadratzentimeter zum Ausdrucke 


bringen, und zwar so, dass es sowohl an den 


*) H. G. Ströhl, Beiträge zur Geschichte der Badges. 
Jahrbuch der k. k. Heraldischen Gesellschaft ‚‚Adler.‘‘ Wien, 
1902. 




















Zweck der Sache wie an den Besitzer des 
Zeichens erinnert, und dass ein halbwegs 
gesunder Menschenverstand ohne besondere 
Anstrengung und langes Kopfzerbrechen damit 
zurechtkommen kann. 


Den Beispielen 
Meisters Ströhls füge ich hier drei weitere 
Exlibris in Abbildung bei, um unsere Leser 


vorstehend gegebenen 


noch mehr mit diesem hervorragenden He- 
raldiker und Verfasser verschiedener Wappen- 
bücher bekannt zu machen. U. A. 
von ihm die zuverlässigen Werke, „Deutsche 
Wappenrolle* und ,,Heraidischer Atlas“ (Jul. 
Hoffmann, Stuttgart) her, die eine Fülle von 
künstlerisch gezeichnetem, historisch hoch- 
interessantem, heraldischem Material enthalten. 


rühren 


Ströhl publizierte, als Erster, auch viel 
Interessantes 
Wappen. 


und Neues über japanische 


Das hier (S. 18) abgedruckte Exlibris des 
Herrn Hubert Grafen de la Fontaine 
et Harnoncourt- Unverzagt, zu Baden, 
N.-Ö., siehe Bild 5, zeigt im Vierpass das alte 
Wappen dieses französisch -luxemburgischen 
Geschlechts, in Gold zwischen zwei gekreuzten 
blauen Pilgerstäben eine rote Jakobsmuschel. 
Interessant ist das Zimier des Wappens, ein 
auf der Schulterteilung des Helms fussender 
Löwe, eine Formation, die man z. B. auch 
beim Zimier der Freiherren von Münsterol 
(Montreux le chäteau) vorfindet. Legende: 
„Hubertus Comes de la Fontaine et Har- 
noncourt-Unverzagt.“ Das Wappen ist ohne 
Benutzung von Contourstriclren mit der Feder 


gezeichnet. 


Bild 6 und 7 zeigen die, leider noch nicht 
benützten und auch bisher noch nicht ver- 
öffentlichten beiden Exlibris des Herrn Dr. 
Camillo List, Kustos am k. und k. kunst- 
historischen Hofmuseum zu Wien. 





19 


Bild 6 bringt Gegenstände aus den Spezial- 
fächern 
und Waffen, in einer Gruppe vereinigt zur 


seines Besitzers, Edelmetallarbeiten 


Darstellung. Legende: „Exlibris Dr. Camillo 
List“ 





Bild 7 enthält eine nackte weibliche Figur, 


die Schönheit, ein Goldgefáss in der Hand 
und den Künstlerschild zur Seite, auf Büchern. 
Legende: Die Gleiche wie bei 6. 





Leider wurden diese 2 Bibliothekzeichen 
bei der Ätzung in Zink derartig stark ver- 
kleinert — 1/, der Naturgrósse, — dass nur 
bei einem sehr sorgfältigen Drucke die einzelnen 
Details sichtbar werden. Dieser Missgriff in 
der Verkleinerung ist auch der Hauptgrund 


gewesen, dass die beiden Klischees nicht zur | 


Drucklegung als wirkliche Exlibris 


kamen. | 


Am meisten hat das Stilleben-Blatt (6), das | 


seiner hübschen Gruppierung und feinen 


zeichnerischen Ausführung wegen sehr an- ` 


sprechend ist, unter dieser zu starken Redu- 
zierung an Deutlichkeit verloren. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. | 


Neue Exlibris. 
(Quartalsbericht; einschliesslich Februar 1906). 


Mein Quartalszugang an deutschen, óster- 
reichischen und schweizer Exlibris, ohne son- 
stiges Ausland: 753 Stück. Gesammtzahl meiner 
März 1906: 37045 
Wegen Raummangels kann ich bei 


Exlibrissammlung: I. 
Stück. 


Weitem nicht alle Neuheiten hier aufführen. 
I. Von bereits bewährten Exlibris- 
Künstlern: 
Deutsches Reich: Bruno Héroux, 
Leipzig*): a) Jorge Monsalvatje, b) abgeándert 
in Monsalvatje; hervorragende Ra- 


Joseph 


derung, a) in Grün und Braundruck, b) in | 


Braundruck; oben Burg Monsalwatsch (Grals- 


burg), unten die Verführerinnen im Garten 
des Klingsor, c) Eigenes neues Exlibris; kau- 
Bilder besehend; 


die ungewöhnliche Stellung zeigt hier den 


erndes nacktes Mädchen, 


Meister im richtigen Anordnen der Glieder. 
Das Exlibris G. W. Sorgenfrey (s. Exlibris- 
Zeitschrift XV. 4. S. 150) 
verkleinert in Kupferätzung erschienen. 


ist nun auch 

Hanns Bastanier, Berlin**), der talent- 
volle Bildhauer und Radierer, schuf 4 neue 
a) Exlibris Dr. 
Waehmer, dessen Grundgedanke der ist, dass 


Exlibrisradierungen: Frau 
die Rosen, die Blüten der Kunst (haupt- 
sächlich Gotik) durch die Frau in dıe Häus- 





*) Johannisallee ır (tauscht nicht; wenige 


käuflich von ihm zu beziehen). 











Exemplare | 


**) Alt-Moabit 14; giebt nur wenige Exemplare des Exlibris 
l 


= Mk. 


Hoffmeister (siehe c.) zu s, signirt zu 7 


lichkeit (Spinnrad) übertragen werden; unten 
Elısabeth (Anspielung auf den 
Vornamen) mit Hallenser Türmen (Heimat); 
Blatt 
bei dem es dem Künstler 


die heilige 


gut erdachtes, gut gezeichnetes von 


feiner Radierung, 





v. Fidus. . 


‚ trefflich gelang, den Reiz des Gegensatzes 


zwischen dem alten dunklen Holz und dem 


weichen, fleischigen Körper herauszubringen; 


| b) „Franziska“ *), ein hochgelungenes Damen- 


Exlibris von feinster Ausführung, geschicktem 


Aufbau und stimmungsvoller Wirkung: Stein- 


* Die Besitzerin will unbekannt bleiben; Exemplare zu 
o Mk. (signiert 8 Mk.) von Herrn H. Bastanier. Berlin N.W., 
Alt-Moabit 14, 11 zu beziehen. 























bank mit Vogel vor zwei Pappeln, vorn Rosen, 
— das Ideal der Besitzerin ist Ruhe in der 
schönen Natur bei Vogelsang und Rosenduft, 
was sinnig und ohne jede Überfüllung aus- 
gedrückt ist; Umrahmung aus Tuja und Flox; 
c) Fritz Hoffmeister (s. Tauschverkehr) Braun- 
und Gründruck; im Hintergrund als Bild aus 
dem alten Hellas die leicht 
Acropolis-Silhouette, darüber ein im Morgen- 


angedeutete 


himmel von der Sonne von unten bestrahlter, 
mächtiger Zeuskopf; zwischen kleinen 
Rosenstauden 


Mottos: „Dem Reinen ist Alles rein“ nackter 


vorn 


als Versinnbildlichung des 
Jüngling zu Füssen eines nackten Weibes auf 
Steinpostament; der Jüngling will der Schön- 
heit mit gepflückten Rosen huldigen; ein 
edles Blatt mit trefflichen Beleuchtungseffekten 
bezüglich Licht und Schatten. d) Mein eigenes 
Exlibris gütige Widmung des Exlibris- 
Vereins (s. Exlibris-Zeitschrift XV. 4. 
S. 195 und XVI. 1. S. 3.), das (vielleicht?) in der 
nächsten Nummer besprochen und abgebildet 
werden soll. 


Alois Kolb- Magdeburg: a) Exlibris Elisa- 
beth Leuschner, Franz Schubert, Kopf zwischen 
einer Geigerin und einer Singenden, hinten das 
Meer; eine hervorragende Radierung; b) Ex- 
librisradierung Walther Deneke, nackter Mann, 
von bester Zeichnung, mit weiblichem Fi- 
gürchen 
Magdeburger Siegel 


dem das 
Auch in 
Autotypie mit Tonplatte ausgeführt. Das 
Exlibris Dr. M. Toeply ist inzwischen auch 
in Lichtdruck, verkleinert, reproduziert worden. 


auf einem Buch, aus 


herabhängt. 


Otto Dinger-Berlin*), eigenes Porträt- 
Exlibris; eine ganz vorzügliche Radierung, die 
den Künstler als ebenso guten Portritisten 
wie Techniker zeigt. 


Otto Protzen-Berlin: Exlibrisradierung 
Thea Wolf, ausgezeichnetes, feinempfundenes 


*) Liitzowstr. 82; tauscht keinenfalls! Giebt seine Exlibris- 
radierung, Künstlerdruck, zu 10 Mk. ab. 





21 





Landschäftchen mit 


Pappeln und Seeufer; Blumen unten als Um- 


und stimmungsvolles 
rahmung. 

Heinrich Vogeler-Worpswede: 2 Ex- 
Schütte (s. Tausch- 
verkehr) — besonders zierlich — und Lieb- 


librisradierungen Toni 


traut Elfeldt (mit etwas zu grossem Wappen), 


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v O. Ubbelohde. 


ı Klischeedruck auf Seide Hermann Gocht 
und 1 Probe-Exlibris Wilhelma Schliemann für 
die Breitkopfsche Fraktur der Rudhardschen 
Giesserei in Offenbach a. M. 
Fidus-(Höppener) Berlin: 2 Exlibris Siegbert 
Cohn, das hier (S. 20) abgebildet ist (s. Tausch- 
verkehr), und Hugo Bruckhaus-Duisburg. 
Ludwig Kühn, Professor, Nürnberg: 
gute Radierung mit Porträt des Besitzers und 


Io Kinderchen. 
















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v. C. Schwalbach. 





August Stoehr, Architekt, Würzburg: 
Neue Exlibrisradierung Moritz von Weitten- 


Ritter mit Schwert an Steinbank; hier (S. 21) 


abgedruckt. 

hiller, harfenspielender Mann, zwischen blumen- : Ferner: München: Arpad Schmidt- 

umwundenen Säulen, ein klassisch-gutes Blatt. | hammer (s. Jugend!“): ı hübsches Exlibris 
| 


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v. C. Schwalbach. 


Otto Ubbelohde- Gossfelden: Edel- 
schönes, einfach gehaltenes Exlibris Adolf 


Ettlinger (s. Tauschverkehr) mit Flötenspieler 
und Zicklein. WilliEhringhausen: 8 gute, 
Ernst, Jurist und Musikfreund (Tausch aus- | davon eines für einen Königlichen Prinzen 


(Wappen). Mathilde Ade: 5, davon 3 hu- 


geschlossen!); Mädchen mit Laute und junger 





moristisch, 2 Steindrucke mit Golddruck ; bei 
dem unseres neuen Mitglieds Herrn Percy 
Hipwell (redend, mit Hip = Hagebutte) ver- 
wandte die geschickte Künstlerin ihren Namen 
„M. Ade“ zu dem einst der Abwehr bestimmt 
gewesenen, heute so ehrenvollen und rühm- 


lichen „Made in Germany.“ Carl Schwal- 


bach*), Carl Marr-Schüler: 4, die ich hier | Guggenbichlerf2) 








Exlibris zeichneten: Bernhard Halbreiter, 
Otto Blúmel, Rudolf Sieck, Friedericke 
von Koch, Maximilian Dasio (Radierung 
W. Zeckendorf) Walter Caspari, Hedwig 
von Rex, Ludwig Hohlwein, R. E. von 
Max Unold, Hans 
(2) 


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v. C. Schwalbach. 


(S. 22— 24) abbilde, da der Künstler ein eigen- 
artiges Talent offenbart, das nicht zu den ge- 
wöhnlichen zählt; in Schrift und Wesen erinnert 
zwar das Henschelsche etwas an Willi Geiger, 
die anderen aber zeigen eigene Ideen und 
eine Begabung, die, wenn noch ferner aus- 
gebildet, Gutes erwarten lässt. E. Lise Popp: 
Ritleng 


3  Steinzeichnungen. Georges 


(Elsässer): 3 originelle Exlibris. Je ein neues 


*, München, 


3 andere zu je 60 Pig. käuflich. 


Neureuterstrasse 23, ı| eigenes im Tausch; 








Techniker-Zeitung und für den bayrischen 
Techniker-Verband*) schuf Jakob Wein- 
heimer-München zwei gute Exlibris, die 
hier (S. 25) abgebildet sind, von denen das 
runde auch als Verlagszeichen benützt wird; das 


*) Der B. T. V. ist seit 1. 1. 06 eine Bezirksverwaltung des 
D. T. V. (Sitz Berlin). Sein Organ ist eingegangen und durch 
die Deutsche Techniker-Zeitung ersetzt worden. Das kleine 
(Klischee-) Fahnenträgerblatt (Postkarte) wird zu 10 Die. nebst 
Postvergütung verkauft; die Radierung zu 30 Pfg. vom: ,,Bay- 
rischen Techniker-Verband, e. V.‘‘, München, Arnulfstr. 26, 
Contorhaus. 























grössere mit dem Fahnenträger ist Radierung 
und hier verkleinert abgedruckt vom Klischee, 
das auch auf Postkarten Verwendung findet. 

Willi Geiger, Múnchen, derzeit in Rom, 
Stuckschüler, zeichnete u. A. die 2 hier (S. 26 u. 
27) wiedergegebenen Exlibris Ernst und Walther 
Zimmermann (siehe Tauschverkehr); die Bilder- 
Kisten auf dem Exlibris des Letzteren weisen 
auf den Kunsthändler hin. Das von Ernst 
Zimmermann erklärt sich etwa folgender- 
massen: Ein komisches Intermezzo: An den 
siegesbewusst dahinziehenden grotesken Humor- 





v. J. Weinheimer. 


bringer angebunden, zieht die „Kunst“ fröhlich 
ihres Wegs; den beiden auf den Fersen 
folgend, kommt die hämische „Kritik“ ge- 
laufen. Durch heftige, beissende Federstiche 
fügt sie der Kunst und ihrem Beschützer 
Schmerz zu. Von Willi Geiger ist ein II. Band 
seiner zahlreichen Exlibris in Vorbereitung. 
Berlin: Paul Voigt: ı sehr sym- 
pathisches, alt gehaltenes Exlibris in gotischem 
Stile für einen Danziger Rheder mit Schiff 
Bücherschrank und Danziger Wappen. Pro- 
fessor Emil Doepler d J.: 2; ı bild- 
hübsches mit sitzender, lesender Dame für 
„Elli“ (Hirsch) und 1 mit Klavier für Hedwig 
Kirsch. -— Von Doepler-Schülern: Elisabeth 
Weinberger 3, Käthe Wolff 5, Dora 


25 = 


Gustav 2, Elsa Gerstung 4, Frieda 
Opdenkotf 2, L. Reiner: Ese von 
Oettingen; Dorothea. Stein; Ella 
Ritter, Ac Krause je ik Georg Otto; 
12, davon 8 heraldische von bestem Wappen- 
Gustav Holstein 3; Otto 
Vittali 1; Georg Wagner, dessen land- 


stil, — 


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v. J. Weinheimer. 


schaftliches Exlibris Oskar Heinrich hier (S. 27) 
abgedruckt ist. Ephraim Mose Lilien: 3. 
Felix Willmann, Lilienschüler: Sein gut- 
gezeichnetes Exlibris Gessert (s. Tauschverkehr 
unter Willmann) hier (S. 28) wiedergegeben; die 
in der Umrahmung sichtbaren Buchstaben sind 
solche, wie sie der Drucker und Setzer gebraucht. 
PaulTelemann: 1 vornehn-einfaches Exlibris 
Paul Wallich in Gold und Schwarz, die 3 
Künstlerschilde in Lorbeer und Rosen. Gustav 
Stotz 2, Martin Thieleund A. Rauche- 


negger je 1. — Georg Barloesius- 
Charlottenburg: 1 neues, sowohl in Schwarz-,. 
als auch in Blaudruck fúr den Hoftheater- 


Intendanten Paul von Ebart mit den Theater- 





26 





von denen das húbsche Blatt des Hauses Wesen- 
heim hier (S. 29) abgebildet ist; es zeigt den 
Blick vom ehemaligen Besitz des Fräuleins von 
Holstein + 1904, vom nunmehrigen Wittingschen 
Eigentum bei Berchtesgaden mit Ansicht des 


Untersbergs. EdmundSchaefer: 11 (davon 


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RAIMA TI SMM MINN. 


gebäuden zu Koburg und Gotha nebst 
Familienwappen in bester Stilisierung (ab- 

Y. W. 
gebildet in meinem Artikel ,,Exlibris von 
Bühnenangehörigen“ in der Zeitschrift für 
Bücherfreunde, März-No. IX. 12). Steg- 
litzer Werkstatt-Steglitz — für künst- 
lerische Drucksachen sehr empfehlenswert; 


geleitet von Gustav Möckel: 6. 


Dresden: Walther Witting, 2 rezende ` 


Geiger. 


| 
| 
| 


2 Holzschnitte) durchweg sehr gute; 2 davon 
siehe hier (S. 29) die Abbildungen Frischen 
und Schaller, einfache aber sehr ansprechende 
Exlibris. | 

Ferner schufen Exlibris: Professor Ludwig 
Keller 
wähnenswerte Exlibris dieser No.); Professor 


(siehe auch unter „Besonders er- 

















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v. W. Geiger. 





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BRETT: A UNE Gëf. 


¿xlbris Oskar Jin 


v. G. Wagner. 


Eduard von Gebhardt- Düsseldorf; Georg 


Poppe-Karlsruhe 2; C. Wagner-Leipzig 


und Walther Tiemann- Leipzig (s. Tausch- 


verkehr unter Poeschel) je 2, Charlotte 


ar 
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Y -Gelibri 








2; Marie Ressel-Rothenburg o. T.* 3 
Radierungen, 1 Holzschnitt; Hans Wilder- 
Graf 
Holzschnitt ; 


mann-Kalk-Köln 2; Georgio 


Buonaccorsi-Nürnberg 1 








ZUM 


v. F, Willmann. 


G ether- Leipzig; Karl E eg - Bremen 1; Anna 
Feldhusen 3; Ivo Puhonn y - Baden- 
Baden 1; Franz Buschmeyer- Erfurt, 
dessen Exlibris für mich ich hier (S. 30) ab- 
bilde; Frau Mary Anne von der Medem- 


Frankfurt a. M. 3; Klemens Kissel- Mainz 





Ra- 
dierung; Professor August Offterdinger- 


Adolf Schinnerer-Tennenlohe Iı 


*) Tauscht nicht; Einzelblätter: 1 zu 1,20 Mk., 2 zu 
1 Mk., 1 zu 75 Pfg., 1 zu 70 Pfg. Die Exlibris sind für 
Märchenbücher gedacht, jedoch noch namenlos. Die gut 
radierten Blätter enthalten die Motive: Lesendes Mädchen 
unter dem Vogel Phantasus; Kinder vor Bilderbuch, Rabe; 


Kind, Glockenblumen. Buch; 2 Märchenvögel: Märchenburg, 





























Hanau, dessen sehr gefállig gezeichnetes Ex- 
libris der Frau Emma Zimmermann, einer 
Goetheverehrerin (tauscht nicht!), mit Goethes 
Gartenhaus im Weimarer Park, hier S. 30 zu 
sehen ist. Leo Schnug-Strassburg 2, Josef 
Sattler-Strassburg 1; Ludwig Ortlieb- 
Kaufbeuren 2 sehr hübsche; Erich Heermann 
(Breslau)-Kramsach in Tirol 2, die ich hier (S. 3 ı 
und 32) abdrucke; das Robert Heermannsche 
weist auf den Ingenieur hin; beide Blätter 






IBLIOTHEK DES HAVSES WESENHEIM”* 
OBERSALZBERG ®*' BERCHTESGADEN. 


8 


v. W. Witting. 


bei dem 
mit dem Wickinger-Schiff wáre wohl der da- 


beweisen zeichnerisches Können; 


mals noch nicht existierende Künstlerschild 


besser weggeblieben. Zwei zur Verfügung 
gestellte gute Exlibris von der Hand unsres 
allbeliebten Exlibriskünstlers Bernhard Wenig 
Alois Mitterwieser 
(1903) und Friedrich Koenig (dieses redend 
1905) seien hier (S. 33) ebenfalls abgedruckt; 
das erstere deutet auf den Archivar und dessen 
Heimat hin (beide Exlibris s. Tauschverkehr). 
Vorwiegend heraldische Exlibris entstanden 
Künstlern Gustav Adolf Closs- 
Stuttgart 3, Emil Doepler d. J.-Berlin 1, 
Adolf M. Hildebrandt-Berlin 6, Georg 
Otto- Berlin 8, Oskar Roick-Berlin 1, 
Lorenz M. Rheude- Papiermihle Roda o 
Clemens Kissel- Mainz 1. 
Wien: Alfred Coss- 


mann schuf zu seinen anderen Exlibris mit 


(-Berchtesgaden)-Hanau: 


von den 


Österreich: 


29 





Musikgrössen eine neue Exlibrisradierung Karl 
Andorfer, oben Schuberts Porträt unter einer 
seiner schönsten Liedermelodien aus dem 


Cyklus „die schöne Müllerin“; vor dem Bild 





v. E. Schäfer, 


frische Blumen, die Schubert so sehr liebte, 
Handschriftfaksimile von ihm; unten 
zwischen St. Peterskirche und Stefansdom das 


mit 














[ Martha o 
odaller- 


ZU: EIGEN: 
v. E. Schäfer. 


kleine Porträt Schwinds, des intimen Jugend- 
freundes Schuberts*) ; ein ungemein feines Blatt 





*) Nur mehr wenige Exemplare dieses Exlibris vom Künstler 
Alfred Cossmann, Wien XIX. 2, Armbrustweg ı3, zu je 
10 Kronen erhältlich. 


von bester Anordnung, Zeichnung und Ra- 
Ludwig Michalek: Exlibris- 
Radierung für den Chemiker Dr. von Sonnen- 


dierung. 








v. F. Buschmeyer. 


thal. Alexander Rothaug: 2 neue poëtisch- 
edle. August Gross: 2. Max Reinitz 
(-Wien)- Ofen-Pest (Schüler von Franz und 





Ludwig Herterich)*); vortreffliche Stein- 


zeichnung mit dem Florentiner Wappen- 
Löwen mit Lilie und dem dortigen Stadthaus, 
dem Bargello. 

Eine graziöse, feine Radierung für den 


deutschböhmischen Graphiker Konrad Willner, 




















v. Prof. A. Offterdinger. 


(giebt nicht) lieferte Fernand Schultz-Wettel 
in Berlin. 
Von Georg Jilovsky-Prag, der schon 
5 flottgezeichnete Exlibrıs schuf, bilde ich hier 
(S. 34) dessen humoristisches Exlibris (imOriginal- 
Exlibris mit Farben) Emmy Federer ab, das 
*) Tauscht nicht; sein Exlibris — wenige Exemplare — 


nur gegen Besseres von L. Graf, München 23, Herzogs- 
strasse 1 II. erbáltlicb. 




















sein Können zeigt. Gustav Croy, Ingenieur- 
Prag: 2, von dem ich sein Exlibris Heinrich 
Veit (s. Tauschverkehr unter Schmidt-Schroeter) 
hier (S. 35) abdrucke. 
Blatt bringt die besondere Schwärmerei des 


genannten Hamburger Lehrers für die nord- 


Das gut gezeichnete 


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E.HCERMANN. 


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radierung Dr. Horaz Krasnopolski (s. Tausch- 
verkehr). Ernst Fluss- Prag: 3. 

Ungarn: Tibor von Bottlik- Feher- 
vy, Dten-Pest: Ernst Barta s 


Calman Y. H. de Rozsnyay 8; L von 


templom: 


Tatras:; Paul Taror 2; Cal Esanyi 3% 


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v. E. Heermann. 


deutsche Haidelandschaft treffend zum Aus- 
druck. 

Von der Exlibrisradierung Oskar Siegl von 
der Be- 
sitzer*) ein Klischee anfertigen, das hier (S. 36) 
abgedruckt ist (vgl. Exlibris-Zeitschrift XV. 3 
S. 115). Emil Orlik (-Prag)-Berlin: Exlibris- 


Richard Teschner - Prag liess 


*) Oskar Siegl, Leitmeritz, Lippertg. 9, Bihmen, tauscht 
die Radierung wie den Klischeedruck gegen Entsprechendes. 





Geza Fekete; Arthur Lakatos, Exlibris 


Görgy Singer, Rosenumrahmung mit einem 
Nachtrag zu den 10 Geboten: „und begehre 
nicht deines Nächsten Buch“ (in ungarischer 
Sprache); Sandor Nagy. Ein humoristisches, 
Exlibris 
Dichter Dr. Jenó Kovacs zeichnete Mathilde 


sehr nettes für den ungarischen 


Ade- München, in Schwarz- mit Golddruck; 
Kovacs, zu deutsch Schmied, beschlägt einen 


Pegasus mit goldenen Hufeisen; Amor hält 
den Zügel; hinten Tempel auf Berg. 
Schweiz: Emil Anner- Brugg: Äusserst 
feine Exlibrisradierung E. Thurnheer-Rohn, 
redend Thurm (Thurn)-Ruine hinter Bäumen. 
Jean Kauffmann- Luzern: gute Radierung 





32 











Dr. E. Moser. ‘Burghard Mangold- Basel 
2 sehr gute.**) Emil Gerster- Basel, gut 
gezeichnetes Wappenexlibris Ziegler im Pelikan 
nach Art alter Wappenglasscheiben. 

II. Als Exlibriskünstler sind hinzu- 
getreten: 


v. E. Heermann. 


für den Pfarrer Jost Reinhart, Fensterdurch- 
blick auf Stadt, Rudolf 
Münger-Bern: Radierung 


See und Berge. 
ausgezeichnete 
J. Treuthardt,*) Wappen in bester Stilisierung, 
Bären. 

Dammköhler - Schaffhausen: 


2 


getragen von Berner Philipp 


Radierung 


*) Bern, Laupenstr. 8, tauscht diese Radierung und sein 
Stauffersches Kupferdruck-Exlibris nur gegen Radierungen. 


Deutsches Reich: München: 
Eduard Grützner: 


eine Münchener Offiziersgesellschaft(Münchener 


reizendes Exlibris für 


Kindl auf einem Fass mit H. B.-Masskrug, 


**) Von denen das deı Bibliothek des Basler Kunstvereins 
(Mann stempelt ein Buch mit einem mit dem Künstlerwappen 
versehenen Stempel) — bei dem Tausch ausgeschlossen ist — 
zu ı Mk. vom genannten Verein erhältlich ist. 


























Buch und Rettichen; alles von Hopfenranken 
umgeben; auch als Mitgliedskarte benútzt). 
Max Feldbauer (s. „Jugend“; Plakate!), 
Exlibris F. Schöllhorn mit grossartig gezeich- 
neten schweren Zugpferden. Adolf Thomann 
(-Zürich): 2 gute Holzschnitte,*) Mann mit 


Ex libris Alois 
Tfitterwieser 





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v. B. Wenig. 
Pferd, bezw. Centaur, Weib, Hund. 


Schmidt (-Karlsruhe) 3 noch 
sprechende 


viel ver- 


Holzschnitte und eine 


gravierung (alpin). 


Ernst Zimmermann (-München) Rom: 


12; siehe Sonderartikel dieser Nummer. Gustav 


Lehmann (-Braunschweig, — München) — 


*) Abzüge zu je 3 Mk. in Krauses Kunstsalon, München, 
Gabelsbergerstr. 


33 


Rom: 2 Exlibris von gewandter Zeichnung. 
Berlin: Fernand Schultz- Wettl: zierliche, 
feine Radierung Konrad Willner. Professor 
Fritz Kallmorgen; 2; einfach aber sehr 
gut, eines mit hoher Burg, eines mit Blumen- 
vase und Büchern. Anna Lent: 1 klassisch- 
schónes. Gerta Schroedter (Enkelin des 
Malers Professor Schroedter, dessen 100jáhriger 
Geburtstag júngst gefeiert wurde, sowie Nichte 


des Malers und Direktors Anton von Werner 









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und Professors Lessing), deren Exlibris der Frau 
J. Gilmer (ihrer Grossmutter) hier (S. 37) wieder- 
gegeben ist; das gutgezeichnete, durch seine 


Einzelheiten intime Blatt stellt die Erkernische 


auf Schloss Thalheim (alter Gemmingen’scher 


Otto - Besitz) dar. 
Stein- . 
Otto Baurredi, 2 Rus” 
derungen (s. Tauschverkehr unter Anton Koch‘ 


Hasen („Lampe“) 


Walter Thamm, Kunstgewerbe- 
schüler und Schüler E. Orliks: Holzschnitt, 
3 Künstlerschilde mit Monogramm. Professor 
Hermann Prell-Dresden: 2. MaxSpendig 
Danzig: 2 


W. 


Radierungen (s. 
Jakob 


(-Dresden, nun) 


Tauschverkehr unter Freyer). 


| Happ- Frankfurt a. Main: Ebenso nette wie 
. gute Radierung Willy Lampe, mit lesendem 


bei 
Glasmaler Rudolf Linne- 


Studier-Lampe (also 


doppelt „redend“). 


mann - Frankfurt a. Main, dessen gutgezeich- | 


netes Exlibris Leonhard Kalb (s. Tausch- 
verkehr) hier (S. 38) abgebildet ist; unten dessen 
Landhaus in Ortenberg im Vogelsberg. Denis 
Hoffmann, Architekt, Hamburg (s. Tausch- 
verkehr): Gute Steinzeichnung in modernem 


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Geschmack. Frau Clara Jost-Rıchter- 


und Frl. Meta Weber - Düsseldorf, je | 


1 Radierung. Frl. Otty Kaysel- Ludwigs- 
lust: mit dem japanischen Zeichen „Glück“ 
für eine japanische Bibliothek ihres Bruders. 
Theodor S ch ü c k - Freiburg i. Br. (Ubbelohde- 


Schüler): 2 recht gute Exlibris, davon 1 land- | 





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schaftliche Radierung; das des Dr. B. Rein mit 
| Goethes Totenmaske. 
Ferner: 
Múnchen: Lorenz Stumm 3, Max 
Kleditzsch, Emma Kissling 2, Willy 
Múller, Carl Arnold (s. Tauschverkehr 


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-JILOVSKY-OS* Ps ie 


Jilovsky. 


unter Arnold), Franz Seraph Haindl, 
Hermann Ebers, Terstegen, Fritz 
 Behalt 2 
| Berlin: J. von Kulas, Erich Wein- 
schenk, Architekt Fritz Weissenborn, 
| Frl. Toni Meyer, K. Baschkies, Heros 
Krause, Fritz d’Hargues, Architekt. 








Reinhold Mehl, Baumeister, Gross-Lichter- 


35 


Freiburg i. Br. Willi Reinelt- Magdeburg. 


felde, farbig, Bibliothekraum, umrahmt von | Hans Kappler-Stollberg. Otto Magde- 


einem Aufbau von Bichern. A. Fahlberg- 
Friedrichshagen. Kate Otto-Steglitz. Carl 
Wilhelm Graf Hardenberg- 
Dresden 2. Woldemar Leiteritz-Dresden 2. 
Frl. Wilhelmine Berger- Halle. Bernhard 
Albers - Düsseldorf. Cal Schmidt- 


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-ex libris: 


FEINA ET VEIT 


fessel, Glasmaler, Dessau. Willibald Wein- 
gartner-Zwickau Wilhelm Schlaeger- 
Güstrow. Hans Schroeder- Lüneburg (aus 
Schwaan-Mecklenburg) 14, mit zum Teil nieder- 
verrät Talent. 


sächsischen Landschäftchen; 
phil. 


Emil Loeschmann - Breslau, 


Dr. 

















NN 


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Y. E. poy. 


Helmbrechts-Núrnberg 2 gute, davon 
eines, Ernst Nister, mit der Burg in Núrnberg. 
Hugo Krauss und Ferry Riegel- Nürnberg 
(s. Tauschverkehr unter Hammer). E. Hein- 
rich- Pforzheim. Georg Geyer- Wiesbaden 


(s. Tauschverkehr unter Hexamer). Karl 
Gruber, Architekt, und Otto Roth- 
Karlsruhe; letzteres: Stadtsilhouette. Berr- 


hard Fech- Würzburg. Friedrich Greiner- 


| 


naturhistorischer Zeichner der Universität: 
2 gute Mediziner-Exlibris u. s. w. 
Österreich: Wien: Raphael Kirch- 
ner (eben in Paris), der bekannte Wiener 
Postkartenzeichner, schuf ein allerliebstes Ex- 
libris fúr Georges Goury-Nancy *), der es in 


der bekannten Kunstanstalt Dr. E. Albert « 





*) rue des Tiercelins 5; Besitzer tauscht nicht, giebt aber 
dieses Exlibris za 8 Mk. ab. 


Co., Múnchen, in Kupferdruck ausfúhren liess; 
das reichlich internationale Blatt zeigt eine 
liebliche, schönäugige Mädchengestalt mit Buch 
in Landschaft, 
rahmung; unten 2 Täubchen. 


in feiner Biedermeier - Um- 


Moritz Jung. 
Holzschnitt. Karl Diemer, RosaSchwarz. 


Comm. Theo Ethofer-Salzburg, von dem 


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auch reizende Künstlerpostkarten her- 


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virtuosin Margot van Leeuwen in Leiden mit 
Harfenspielerin und holländischer Windmühlen- 
und Wasserlandschaft, b) für Lydia Schmidt- 
born-München, Sängerin und Alpinistin, mit 
Gletscher und Lyra, c) Fr. Johanna Levin- 


stein-Bonn, mit Rheinlandschaft und Lyra; 
u Ss. w. 
Ungarn: Ofen-Pest: Endre von 


v. R. "Teschner. 


rühren, 2 Exlibris von guter Zeichnung, von 
denen hier (S. 38) ein namenloses abgebildet ist. 
Otto von Bolschwing und Professor Hans 
Berta Hassack- 
Fickert-Wien 


Blumen und 


Brandstetter- Graz. 
Linz, hübsches Exlibris Emil 
(s. Tauschverkehr) mit Laute, 
Büchern am Fenster, durch das man in die 
Berge blick. Konrad Willner- Teplitz 3 
sehr gut und ansprechend gezeichnete Musik- 


Exlibris, a) für eine holländische Harfen- 


| Frecskay, guter Landschafter, Juliette de 


Vajda, ValerMende, Ferdinand (Nandor) 
Honti, Josef Heim, Robert Nagel, F. O. 
Beck, Eder; J. Sebestjen- 
Kolozsvar; Cornel Span yik - Pressburg; Jeno 
Dórre-Arad; Gaal 2; Jande de Nagy, 
Joel Stern; Michaly K em - Ofen - Pest photo- 
eraphierte sich ein Atelier-Interieur als Exlibris. 
Karl Architekt, 
erweist sich als túchtiger Radierer; 


Julius 


Schweiz: Hover, 


Zúrich, 














‚von seinen 2 Exlibrisradierungen ist besonders 
das Otto Lang sche mit Büchern, Schwert 
und altem Turm sehr sympathisch. Frl. M. 
Sigg-Zürich und Frl. Marey Schider, je 
eine Radierung. Albert Wagen- Basel, Ge- 
werbeschullehrer, zeigt sich auf seinen 3 bild- 


schönen Photolithographie-Exlibris Dr. Aug. | 


Sulger, Heinr. Bendel und Rosy Christ als 




















| 


E. Kupper, Architekt, Basel (vorher Karls- 
ruhe 1. B.) 
III. Aus Dilettantenkreisen: 
München: Frau Fanny Fraas, geb. 
Mordtmann; Botho Schmidt 4; Berlin: 
Charles Bessler, Rittmeister d. L.; Martin 


Faber. Gustav Bardenheuer, Kauf- 


mann, der für die Zeitschrift „Niedersachsen“ 





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G.SCHROESTER, 


v. Frl. G. Schroedter. 


Zeichner von bestem Kónnen und Geschmack; 
Landschaft, Figuren wie Ornament liegen ihm 
gleich gut. Johann Jakob Egon Vischer- 
Basel 2, Alfred Peter- Basel; Frl. Hedwig 
Scherrer-St. Gallen 3; Wilhelm Balmer- 
Seiler- Liestal: Heinrich Müller jr; stud, 
Basel (Miinchen) 4; Paul Kasser- Bern 4, 
u.a. Alfred Thomann - Zürich (-München): 
s. oben unter II., Deutsches Reich, Miinchen. 





zeichnet: Exlibris mit Dolmen und 


Báumen. Quirin Brassart, Major, Spandau, 
gut gezeichnete Batteriestube mit Geschiitz, 


gutes 


Kanonenrohren als Säulen, und Blick auf Köln 
und den Rhein. Frau Mathilde Sutter- 
Pforzheim 2 (s. Tauschverkehr unter Sutter). 
Felix Klipstein-Giessen (s. Tauschverkehr): 
Laubach). 
Ra- 


gewandter Holzschnitt (Haus in 
Frl. Sofie Othberg- Eschweiler Aue, 





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dierung. Adeline Freiin von Buttlar- 
Dachau. Felix FreiherrvonBrusselle- 
Frau. Dr. Bertha Strauss- 
Elsa Freiin von 


Hentingsheim. 


Worms: 3 Steindrucke. 
Falkenstein-Stuttgart. Carl Berkhan, 
Stuttgart 


Buchhändler, (s. Tauschverkehr): 





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v. R. Linnemann. 


Robert Meerwarth, 
Oberprimaner, Karlsruhe: 2 Holzschnitte. 
Karl Keller, Geheimer Hofrat, Karlsruhe 5. 
Frau Gertrud Hofmann, geb. Pahl (Schúlerin 
des Kunstgewerbe-Museums und der Steglitzer 


3 gut gezeichnete. 


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Werkstatt): 2 gut-einfache Exlibris. Frl. 
Hildegard Geisberg - Chemnitz. Frau 
Pfarrer Gertrud Schubring- Wundersleben- 
Soemmerda, Reproduktion 2er von ihr ge- 


schnittener wenn auch 


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guter Silhouetten ; 









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TETHOFER 


v. Com. Th. Ethofer. 


Silhouettenzeichnungen schon wiederholt 
vorkamen, ist das Verfahren des Silhouette- 
schneidens, dessen Ergebnis wie schwarze Feder- 
zeichnung wirkt, von dieser geschickten Dilet- 
tantin für Exlibris zum ersten Mal angewandt. 








Frau Olga Gilles - Dortmund benútzte für das 
gut gezeichnete Exlibris ihres Gatten, eines 
Redakteurs, eine originelle Idee: Eine Tele- 
graphenstange mit Porzellan-Isolatoren und 
Draht geht nach unten in eine geflügelte 
Feder über, die „die Zeitung“ schreibt. Karl 
Hübner, Leutnant, Germersheim. Dr. 
Franz Westphal-Rostock. John Hübbe- 


Hamburg 2. Frau Dr. W. Bitter- Hamburg 


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v E. L. L. Meyer. 


(in O. Schwindrazheimscher Manier). Frau 
Geh. Med.-Rat Paula Siemerling- Kiel 2. 

Von den Heraldikern 
Dilettanten: Oberleutnant Bodo von Bose- 
Vortrefflich und 
Wappen - Exlibris 


unter den 


Altona: richtig 
Eduard L. 
Lorenz-M e y er, Handelsherr, Hamburg, 3, von 
denen 2 hier (S. 39 u. 40) von dem über dem Di- 
lettantismus stehenden begabten Handelsherrn, 


Minister und Staats-Sekretär. 


unserem Mitgliede, freundlichst gestiftet wurden; 


stilisiertes 








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' trägt 


Arthur Graf Posadowsky, ` 


das kleinere mit Gentiana und Schild, das 
gróssere mit dem Meyerschen Familien-Voll- 
wappen und dem schon früher von der Fa- 
milie geführten schwarzen Gerichtsherren als 
Schildhalter. Frl. 
Augsburg: unter Kampfscene Wappen 


Frieda von Hösslin, 
mit 
Lanzknecht nach Holbeinschem Basler Glas- 
fenster. Hans Freiherr von Imhoff *) 
Oberleutnant, Nürnberg, dessen gutstilisiertes, 
sehr gut gezeichnetes Wappen-Exlibris Heinrich 
Freiherr von Pechmann,*) und dessen eigenes, 
gezeichnet von Maler Ernst Loesch, Nürnberg. 
ebenfalls gut heraldisch, hier (S. 41, 42) ab- 
gebildet sind. 

IV. Besonders erwähnenswerte Ex- 
libris: 

Exlibris Julius Wagner- München, nach 
dem schönen Blatt der Gutenbergfeier München 
von Julius Diez-Múnchen; Krone mit ,a bed“ 
auf Buch, auf 2 Säulen. 

Exlibris Paul Singer (s. Tauschverkehr), 
Architekt, Gustav Stotz- 
Berlin; über einem Bande mit einer Melodie 


Mannheim, von 
der Aufbau des nach dem Brande des Stutt- 


carter Hoftheaters 


o freigelegten Treppenbaus 


des Stuttgarter alten Lusthauses. 
Exlibris 


Professor 


Ascan Westermann, von 


Ludwig der 
der 


Wappens 


Keller- Düsseldorf, 


das Problem Zusammenstellung eines 


und eines  jetztzeitlichen 


Schildhalters vollkommen 


indem er 


glücklich löste, 


einen badischen Infanteristen mit 
Helm und Gewehr, aus unseren Tagen, sein 
der Soldat 


leicht auf 


Familienwappen halten lässt; 


sein Gewehr ebenso der 


Schulter, wie die Schildfigur, ein sogenannter 


wilder Mann, die Keule, und «dabei wendet 


sich das Zimier, der wilde Mann wachsend, 


scheinbar dem Schildhalter zu. Der strengste 
Heraldiker wird gegen diese ganze moderne 
die 
von alter und neuer Zeit nichts einzuwenden 


Auflassung und glückliche Vereinigung 


*) S. Tauschverkehr. 


haben; ist die Idee auch noch neu und un- 
gewohnt, so birgt sie doch keine Unmöglich- 
keit oder Unrichtigkeit und beweist, dass „es 
geht‘‘, alte gute Heraldik und eine Figur aus 
der Jetztzeit neben einander zu stellen und 
zu verschmelzen; vgl. die Abbildung S. 42. 
Exlibris des Professors Dr. Otto War- 
burg-Berlin von Ephraim Mose Lilien- 


40 








» 
phophallus links) bedeckten Urwaldboden; 
rechts und links Lianen; hinten ein riesiger 
Würgfeigenstamm, der Kautschuckbaum. In 
der Hand und im Gewande der Monsunia 
sind Anonaceenblüten und die das Ylang- 
Ylang - Parfüm liefernden Canangeblúten zu 
sehen; die herabfallenden Zweige sind solche 


des Muskatnussbaums. Eine schöne und be- ` 


> Elt9arDUT-DON. 





v. E. L. L. Meyer. 


Berlin; mit Beziehungen auf Forschungen, 
Arbeiten und Reisen (1880—1880) 
Botanikers im Gebiet des asiatischen Monsuns; 
Flora des malayischen Archipels, die 
im Urwald edle Blumen 
und Früchte der Waldbäume auf den von 
Rohr), 
(Rafflesia rechts) und Saprophyten (Amor- 


dieses 


die 
Monsunia, streut 


Kletterpalmen (spanisches Parasiten 


ziehungsreiche, gut angeordnete Zeichnung. 


Exlibris des Dr. Hanns Friedrich in 


Frankenthal zeigt das Grafl’sche Schiller- 
porträt. 

Exlibris Albin Weber-Schöneberg (s. 
Tauschverkehr), mit dem heiligen Christo- 


phorus, der Christum trägt (bekannt ist der 





Spruch: 

















3 a — 41 — 


„Christophorus trug Christum, bei Kreuzlingen, Schweiz, liess sich von 
Christus trug die Welt; | Adolf Sulzberger, Zürich, ein farbiges 
Sag mir, wo hat Christophorus | Wappenexlibris nachzeichnen, dessen Inschrift 
Die Füsse hingestellt ?); — 
genauer und getreuer Faksimile - Cellulloid- ` 
| 


schnitt von Albin Weber nach dem ältesten 


ausser dem Namen noch lautet: ,,Erneuertes 
Exlibris des Hans Jakob Ammann genannt 
Thalwyler Schárer 1586--1058.“ 





eo TE. Frihet Imhoff. 


V. Ausland: 
In Spanien schuf als Einziger Jose 


datierten Holzschnitt von 1423 vom Kloster 
Buchsheim bei Memmingen — aus dem die 
Hiltebrand Brandenburg-Exlibris stammen! —, | Triado in Barcelona mehrere neue, gute 
handkoloriert ; von hohem kulturgeschichtlichem ` Exlibris. In Holland Carel J. A. Begeer 


in Utrecht 2 und H. C. A. van Kampen 


Interesse; die Ausfúhrung ist Handpressen- 
druck auf Biittenpapier. in Amsterdam 1. In Schweden entstanden 
Herr August F. Ammann- Seeburg ‚ seit und infolge der zahlreichen Anregungen 


Herrn Hasse W. Tullberg 


unseres Mitglieds, g 


in Stockholm, eine grosse Anzahl neuer Ex- 
libris. 

Aus Norwegen kann ich infolge gütiger 
Abgabe der Platte seitens des Besitzers Herrn 
O. J. Larsen*) in Bergen, unseres Mitglieds, 
dessen „In memoriam“-Exlibris, das dem An- 
denken seiner 1905 verstorbenen Gattin, der 
























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v. E. Loesch. 


Schriftstellerin Bolette C. Pavels Larsen, ge- 
Die 
treffliche Zeichnung und Radierung stammt 


widmet ist, hier als Beilage bringen. 


von Brvnjulf Larsson in Christiania, der 
Druck von Giesecke und Devrient in Leipzig. 

In England ist die Exlibrisproduktion 
bedeutend zurückgegangen; als neu ist nur 
Miss Mary Lawson, Stourbridge, die in der 


Art G. W. Eves arbeitet, zu nennen. Als be- 


*) Dessen eigenes Porträt-Exlibris von Olaf Rusti-Bergen 
ich in Exl.-Z. XV. 4. S. 162—163 brachte. , 





deutenderes Blatt: Das fein gestochene Ex- 


libris von „Helena“ Prinzessin Christian 
zu Schleswig- Holstein, geb. kgl. Prinzessin von 
Grossbritannien und Irland, von F.G. House- 
London mit Ansicht von Windsor Park und 
mit Klavier und Blumen. 

Aus Amerika sind neue Exlibris zu 
melden, von Edwin Davies French (derzeit 
in Súdfrankreich), Sidney L. Smith - Boston, 


T. Henry Foster- Ottumwa und dem 





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v. Prof. L. Keller, 


Triptych- New-York, das nun von Kendall 
Banning und Frl. Hedwig von Briesen 
geleitet wird. 


Anhang. 


Da es sich darum handelt, einen allge- 
mein noch nicht bekannten, aber sehr talent- 
reichen jungen Künstler Ernst Zimmer- 
mann,*) dem Exlibriskreis bekannt zu machen, 


*) Seine Münchener Adresse für ev. Aufträge ist: Karls- 
strasse 36. III. 

















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Memorien-Exlibris O. J. Larsen, Bergen, 


zur Erinnerung an die Schriftstellerin Frau Bolette O, Parels Larsen, 


von Brynjulf Larsson, Kristiania, 1905. 


Beilage zur Exlibris-Zeitschrift 1906, No. 1. 


Druck von Giesecke & Devrient, Leipzig. 











habe ich ihn in der Menge der vorstehend | zunächst beim Vater und dann auf der Mún- 
angeführten Exlibriskünstler nicht eingehender | chener Kunstgewerbeschule, auf der sein Haupt- 
genannt, sondern widme ihm hier diese be- | fach das Modellieren unter Professor Pruska 


sondere kurze Betrachtung. ı war. Dann bezog er die Münchner Akademie, 


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Konrad Dreber 
Eerhbris 2 


Als gelehriger Schüler tüchtiger Meister | zeichnete bei seinem Onkel, Professor M. Feuer- 
verdient er, da er nun seine eigenen guten | stein und kam dann zum bekannten Professor 
Wege geht, und, obwohl noch jung, schon recht | Rudolf von Seitz, der ihn besonders die alten 
Tüchtiges leistet, entschiedene Beachtung. ı Meister kennen und lieben lehrte. Später 

Geboren 1881 zu München als Sohn des | trat er in die Schule von Professor Wilhelm 
Malers und sehr begabten Lehrers Professor 
Ernst Zimmermann, lernte Ernst Zimmermann | 


von Diez ein, dem er seine Malkenntnisse 
in der Natur verdankt; figürliche und deko- 








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Beide: v. E. Zimmermann. 

















45 





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LIBRIS 


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Beide: v. E 
rative Studien gingen nebenher, und nunmehr 
und 
Das Porträt- und das figürlich- 
dekorative Fach werden wohl seine Zukunft sein. 

Angeregt durch zahlreiche Exlibris seines 
Bekannten Willi Geiger begann auch Ernst 
Zimmermann, 


arbeitete er mehrere Monate in Rom 


Terracina. 


Bibliothekzeichen zu zeichnen, 
und er schuf bisher 13 Exlibris, die zum 
Teil Rudolf von Seitz’ guten Einfluss, zum 
anderen Teil gutmodernen Charakter haben. 
Anlehnungen sind erfreulicherweise nicht zu 
bemerken; er hat seine eigene, aparte Manier 





. Zimmermann. 


und man kann von ihm noch manch nicht- 
durchschnittliches, aussergewöhnlich Gutes er- 
hoffen. 

Von seinen Exlibris bilde ich hier 6 ab, 
die keiner besonderen Erklärung bedürfen 
(was heutzutage bekanntlich nicht immer der 
Fall ist). 

Konrad Dreher (S. 43) ist der berühmte 
Münchner Hofschauspieler und Komiker, der mit 
seinem Humor und seiner künstlerischen Schalk- 
haftigkeit tatsächlich oft Blumen ins Leben 


seiner Zuhörer streut. Walther Zimmermann, 


- — 


der Bruder des Zeichners (S. 44, s. Tausch- 
verkehr) ist Kunsthándler in München, daher 
Obwohl alle 
ihren eigenen Reiz haben, 


das Studieren eines Kunstblatts. 
6 Exlibris 
besonders auf das R. Heusersche mit Baum 


ist 


46 











(S. 45, s. Tauschverkehr) hinzuweisen, das in 
seiner Einfachheit so niedlich und wirkungsvoll ist. 


München. 


K. E. Graf zu Leiningen -Westerburg. 


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v E. Zimmermann. 


Russische Nachrichten. 


Die bald ein ganzes Jahr dauernden und 


alle Volksschichten mit sich reissenden rus- 


rischen Freiheitsbewegungen haben das Leben 
aus seinen normalen Bahnen gebracht, und kann 


darum von einer richtigen Tätigkeit — sei es 


auf welchem Gebiete es wolle natürlich 


keine Rede sein. Alles verbrüdert sich, um 


einem einheitlichen Ziele zuzustreben und 


alltägliche Interessen, ja sogar die Kunst und 
Wissenschaften treten zeitweilig in den Hinter- 
grund, um erst wieder nach erlangten freien 
Bürgerrechten ihre Berufstätigkeit aufzunehmen. 
Vieles ist der in Staub zusammensinkenden 
alten Regierung schon abgezwungen, Vieles ist 
in Aussicht gestellt worden, aber noch Vieles 


muss durch manches Opfer errungen werden, 











bis ,neues Leben aus den Ruinen blúhen 


wird.“ Aus diesen Gründen geht hervor, 
warum die bereits im Spätsommer bestätigte 
Moskauer Exlibris-Gesellschaft bis jetzt noch 
kein Lebenszeichen von sich gegeben hat. 
Dieser Tage steht wieder eine Zusammen- 


kunft der Vereinsgründer bevor, jedoch kann, 


wie gesagt, von einer Aufnahme der Tätigkeit 


Das Buch- 
welches sich den ehernen Fesseln 


vorläufig nicht die Rede sein. 
gewerbe, 
der Zensur entrissen hat, wird viel dazu bei- 
tragen, dass das Wort auf dem Papier all- 
seitige und wahrheitsgemässe Beleuchtung 
finden wird und sobald diese Eroberung festen 
Boden unter sich spüren wird, wird auch der 
Forschungsdrang auf allen Gebieten frei auf- 
atmen und erleichtert seine Lungen ausdehnen 
können. Dann wird auch der Exlibrisforschung 
mit all ihrem „Drum und Dran“ das ent- 
sprechende Plätzchen in der Litteratur zu- 
erteilt werden; denn bis hierzu konnte selbst 
auf diesem unschuldigen Gebiete nicht frei 
die Feder geführt werden; dann wird die von 
der Moskauer Exlibris-Gesellschaft in Aussicht 
genommene Zeitschrift mit den ausländischen 
Schwesterschriften in aufrichtigen unbeschränk- 
ten Meinungsaustausch treten können und Arm 
in Arm mit ihnen ins Dunkel der Vergangen- 
heit hinuntersteigen, um Alles das, was den 
gemeinsamen Bestrebungen von Interesse, ans 
Sonnenlicht zu befördern. Zur Illustration des 
Gesagten sei hier folgendes Ereignis erwähnt, 
welches seinen Anfang von einem Exlibris 
genommen und einen strebsamen Mann, nach 
grausamer Verurteilung zum zwangsmässigen 
Aufenthalt in Sibirien, in den Tempel der 
Wissenschaft geleitet hat. Ich meine den be- 
kannten Naturforscher Grigori Karelin (* 1799 
+ 1872), dessen eigenes Exlibris in dem Ex- 
libriswerke des Unterzeichneten auf Seite 147 
Beschreibung gefunden hat. Im Jahre 1817, 
nach Beendigung des Kursus im I. Kadetten- 


korps, trat Karelin als Artillerie- Fähnrich ın 


47 











die Kanzlei des seinerzeit ganz Russland be- 


herrschenden Grafen Araktschejew, dessen 
Wappen die Devise „Bes lesti predan“ trägt, 
d. h. Um- 


stellung einiger Buchstaben ergiebt sich ein 


„Ohne Arglist ergeben.“ Durch 


ganz anderer Sinn und zwar: der Teufel ist 
der 
Scherz hatte sich der heitere Karelin mit dem 


Arglist ergeben.“ Diesen unschuldigen 
Exlibris des Grafen Araktschejew erlaubt, was 
zu den Ohren des Letzteren kam. Karelin 
wurde sofort degradiert und per Etappe ins 
Gouvernement Orenburg befördert, wo er sich 
Die 
vielen Kollektionen dieses sozusagen zufälligen 


ganz den Naturwissenschaften widmete. 


Gelehrten befinden sich gegenwärtig im Mu- 
seum der Kaiserlichen Akademie der Wissen- 
St. Das in Rede 
stehende Exlibris des Grafen Araktschejew ist 


schaften zu Petersburg. 


in meinem Exlibriswerke auf Seite 55 abgebildet. 
Die 
Monate úberschauend, bleiben unsere Blicke 


russische Exlibris-Littteratur der letzten 


auf dem Anzeiger für Litteratur und Biblio- 
Hofbuchhandlung Ges. M. O. 
Wolff, St. Petersburg, haften; dieser Anzeiger 


graphie ' der 


ist augenblicklich das einzige russische Organ, 
welches Exlibris behandelt. 


Abbildung des Ex- 


libris Angelica Picardis von Baruffi. 


No. Seite 
das Resultat des I. 


No. 10. Seite 135: 


Artikel über 
russischen Exlibris-Preis- 
Abbildungen der 
prámiirten Exlibris von Depaldo und Belsen 
(vergl. Exlibris-Zeitschrift XV Heft 3, Seite 
137) und über die ersten Exlibris für Volks- 


II. 151—152: 


Ausschreibens, mit zwei 


bibliotheken von Victor Russakoff. 


No. 12. Seite 167— 169: Abbildung des 
Exlibris Maxim Gorki von E. M. Lilien (vergl. 
Exlibris-Zeitschrift) XV. 2. S. 54) und Artikel 
„Ist für Volksbibliotheken - Exlibris 
notwendig?“ 


Allegorie 


No. 13. Seite 183—184: Abbildung des 
Exlibris Alexander Englesi von J. Simakofl- 


St. Petersburg und Artikel „Zum Exlibris von 
J. Simakoft.“ 

No. 15. Seite 215: Abbildung des 
Hupp'schen Universalexlibris, fúr Philosophie 
und Theologie. 

No. 16. Seite 231—232: Artikel „Rus- 
von Victor Russakoff (Be- 
sprechung meines Buches úber Exlibris; vergl. 
Exlibris-Zeitschrift XV, Heft 3, Seite 136). 

Das wäre alles; eine winzige friedliche 


sische Exlibris“ 


Nussschale auf den schäumenden Strom- 
schnellen der angebahnten russischen Freiheits- 
bewegung!*) 

Moskau, den 15. November 1905. 


Udo Iwask-Issako. 


Exlibris-Wettbewerb. 


Die Typographische Gesellschaft 
München geht schon längere Zeit mit dem 
Plane um, für ihre stattlich herangewachsene 
Bibliothek ein Exlibris anzuschaffen. Mit grosser 
Freude wurde es darum begrüsst, dass sich Herr 
Graf K. E. zu 
ergangenes Ersuchen in entgegenkommender 


Leiningen-Westerburg auf 
\Veise bereit erklärte, in einer Versammlung 
über das Exlibris, seine Geschichte und seine 
Bedeutung zu sprechen und damit die Mit- 
bekannt zu 


glieder mit dem Stofle näher 


machen. Der Vortrag, der sich eines sehr guten 
Besuches erfreute, fand am 22. November v. ]. 
abends bei Gelegenheit einer Monatsversamm- 
lung statt und war mit einer Ausstellung von 
alten und neuen Exlibris verbunden, welche 
aus den Sammlungen des geschätzten Herrn 
Vortragenden und des Referenten stammten. 
Durch die Auslage hervorragender neuer 
Blätter, worunter solche von Greiner, Klinger, 
Heroux u. a. zu nennen sind, sowie wert- 
voller alter und besonders für Buchdrucker 


interessanter Exlibris seitens des Herrn Grafen 





*) Jüngst erfolgter Nachricht zufolge kommt Ende März 


bereits No. 1 der russischen Exl.-Z. zum Druck. 














gewann die Ausstellung ein besonderes Inter- 
esse, das ihr denn auch nicht vorenthalten 
blieb. Die Ausführungen des Herrn Vor- 
tragenden gaben ein treffendes Bild der nun 
über vier Jahrhunderte sich erstreckenden 
Exlibrissitte, boten schätzbare Winke und 
Ratschläge und bildeten so eine vorzügliche 
Einleitung zu dem von der Gesellschaft ge- 
planten Wettbewerbe zur Erlangung passender 
Nach dem sehr beifällig 
aufgenommenen Vortrage wurde die Veran- 
staltung des Wettbewerbes beschlossen, die 
Bedingungen hiefür festgesetzt und die Preise 
Um die grosse Anzahl minder- 


Exlibrisentwürfe, 


bestimmt. 
wertiger Bibliothekzeichen nicht zu vermehren, 
soll nicht die zeichnerische Betätigung der 


Mitglieder auf diesem Gebiete angeregt 
werden, sondern es wird die Schaf- 
fung eines schönen, typographischen 


und so den Zwecken der Gesellschaft, För- 
derung des Buchdrucks nach der künstlerischen 
Seite wie Hebung des beruflichen Könnens und 
Wissens, entsprechenden Exlibris angestrebt. 
Darum müssen die Entwürfe nur mit typograph- 
ischem Material, allenfalls mit Zuhilfenahme 


des - Tonplattenschnittes, auszuführen sein, 
wobei nicht mehr als drei Farben verwendet 
werden dürfen. Der Termin für die. Ein- 
sendung der Wettbewerbsarbeiten ist der 
31. Januar 1900. 
zahl Exemplare von Klimsch’s Jahrbuch der gra- 


phischen Künste 1906 und verschiedene Geld- 


Als Preise sind eine An- 


beträge ausgesetzt. Das Preisrichteramt haben 
neben einigen Herren aus der Gesellschaft 
Herr Graf zu Leiningen-Westerburg und Herr 
Kunstmaler und Graphiker Walter Ziegler zu 
dürfte 


das der erste derartige Wettbewerb, soweit es 


übernehmen sich bereit erklärt. Es 
sich um rein typographische Exlibris handelt, 
sein und ist darum seinem Ergebnis mu In- 
teresse entgegenzusehen. 

München. 


Franz Fleischmann. 


Verschiedenes. 


I. Warnecke gibt in seinem Exlibrishand- 
buch (1890) S. 43 unter No. 277 ein Blatt 
Christophorus Bruno an, das 
Schäufelin (La zuteilt; das gleiche Blatt ist 
in Hirth’s Formenschatz (1887) unter No. 97 


er Hans 


abgebildet und ist hier Hans Burgkmair zu- 


geschrieben. 


hat mir ein altes Werk von 


1542 vorgelegen, das beweist, dass genannter 


Nunmehr 


schöner Holzschnitt gar kein Besitz- oder 
Bibliothekzeichen war. Der prächtige holz- 
schnittreiche Band ist betitelt: „Johannis 


Boccatii Die gantz römisch histori auffs fleissigst 
und kürtzst begriffen. Ein treffentliche schöne 
Oration M. T. Ciceronis für M. Marcellum, 
zum Rat der Stat Rom vnd zu Julio Cesari 
gethon. Alles zusammenbracht und verteutscht 
durch Christophorum Brunonem, von Hyrtz- 
beider licentiaten, jetzund 

der vnd Stat 
München; getruckt zu Augspurg, bey Heinrich 


Stayner, im M. D, XXXXIL Jar“. 


Auf Seite 3 lautet die Ueberschrift 
„Dem 


weil, Rechten 


Poeten, löblichen fürstlichen 


der 


Vorrede: Ersamen fürsichtigen vnd 


weysen Herren Antonio Sánfftin, Burgern, 


49 


| 
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des | 


inneren Rhats zu München, meinem günstigen ` 


Die Unterschrift auf 
Seite 4: „Datum München 16. Maii Anno 
Domini M. D. XLII E. L. W. (-Euer Lieb- 
den Wohlgeboren) gehorsamer Christophorus 


vnd gepietenden Herrn“. 


Bruno, Poet allhier“. 


Das 1. und letzte Blatt dieses Bandes bilden 


Vers. Beide Wappen ‘sind von einer Rand- 
leiste von Putten und Ornamenten umgeben, 
die aus 4 Teilen bestehend, von anderem 
Meister stammen; sie waren jedenfalls in der 
Steinerschen Druckerei zu Augsburg vorrätig 
und sind um das Mittelstiick, den Wappen- 
holzstock, herumgesetzt. 

Wir haben also hier den Urzweck dieser 
beiden gleich gearteten 
deutlich des 


das vordere Wappenblatt ist Dedikationsblatt, 


ganz Wappen 


vor uns, den Buchschmucks; 
das Wappen dessen, dem das Buch gewidmet 
ist; das hintere Wappen ist das Autorenwappen, 
das des Verfassers des Werkes, des Christo- 
phorus Bruno, der das Buch dem Sänftl widmete. 
Also kein Besitz- oder Eigentümer- oder Biblio- 
thekzeichen. Die Maase bei der Warneckeschen 


Angabe und den beiden Wappen dieses 


Bruno’schen Werkes stimmen ganz genau über- 


ein. Trifft man das Blatt aus dem Buche aus- 
gelöst einzeln an, so kann es sehr wohl den 
Eindruck eines Exlibris machen; auch ist ja 
nicht ausgeschlossen, dass Bruno es einmal als 
Exlibris verwendete. Sein Urzweck war aber 
jedenfalls (als genaues Gegenstück zum Sänftl- 
Dedikations-Wappen): Ein Autorenwappen und 
kein Bibliothekzeichen. Einige der Text- 
bilder sind „AS“ mit der Schaufel signiert -~ 
Hans Schäufelin. 

IL. In 


kationsfolge der deutschen Verlagsanstalt, Stutt- 


der sehr empfehlenswerten Publi- 


gart, „Alpine Gipfelführer“ befindet sich ein 


einfacn hübsches „Universal-Exlibris“: „Ex- 


- libris“, umrahmt von 2 Edelweiss-Sternen über 


2 vom gleichen Zeichner und Holzschneider | 


gefertigte Wappenblätter: Vorn das des „An- 
tony Sänftl“ (Schild: geviert von Stern und 


wachsender Mann 


1542 
hinten das Wappen des „Christophorus Bruno“ 


3 Seitenspitzen; Zimier: 


mit Stern) und der Jahreszahl oben; 


(Schild: Phönix über Flammen nebst Sonne; 


Zimier: Phönix aus Flammen) und ebenfalls | 


der Jahreszahl 1542 oben; unten ein lateinischer 


leerer Schrifttafel, gezeichnet von Maler Leo 


Kainradl in Esslingen. 


III. Das neuste Universal-Exlibris der 


o trefflichen Zeitschrift: „Die Musik“, V. Jahr- 





gang, Verlag von Schuster & Löffler, Berlin 
S. W. 11, — ein Rattenfänger von Hameln, 
gezeichnet von Hans Lindloff- München — 


sei hier (S. 50) abgebildet. Bekanntlich giebt der 
Verlag alljährlich ein neues Universal- Exlibris 


seinen Heften bel. 


IV, Nachdem erst vor kurzem 


Vergl. die Abbildungen 
dieser Exlibris in den 4 letzten Jahrgängen. 


hier von 
Plagiat-Exlibris die Rede war — Exlibris- 





— 50 bn 


Zeitschrift XV. 4., S 


einem Exlibris von Paul Voigt; 


S. 1 dieser Nummer, — sind 


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v. H. Lindloff. 


Zeitschrift XV. 3., S. 137: Exlibris Victor 


Schick, Plagiat von Ernst Floss- Prag nach 
Willy Geiger; Exlibris-Zeitschrift XV. 3., S. 138: 
Exlibris Ernst Schick, Plagiat von Ernst Floss- 
Prag, auch nach Wili Geiger; und Exlibris- 





festzustellen: 1) Exlibris Richard Sohr, Plagiat 


von Ernst Floss- Prag, auch ohne Wissen des 


Besitzers, das aus 2 deutschen Exlibris zu- 


sammengesetzt ist: Ein Teufelchen oben, vom 


Exlibris W. von Zur Westen von Käthe Schön- 


. 1. 184: Exlibris Gräfin 
Butler, Plagiat von Carl Krauss- Graz nach 


vergl. auch 


3 neue Plagiate 


berger-Berlin, giesst — statt aus einer Giess- 
kanne — aus einer Retorte über Bücher — diese 
auch nach dem von Zur Westen’schen Ex- 
libris — hinweg eine Flüssigkeit herab auf 
einen Zu einem zusammengeklappten Buche 
liegenden Zopfträger und Pedanten — dieses 
Motiv nach dem Exlibris Carl Ernst Pöschel 
von Walter Tiemann. Herr Sohr benutzt und 
gibt das Exlibris nach der Plagiat-Feststellung 
2) Exlibris des Grafen zu Stuben- 


berg, Plagiat von oben gen. Carl Krauss- 


nicht mehr. 


Graz nach meinem Exlibris von Oskar Roick; 
ausschliesslich der Wappeninhalte genaue Nach- 
empfindung, nur in erheblich minder guter 
Ausführung und mit einem heraldischen Haupt- 
fehler „verbösert“. Signiert! 3) Weiteres Plagiat: 
Exlibris des Verseczi- Casinos’, Siebenbürgen, 
1906, Haus aus Büchern errichtet (nur noch 
mit einem Rot-Ton versehen) genau, sogar in 
den oberen Inschriftbuchstaben, kopiert nach 
dem seiner Zeit in den „Liebhaberkünsten“ 
veröffentlichten Exlibris „F. Häusslin“ (redend), 
gezeichnet 1896 von Oskar Schwindrazheim- 
Es empfiehlt 


Anleihen (um keinen schärferen, drastischeren 


solche 


Hamburg. — sich, 
Ausdruck zu gebrauchen) alsbald nach Be- 
Exlibris - Zeit- 


zum Schutze unserer 


kanntwerden hier in unserer 


schrift festzunageln — 
„Original“ - Künstler! —, um weitere Plagiate 
möglichst zu verhindern. Gerichtliche Schritte 
—, Schutz des geistigen Eigentums! --- wären 


freilich das Richtigere. 

V. Im 
des deutschen Buchhandels“ 1906, 
ist bei der Firma L. Angerer, chalkographische 
Kunstanstalt, Berlin S. 42, Wasserthorstrasse 59 


offiziellen „Adressbuch 


(gegründet 1849) das eine Exlibris Toelle von 
Professor Richard Müller- Dresden als Muster 


in Heliogravüre gebracht. Gen. Kunstanstalt, 


die auch die von früher her bekannten Ex- 
libris von Tümpling (v. Chr. Bühler und 
F. Homberg) und W. von Busch wv Marie 


Stein) lieferte, ist Kunstliebhabern sehr zu em- 


pfehlen, die ihre Exlibris in Kupferdruck, Stich, 
Radierung und Photogravüre herstellen lassen 
wollen, — Verfahren, die für Bibhothekzeichen 
wärmstens anzuraten sind und die den Cliché- 
druck (Zinkätzung) weit überragen. 


VI. Am 16. November 1905 hielt Herr 
Bauführer L. Krahmer in Landsberg a. Lech 
einen — zahlreich besuchten — Vortrag über 


Exlibris, der sehr eingehend von in- und aus- 
ländischen Exlibris handelte. Vorgelegt waren 
etwa 3100 Stück der Krähmer’schen Sammlung 
1) alte Exlibris, 


2) Techniker-Exlibris von und für Techniker, 


(begonnen 1902); und zwar 
3) bessere Blätter seiner Sammlung. Eine 
Folge des Vortrags war die Anmeldung dreier 
neuer Mitglieder. — Rühmende Besprechungen 
standen im „Oberbayrischen General-Anzeiger“ 
No. 5. 
Landsberg) und in der „Süddeutschen Tech- 


5. 


Igo Y. ı2. 5 (von Beneficiat Riehl- 


nıker-Zeitung“ IV. No. 48 v. 25. 11. (von 
Stadtbaumeister Donhauser-Landsberg). 

VIL Am 
auf Einladung der „Typographischen 


22. November 


(oos hielt ich 


‘in dieser einen 
Vor- 


neuen 


Gesellschaft München? 
Vortrag über Bibliothekzeichen unter 
legung mehrerer Hundert von alten, 


besseren und Buchdrucker - Exlibris aus der 
Sammlung des Herrn Franz Fleischmann und 
der meinigen. Nach dem Vortrag wurde die 
Veranstaltung eines Wettbewerbs zur Erlangung 
eines zu setzenden Bibliothekzeichens für 


die Gesellschaft beraten und beschlossen. 


VII. Sprüche. llerr Professor Dr. Michael 
M. Rabenlechner, Wien, schreibt in der 
Jubiläums - Nummer der „Grazer Tagespost“, 
Kb, ys Te Te OOO Ap Den bibliophilen 
l'reunden sel verraten, dass sich unter diesen 
Rosegger-Schätzen einer findet, der uns der 
unbezahlbarste an Wert. Ein unaufgeschnittenes 
reines Exemplar des ,,Waldschulmeisters" in 
der I. Ausgabe — auf dem rótlichen Original- 
umschlag von des Dichters eigener Hand die 


Worte geschrieben: „das erste Exemplar der 


ersten Ausgabe meines Waldschulmeisters“. 
Wohin wird einmal dieses Exemplar geraten?!? 
Unter die symbolische Zeichnung meines Ex- 
libris aus dem kundigen Pinsel Professor 
Hlavatys in Trest liess ich mir die Verse em- 
gravieren: 

Das Buch aus meiner Bücherei, 

Sie zählt viel tausend Bände -- 

Gern wüsst ich, was dein Schicksal sei, 

Gehts einst mit mir zu Ende! 

O mogst du dich auf ktinftiger Bahn 

In ernste Hand nur legen, 

Auf dass du, wie du mir getan, 


Auch Anderen wirst zum Segen‘. 


In der gleichen Jubiläums - Nummer der 
Grazer „Tagespost“ bringt Dr. Ernst Gnad ın 
„Erinnerungen an Rudolf Baumbach‘ em be- 
herzigenswertes Gelegenheitsgedicht 
Baumbachs zum Abdruck, das folgender- 


massen lautet: 
„An die Borger“ 


(Aus einem Exemplar des Zlatorog): 


Die ihr euch dies Büchlein borgt, 
Seid für die Schonung recht besorgt, 
Schreibet nicht mit kritischer Hand 
Eure Glossen an den Rand. 
Speiset auch nicht ohne Not 

Auf dem Buch das Vesperbrot. 
Butter, Schinken, Wurst und Speck 
Machen leicht ein fettes Fleck. 
Auch das Lampenöl ist fett, 
Darum leset nicht im Bett. 

Gar zur leicht ein Buch verbrennt 
Und der Leser mit am End. 

Ergo wird’s am Besten sein, 

Wenn Ihr lasst das Bücherleih’n, 
Wenn Ihr in die Handlung lauft 
Und das Buch Euch selber kautt. 
Wenn’s zu eigen euch gehört, 
Dann beklext es ungestört!“ 


IX. Im November 1903 fand in Kreuz- 


nach, vom dortigen Frauenbildungs - Verein 


Ca 





Rudolf 








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lo 


und Exlibris-Aus- 
stellung statt, die nach den Zeitungsverichten 


eingerichtet, eine Buci- 
ebenso überrascht wie interessiert hat, sodass 
sie um einige Tage verlängert werden musste. 
Die neueren Exlibriskünstler 


waren gut ver- 


treten. Sonderkollektionen waren u. a. da von 
Br. Héroux, Aug. Stöhr, Gg. Otto, Franz Busch- 
meyer; ferner mit Einzelblättern H. Volkert, 
H. Thoma, A. M. Hildebrandt, E. Doepler 
d. J, B. Wenig, Al. Balmer, R. Sturtzkopf, 


G. A. Closs, O. Hupp u. s. w. 

X. ImKunst-Verein Jena war eine 
Orlik-Ausstellung, bei der auch 38 Exlibris 
von Ihm vertreten waren; 
ı5 Mk. für das Blatt. 

XI. Das deutsche Buchgewerbe- 


die Preise waren 


Museum-Leipzig veranstaltete im De- 
zember 1905 eine umfassende Kollektiv- 
Ausstellung der graphischen Arbeiten von 


Heinrich Vogeler - \Vorpswede in Original- 
und 


Illustrationen 


entwürfen Nachbildungen. Neben fein- 


fühligen und reizenden Buch- 
schmuckarbeiten für den Insel-Verlag, Leipzig, 


das 
Worps- 


und Eugen Dietrichs - Jena war auch 


reichhaltige Exlibriswerk des 
Meisters nahezu 
und 


beschränkte 


weder 

Wänden 
Wohl 
die Exlibris -Radierungen, 


vollständig an den 
in den Schaukästen vereinigt. 
sich die Ausstellung auf 
doch war diese 
Gruppe dafür um so interessanter, als sie zahl- 
reiche Probedrucke und Vorzugsdrucke auf 
Japan mit der eigenen handschriftlichen Sig- 
nierung des Künstlers aufwies. Das schöne 
Exhbris 15 
schiedenen Plattenzuständen ausgelegt, die einen 


Valerie Brettauer war ın ver- 


höchst lehrreichen und anziehenden Einblick 
in die peinlich sorgfältige und fleissige Arbeits- 
weise des Graphikers boten. Unter Rahmen 
waren zu sehen die Exlibris Marie Vogeler, 
Tony Schütte, Margaritha und Alfred Heymel, 
Theodor Bienert, Margarete Herwig, C. von 
Rose, Heinr. Vogeler - Barkenhoff (2 verschie- 
Schotteck, Hackfeld, Georg, 


dene), Marie 


Adele und Luise Wolde, Jul. A. Grober, Ida 
Perutz, Bertha Bienert, 1 anonymes (V. Singer), 
Milli Becker, Valerie Brettauer, Liebtraut El- 
feldt, Johann Baron Knoop, Hans Müller- 
Brauel, Wilhelm Oelze, J. C. Pflüger, Hugo 
von Reininghaus, Rud. Alex. Schroeder, Eduard 
Vogeler. (Der Künstler tauscht bekanntlich 
nicht.) 

XII. Im ,elsassischen Kunsthaus“ 
zu Strassburg 1. E waren vom 10. 12. 1905 


— 


I. 2. 1906 3 Sattler-Exlibris aus- 
gestellt: Ein eigenes, ein Warnecke’sches 
und Exlibris Dr. G. A. Müller. 

In einer Lithographie-Ausstellung 
von Hugo Steiner (-Prag, -München, nun 
Lehrer der Handwerker- und Kunstgewerbe- 
schule) zu Barmen waren neben Illustrationen 


auch Exlibris von Hugo Steiner ausgestellt. 
XII. Im Januar wurden mir von 2 mittel- 
deutschen Firmen die 2 Klinger - Exlibris 
100 Mk. 
angeboten (erfreulicherweise besass ich diese 


Asenijeff und Vogel zu 125 bezw. 


2 Exlibris jedoch schon); es würde mich 
Interessieren, zu erfahren, ob auch nur einer 
unserer Exlibris- Sammler solche Preise zahlt, 
die bei 


Meister Klinger's durch mich — für entschieden 


ich aller hohen 


— Wertschätzung 
viel zu hoch halte. 

XIV. Exlibrisauktion bei E. Paul et fils 
16.— 18. Nov. 1905. 
Sammlung des Prinzen C. P. D., Katalog von 
3ı Exlibris- 
französischer Exlibris 


et Guillemin, Paris, 


illustriert mit 


Nos. 


456 Nummern, 
126 
des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter solche 


abbildungen; 


von Collin, Gaucher, Giffart, Gravelot, Janinet, 


Monnier, Nicole, Ollivault, Picart u. a.; So 


17; 
18. Jahrhunderts, darunter solche von Choffard, 
Dunker, Müller, 
deutsche des 16.-- 18. Jahrhunderts, solche 


italienische und 45 schweizer des und 


Lips, Schellenberg, 117 


von J. Ammann, Chodowiecki, Heumann, 


Kihan, Klauber, Kriiger, Siebmacher, Wierinx 


u. aj Aë belgische und holländische, 














20 spanische, 26 englische, 13 ungarische, 
polnische, russische und schwedische des 17. 


und 18. Jahrhunderts. 


An deutschen und österreichischen Exlibris 
waren u. A. vertreten: die Exlibris Holzschuher, 
Tübingen, Rem von Ketz, Bayern, Bozen, Eich- 
státt, Imhoff, Klesel, Kress, Niederaltaich, Oedt, 
Doemer, Volkamer, Weisenau, Augsburg St. 
Anna, Chodowiecki, Cobres, Gottsched, Königs- 
(bal Lehnemann, Mönchsroth, Raigern, Treu, 
; abgebildet: Ohlen- 
schlager, Knöringen, Imhoff, S. Myller, Poemer, 


Woog, Danzig u. s. w. 


Nürnberg St. Lorenz, 2 Uffenbach, Kirch- 
maver, Pfinzing. 
Bei der letzten Auktion ım Hotel Drouot 


zu Paris wurden folgende Preise u. a. gezahlt- 
Joh. Ey. v. Knöringen ív. J. Ammann): 22 fr.: 


Melchior Klesel - Wien 1613: 32 fr., Pfinzing 


v. A. Khol: 30 fr., Gräfin Marie Anna 
Przehorsowsky, geb. Gräfin Palfy: 46 fr, 
Gráfin Albany (Freundin Alfieris): So fr.! 
Valori v. Fr. Boucher - Paris: 18 fr, — zum 


grössten Teil „komische“ Preise! 


XV. 
Berlin, vom 27. November 1905 wurde wieder ' 


In der Auktion von Rudolf Lepke, 


einmal ein Exemplar des Exlibris des Baron 
Kottwitz, von Kupferstecher George Friedrich 
Schmidt — „von grösster Seltenheit“— versteigert; 
es erzielte den Preis von diesmal nur ı3 Mk. 


XVI. Während ich jüngst vom Verschwinden 
der ‚und folg. 
Nr. XIX.) Exlibris-Zeitschrift berichten musste, 
kann ich heute mitteilen, dass die schweizer 


spanischen italienischen; s. 


Exlibris-Zeitschrift wieder aufleben wird, —- 


was nur zu begrüssen ist. Sie erscheint ab 


1. April oder 1. Mai in früherem Gewande 
unter der Schriftleitung des Herrn Pfarrers 
L. Gerster, Kappelen bei Aarberg, Kanton 


Bern, jährlich 6 Nummern, Preis ım Jahre 
einschliesslich Einband-Decke für die Schweiz 
1o fr, für's Ausland 12 fr. 5o c. Redaktionelle 


Beiträge werden gern entgegengenommen. 


Jn Ungarn bereitet sich auch ein un- 
garischer Central - Verein für Exlibris und 


künstlerische Schutzmarken vor. 

XVII. Mitten in unruhigster Zeit ist die 
russische „Moskauer Exlibris-Gesellschaft“ 
in’s Leben getreten, bezw. genehmigt worden. 
Die Wahlen ergaben als Präsidenten Herrn 
Alexander Meck - Moskau, Obuchow 
Pereulok, Haus von Meck, an den allgemeine 


von 


Korrespondenzen zu richten sind — , als Vize- 
Präsidenten und Schatzmeister Herrn Wladimir 
Trutowsky (unser Mitglied) und als Sekretär 
und Archivar Herrn Udo Iwask -Issako (unser 
Mitglied), den Verfasser des russischen Exlibris- 
hauptwerks*), - Moskau, Nikitsky Boulevard, 
Waldthardt, Qu. 4, 
Korrespondenz bezüglich der ıussischen Zeit- 
schrift zu richten ist. — Eine Zeitschrift, „Nach- 
der Exlibris - Gesellschaft‘, 


soll jährlich je nach den vorhandenen Mitteln 


Haus an den alle 


richten Moskauer 


periodisch 1—4 mal erscheinen. 
ist Herr Iwask-Issako; Tauschverkehr ist vor- 
erst Mangels vorhandener Exlibris noch nicht 
Beitrag für die 40 sogen. wirklichen 
Mitglieder (stimmberechtigt): 15 Rubel, für 
(unbeschränkte Zahl): 5 Rubel 


möglich. 


die übrigen 
jährlich. 
XVII. Auch das Ausland ahmt nun die 
alte und wieder aufgenommene deutsche Sitte 
der Universal-Exlibris nach; im schön aus- 
gestatteten Werke „Il Monastero di S. Benedetto 
in Polirone, nella storia e nell arte“, Verlag 
von Eredi Segna in Mantua, befindet sich ein 
von Professor Rosolino Bellodi gezeichnetes 
Blatt: Nackte Figur der Wahrheit 
mit flatterndem Schleier, oben „Exlibris“, unten 


hübsches 


„Veritas“, alles umgeben von Rosenzweigen 


mit Dornen. 


Ein anderes ausländisches Universal- 
Exlibris befindet 


Chemist’s Diary, 1906, Verlag von Burroughs, 


sich ın Wellcome’s 


*) S. Exl.-2. XV. 4. S. 184 u. S. 40—48 dieser No. 








Redakteur 


Wellcome a. Co., London (Sydney, Capetown 
und Mailand), das einen chinesischen Drachen 
zeigt, dem die Inschrift (in leicht imitierter 
chinesischer Schrift) beigegeben ist: „This book 
belongs to . . .“ (Dies Buch gehört . . .) und 
„If found, please return immediatly“ (Wenn 


gefunden, bitte um umgehende Rückgabe). 


XIX. Bezüglich deritalienischen Exlibris- 
Zeitschrift (Burti- Genua) erfahre ich, dass 
Nr. 
dass 


der 2. auch schon wieder 
eingegangen, d. h. Nr. 
nichts wieder erschienen ist; die Abonnenten 


Da ich 


diese nach 


seit dieser 2 
haben somit ihre Einzahlung verloren. 
der Sache von vornherein nicht traute, gehörte 
ich nicht zu den Subscribenten, doch konstatiere 
ein dem 


ich, zur Warnung anderer, dass 


Herausgeber auf seine Bitten geliehenes Klischee 


o trotz 2maliger Mahnung bis heute nicht zurück- 


gegeben ist! Einem Gerüchte, dass Herr Comm, 


Jacobo Gelli in Mailand diese Revista ange- 








kauft habe und weiterführe, widerspricht dieser 
Herr aufs Bestimmteste und er bat mich, dies 
hier zum Ausdruck zu bringen. Herr Gelli 
arbeitet dagegen selbst an 2 Monographieen 
über italienische Exlibris mit etwa 250 Ab- 
bildungen bezw. 1200, die im September und 
Dezember erscheinen sollen. 

XX. Der berühmte Maler Sir Laurence 
Alma Tadema - London feierte am 8. Januar 
1906 seinen 70. Geburtstag. Der Künstler 
stammt aus Holland; er ist 1836 zu Dronryp 
in Friesland geboren, lebt aber seit 35 Jahren 
in London und ist englischer Bürger geworden. 
Schon auf dem Gymnasium zu Leeuwarden 
trieb er klassische Studien. Seine künstlerische 
Ausbildung erhielt er auf der Antwerpener 
Akademie, wo er durch Hendrik Leys seine 
archaisierende Richtung erhielt. Er schuf 
zahlreiche Bilder aus der fränkischen Geschichte 
und dem ägyptischen, griechischen und römischen 
Altertum. Vorzüglich behandelt er das stoffliche 
Material des Marmors, der Bronze und antiker 
und ist auch ein 


Geräte, heworragender 


Aquarellist. In Berlin bekam er 


1874 die 
grosse goldene Medaille und wurde zugleich 
auswärtiges Mitglied der Akademie der Künste. 

Da das Exlibris des 7ojährigen grossen 
Künstlers unsere Leser interressieren wird, sei 
es hier nach einem meiner Exemplare ab- 
gebildet. Gezeichnet ist es von Alma Tadema’s 
Mündel Mr. J. Elmsly Jnglis und 


zeigt in 


Umschrift das, sinnig eine Malstaffelei bildende 
Monogramm A und T von Alma Tadema, 
um das sich 5 allegorische Figürchen der 
Malerei, Zeichnung, Ätzung, Skulptur und des 
Kunststudiums vor Bauresten 
gruppieren; feine Radierung in 2 Grössen, mit 
zweierlei Künstlereinfällen, v. e. 1892; die auf 
dem grossen Blatte befindliche hier weggelassenen 


Remarque ist das Ebenbild des Kiinstlers und 


klassischen 





macht es gleichzeitig zum Porträt- Exlibris; 
die feine Remarque auf dem kleineren Format 
sitzende 
Figuren (Mann und Mädchen) in klassischer 
Gewandung mit Harfe und Tamburin. 

XXI. amerikanischen Exlibris, 
das Beziehungen zu Deutschland hat, sel hier 


Erwähnung getan: Inschrift: „From the library 


zeigt einen Hinweis auf Musik: 2 


Eines 


= 
14 


| of Professor Karl Heinrich Rau of 


the University of Heidelberg, presented 
to the University of Michigan by Mr. Philo 
Parsons of Detroit Davor die Re- 
produktion des J. W. Spenceley (Boston)-schen 
sauberen Exlibrisstichs von 1904, Wappen von 


1871“. 


Michigan zwischen Tannenzweigen über leerer 
Tafel, unter der Überschrift „Library of the 
University of Michigan“; oben antike Lampe 


und Buch, 1837 und „Artes veritas scientia“. 
Der 
Rau, 


dessen Bibliothek wie so viele nach Amerika 


Die genannte Universität ist Ann Arbor. 
hier erwáhnte Professor Karl Heinrich 


gewandert ist, war Nationalókonom, geboren 
1792 zu Erlangen, y 1870 zu Heidelberg. 
XXI. Zu den besten amerikanischen 
Exlibriskünstlern E. D French, S. L. 
Smith und J. W. 
ebenbiirtiger Exlibrisstecher 


Spenceley ist ein neuer 


hinzugetreten: 


J A. J. Wilcox in Boston, der unlängst das | 


vorzüglich gestochene Exlibris der amerikanischen 
antiquarischen Gesellschaft gefertigt hat und in 
der Manier und Giite den oben 
gleichkommt. Exlibris 

Bibliothek-Innenraum die 2 Portrát-Medaillons 
von Isaiah Thomas (Präsident der Gesellschaft 
1812—31) und Stephen Salisbury (1854—84); 
oben das Siegel der Antiquarischen Gesell- 


Erwähnten 


Dieses zeigt über 


schaft: Tempel und Chronos. 


XXII. Der „Kurier für Niederbayern“ in 
Landshut brachte im Dezember 1903 folgen- 


den (grausamen) Exlibriswitz: Bestrafte 
Protzerei: Kommerzienrat: „Für mein drei- 
jáhriges Töchterchen, das schon sehr viele 


Bücher hat, möchte ich ein Exlibris; wollen 


Sie mir das zeichnen?“ Maler: „Gewiss! Ich 
werde Ihnen ein Äffchen, das Bücher zerreisst, 


zeichnen.“ 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Exlibris-Litteratur. 

I. Unser Mitglied Herr Faktor Albin 
Weber-Berlin-Schöneberg veröffentlichte im 
„Kunstgarten“ (C. Kulbe, Gross-Lichterfelde) 
III., 7—8, 


„Das Exlibris“, in den er in gedrängter Kürze 


einen 3!/, seitigen Aufsatz über 


aber übersichtlich und richtig das Notwendigste 


über die Geschichte und das Wesen, das 


Sammeln und die Litteratur unserer Bibliothek- 


zeichen bringt. 4 Abbildungen von meinen 








Tr 1589) 


Exlibris von R. Sturtzkopf, W. Geiger, P. Voigt 
und G. A. Closs sind beigegeben. 

II. Das an guten und interessanten Illustra- 
tionen reiche Heft XII. 4 (Januar 1906) des 
„Deutschen Buch- und Steindruckers“ 
(Ernst Morgenstern, Berlin W. 57; Heft: 75 Pf.) 
bringt in seinem Aufsatz: „Neuere deutsche 
Buchkiinstler“, XXII., Fritz Arbeit- Berlin, 
3 von diesem gezeichnete Exlibris Richard 
Lüders (stilisierter Dr. Cl. Heiss 
(Mann Buch) der „Musik“ 
(Klavier, Harfe) neben anderen guten Zeich- 


Baum), 
mit und das 


nungen , dieses geschickten Buchschmuck- 
künstlers. 

III. „Essai sur les Exlibris alsaciens“ 
Moeder, 
Elsass; librairie Clement 
1905. 16 Seiten, 


Nur in 40 Exemplaren. 


von Referendar Marcel Strass- 


burg i. Drioton, 
Dijon, 4 Abbildungen. 

Der Umstand, dass dieser Essai zuerst in 
einem französischen Journal, dem ,,Jnvestigateur 
illustre“ erschien, erklärt es, dass diese in 
ihrer Hauptsache über deutschelsässische Ex- 
libris und Namen handelnde Schrift in fran- 
Die Ab- 


beschränkten Raumes 


zösischer Sprache abgefasst ist. 


handlung will wegen 


keine vollständige Liste bringen, sondern 
plaudert mehr in erzählender Form von einer 
Anzahl (e. 80 von e. 5—600) elsässischer 
Exlibris, ohne alle nennen zu wollen; eine 
grössere diesbezügliche Arbeit ist der Zukunft 
vorbehalten. Die kleine Schrift erinnert in 
ihrer Art an die kleine Stoeber’sche Broschüre 
Bibliothekzeichen, die sie 
etwas ergänzt. Die Abbildungen sind die 


Exlibris: Hieronymus Gemusaeus, e. 1640 — 60 


über elsiissische 


(ist aber mehr ein schweizer Exlibris; Hier. 


Gmues, 7 1708, der Exlibrisbesitzer, war 


Pfarrer im Baselland, und Thurneyser, der 
Stecher, war Baseler und lebte meist in Basel; 
vel. Exlibris-Zeitschrift VIII. S. 59, No. XVIII.) 
von J. J. Thurnevser, Johann Fischart (* 1550, 


von Jost Ammann (ist aber von 





Lukas Meier, Formenschneider in Núrnberg, 
Schúler und Gehúlfe Jost Ammanns; vgl. Ex- 
libris-Zeitschrift V. S. 37, No. 8), Dr. med. 
Thomas Lauth von Chr. DEE 
Professor J. L. Blessig, von Ferdinand Wachsmut 
(17 — 4): 

IV. Dritte Publikation der Oster, 
reichischen Exlibris-Gesellschaft“, Wien, 
Weihnachten 1905; 79 Seiten 
Illustration. 10 Radierungs-, 
3 sonstige Beilagen, sowie 


Guerin 


mit reicher 


2 


1 Portrát (Karl 
Koch +) und 54 Textabbildungen machen 


farbige und 


dieses 111. Jahrbuch unserer Schwestergesell- 
schaft 
publikation, die sowohl die Zierde jeder Ex- 
librisfachbibliothek 


zu einer hochinteressanten Exlibris- 


ausmacht, als auch von 


allgemein künstlerischem Interesse ist. Obenan | 


steht der Artikel „Seltene Exlibris aus der 
Sammlung Sr. E. des Grafen Johann Wilczek- 
Wien“ des Herrn Dr. Karl 
Mandl. Dieser in den Exlibrisstoff gründlich 


eingeweihte Sachverständige bringt eine hübsche 


aus der Feder 


Anzahl — 14 — bemerkenswerter, selten vor- 
kommender österreichischer Bibliothekzeichen 
von Klöstern, Geistlichen, Adeligen, Gelehrten 
u. s. w. zur Abbildung und Besprechung und 
bewährt sich hier als sorgfältiger Historiker. 
Über alte Herzogenburger Exlibris schreibt 
Frau Gräfin Ernestine Coudenhove und bildet 
dazu 4 seltene Blätter dieses Klosters ab. Herr 
Dr. Rudolf Neumann bespricht, mit einer Ab- 
bildung, Eichstätter Exlibris. 
sind noch die sehr guten Sonderaufsätze über 


Hervorzuheben 


österreichische jetztzeitliche Exlibriskünstler: 
Über Ernst Krahl-Wien, von Eduard Dillmann, 
über William Unger-Wien, von Gerhard Ram- 
berg, und über Alois Kolb-Wien-Magdebureg, 
von Oskar Leuschner, mit vielen Abbildungen. 
Inhalt 
Nekrolog Karl Koch, von Ed. 


An sonstigem ist noch zu nennen: 


Dillmann; 
Exlibrisausstellung in Salzburg, von Philipp 
Strasser; Exlibris Franz Schwab (v. Louis Uhl), 


von Ed. Dillmann; österreichische Exlibris- 


57 


| 
| 


neuerscheinungen, von Ed. Dillmann, von 
grosser Genauigkeit; Allerlei (Plagiat, Franks’ 


Exlibrissammlung, Kupferstich-Reinigung, Biblio- 


_ graphie) von Ed. Dillmann; 2 historische Ex- 











| des 


libris und Exlibris von Graf Buonaccorsi, von 
mir; Mitglieder-Verzeichnis (130); Tauschliste 
(04). 


Dillmann, 


Der Redaktion, Herrn Landesgerichtsrat 


kann für die Beischaffung des 
Materials und die Anordnung des Ganzen 
nur vollste Anerkennung ausgesprochen werden. 
Diese 3 bisherigen Jahrbücher sind 3 prächtige, 
unendlich preiswerte*) Publikationen, die ın 
keiner Exlibris - Fachbibliothek richtiger Ex- 
librissammler fehlen dürften, zumal der Text- 
druck wie der der Bilder, und namentlich der 
an und 


reichen Materials Radierungs- 


farbigen Beilagen tadellos ist. 


V. Vor Jahresschluss erschien: „Biblio- 
graphie des Exlibris“, von Emil Graf Budan, 
in Venedig, Verlag von Karl W. Hiersemann, 
Leipzig, 1900; 61 
Preis 15 Mk. 

Diese neuste Exlibris - Bibliographie, 


Seiten, 34 Abbildungen, 
die 
387 Angaben von Exlibris-Büchern und -Ar- 
tikeln enthält, erscheint in húbschem Gewande, 
Einband mit 
und 


in blauem 
Goldschnitt 
stattung und Inhalt 


Pergamentrücken, 
Aus- 


das Büchlein 


sauberem Druck. 
machen 
dem Bibliophilen wie dem  Exlibrissammler 
und dem von Exlibrisliteratur wert, wenn auch 
nicht verhehlt werden kann, dass der Preis, ım 
Vergleich zu anderen Exlibris- Forschungs- 
Werken ein viel zu hoher ist. Die Liste ent- 
hält Exlibris - Litteratur- 


Quellen, doch die überwiegende Mehrzahl aus 


noch nicht alle 


Europa und Amerika. Die Bilder sind etwas ab- 
hängig gewesen von dem, was an Klischees zum 


Abdruck (grossenteils) geliehen wurde, und 


sie bieten in ihrer Auswahl nicht immer das 


Allerbeste; einige „mindere“ Exlibriszeichner 


*, Preis für Mitglieder nur 10 Kronen; ev. Anmeldungen 
an Herrn Landesgerichtsrat Ed. Dillmann, St. Poelten, Nieder- 


Osterreich. 


hätten ruhig wegbleiben und durch Blätter 


hervorragenderer Exlibris - Künstler ersetzt 


werden können. Für eine ev. II. Auflage 
empfiehlt es sich auch, bei den Bilderunter- 
schriften den Zeichnernamen anzugeben, statt 
den den 


Besitzernamen, da dieser ja in 


meisten Exlibris selbst zu lesen ist, während 
das oft 


dem Beschauer wichtiger erscheint und oft 


wissenswertere Künstlermonogramm 


ihm unbekannt ist. Die Abbildungen ver- 


teilen sich, wie folgt: 5 französische alte, 


ı spanisches altes, 3 schweizer alte, 24 neue 
deutsche und schweizer Exlibris von Ed! Lor. 
L. Meyer, R. Sturtzkopf, A. Frhr. v. Foelkersam, 
B. Wenig, B. Schmidt (3), R. Münger, Horst, 
Schulze, O. Voigt, L. Burger, Br. Heroux (3), 
H. Nernst, H. Berthold, H. Hirzel, E. Gerster, 


L. M. Rheude, A. Balmer, R. Grimm (2) u. A. 


Die Titel der betreffenden Bücher u. s. w. 
sind in den Originalsprachen angegeben; die 
Verbindungssprache ist die französische; der 
gleiche Verlag K. W. Hiersemann, Leipzig, 
Königsstrasse 3, bietet auch im Gf. Budanschen 
Buche das A. de Riquersche prächtige Exlibris- 
werk von 1903 (64 Exlibris in Radierungen 
und Klischeedruck) zu 20 Mk. an. 


Nachschrift hiezu: 


Etwa 2 Wochen, nachdem Vorstehendes 


geschrieben war, erhielt ich von mehreren 


Seiten eine ,,Drucksache“ zugesandt, über- 


schrieben „Wichtig für alle ernsten Sammler": 
am Rande stand: „Bitte um Weitergabe“, und 


unterschrieben war das Ganze „Von einem 
ernsthaften Sammler und Bibliophilen.“ 
Da der Verfasser und Versender — der 


sich diesen anonymen Angriff gegen die Gf. 
Budansche Exlibrisbibliographie durch Druck 
und Porti etwas kosten liess — seinen Namen 
vorsichtig verschwieg, sei auf den sachlichen 
Inhalt dieses Sendschreibens hier gar nicht 
erst weiter eingegangen; es sei nur bemerkt, 


dass dieser Schütze besser und ins Schwarze 


getroffen hätte, wenn er nicht anonym auf- 


getreten, sondern mit offenem Visier, mit 


seinem Namen für seine Niederschrift ein- 
getreten ware. 

Frwähnt sei, dass diese Drucksache teils 
von Würzburg, teils von München aus versandt 
wurde, — also wahrscheinlich nicht aus diesen 
2 Versandtorten stammt? 

Noch 


daran gedacht, (oder damit gerechnet?) dass 


eines: Hat der Anonymus nicht 
er durch seinen unkontrolierbaren „Schuss aus 
dem Hinterhalt“ andere ebenfalls ‚ernsthafte 
den unschönen Verdacht der 
Bei 


bereits mehrere Anfragen von den verschie- 


Sammler“ in 
anonymen Offensive bringt? mir sind 
densten Seiten mit Vermutungen eingelaufen, 
die nach der Möglichkeit frugen, ob der oder 
jener vielleicht als „Meuchelmörder“ in Be- 
tracht käme, d. h. mehrere hochachtbare 
Personen sind bereits verdächtigt worden, in 
Falle 


Anonymität gefröhnt zu haben! 


diesem der unlauteren Maxime der 


Vielleicht zwingt diese Erwägung den 
Anonymus, — der vielleicht in Konkurrenz- 
kreisen zu suchen ist? — ehrlich hervor- 


zutreten ? 

Nebenbei bemerkt, ist es fraglich, ob nicht 
dieser Rtickenangriff dem Budanschen Büch- 
lein famose Reklame gemacht, — der Namens- 
verschweiger also das Gegenteil von dem er- 


reicht hat, was er im stillen Kämmerlein 


erhoffte? *) 
VI. Die Librairie Sidot Freres in Nancy, 


rue Raugraf 3, Frankreich, kündigt eben 


mittels Prospekts an: „Essai de Repertoire 
des Exlibris et Fers de Reliures des 
Bibliophiles Lorrains“,von Cte. Antoine 


* Das Buchhändler-Bürsen-Blatt 73, 60 v. 13. 3. 1906 
bringt S. 2722 bereits ein ,‚Gesuch‘‘ des Verlegers, Herrn 
K. W. Hiersemann-Leipzig, in dem er eine durch das anonyme 
Schreiben bewirkte Beleidigung seiner Person, Herabwürdigung 
seines Gescháftes und die Absicht, seine Firma zu schädigen, 
feststellt und bittet, dass man ibm in der Ausfindigmachung des 
Anonymus helfen möge. Das Faksimile der Adressschrift ist 


beigefügt. 


59 


deMahuet und Edmond des Robert ` 


(unserem Mitglied). Ein Band von 380 Seiten 
enthält die Beschreibung von über 1100 Ex- 
‘libris und Super-Exlibris, mit biographischen 
Notizen, Lothringens, der Grafschaft Bar und 
der 3 Bistümer Metz, Toul und Verdun, 10. 
bis 19. Jahrhundert; über 100 Text-Illustra- 


3 von 


Nur 


tionen und 15 Beilagen, von denen 
alten Original-Platten abgedruckt sind. 
300 Exemplare; Preis: 30 francs. 

VII. Wenn auch Herr Dr. 
von Stradonitz bereits in seiner 


St. Kekule 
trefflichen 
Abhandlung über Super-Exlibris in der Zeit- 
schrift für Bücherfreunde VIII., 9, auf nach- 
stehende Quelle kurz hinwies, so möchte ich, 
da die Z. f. B. 


unserer Leser ist, auch hier in unserer Exlibris- 


nicht in der Hand jedes 
Zeitschrift erwähnen, dass sich hunderte 
von Super-Exlibris in getreuen Nach- 
bildungen, jedes namenlose Wappenblatt mit 
dem Namen des Buchbesitzers und Wappen- 
herrn versehen, finden in: „Joannes Guigard, 
Nouvel armorial du bibliophile, Guide 
de l’amateur des 
2 Bände, Verlag Emile Rondeau, Paris, passage 
1890. 


livres 
des panoramas 35; Vertreten sind 
vorherrschend französische Familien--und Super- 
Exlibris; doch finden sich auch ab und zu 
deutsche. 

VIII. Die Edinburger 
Publikation „Book of Bookplates“ er- 


ursprüngliche 
scheint in III. Umwandlung. Nachdem das 


Interesse an modernen Exlibris in England 
geschwunden war, hörte die ausschliessliche 
Exlibrispublikation auf, und die Exlibris er- 
schienen nur noch als Anhängsel der II. und 
nunmehr II. Umwandlung; die letztere heisst 
nun „The booklovers Magazine, Books 
and Bookplates“; volume VI, part 1; Preis 
(nun erhöht) der Einzelnummer 
6, Monate 
geben I Band, 


20 sh.) 


KI 


3 
erscheinende 


sh. © p.; 
Nummern 

(Postfrei 
Zeitschrift 


alle 2 
der 18 sh. kostet. 
In der Art der neuen 


ähnelt diese unserer deutschen Zeitschrift tür 
Bücherfreunde; ihre Bildausstattung und der 
Druck, auch der der farbigen Tafeln, sind sehr 
gut. Die 1. No. umfasst: The signet library, 
Edinburgh, v. W. K. Dickson; notes for a 
Whistler Bibliographie, T. R. Way und 
G. R. Dennis; Charles Asselinau, v. W. F. 


dem Exlibris Asselinau’s 


V. 


Prideaux mit 


(Storch auf Schildkröte, von Braquemont); — 


the greatest latin psalter of Fust and Schöffer 


armoriés“, 


Textillustration von Har Nelson; a 
of bookprices, A. W. Pollard; 
Exlibris v. David H Becket; 1 Exlibris 
M. L. A. Girardot, guter Farbendruck; 
ı Exlibris 
Herrn Ludwig Saeng - Darmstadt) 


1459; 
Theorv v. 


> 


V. 


(namenlos, jedoch das 


von 
A. de 
Riquer; Mr. Whistlers names, addresses and 


vV. 


birthplaces, v. S. D. Shallard; how to collect 
books, v. J. H. Slater. 


IX. Der „Connoisseur“ ein Londoner 
Sammlerblatt, XIII., 53 (Carmelite street; Heft: 
1 M. und 50 Pf. Porto) bringt S. 15—20 von 
Mrs. L. Nevill Jackson einen „Das Sammeln 
von Bibliothekzeichen“ betitelten Artikel mit 
dem Hector Poemer (A. Dürer) - Exlibris und 
13 anderen Abbildungen englischer (11 alter, 
Wenn 


von 


> 


neuerer) Exlibris. die Verfasserin 
das H. Poemer - Blatt 1525 


datierte Exlibris nennt, so irrt sie, denn selbst 


das älteste 


in englischen Exlibrisbüchern ist schon fest- 
gestellt, dass das älteste datierte Exlibris das 
von Hieronymus Ebner, von A. Dürer, von 


1510 ist. Ihre anderen Angaben der ältesten 


‚ datierten Exlibris stimmen auch nicht ganz. 


Schweden: nicht 1575, sondern 1595; 
Schweiz: nicht 1607, sondern 1502; Italien: 
nicht 1623, sondern 1022; Amerika: nicht 
1740, sondern 1679. Die kleine Abhandllung, 
in der auch die Stile besprochen werden, ist 
anderes als 

Blatt S. re 
Dass die Ver- 


deutschen Exlibrisktinstlern 


nichts 
Das Porträt: 


kein 


für Laien bestimmt und 


eine Plauderel. 


halte ıch für Exlibris. 


fasserin von der 


Jetztzeit nur die 3 Worte „Voigt (ohne Vor- 
name, der hier nötig wäre, da es mehrere 
gibt; jedenfalls Paul) or Sattler“ bringt, be- 
weist, dass sie sowohl die bedeutendste Exlibris- 
kleinkunst der Welt, nämlich die deutsche, 
gar nicht kennt, als auch nicht einmal die 
hierin aufklärende bekannte Winter-Nummer 
des englischen „Studio“, die Jemand, der über 
Exlibris schreibt, 
oder lesen müsste, insbesondere in England. 

X. Ellis- London W., Bond 
Street 29, England, gab den II. Katalog 
der Franks - Dubletten englischer und 
amerikanischer Exlibris No. 26309, 
Hoare, bis No. 4917, Ryves; ohne Abbildung; 


unbedingt vorher kennen 


New 


heraus; 


Preis: 6 pence. 

XI. In ,Brush and Pencil, illustrierte 
Kunstzeitschrift New-York’s, August-No. 1905, 
Vol. XVI. No. macht uns unser Mitglied 
Miss Esther Griffin White 
geschriebenen Artikel 
of bookplates“ 
Exlibriszeichnern bekannt, mit Grace und May 
Greenleef (4 Abbildungen), Gaar C. Williams 
(6), Anna Hasselman, 


E 


2) 


in ihrem gut- 
„Indiana designers 
neuen 


mit amerikanischen 


Helen und Margaret 
Armstrong, Paul Keinker, Margaret Stull (je 1). 
Fast alle 14 Exlibris sind flott und gutmodern 
gezeichnet. 

XII. Das „Triptych“ in New- York gab 
wieder ein neues kleines Heftchen ,,Book- 
plates“ heraus: 3 Seiten Text mit Hinweis 
auf die verschiedenen Arten von Bibliothek- 
und 10 Exlibris von Zeichnern des 
» Triptych“ (Jay Chambers, W. M. Stone, Kendall 
Banning) ; 


H 


zeichen 


mit Land- 


W. 


„pictorial“ gehalten Bildchen 


schaften, Schiffen, Figuren u. s. von an- 
sprechender, hübscher Zeichnung, einfach und 
Adresse: New-York Citv, 

Erwähnt sind in diesem 
Book- 


plates, ro in colors, on Japan vellum, by 


nicht überladen. 
1 Madison Avenue. 


Heftchen an Exlibrispublikationen : 


the Triptych, von Kendall Banning; vorstehend 


60 


mit Ausnahme eines Wappens alle 





gen. Heftchen: 50 cents. Women desig- 
ners of bookplates, von W. M. Stone; 
30 Exlibris 1 doll. 50c. Jav Chambers, 
‚27 Exlibris, von W. M. Stone: ` 


I doll. 50 c. Exlibris werden im „Triptych“, 


his bookplates 


einschliesslich 500 Exemplaren aúf Vellum 
Der 


Verlag des Triptych steht neuerdings unter 


(Pergamentpapier) zu doll. 20 gemacht. 


der Leitung des Herrn Kendall Banning (un- 
seres Mitglieds) und des Fräuleins Hedwig 
von Briesen (Tochter von Arthur von Briesen, 
des Präsidenten der „Legal Aid Society“, eines 
der bekanntesten Deutsch-Amerikaner). 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Gegen Anonymität. 
Mitte Februar dieses Jahres erhielt ich von 
Werkchen 
Existenz 


einem hiesigen Buchhändler ein 


zur Ansicht übersandt, von dessen 
ich schon vorher durch eine mit dem ganzen 
Aufwand verlegerischer empfehlender Bered- 
samheit ausgeschmückten Anzeige Kenntnis 
Emile de Budan, 


Bibliographie des Exlibris. Verlag von K. W. 


erhalten hatte, , Comte 
Hiersemann-Leipzig“. 

Es scheint mir, höchste Zeit zu sein, gegen 
eine, 


neuerdings bedenklichen Umfang an- 


nehmende Form im Publikationswesen Front 
zu machen, die unter anderem, hauptsächlich 
darin besteht, dass die Erscheinung eines 
Werkes nur in nurnerierten Exemplaren, bei 
ganz geringem Umfang der Auflage, womöglich 
mit nach Ablauf eines bestimmten Zeitpunktes 
eintretender Preiserhöhung angekündigt wird. 
Natürlich kann das Experiment nur bei solchen 
Werken Anwendung finden, die ihrem Inhalt 
nach sich an einen mehr oder weniger engen 
Selbstverständlich 


dürfen nach Ansicht der betreffenden Verleger 


Interessentenkreis wenden. 


derartige Raritäten in keiner Fachbibliothek 


[fehlen und sind berufen, eine wesentliche 


Lücke der Fachlitteratur zu füllen. 


Wenn vor der Herausgabe von umfang- 
reichen, oder nur mit grossen Kosten herzu- 
stellenden Spezial- Publikationen ein Verleger 


61 


sich durch Subskription eine gewisse Sicherheit | 


für den Absatz schaffen will, wird jeder recht- 
lich denkende Mensch das ganz in Ordnung 
dabei der Autor 
Fachkreisen, an die das Werk sich wendet, 


finden; meist ist in den 
so hinreichend bekannt, dass jeder von vorn 
herein weiss, was er zu erwarten hat; anders 
dagegen liegt die Sache, wenn von einem nanı- 
haften Verleger eine dieser Methoden dazu 
benutzt wird, irgend ein wertloses Machwerk, 
in ein äusserlich kostbares Gewand gehüllt, 
an den Mann zu bringen. Es ist das, gelinde 


gesagt, eine bedenkliche Spekulation. 


An- 
mir ein Flugblatt, 


Dass ich nicht allein mit dieser 


schauung stehe, beweist 
„Wichtig für alle ernsten Sammler“, das ich 
einige Tage nach Empfang des „kostbaren 
Werkes“ aus München zugesandt erhielt. 
So sehr ich und mit mir einige Würzburger 
Exlibrissammler und Bibliophilen den Inhalt 
dieses ,,Flugblattes“ anerkennen, müssen wir 
doch ganz entschieden dagegen Verwahrung 
einlegen, dass derartige an und für sich voll- 
ständig berechtigte Worte in einer Form in 
die Öffentlichkeit gebracht werden, die absolut 
keinen Schluss auf den Autor ziehen lässt. 
Das anonyme Blatt „ohne Druckerangabe“!! 
ist in raffinierter Weise an 2 Orten versandt 
worden. Eine Quelle fliesst in Würzburg, —- 
ich erhielt meine Exemplare aus München! 
Wenn 


Bibliophilen“, der „der Exlibrisforschung auf 


es dem „ernsthaften Sammler“ und 
den Grund geht“, wirklich darum zu tun ist, 
gegen einen vorhandenen Misstand Front zu 
machen, warum bekennt er nicht Farbe und 
nennt seinen Namen? Warum benützt er die 
verächtliche Form eines Anonymus? Entweder 
er hat mit seiner Ansicht recht, dann werden 
alle „ernsthaften Sammler“ ihm mit Vergnügen 


ihre Zustimmung geben, für eine Namens- 








verleugnung ist also absolut kein Grund vor- 
handen; oder er greift eine Sache zu unrecht 
an, dann ist die Situation des ,,Riicken- 
schützen“ besonders verwerflich. 

Der Mann begreift wohl garnicht, dass 
er mit seinem Geschoss aus dem Hinterhalt 
unserer Sache eher geschadet als genützt hat; 
solange er nicht den Mut findet, sich offen 
zu nennen und für sein Werk einzustehen, 
müssen wir ibm die Berechtigung aberkennen, 
sich als zu der Reihe ,,ernsthafter Sammler 
und Bibliophilen“ gehörig zu bezeichnen. 

Würzburg. 


August Stohr. 


Eingesandt! 


Über Preisnotierungen: Ein An- 
fänger im Exlibrissammeln bekam Ende 1905 
einen Exlibriskatalog zugesandt, der ihn ver- 
anlasste, einen Sachverständigen um Rat zu 
fragen. Dieser klärte jenen auf, dass man 
Exlibris zu den in diesem Katalog gen. Preisen 
klugerweise nicht kaufe, da solche Notierungen 
wiein diesem Katalog einfach auf Überschätzung 
beruhen oder auf die Unkenntnis und das 
mangelnde Verständnis (um nicht etwas Anderes 
zu sagen!) sowie auf einen gespickten Geld- 
beutel spekulieren. Das Sammeln alter Exlibris 


auf dem Kaufwege ist bereits bedeutend 


zurückgegangen, eben weil einige Antiquare 
die eine Zeitlang grassierende Sammelleiden- 
schaft ausnutzten und Preise stellten, die den 
walıren Wert eines Blattes um das 3 und 
4 fache überstiegen; aufgeklärt, gaben viele 
Sammler diese sinnlose Geldverschwendung 
und damit den Ankauf alter Exlibris einfach 
auf und das mit Recht; denn was sagt ein 
halbwegs Kundiger dazu, wenn ihm für das 
Exlibris Fi- Ae 


schweig-Oels, das weder schön 1 ] 
hweig-Oels, das weder schön noch selten ist 


des Herzogs von Braun- 
(denn es kommt zu Hunderten und so ziemlich 


in jeder Exlibrisoflerte vor!) 3—4 Mk. ab- 


e io (en 
verlangt werden? 40 Pfennige ware der rich- ' von Georges Goury. Exlibris Graf Brunetta 
tige Wert, also vielleicht höchst-zuzahlender d’ Usseaux (von Aere, Paris). Graf K. E. 
Preis: 1 Mk.! 2 griechische Exlibris, die in zu Leiningen - Westerburg, der bedeutendste 
französischen Offerten oft zu 50, 60 c. vor- | Exlibrissammler der Welt. Mitteilungen. 


Das 


schon dem Papierkorb jedes Exlibrissammlers 


kommen, sollen u. A. 5 und 3 Mk. kosten ! 


wohlbekannte Jöcherblatt, das auch sozusagen 
in jeder Offerte paradiert und jedem der nicht 
mehr vielen alter 


Kauf-Sammler ein guter 


Bekannter ist, ist mit 3,50 Mk. bewertet! 
Vor- 


Und 


einige andere Preis- 


Höchstwert wäre be dem häufigen 


kommen dieses Ladenhüters 50 Pfennig! 


so liessen sich noch 


übertreibungen erwähnen, die komische 


Schlüsse zulassen! Man kann nur alle kauf- 


lustigen Exlibrissammler davor warnen, der- 
artige exorbitante Forderungen zu er- 


denn da kann sein durchaus 


Geld 


wegwerfen oder — praktischer z. B. durch 


füllen; man 


überflüssiges noch viel genussreicher 
Wohltun!) los werden; ausserdem kann das 
Sammeln von Exlibris nur mittels Mammon, 
ohne Sinn und Verständnis, un- 
möglich die richtige echte Sammelfreude und 


Befriedigung erregen. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Redaktionelle Mitteilungen. 

> ar e Inhalt der „Revista 
CANO Italiana di Exlibris“ I. I 

dee (Nov. 1005): 
Entwickelung der Exlibris. 


Ursprung und 
Ein 
charakteristisches  Venetianer 
Exlibris. Exlibris Hier. Spreti. 
Exlibris Advokat D. Giussepe 
Verschiedenes und Literatur; Tausch 
(12 Adressen). 





Stampa. 


el 2. (Dez. 1905): Exlibris Enea Caprara 
1086. Italienische Exlibrissammler: Jacopo 
Gelli (c. Exlibris 
Papstes Pius IX. (kein wirkliches Exlibris!), 


10000 Exlibris). 


des 








des noms. 


Tausch (6). Die Zeitschrift ist nach diesen 
2 Nummern cingegangen. 

e Inhalt der „Archives de la société 
des collectionneurs d’Exlibris et de 
reliures historiques“. Paris XII. Io. 
(Octobre 1905): Exlibris de M. R. Laloy, 
par M. Em. Théodore de Lille. 


cation, par I. C. Wiggishoff. Les bibliophiles 


Communi- 


du Bas-Languedoc (Suite): Mr. de Bargeton 
Durfort, Baumes, Baux, Becdelievre, Begault, 
Bertram, Bornier, par Prosper Falgairolle. 
Correspondance. Liste sommaire pour servir 
à l'étude des Exlibris Lorrains. Questions. 
Réponses. Bibliographie (Les Exlibris de 
M. H. Nelson). 

e Inhalt XI. ır. 
rendu de la 
Officiers 
- Liste 
sommaire pour servir A l’etude des Exlibris 
Lorrains (Suite): Exlibris de P. L. I. Jacops 
Une etiquette 
Exlibris de 
l’abbe Deschamps, par Vicomte de Gastine. 
Biblio- 


der 


1905). 
reunion du 23. novembre 1905. 


„Archives“ 
(Novembre Compte 


bibliophiles, par A. de Remacle. 


d’Haillyv, par P. de Faucher. 
conjugale, par A. de Roffray. 
Demandes. 


Questions. Réponses. 


graphie. 


XIL r2. 


rendu de la 


der 
1905). 
reunion du 26. novembre 1905. 
de Champlagarde, par A. Fray - Fournier. 
Officiers bibliophiles (Suite), par A. de Re- 
Liste sommaire pour servir à l’etude 


e Inhalt „Archives“ 


(Decembre Compte 


I. Froment 


macle. 
des Exlibris Lorrains, (Suite): 
Table heraldique classee methodiquement, par 


Bibliographie. 


pieces principales de Pécu. Index alphabetique 
Table alphabétique des matiéres. 

o Das Oktober-Heft des ,Journal 
ofthe Exlibris-Society“ (1905, vol. AN, 
part. 10) hat folgenden Inhalt: Notes of the 


month. Dated plates, by Carnegy Johnson. 
An uncommon 
A des- 
cription of the bp. of Dom Walter Mackev. 
Bp. of Rev. G. R. I. Fletcher. 
of legal bps., compiled by S. A. Grundy- 


Letter. Burton bp.. Exchange. 
bp., Mr. Jamcs Arrow of Clapham. 


Newman (Surtees-Warner). 


A rough list 


List of Festoon- ` 


plates, compiled by J. F. Verster (Hill-Jago). ` 


eo Das November-Heft (1905, vol. 
XV, part. ıı) enthält: Notes of the month. 
Irish bps., in order of counties, compiled by 
William Chamney (Blood-Westropp). 


on a medical bp. A list of Chippendale bps. 


Notes 


not included in the cataloque of the Franks 
An 
bp. for the Brimfield library, Massachusetts. 
Letter. Bp. of Mr. Ernest Hill. 
list of legal bps., compiled by S. A. Grundy- 


collection (Abell-Ayscough). interesting 


Newman (Warren-Young). 


e Das Dezember-Heft (1905, vol. 
XV., part. 12) enthält: Notes of the ınonth. 
Parmele bps. wanted. The bps. of Jesus 


College, 
Bp. identification. Irish bps, — Chippendale 
bps. A list of Chippendale bps. not included 


in the catalogue of the Franks collection, 
compiled by Frederic Cattle (Bacon-Bristowe). 
Baker plates not in the Franks collection. 
List of Festoon plates, compiled 


Verster (James-Knaresbro). 


Bibliographie und Katalog. Verzeichnis der 
in der „Revista“ publicierten spanischen Ex- 
libris. 


2 Tauschlisten. 


Anfrage. 

Kennt jemand aus dem Leserkreise ein 
Exlibris 
oder Parmele aus Flandern? 
1773 de Joigny de 
Wappen: Geviert 1 und 4: silberner gold- 

6 mal 
I. Adler, 
2. Eberskopf zwischen 


freiherrlichen Familie van 
(Nach 


Parmele >) 


der alten 
de 


genann t 


Ki 


5.: 
Zimicr: 


> 


bewehrter Adler in Rot; und 
geteilt von Gold und Rot. 
wachsend aus Krone; 


Flügeln. 


Devise: „Vertu pour guide honneur 


-= pour but“. Dr. Geo. L. Parmele, 65. Prattstreet, 


A rough ` 


Oxford, by J. Henderson Smith. ` 


by Lk 


e „Revista Jberica de Exlibris“, ` 


II. No. 4: Verzeichnis der Artikel und der ` 
Abbildungen. Das Exlibris S. M. des Königs ` 


Pau 


Alfonso .XIII. 
Font de Rubinat. 


(v. 


A. de Riquer), 
Exlibris 


V. 


der Condessa de 


Vimieiro e de Diogo de Mello, v. A. Loureiro. 


Exlibris Pere de Leiba, v. J. de Janer. Ex- 
libris und Medicin, v. Dr. 
Über Kinder-Exlibris, v. 
Exlibris mit Drachen, v. R. Miquel y Planas. 
Exlibris Marques de la Canada, v. Pau Font 
de Rubinat. Moderne Exlibris, v. R. M. P. 


La novela de un Exlibris, v. Carlos Boselli. 


P. G. Munoz. | 
R. Serra y Pages. ` 





Hartford, Conn., V. St. Amerika. 


Die für Bücher- 


freunde“ 


„Zeitschrift 


enthält in ihren Heften 11 und 


12 des IX. Jahrgangs 2 grössere Artikel 
aus der Feder des Herrn Grafen K. 
E. z. Leiningen-Westerburg über 


„Neuere Exlibris-Litteratur“, bezw. 
Exlibris 
gen“, letztere Arbeit illustriert. 


von Bühnenangehöri- 
Zu beziehen, 
soweit der Vorrat reicht, das Heft zu 4 Mk. 
von Velhagen & Klasing, Leipzig. 


Tauschverkehr.!) 
Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzeichen 
gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris- 
Vereins sind bereit: 
Herr K.E.Grafzuleiningen-Wester- 
burg, München, Rambergstrasse 3, 


tauscht eine Anzahl Dubletten von 
heraldischen, Musik-, Damen- und Arzt- 
Exlibris*) . 





1) Für diese Rubrik übernehmen weder der Verein noch 
die Redaktion und Expedition irgend welche Verantwortung. 
*) Auf Wunsch der Betreffenden mitgeteilt von K. E. Graf 


zu Leiningen-Westerburg. 


Herr Max Arnold, Neustadt, Hzgthm. | Frau 


Koburg (v. Maler C. Arnold-Múnchen).*) 
Herr Carl Berkhan, Stuttgart, Schel- 
lingstrasse 15 (tauscht seine Exlibris: 
eigenes, Exlibris R. Wiedersheim 
E. Bonz).*) 
Otto Bertschi, Basel, Petersgasse 


und 


Herr 
40, Schweiz 5 Exlibris v. 


C. Roschet-Basel, 1 


(tauscht T. 


modern 


Di 


herald., l 


1 Allegoric in Strichätzung, 1 in Auto- | 


typie, ein und 2 farbig, I herald., ı land- 
schaftl., alle 5 in diversen Ausführungen. 


2 


dee a 


3 Exlibris v. Alfr. Peter-Basel, 2 ver- 
schiedene mit Kindern vor Landschaft, 
in diversen Ausführungen und 1 vier: 


farb. Exlibris mit Basler Múnster; letz- 


teres nur gegen Besseres. 3. 3 Ex- 
libris v. F. Bovard-Lausanne, lesendes 
Mädchen, sowie Dame mit Kind, im 
Garten lesend, — und prächtiges 3 farb. 
Exlibris Dame am Wasser im Park; 


dieses nur ganz ausnahmsweise (auch 
auf Japan).*) 


Frau Caecile von Bose, Hamburg, 
Winterhude, Marie - Luisenstrasse 39 
(2 v. B. v. Bose, 2 v. Anna Feld- | 
husen)*). 


FrauBögh, Kopenhagen V., Lindevej 3, 
Dänemark (v. Prof. C. Thomsen).*) 

Herr P. Bourcart, Els., 
(tauscht Exlibris Alexander Bourcart v. 
B. Mangold).*) 

Frein Agnes von Buttlar, Fritzlar, 

Adeline Buttlar- 

Dachau und 2.) von Buttlar-Elberberg, 

Holzschnitt 


(Warnecke 


Gebweiler 1 


(1.) eigenes v. von 
auf altem 
No. 301); 


künstlerische und moderne Exlibris, keine 


Papier, 1870, 


sammelt nur 


heraldischen)*). 
Herr Siegbert Cohn, Berlin W. 35, Pots- 


damerstrasse 118b (neuer Fidus; nur 


gegen Besseres, z. B. Vogeler-, Fidus-, | 


Weiss-, Lechter-, Sattler-Exlibris).*) 





Frieda Cramer, Kóln, Kardinals- 
strasse 2 (v. E. Ziminermann-Rom).*) 

Herr Karl Csanyi, Kustos des ungarischen 
Landeskunstgewerbe-Museums, Ofen- 


Pest IX., Üllöerstr. 33—37 (3 v.ihm).*) 


Herr Günther Deneke, cand. phil.; 
Leipzig, Pfaffendorferstrasse 24 I 
(v. G. Stummer-Wien).*) 

Herr Dr. Paul Ebers, Baden-Baden, 


Sanatorium Dr. Ebers (v. Herm, Ebers- 
München).*) 

Frl. Alice Erdmann-Jesnitzer, Bremen, 
bittet 
längerer Reise Tauschangebote in 


um Entschuldigung, wegen 
der letzten Zeit unberücksichtigt gelassen 


zu haben und wird erst im Sommer 
erwidern.*) 


Herr Dr. Rud. Erhard, prakt. Arzt, Stutt- 
gart, Olgastr. 6 (v. Eberh. Schreiber).*) 


Herr Carl Ettlinger, Redakteur, Mün- 
chen-Laim, Villa Anna Maria (v. Arp. 
Schmidthammer ` reagiert nur auf Bes- 
seres; „Schund“ bleibt unverwidert).*) 

Fräulein Else Falkenfeld, 
walde a. Spree, Karlsstrasse 7 (v. Frl. 


Fürsten- 


Marta Flatauer-Königsberg i. Pr.).*) 
Emil Wien XVIII ı, 
Staudgasse ı (Neu! v. Bertha Hassack- 


Herr Fickert, 
Linz; nur gegen Musik-Exlibris).*) 

Herr Wilhelm Freyer, Jena, St. Jakobs- 
strasse 35 II (zweierlei Radierungen v. 
Max Spendig-Danzig).*) 

Herr Louis Graf, München 23, Herzogs- 
strasse 1. II. (giebt das Exlibris M. Rei- 
nitz, Maler, Lithogr. von diesem, das 
dieser nicht tauscht, gegen — nur — 
Besseres; nur 20 Exemplare).*) 

Herr A. Grafe, Dresden, Ermelstrasse 

17 II (v. Kleuckens).*) 

Herr Dr. Moritz vonGrünebaum, Wien 
IX. 1, Peregringasse 2 (tauscht s. Exlibris 
von Dr. H. Przibram-Wien, 1900 
2 Grössen; bittet bei Sendungen um 


in 


Herr 


Herr 


Herr 


I. 3 Blätter 


Il. 


ITT. 


IV. 


gefl. Angabe des Namens und Orts des 
behält 
aber ev. Rücksendung einzelner Exlibris 


Zeichners bezw. Datum; 


ohne Antwort vor).*) 


B. Halbreiter, 
wegen grösserer Reisen 


München, wünscht 
nicht mehr 
zu tauschen; Erwiderung erfolgt nicht 
mehr.*) 
Jos. 


berg, Bucherstrasse 23 (I v. 


Hammer, Ingenieur, Nürn- 
Hugo 
Krauss-Núrnberg, ı v. 
Nürnberg, ı v. Carl 


brechts-Nürnberg)*). 
Oberarzt Dr. Has, Fritzlar: 


Ferry Riegel- 
Schmidt - Helm - 


von Carl Horn, 
1.) Wilhelm Has. 


graphie; 2.) Agnes Has. 


1903. Chromolitho- 
1905. Künst- 


lerische Autotypie nur in wenigen 


OS 





München. | 


| Herr 
sich | 


Friulein Emilie Hexamer, 


| Frau 


Herr 


Herr 


Herr 


' Herr 


Exemplaren gegen Bestes — 3.) Wilhelm 

Hom. 1902. Chromolithographie — 

nur noch wenige Exemplare gegen | 
Besseres. — 

Dr. J. G. Wagner. 1830. Steindruck. 

Seltenes heraldisches Blatt. Der Rest‘ 


der Auflage (noch 40 Stück) aus dem 


Nachlass des Besitzers; nur gegen alte 


Blätter. 
Dr. 
heraldischer Kupferstich, nach bestem 
Vorbild 


E. Uckermann. 1830; 


am Wappenbrief von 
rand. 1.) nur wenige alte Exemplare 
gegen gute alte Blätter. 2.) geringe 
Anzahl Neudrucke von der alten Platte 
auf Büttenpapier. Nur gegen Stiche, 


Radierungen p. p. 


Bibliothek zum H Peter, Fritzlar, 1840. 
Typographisch)*). 


1525. | 
Ohne Besitzernamen. 13/15 mit Platten- | 


-3$ q oy 
prachtiger ` 





Herr 


Herr 


Herr 


Herr 


| Herr 


Frl. Emma Heck, Heiligenwald, Rhein- ` 


preussen mehr 
Gutes! Sammelt in erster Linie Damen- 


und Kinder-Exlibris).*) 


(tauscht nur gegen 


Herr 


Herr 


Robert Heuser, Köln, Neumarkt 8 
(v. E. Zimmermann-Rom).*) 

Bad Kreuz- 
nach, Weinkaufstrasse 4 (v. Gg. Geyer- 
Wiesbaden),*) 

Stadtrat Gertrud Hofmann, Zittau 
1. S. (2 Exlibris, von ihr.)*) 

Architekt Ham- 
8— Io (eig. 


Julius Hoffmann, 
burg, Hohe 
Lithogr.).*) 
Fritz 


Bleichen 
Hoffmeister, Stuttgart, 
H. 


Marienstrasse 17 (Radierung v. 
Bastanier; nur gegen Bestes !).*) 
R. v Hoschek, Prag II, Bolzano- 


strasse, Böhmen (v. L. M. Rheude).*) 
Dr. Max Höltzel, Stuttgart, 
Stafflenbergstr. 24 (v. M. Kleditsch).*) 
Leopold Hummer, München, nun: 
Massmannplatz 4 ILr. (v. Franz Kobler).*) 
Hans Freiherr v. Imhotf, Ober- 
und Bat.-Adjutant, Nürn- 
7 III (v. Ernst 


Loesch-Nürnberg; sammelt nur heral- 


leutnant 
berg, Egidienberg 
dische Exlibris Adeliger; andere Sen- 
dungen bleiben unbeantwortet).*) 
Leonh. Kalb, Frankfurt a. Main, 
Trutz 47 (v. Rud. Linnemann-Frank- 
furt).*) 

Maria August Klipstein, stud. art., 
Giessen, Frankfurterstrasse 123 (Holz- 
schnitt v. Felix Klipstein).*) 


Anton Koch, München, Dachauer- 
I (1 farb. Orig.-Lith. v. 
Rud. Sieck und 2 Radierungen v. Otto 


Strasse ÓI, 


Bauriedl-Múnchen).*) 

Fr. König, Buch- und Kunsthändler, 
Oldenburg i. Gr, 
(v. B. Wenig).*) 
Ludwig Kozma, 


Huntestrasse 4, 


Architekt, 
Vascrtér 22, Ungarn, (tauscht s. selbstgez. 


Györ, 


Exlibris, in Farb.-Varitäten, nur gegen 


Gutes).*) 


Frau Gabriele Krasnopolski, 


t5 ( 
E. Orlik, nur gegen Gleichwertiges).*) 


Prag, 


Florenzgasse 2 Radierungen v. 


Herr Willi Lampe, Frankfurt a Main, 


Friedrichstrasse 45 (Radierung v. Jacob | 


Happ; nur gegen Besseres).*) 
Herr Dr. Otto Lang, Oberrichter, Zúrich V, 
Hegibachstrasse 22 (Radierung v. Karl 


Hover- Zürich; nur gegen Besseres; 
Schund verbeten)*). 
Herr O. J. Larsen, Bankfuldmaegtig, | 


Bergen, Norwegen, 3 Harald Haar- ` 


Exlibris: 
2 v. Gerhard Munthe, Kristiania; 4 v. 


fagersgade, tauscht folgende 


Joseph W. Simpson, Edinburgh; 1 Porträt- 


Exlibris v. Olav Rusti, Bergen; Tv 


60 


| Herr 








Brynjulf Larsson, Kristiania, Radierung: ` 


In memoriam, und I 


Exlibris: In memoriam v. 


letzteren zum Andenken an seine ver- 


schiedene Gattin, die Schriftstellerin 


Bolette C. Pavels Larsen, verfertigt, nur | 


gegen Radierungen oder Exlibris von 
Bittet bei 
stets um Angabe des Künstlers*). 


Schriftstellern. 


Herr Otto Lehmann, 

berg, Erzgebirge (v. H. Kappler).*) 

Herr George J. Lind, Oporto, Rua do 
Golgotha 
G. W. Eve, London, nur wieder gegen 
Radierung oder Stich (ev. Korrespondenz 
englisch erbeten. 


nicht erwidert).*) 


Dr. 
S.W., Spichernstrasse 23 II (v. 


Minderwertiges wird 


Herr Berlin 


F. Will- 


Franz Lindheimer, 


mann).*) 
Fräulein Paula Marx. Frankfurta. Main, 
Feldstrasse 19 (v. M. Möbius)*). 


Herr F. Menegoz, Pfarrer, Strassburg. 
i. E., Kaiser Friedrichstrasse 27 (yv. L. 


_ Schnug).*) 


Porträt- 
Olav | 


Rusti, Bergen, verfertigt. — Die beiden 





Sendungen 


Oberlehrer, Stoll- | 


Dr. 
Franz-Ludwigstrasse 8 p. (v. B. Wenig; 


Mitterwieser, Würzburg, 


reagiert auf „Schund‘“ nicht mehr).*) 


Dr. Schaff- 
hausen, Frauengasse 20 (Radierung v. 


Herr med. Ernst Moser, 


Ph. Dammköhler (nur gegen Besseres)*). 


Dr. med. Pablo G. Munoz, Madrid, 
Alcala 49, Tripdo 12, Spanien (tauscht 


Herr 


die von ihm gez. 3 verschied. Exlibris 
seiner Schwester Josefina).*) 


Mele van Overbeck, Château de 
Savanel, Néthen, Brabant, Belgien.*) 
Herr Freiherr v. Pechmann, Ober- 


leutnant, Núrnberg (v. Ob.-Lt. H. 
Freih. v. Imhoff; sammelt nur heral- 
dische Exlibris adeliger und lässt andere 


Sendungen unbeantwortet).*) 


Frl. Käthe Pöschel, Prome- 


nadestr. 37 (v. W. Tiemann).*) 


Leipzig, 


Frl. Josefine Pöschel, Leipzig, Prome- 
nadestrasse 37 (v. W. Tiemann).*) 


Herr Adam Prager, nun Zúrich, 
Plattenstrasse 46, Schweiz (3 eigene 
Exlibris und zahlreiche Dubletten, 


sammelt nur Besseres).*) 


Herr Arnold Prúner, Ofen-Pest VII, 
Kertesz utcza 32 (tauscht 3 Exlibris 
a. v. ihm, 3farbig; b. v. L. Kozma, 


121, Portugal (Radierung v, ` 








c. v. G. Fekete).*) 


Mrs. Mary E. Rath-Merrill, 80 Winner 
Avenue, Columbus, Ohio, V. St. A. 
(tauscht ihren Wm. Foster-Stich gegen 
Stich oder Radierung, und die W. F. 
Hopson - Radierung der Ohio- Alcove- 
Gift-Plate — abgebildet Exlibris-Zeit- 
schrift XIV., S. 50, 
Handel, gegen seltenere Exlibris).*) 


— nur 500 im 


Herr G. Reinhold, Dresden-Blase- 
witz, Allemannenallee 6 (v. H. R. Heine- 
mann-Dresden).*) 


Herr Nils Rosen, Malmö, Rundelsgatan 
19, Schweden (v. Lydia Skottsberg- 
Stockholm).*) 

Dr. 


Germersheim, 


Herr Rossbach, Oberstabsarzt, 
(I Ltt. Karl 
Hübner-dort; ı v. Heinr. Guggenbichler- 


München).*) 

Dr. H. Rugenstein, 
Universitäts - Bibliothek das 
Wappen - Exlibris, Un- 
bekannt, des + Germanisten und Nibe- 
lungenforschers Friedr. Zarncke (+ 1891; 
Bibliothek in Amerika), sowie dessen 
Exlibrisstich, Unbekannt, 
Goethe-Bibliothek, gegen 
Besseres).*) 

Dr. Max Ludwigs- 
hafen a. Rhein (r eig. und 1 Exlibris 
Gusti Rau, beide v. O. Rau; „Schund“ 
verbeten).*) 


v. 


Herr Leipzig, 
(tauscht 
Radierung 


V. 


feinen von 


seiner nur 


Herr Rüdiger, 


Herr 


H. Veit v. G. Croy-Prag).*) 


Frau Tony Schütte, Bremen, Park- 
Allee 44a. 
nur gegen Bestes.)*) 
Carl 


München, Neurcutherstr. 23 (tauscht 


Herr Schwalbach, Kunstmaler, 


A. Schmidt-Schröter, Ham- , 
burg, Brahmsallee 11 (giebt Exlibris ` 


07 











(Radierung v. H. Vogeler; ` 


2 seiner Exlibris und gibt 3 andere von | 


ihm gezeichnete zu je 50 Pf. ab).*) 


Frau Dr. Schwarze, Halle a. S., Wettiner- 
strasse IQ (v. 
Halle).*) 

Fräulein Else Schwind, Hanaua M, 


Frl. Wilhelmine Berger- 


Kinzigbrücke 16 (v. C. E. A. Begeer- ` 


Utrecht).*) 

Herr W. J. Stollreither, Baden- ` 
Baden, Sofienstrasse 16 (v. J. Pu- 
honny).*) 

Herr Fr. B. Sutter, Heidelberg, 


Schlossberg den Universitäts- 


17 (in 


Ferien: Pforzheim, Adlerapotheke) 


| 
| 


(1 Klischeedruck und 1 Zweifarben- 


druck v. Fr. Mathilde Sutter-Pforzheim).*) 
Herr 


Paul Sinner, cand. med. ständige 
Adresse: Kalk bei Kóln, im Sommer- 
semester: Kiel (Exlibris v. H. Wilder- 


mann, nur gegen Besseres)*). 


Herr Jar. Topic, Buchhändler, Prag V., 


Ferdinandstr. 9 (2 v. V. Oliva und 
M. Svabinsky).*) 
Herr J. Treuthardt, Bern, Laupen- 


strasse 8, Schweiz R. 


Münger und ı Kupferdruck v. Staufer, 


(Radierung v. 


nur gegen Radierungen).*) 
Universitäts-Bibliothek Tübingen 
(tauscht 3 Exlibris Dr. K. W. Geiger 


von Prof. Speyer, Prof. F. H. Rentsch 
v Herm. Genter, G. Zúndel v. H.Genter)*). 


Herr Albin Weber, Berlin-Schóneberg, 
Exlibris 
Faksimile- 


Ebersstrasse 57 (tauscht sein 
„Der 
Celluloidschnitt, nach dem in der Kar- 


heil. Christophorus“, 
thause zu Buchsheim bei Memmingen 
aufgefundenen ersten datierten Holz- 
schnitt mit der Jahreszahl 1423, hand- 
koloriert, gegen Stich, Radierung oder 
Dasselbe 


Tonplatte 


Künstlersteinzeichnung. in 


Schwarzdruck mit gegen 


Besseres) *). 

Felix Willmann, 
Berlin N. 4., Invalidenstr. 
sein Exlibris Gessert).*) 


Herr 


Kunstmaler, 
(gibt 


sm 


/ 


Fräulein Dorothea Wolbrandt, Krefeld, 
Steckendorferstr. 73 (gesetzt in der 
Handw. und Kunstgew.-Schule Krefeld)*). 


Herr Walter Zimmermann, München, 
Karlsstrasse 36 III (1 v. W. Geiger, 


ı v. E. Zimmermann).*) 


Herr Friedrich Behr, Leutnant a. D., sammelt 
nur mehr alte Exlibris, übernimmt also 
keine Verpflichtung mehr, Sendungen 


mit modernen Blättern zu erwidern. 





Eberlein, 
Stefanienstrasse go (Radier. v. O. Leiter 


Frau Major Karlsruhe, 
nur gegen Radierung). 

Fräulen Marv Flücki ger, Bern, ist bis 
Oktober verreist und kann den Tausch- 
verkehr erst dann wieder beginnen. 

Fehn, 


l’echtmeisters - Tochter, 


Fräulein Christine Universitäts- 
München, 
Nordendstrasse 22 f, II. Stock (1 grosse 
Radier. v. Radierer Mayr, München, je 
ı Blatt vom Kunstmaler C. V. H. de 
Rozsnyay, Budapest, und Telemann, 
Berlin. 
Herr Fritz Hoffmeister, Hofkunsthändler, 
Stuttgart, Marienstrasse 12, tauscht 
jetzt seine Exlibris von 1. Carl Geist 


G. A. Closs, 
3-Farbendruck; 3. 


Stuttgart, Klischee; 2. 


Stuttgart, Hanns 
Bastanier, Berlin, Originalradierung, je 
gegen Gleichwertiges. 

Frau Hedwig Klasing, Leipzig, Kreuz- 
strasse 3 b, tauscht ihr selbstgezeichnetes, 
in Strichätzung hergestelltes Exlibris. 

Frl. GerdaLieven, Riga, Nicolaistrasse 19 
(v. Siegfried Bielenstein-Riga). 

Frl. Dascha Meyer, Dorpat, Lievland 
(v. Kunstmaler Kunz Meyer, München, 
Vervielfältigung ist Autotypie). 

Herr A. C. Mylius, Kaufmann, 
burg 17 Abteistrasse 12 1 Exl. von 
Karl Wolbrandt-Krefeld, Klischee und 


Kupferätzung, Abbildung in der Exlibris- 


Ham- 


Zeitschrift. Tauscht allgemein. Sammelt 

auch  Holzschnitte,  Hamburgensien, 
Familiengeschichten, bemalte Familien- 
wappen. 

Frau Gehcime Medizinalrat Prof. Siemer- 
ling, Kiel, Niemannsweg (tauscht ihr 
elgenes Exlibris und das ihres Mannes, 


beide von ihr selbst gezeichnet). 





68 — 


| Herr Georg Starke, Königl. Hofl., Görlitz, 
| Doppeladler 3 Grössen, Distelmotiv v. 
| Professor Ad. M. Hildebrandt, Epheu- 
| blatt 3 Varietäten v. Hans Hildebrandt, 
auch Dubletten. 


Fräulein Ingeborg Udden, Stockholm, 





Grefturegatan 72 (v. ihr). 


Herr Torsten Uggla, Auditór, Lund, 
Schweden. 2 Exlibris von: 1. Jöns 
Martensson - Lund, Klischee 1903; 


2. Arthur Sjögren-Stockholm, Klischee 
in drei Farben 1905. Tauscht allgemein. 


Nicht mehr zu tauschen wünscht und 
lässt Tauschsendungen unerwidert: 


Clara Albert, Obermais- 
Meran, Villa von Weinhart, Tyrol. 


Wilhelm Starke, 
Schweidnitz. 


Fräulein 





‚, Herr Referendar, 


Weitere Anmeldungen für diese Rubrik 
werden von der Redaktion oder von Herrn K. 





LE. Graf zu Leiningen- Westerburg, München, 
Y . - PER 
Rambergstrasse 3, gern enigegengenommen und 


| gelangen kostenlos zum Abdruck. 





Inhalt. 


130. Sitzung des Exlibris- Vereins. — 
131. Sitzung des Exlibris-Vereins. — 132. Sitzung 


des Exlibris-Vereins. — Neue Mitglieder. — 
Adressen-Anderungen. — August von Eisenhart +. 


(Mit Abbildung.) — Redendes Exlibris Krazer von 
| e. 1580. (Mit Beilage) — Exlibris Dornsperg. 
(Mit Beilage und 2 Abbildungen.) — Signum 
bibliothecae. (Mit 7 Abbildungen.) — Neue Ex- 
libris. (Mit Beilage und 38 Abbildungen) — 
Russische Nachrichten. — Exlibris- Wettbewerb. 
— Verschiedenes. (Mit 2 Abbildungen.) — Exlibris- 
Litteratur. — Gegen Anonymität. — Eingesandt. 
— Redaktionellle Mitteilungen. -- Anfrage. — 
Tauschverkehr. — l 








Mit 3 Beilagen. 





es = -_ = -— 








Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke, Berlin W. 30, Winterfeldtstrasse 24. 
Selbst-Verlag des ,Exlibris-Vereins'"* zu Berlin. 
Druck und auftragsweiser Verlag von C. A. Starke, Kónigl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, a. d. Berlinerstr. 






















DA 














Zeitschrift 


fúr 


Bibliothekzeichen — Bücherkunde 
und Gelehrtengeschichte. 


Organ desvon Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins 
zu Berlin. 


Berlin, 1906. 


n 








XVI. 
Der jährliche Preis der „Exlibris-Zeitschrift“ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für 


die „Exlibris-Zeitschrift‘‘ werden von C. A. Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen. 














133.SitzungdesExlibris-Vereins | an und für sich ja nichts seltenes sind und 


vom 12. Januar 1906. 


In Abwesenheit des Herrn Professors 
Doepler übernimmt Herr Professor Hilde- 
brandt den stellvertretenden Vorsitz; den 
gleichfalls abwesenden Schriftführer vertritt 


Dr. Waehmer. 


Herr Professor Hildebrandt legt ein 
neues von ihm gezeichnetes Exlibris A. Amman 
im Original und in der photographischen 
Verkleinerung vor, ferner ein für denselben 
Besteller angefertigtes Lesezeichen. Dieses 
zeigt oben über in Renaissancestil gehaltenen 
Rankenwerk das Ammannsche Wappen, ın der 
Mitte die Inschrift „Inter folia fructus“ und 
unten das Monogramm des Besitzers mit der 
Überschrift „Lesezeichen von Aug. F. Ammann.“ 
Es wird von den anwesenden Mitgliedern 


bemerkt, dass Lesezeichen von Künstlerhand 





gerade in den letzten Jahren wieder zahlreich 
auftauchen. Aber solche Zeichen mit dem 
Namen des Bibliothekbesitzers und in einer 
ausschliesslich für ihn bestimmten Komposition, 
können doch als eine wenig bekannte und 
freudig zu begrüssende Neuerung gelten*). 
Derselbe Künstler legt ferner eine Anzahl 
seiner neuesten Arbeiten auf dem Gebiete des 
Exlibris in verschiedenen Reproduktionsarten 
bei 
steller die Vereinigung zweier nach Zeit und 
Stil 
langt war, erregt durch die glückliche Lösung 


vor. Eine derselben, welcher vom Be- 


ganz verchiedener Wappenschilde ver- 


dieser schwierigen Aufgabe besondere Auf- 
merksamkeit. 

Herr Regierungsrat von Zur Westen 
erfreut die Anwesenden durch Herumzeigen 
eines äusserst seltenen Buches, der Erstaus- 


*) Vgl. unter ‚‚Verschiedenes‘‘ dieser No. 


Hinkel 
nach 


gabe von Brentanos „Gockel, 


Gackeleia“ mit Steindrucken selbst- 
gefertigten Zeichnungen Brentanos, Frankfurt 
1838 bei Schmerber. 

Dr. Waehmer hat einige neuerworbene 
auf Pergament gemalte Wappenblátter des 
16. und 17. Jahrhunderts — offenbar aus 
Missalien stammend — mitgebracht, deren 
Deutung und Bestimmung zu übernehmen Herr 
Professor Hildebrandt bereitwilligst zusagt. 

Eine von Herrn Dr. Brendicke ein- 
gesandte Einladungskarte zu einer graphischen 
Kunstausstellung in Zürich entfesselt einen 
lebhaften Streit über Eigenart und Aufnahme 
der modernen Typen von Eckmann, Behrens, 
Über die Enstehungs- 


geschichte dieser Typenzeichnungen machen 


Sattler und Barlósius. 


Herr Voigt, Abteilungsvorsteher in der Reichs- 
druckerei, und Herr Regierungsrat von Zur 
Westen interessante Angaben. 

Es kommt dann zur Sprache, dass z. Z. 
im hiesigen Kaiser- Friedrich - Hause unter 
anderem eine Ausstellung des „Kunstgewerbes 
stattfindet, 


welche eine kleine Anzahl ärztlicher Exlibris 


in der Geschichte der Medizin“ 


— alter und moderner — enthält. Dieser 
Sonderausstellung im Sommer soll cine Schwarz- 
weissausstellung folgen, welche eine grössere 
Zahl ärztlicher Exlibris bringen wird. 
Der Schriftführer: 
i. V. 
Dr. Waelmer. 


134. Sitzung des Exlibris-Vereins 
vom 12. Februar 19060. 

Der Vorsitzende, Herr Prof. E. Doepler 
d. J., verliest ein Schreiben des Herrn Grafen 
K. E. zu Leiningen-Westerburg in Múnchen, 
in welchem dieser mitteilt, dass in der eng- 
Herr Dr, 
Brendicke, dann dieser Herr und Herr Prof. 
Emil 


schliesslich 


lischen Exlıbris-Zeitschrift einmal 


dann nur der letztere und 


Doepler, 


keiner von den beiden Herren 


und : 














als Honorary Vice-Präsident geführt wurde. 
Keinem der Herren ist jemals in dieser An- 
gelegenheit irgend eine Anfrage oder Mit- 
teilung des englischen Vereins zugegangen. 
Die Versammlung beschliesst, der Angelegenheit 
keinerlei Wert beizumessen und ist der Ansicht, 
die englische 


dass Ehrenmitgliedschaft des 


Herrn Grafen Leiningen-Westerburg durch 
diese Ungehörigkeit in keiner Weise betroffen 
wird. Der Vorstand ist aber ausserordentlich 
angenehm berührt durch die dem solidarischen 
Gefühl des Herrn Grafen entspringenden Vor- 
schläge desselben, seine eigene Ehrenmitglied 
schaft niederzulegen, glaubt aber nicht, dass 
eine Veranlassung zum Einschreiten vorliegt. 

Der Vorsitzende legt sodann ein von ihm 
gezeichnetes heraldisches Blatt für das Ritter- 
gut Rüben im Besitze des Herrn Brandstetter, 
Leipzig, vor. 

Im Auftrage des Herrn Grafen zu 
Leiningen-Westerburg wird an die 
ständig in den Sitzungen anwesenden Mit- 
glieder die dem Herrn Grafen gelegentlich 
der Werbung des vierhundertsten Mitgliedes 
gestiftete prachtvolle zweifarbig gedruckte Ra- 
dierung von Hanns Bastanier verteilt. 

Einem Antrage entsprechend beschliesst 
die Versammlung, diese Radierung mit der 
Genehmigung des Besitzers als Beilage in 
Original-Radierung einer der nächsten Num- 
mern unserer Zeitschrift beizufügen. 

Herr Grafzu Leiningen-Wester- 
burg sandte zur Vorlage zwei Plagiate*) ein, 
in Graz 


welche sich ein Herr Carl Kraus 


geleistet hat. Dieser Herr verwandte in ab- 
solut „naturgetreuer“ Weise nur in erheblich 
schlechterer Ausführung die beiden Blätter 
des Herrn Grafen von Oscar Roick und Paul 
Voigt zu zwei Exlibris für Graf zu Stuben- 
berg und Anna Gräfin zu Buttler. Auf Ein- 
sind beide Blätter nunmehr 


spruch unter- 


drückt worden. 


*, Vgl. unter ‚‚Verschiedenes‘‘ dieser No. 


Herr Landgerichtsrat Dr. Beringuier 
bringt sodann wieder eine reiche Sammlung 
neuer Eingänge zur Vorlage. 

Herr Paul Voigt legt zwei neue Blätter 
vor, das erste namenlose für Leutnant A. Müller 
stellt einen Ritter am Waldessaume Wache 
haltend vor, das zweite für Willy Klamitter zeigt 
eine Bibliothek mit Aussicht auf das Meer. 

Herr Regierungsrat von Zur Westen 
legt einige interessante Werke vor, darunter 
„Der Nibelunge Lied, 1840, 
Bendemann, Hübner, Stilke etc., Dichter des 


illustriert von 
deutschen Volkes, 1846, illustriert von Menzel, 
Hosemann u. a, Rob. Reinick, Lieder eines 
Malers, mit Randzeichnungen seiner Freunde. 
1838, einige gute Blätter von Oeser, dem 
schliesslich ein 
Mes 
Torts, Amsterdam 1775, mit dem berühmten 


Zeichenlehrer Goethes, und 


besonders kostbares Werk: Nouveaux 
Titelblatte gezeichnet von C. P. Marillier, 
gestochen von E. De Ghendt, welches auch 
von Knight und Victor Ottmann als Exlibris 
benutzt worden ist. 

Herr Dr. Waehmer zeigt einige pracht- 
Titelblatt für 
die Oeuvres complets de Mozart von Breit- 


volle Musiktitel, darunter das 


kopf und Härtel, sowie verschiedene Barock- 
und Rokoko-Titel. 

Herr C. Langenscheidt legt zuletzt 
noch einen längeren Artikel des Herm Grafen 
Leiningen-Westerburg aus der „Zeitschrift für 
Bücherfreunde“ vor, in welchem die meisten 
der 
letzten Zeit ausführlich besprochen werden. Die 


Neuerscheinungen der Exlibrislitteratur 
längere Zeit ruhende schweizerische Exlibris- 


Zeitung soll von jetzt an wieder erscheinen. 
Der Schriftführer: 


Carl G. F. Langenscheidt. 


135.Sitzung des Exlibris-Vereins 
vom 9. April 1906. 

Der Vorsitzende, Herr Prof. E. Doepler 

d. J. eröffnet die Sitzung und legt die neuesten 














Nummern der französischen und englischen 
Exlibriszeitschriften vor. 

Herr Langenscheidt überreicht sodann 
im Auftrage des Herrn Grafen zu Leiningen- 
Westerburg in München einen Artikel der 
Allgemeinen Zeitung in München, welch 


letztere die unnötige Schärfe der Post bei 


Beifügung von handschriftlichen Notizen zu 
Exlibrissendungen geisselt und Abstellung dieses 
Übelstandes verlangt. 

Herr Dr. Brendicke übergibt ein Ex- 
libris E. L. Goldmann, Karlsbad, gezeichnet 
von Felix Maltz, Charlottenburg, für die Vereins- 
sammlung. 

Herr Lanugerichtsrat Dr. Beringuier 
und Herr Dr. 
neuesten Erwerbungen, letzterer unter diesen 


Anzahl 
Warenzeichen aus dem 18. Jahrhundert. 


Wachmer zeigen ihre 


eine hochinteressanter gestochener 

Herr Dr. Brendicke legt zum Schluss 
das Exlibris Victor Weinwurm vor, gezeichnet 
von E. Fluss in Prag.*) Herr Professor Doepler 
bemerkt hierzu, dass in diesem Falle wiederum 
ein eclatantes Plagiat vorliegt. Die Figur 
eines nackten Mannes mit Schwert und Fackel 
Stuck 


ist absolut genau einem von Franz 


gezeichneten Blatte in den „Allegorien und 


Emblemen“ von Gerlach und Schenk (Blatt 


No. 55a) entnommen. 
Der Schriftführer: 


Carl G. F. Langenscheidt. 


Dem Exlibris-Verein sind als Mitglieder 
ferner beigetreten: 
Eingeführt durch Herrn K. E. Grafen zu 
Leiningen- Westerburg: 

Herr James H. Fincken, Philadelphia, 
Pa., 804 Walnutstreet, V. St. Amerika. 

Frau A. Hüttner, Rittergut Pırk, sächs. 
Vogtland. 
Emmy Wandsbeck 


b. Hamburg, Claudiusstrasse 47. 


Frau Stürken, 





*) Vgl. unter , Verschiedenes'* dieser Nummer. 


Herr Richard Steudel, Direktor, Mann- 
heim, Meerfeldstrasse 4a. 

Georg Rody, 
Carnap bei Altenessen. 


Herr Pfarrer und Rektor, 


Frl. Ross Koch, Nürnberg, Lorenzer- 


platz 19. 

Herr E. P. Ricsenfeld, Architekt, 
München, Kaiserstrasse 27, I. 

Herr Georg Edmund Singer, Verleger, 


Ofen-Pcst VI, Andrassystrasse 122. 
Miss Anne C. Justice, New-York, 78 
Madison Avenue II, V. St. A. 


Herr Hans Hohneck, kaufm. Beamter der 


a 


Kel. Sachs. Porzellan- Manufaktur und 
Leutnant d R, Dresden A. Schloss- 
strasse 30. 

Zingeführt durch Herrn Major Mootz: 

Herr Elfeldt, 


Bismarckstrasse 45. 


Fabrikbesitzer 3remen 
3 


(Sammelt nicht!) 


Fingeführt durch Zenn Dr. II. Brendicke: 


wi 





Herr Arthur August, Berlin S. so, 
Schinkestrasse 10, I. 
Herr Victor Weinwurm, Prag, Marien- ` 


gasse 10. 
Eingefünrt durch Herrn Fritz Amberger: 

Herr W. Rüb, Zúrich I, Sihlhofstrasse 12, 

(tauscht nicht). 

Eıingeführt durch Herrn E. Doepler: 

Herr Martin Kortmann, Maler, Berlin 

W. 15, Pariserstrasse 6, Gartenhaus IV S. 
Lingeftihrt durch Herrn Carl G. F. Langenscheidt: 
Bibliothek des Cistercienserstifts 
(Pater Robert 
Stams, Tirol. 


Stams 


Eingeführt durch Herrn Georg Starke: 
Herr Paul Goldstein, Berlin, Speverer- 
strasse 20 I. 
Adressen-Anderungen: 


Herr Dr. phil. Georg Burchard, Heidel- 
berg, Klosestrasse 10 (ab 1. Aug. 00). 


Reisch) Post 








N 


Herr Mor. von Grünewald, Hamburg, 
Papenhuderstrasse 33, p. Adr.: Herrn 
A. Schulz. 

Herr Louis Graf, ab 1. Juni: München, 
Hohenzollernstrasse 46, II. 

Herr Emil Schuch, Praktikant am kgl. bayr. 

Sonthofen 

im Allgäu, Haus No. 190. 


Hüttenwerk Sonthofen, 


Herr Viktor Singer, Hamburg-Elbe, 
Königsstrasse 36 II, Vorderhaus. 

Cl. 

Fellnerstrasse 7, IT. 
Paul 

Holstenstrasse 35, II. 

Herr H. L. Mason jr, Pittsburg Pa. 
431 Wood Street, V. St. A. 

Elsa Baesecke, 
8 


Frankreich. 


Frau Cramer, Frankfurt a. Main, 


Herr Súnner, cand. med, Kiel, 


Frl. étudiante en lettres, 


rue Voltaire, Grenoble,  Isere, 

Herr Emanuel Grab, K. K. Kommerzialrat, 
Prag, Pflastergasse 2. 

Herr Dr. Rechts- 


anwalt, Hamburg, Heilwigstrasse I2. 


Martin Wassermann, 


Herr Wolfgang Mecklenburg, vorm. 


Richterscher Verlag, Berlin W. 30, 
17: 
Frl. MarietaWohlschläger, München, 


Motzstrasse 


Barerstrasse 20. 

Herr George May Elwood, Rochester 
NA Box 124 V. St. A. 

Herr Com. T. Ethofer, akademischer Maler, 
Salzburg, 4 Karolinenplatz, Osterreich. 


Herr Philipp Rudolf Graf zu Ingelheim, 
Echter genannt von und zu Mespelbrunn, 
Herr auf Schloss Mespelbrunn i. Spessart, 
im k. b. 4. Chevaul.-Rgt. 
„König“, Augsburg, Kaiserplatz 8/o. 
F. Mouths, Essen-Ruhr, Hohen- 
14. 
Siegl, 


Leutnant 


zollernstrasse 
Oskar 
Zeidlerstrasse 2. 


Herr Teplitz, Böhmen, 


Herr R. v. Frevmann, St. Petersburg, 


Sapiorny 10, Russland. 


Herr Architekt Rich. Sturtzkopf, Köln, 
Neue Mastrichterstrasse 7, II. 

Frl. Frieda Bruck, Berlin W. ı5, Fasanen- 
strasse 61, Hochparterre. 


Brunner und Neubronner. 


Vor kurzem kam ich in den Besitz von 
2 hier abgebildeten namenlosen Exlibris, die 
zweifellos bedeutende Ähnlichkeit besitzen. 

Für die Zeit ihrer Entstehung glaubte ich 
die II. Hälfte des 16. Jahrhunderts ansetzen zu 
dürfen. Das eine Blatt (S. 74), ein kräftiger Holz- 
schnitt im Formate 72 : 97 mm, zeigt in ovalem 
Rahmen mit 4 Eckverzierungen ein Wappen: 
Im Schilde einen Brunnenstock auf einem Drei- 
berg stehend, der von 3 Wasserstrahlen be- 
netzt wird. Der gekrönte Stechhelm trägt 
als Zimier einen wachsenden Löwen. 

Das andere Blatt (S. 75), ebenfalls ein flotter 
Holzschnitt mit alter Handbemalung im Format 
75:96 mm, zeigt in rechteckiger Linienfassung 
einen Ovalralımen mit Eckverzierungen, welcher 
durch ein Wappen und ein darüber ange- 
brachtes flatterndes Spruchband mit den 
Buchstaben: DVG.S. VVG. ausgefüllt wird. 
Das erstere trägt im rotweiss quer geteilten 
Schild einen mit einem Löwen gekrönten 


Brunnenstock, der aus einem sechseckigen 


Bassin aufragend in dieses aus 2 Löwen- 
Auf 


rotweissen flatternden Binde 


köpfen Wasser abgibt. dem mit ciner 
geschmückten 
Stechhelm ragt ebenfalls als Zimier ein wach- 
sender roter Löwe. 
Der 


neben der gewandten Ausführung des Holz- 


besondere Reiz des Exlibris liegt 
schnittes in der Bemalung: Auf blauem Grunde 
hebt sich das in den oben angegebenen Farben 
gehaltene Wappen vorzüglich ab. Das Spruch- 
band mit den rätselhaften Buchstaben, wohl 
den Anfangsbuchstaben eines Wahlspruchs, 
dessen Lösung mir und anderen nicht gelang, 
ist gelbrot gefärbt, ebenso mit roten Schat- 


tierungen der ovale Rahmen. Das füllende 


SI 


| 
| 
| 








Gre 





Blattwerk neben den 4 Eckvoluten ist grün 
getönt. Ein gleiches Exemplar dieses Blattes 
befindet sich übrigens auch ın der Sammlung 
Rosenheim-London. 

Dass die seinerzeitigen Besitzer einen Namen 
etwa wie „Brunner“ geführt haben dürften, 
war bei dem ‚redenden“ Charakter dieser 2 
Wappenschilde natürlich sehr naheliegend. 
Nachforschungen im alten Siebmacher brachten 
mir in I 218 für das letzt beschriebene Blatt 
die Gewissheit, dass dasselbe einem Gliede 
der 


angehören müsse. 


württembergischen Familie Neubronner 

Eine Korrespondenz mit unserem Mitgliede, 
Herrn Max Rosenheim in London. führte zu 
der interersanten Entdeckung, dass in dessen 
reicher Sammlung sich ein weiteres Holzschnitt- 
Exlibris befindet, 
Unterschrift „Daniel Neuprunner“ nähere Nach- 
die Exlibris- 
Besitzers gestattete; Dank dem liebenswürdigen 


welches durch die genaue 


forschungen über Person des 
Entgegenkommen des eben genannten Herrn 
bin ich in der Lage, das wichtige Blatt hier 
(S. 70) reproduzieren zu können. 
lebte in 
der alten Reichsstadt Ulm, woselbst ein Zweig 
blüht. Durch 
des Herrn 
Professor C. F. Müller, Stadtarchivar in Ulm, 


erfuhr ich über die Familie folgendes: 


Die Familie der „Neuprunner“ 


des Geschlechts heute noch 


die freundlichen Bemühungen 


„Der Ulmer Kaufherr Lorenz Neuprunner 
erhielt 1500 von König Ferdinand I. einen 
Daniel 


in eine 


Wappenbrief; mit seinen Söhnen 
und Tobias sich der 


ältere und eine jüngere Linie. 


teilte Stamm 
Daniels Sohn 
die 


und 


Johann Eitel Neuprunner erwarb 1601 
bei 


wurde 1606 von Kaiser Rudolf II. geadelt 


Herrschaft Eisenburg Memmingen 
mit der Erlaubnis, sich Neubronner von Eisen- 
burg zu nennen und sein Wappen mit dem 
Eisenburgischen zu mehren. Rietstap in seinem 
Armorial general II 307 führt dieses Wappen 
„im Siebmacher IV 36 als 


auf, das auch 


„verbessertes“ Wappen der Neuoronner an- 
gegeben ist. 

Die jüngere Tobiassche Linie, welche den 
Namen Neubronnerheutenoch führt, wurde 1691 
in das Ulmer Patriziat aufgenommen und erhielt 
1709 durch Kaiser Leopold I. den Reichsadel. 
der Familien- 


Eine  Teilungsurkunde 


angehörigen des gestorbenen „Lorenz Neu- 





machers gepurt fünfzehnhundert und Im Sechs 
und siebenzigsten Jare“ ausgestellt. 
Riestap, armorial general, sagt: ,,Neu- 
bronner, Wiirttemberg, geadelt vom heil. Rém. 
Reich 11. XII. 1569“. 


dort 


Das Wappen wird 


wie beschrieben: „In Rot ein 


folgt 
Brunnen in Silber in Form einer Säule, die 


aus einem Bassin aufsteigt. Dieses ist hexa- 





Madlena 


prunner und der gestorbenen 


Schleglin seiner Hausfrau“ nennt 


eheligen 
als Söhne Daniel, Marx, Martin und Tobias. 
bei Unter- 
welches die auch 


Daniel bediente sich der 


zeichnung eines Siegels, 


auf seinem Exlibris im linken Wappenschilde 
dargestellte „Hausmarke“ trägt, während seine 


Brüder mit dem Familienwappen siegelten. 


Die Urkunde wurde am „Samstag nach der 
haillig-dreyn Khünigtag nach Christy unsers 


lieben Herrn Ainigen Erlösers und Sellig- 


gonal und 2 Wasserstrahlen fallen aus der 


Säule hinein. Diese endet oben in einen 


gekrönten Löwen. Auf dem gekrönten Helm 
ragt als Zimier ein gekrónter Lówe, der in 
seinen Pratzen einen Palmzweig hält. Die 
Helmdecken sind silbern und golden“. 

Nach den oben angeführten Mitteilungen 
Professor Müllers erhielt die Familie ihr Wappen 
bereits 1500. 

Das Wappen auf dem namenlosen Exlibris 


sowohl wie auf den Siegeln der Brüder Marx 











und Martin zeigt gegenúber diesem eben be- | die Sóhne auch 1576 noch mit dem einfachen 


schriebenen, von der Familie auch heute noch 


geführten, in verschiedenen Punkten Ab- 
weichungen: Die Löwen der Säule und der 
Helmzier sind unbekrönt und der Helm hat 
an Stelle einer Krone eine rot-silberne Binde 
Auch hält der Löwe 


keinen Palmzweig in den Pranken. 


mit fliegenden Enden, 


und nicht mit dem verbesserten Wappen 
siegelten. 
Wenn, wie Professor Müller sagt, die 


Wappenverleihung durch König Ferdinand I. 
erfolgt ist, kann übrigens Rietstaps Angabe 
1569 unmöglich stimmen, da Ferdinand I. 
bereits am 25. Juli 1564 gestorben ist. 





Vermutlich sind die verschiedenen Ver- 
besserungen erst bei der durch König Fer- 
dinand I. geschehenen Wappenverleihung zu 
dem von der Familie schon vorher geführten 
Wappen hinzugekommen. 

Ich glaube daher, nicht fehl zu gehen, 
ich das namenlose Exlibris als 


wenn dem 


Vater Lorenz Neuprunner gehörig bezeichne 
und seine Entstehung vor das Jahr 
datiere. 


1500 
Merkwürdig bleibt immerhin, dass 





Das Exlibris Daniel 


nach der Nobilitierung entstanden sein; augen- 


Neuprunner dürfte 
scheinlich war der Besitzer auf dieselbe be- 
sonders stolz, und liesse sich so der Reichs- 
adler, welcher das Wappen Neuprunner und 
die Hausmarke mit seinen Fängen hält, auf dem 
übrigens sehr eleganten Blatte ganz gut er- 
klären. 

Für das IJ. namenlose Blatt fand sich in 


der umfangreichen Sammlung unseres Ehren- 


Karl Emich 
Leiningen-Westerburg ein aufklärendes Exlibris. 


mitglieds Herrn Grafen zu 

Es ist ein schön gezeichnetes Wappen in 
Holzschnitt ausgeführt, vom Besitzer durch 
einen Tintenstrich rechteckig eingerahmt und 
mit der Bezeichnung: „Wilhelmus Pronner. M.“ 
oben, dem Wahlspruch: „Noli altum sapere“ 


unten versehen worden. 


Eine andere Hand hat dann den weiteren 


Namen „Wolfgangus Christophory Pronner“ 
hinzugefügt. Ausser diesen beiden, welche 
ich mit No. 1 und 2 bezeichnen will, sind 


mir von der Familie Pronner noch folgende 
Exlibris bekannt geworden: 

3. Ein dem abgebildeten (No. 1) fast 
ganz gleiches Blatt mit den Änderungen, dass 
der 
3 Löwenköpfen ausgiesst und die Schattierung 


Brunnenstock seine Wasserstrahlen aus 


76 





der Helmdecke um den Helm einfache Schraf- 
fierung aufweist. (Sammlung Graf Leiningen.) 

Mit diesem Exlibris war Blatt ı einmal 
vom Besitzer überklebt worden, wie deutliche 
Spuren von dessen Zeichnung auf der Rück- 
seite des Exemplars aus der gräfl. Leiningen- 


' schen, und Reste von veralteter Klebmasse 





Danie? Miner 


auf der ganzen Vorderseite des Exemplars 


$ 


' aus meiner Sammlung erkennen lassen. Blatt 1 


ist demnach etwas älter als No. 3. 

4. Wappen in gross Folio, oben in den 
Ecken der 2 Engel, unten 
2 Fruchtgehänge; hier abgebildet auf der Beilage. 

5. Das gleiche Blatt, 
anderen Holzschneider hergestellt. 

Im Stadtarchiv München erfuhr ich durch 
die gefälligen Bemühungen des Herrn kel, 
Archivrats von Destouches, dass ein Wolfgang 


Umrahmung 


nur von einem 











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Exlibris Pronner von Aichpichl, München, 15.. 


Druck von C A. Starke, Kónigl. Hofl., Górlitz. 





Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906 No. 2. 








Pronner im Jahre 1557 dem inneren Rat der 
Stadt angehörte und als „Himmelstrager“ bei 
U. L. Frau beim ,Umbgang Corporis Christi“ 
(Fronleichnamsprozession) jenes Jahres auf- 
geführt ist, ferner dass er im gleichen Jahre 
In 


den Ratsprotokollen der Jahre 1565 — 1571 


als „Wähler im inneren Rat“ fungierte. 


wird Wolfgang Pronner ebenfalls als Mitglied 
des Rats der Stadt 
genannt. 


inneren München 


Über Wilhelmus Pronner konnte ich keine 
Mitteilungen erhalten; ich möchte annehmen, 
dass er der Vater unseres Wolfgang gewesen 
ist, denn die Art der Zeichnung des Wappens 


lässt eine Datierung in die Zeit 1540—50 
wohl zu. Nach Angaben O. T. von Hefners, 
der altbaverische kleine Adel, 1867, haben 


wir ın dem oben beschriebenen Wappen das 
Stammwappen der Pronner von Aichpichl zu 
Mühlfelden , 


Patriziergeschlechtes, das um 


eines angesehenen Münchener 
1670 erlosch, 
vor uns. Gewöhnlich führte die Familie ein 
quadriertes Wappen, welches im ı. und 4. Feld 
die Zeichen der Höhenkirchner von Aichpichl, 


? 


in Silber 2 rote Wecken, im 2. und 3. die- 


jenigen der Pronner: einen blauen Röhren- 
Die Helm- 


zwischen 


brunnen im goldenen Feld besitzt. 
zier bildet 
2 Büffelhörnern. 


ein wachsender Löwe 


Mit diesem Wappen gibt es, so viel mir 
bekannt geworden, 2 Exlibris, von denen das 
eine im Warnecke unter No. 1027 aufgeführt 
ist (Grösse 64 : 94), das zweite ähnliche, nur 
in der Zeichnung grössere (115: 153) sich 
Hof- Staats- 
bibliothek in Múnchen und des Herrn Grafen 
Nach 
Hefners Angaben war der fürstliche Leib- 


in der Sammlung der und 


K. E. zu Leiningen-Westerburg befindet. 


“I 











medicus zu Múnchen Dr. Pantaleon Pronner | 


der Ahnherr dieses Geschlechts, seinen 


Söhnen 


Wolf Bürgermeister zu München geworden. 


von 


ist Hieronymus Landschaftskanzler, 


i 
t 


‘i 


Der erstere ist in Band VII Seite 330 der 
Mon. 


Cancellarius fratrum Bavarorum 


Boic. erwähnt. „Hier. Pronner Lic. et 


- æ 


1554 


DI 


Das Ratsprotokoll der Stadt München von 
1598 führt „fürstlichen Bibliothekar 
Wolf Bronner“ auf. 


einen 


Das Ratsprotokoll von 1032 nennt den 
Wolf Jacob Pronner von Prandthausen als 
Derselbe befand 


sich 1632 unter den 42 Münchener Geiseln, 


Mitglied des inneren Rates. 


welche bei der Schwedeninvasion unter König 
Gustav Adolf aus München fortgeführt wurden. 
Des Hieronymus Sohn, Dr. Johann Pantalcon, 


war Chorherr bei Uns. lieb. Frau in München. 


Anton Mayers „Domkirche zu Unserer lieben 
Frau“ (München 1568) bringt auf Seite 389 die 
Der 
ganze Passus lautet: „Gegenüber den Pfeiler, 
der Tulbeck 
Altar steht, sehen wir die ganze Gestalt eines 
Chorherrn der Stiftskirche zu U. L. Frau, der 
bereits Gruft und Toten- 


stein bereiten less, das war Herr Johann 


Inschrift des Grabsteins dieses Mannes. 


an welchem oder Neuhauser 


sich bei Lebzeiten 


Pantaleon Pronner in Múhlfelden, ein Patriziers- 
Er 
2. April 1565 und alsbald Summus Custos. 
Am Mai 1606 Alters 
dieses Amt nieder und starb als Senior des 
Stifts, 


war, 


sohn Münchens. wurde Chorherr am 


22 legte er halber 


dessen Kanonikus er volle 53 Jahre 
16. Mai 1618“. 


Grabsteins lautet: 


am Die Inschrift des 


„Anno dni MDC XVIII die XIII mensis 
Maiy obiit Revds. et nobilis vir D. Joannes 
Banthaleon Pronner Patritius Monacen. Cano- 
nicus hujus Ecclesiae qui in vivis monumentum 


hoc sibi fieri fecit". 


Vielleicht war Pantaleon der Besitzer der 
letztgenannten beiden Exlibris. 


Würzburg. 
August Stoehr. 


Neue Exlibris. 


(Quartalsbericht, einschliesslich April 1006.) 





Deutsches Reich: Bruno Héroux- 


o Leipzig,*) — dem Dr. Paul Kühn, ein strenger 


| Kritiker, jüngst in „Welt und Haus“ V. 22, 


Mein Quartalszugang an deutschen, öster- | S. 551—555, sowie Dr. V. S. im Leipziger 
reichischen und schweizer Exlibris der Jetztzeit, | Tageblatt v. 7. VI. os äusserst anerkennende 


LARIOS 





EX-LIKRIS 


FRIEDRICH 
KAVFFMANN 










v. Gg. Tobler-Miinchen, 


ohne sonstiges Ausland: 468 Stiick. Gesamt- 


zahl meiner Exlibrissammlung am 25. IV. 1906: | 


37772 Stuck. 


Wegen Raummangels kann nicht alles 


Neue aufgeführt werden. 
I. Von bereits bewährten Exlibris- 
künstlern: 





. bestimmt: 


Artikel widmeten, schuf ein neues eigenes 
Exlibris, Steinzeichnung, zur Handkolorierung 
Tod und Leben, dargestellt durch 


` ein Gerippe bezw. eine üppige weibliche, nackte 


Gestalt vor einer Malstaffelei. 


Tauscht nicht. (Mehrzahl: käuflich). 


+) Jobannisalle 11. 

















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Exlibris K, E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Radierung von Hanns Bastanier - Berlin. 


Druck von Giesecke & Devrient, Leipzig. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906 No. 2. 



































Hanns Bastanier- Berlin: Das von ihm 
radierte, mir vom Exlibris-Verein gútigst ge- 
widmete Bibliothekzeichen, ist hier auf der 
Beilage von der Originalplatte von der rühmlich 
bekannten typographischen Anstalt Giesecke 
und Devrient in Leipzig tadellos abgedruckt; 


die Widmung auf dem Blatte erklärt den 





ora” 
SCHNEII 


79 


schrift werden vom gleichen Meister auch Proben 
seiner Exlibriskleinkunst (andere Blätter) bringen. 

Heinrich Vogeler-Worpswede radierte | 
für Frau Martha Vogeler ein hervorragendes 
Exlibris, 
grunde reizende, stimmungsvolle Landschaft 


Blumenvase mit Blüten, im Hinter- 


mitSchlösschen, in Blumenumrahmung; anonym, 


v. H. Zarth-Miinchen. 


Grund der 
bedarf keiner Erklärung. 


Entstehung; der Ahrensammler 
Eine ebenso sinnige, 
hoch- 


liebenswürdigst erdachte und mich 


erfreuende Ehrung, wie eine ganz hervor- 
ragende Leistung Bastaniers, dem das Bronce- 
relief mit seiner Steinumrahmung in Zeichnung, 
Ton und Plastik trefflich gelang. Die öster- 


reichische wie die französische Exlibris-Zeit- 


unten Band zur handschriftlichen Einzeichnung 


' des Namens. 


Jakob Weinheimer- München, sehr gute 
grosse Radierung Emil Löwenstein, Löwe auf 
Stein-Kapitell (s. Tauschliste unter Löwenstein). 

Ferner schufen neue Exlibris: 

München: Karl Bauer, der bekannte 


Porträt-Steinzeichner, 3 mit Porträts, davon 


= BO 


ı mit dem Kopf des Dichters Stefan George 
und ı mit dem sinnenden Nietzsche; Julius 
Diez 3 sehr gute Exlibris, davon 2 humo- 
Otto: Blamels 1 Otela Gräfin 
farbiges mit Noten fir 


ristisch. 
Kraszewska, 1 


Schloss Trylesin in Lithauen. 


EXUBRIS 
&BDEM 


SA 


3 eigenartige schr gute, I eigenes humoristisches, 


ı für den ungarischen Dichter Jeno Kovacs ` 


(Pegasus, von einem Schmied — Kovacs 
heisst Schmied —- beschlagen\ und 1 der 


verstorbenen Frau de Rozsnyav. geb. Prielle. 
Georg Tobler 
Exlibris 


(Schweizer). dessen gutes 


Kaufimann mit seiner stimmungs- 


Mathilde Ade | 








vollen typischen Schwarzwaldmühle hier (S. 78) 
abgedruckt ist. LisePopp: 13 Steinzeichnungen. 
Hans Zarth:2, die ich hier (S. 79, 80) abbilde: 
Das originelle Schneiders’sche*) ist das eines 
Juristen; Idee: Einer, der selbst das Gericht 
anrief und zu leicht befunden, von der Zunge 


Zarth-Miinchen, 


der Waage — Schwert der Gerechtigkeit — 
unrettbar geteilt wird; das andere Bisey’sche**), 
weist auf den Elsásser (Buchinschrift) und Buch- 
hándler hin; es ist gut erdacht und húbsch ge- 


*) Tauscht nicht: ist im Tausch vom Zeichner H. Zarth. 
München, Nymphenburgerstr. 217, IV. zu erhalten. ,,Schund*' 
bon. verbeten. 

**) Mülhausen i. Els.; tauscht. 














zeichnet, wie überhaupt Herrn Zarths Exlibris 
ihm immer gut gelingen. Fritz Klee (aus Würz- 
burg), Architekt und Zeichner; von dessen 25 
neuen Exlibris (Steinzeichnungen) bilde ich hier 2 
als Proben seiner Manier ab; Zirkel und Mún- 
chener Kindl deuten auf den Münchener Archi- 
tekten hin, ebenso beim anderen der burgähn- 
liche Aufbau; seine anderen meist flott und 





it 
no 


v. ibm-Miinchen. 


PAY LY) 





gut gezeichneten Exlibris zeigen ein hübsches 


Stádtebild, figürlichen Schmuck, ein Goethe- | 


Denkmal, humoristische Motive, Tiere u. s. w. 
Ulf Seidl (s. Tauschverkehr unter Krinner). 








Meinhard Jacob y - Grunewald bei Berlin, | 


der früher schon in Berlin, München und 
Paris mehrere Exlibris schuf: Das hier (S. 82) 
abgebildete aparte Exlibris Gertrud) 
Wilhelm) D(ieck), Zahnarzt, daher der Quer- 
schnitt eines Zahnes: das Gesicht im Inneren 


stellt den traurigen Patienten vor. 


und ` 


Dr. 
-Düsseldorf zeichnete ein bildhübsches Exlibris 


g ææ. - 


Benno Hiddemann (Kunstmaler) 








. ZEIT- EILT- 
-TEILTHEILT 





FRITZ KLEE 


v. thm-Miinchen. 


für den Universitäts-Sängerverein zu St. Pauli 


in Leipzig*); Lichtdruck, im den die Farben 





*) Das Blatt wird nur von Herrn Dr. Raymund Schmidt, 
Leipzig, Inselstr. 10, in wenigen Exemplaren gegen nur Gutes 


getauscht. 


on 


hu 


der Rosen hinein- 
SE 


als Vertreter der Alten Herren, die das Ver- 


des Couleurbandes und 


koloriert sind; Wappenheiliger Paulus 


bindungshaus gebaut und dafür sorgen, dass 


die Aktiven, wenn die Laute ruht, auch ein 


gutes Buch im Heim vorfinden; daher unten 


ein junger Student mit Laute und Büchern; 


oben zwischen 2 Schlägern die dem Wappen 


entnommene gefliigelte Lyra; die Rosen: 


euirlanden rechts, oben und links deuten auf 





das Bannerlied „Noch sind die Tage der 
Rosen“; ein ungemein reizvolles Blatt von 
bester Zeichnung und Komposition. 
v M. Jacoby-Grunewald. 
Walther Witting - Dresden *) litho- 


graphierte für sich und seine Frau das auf 
der Beilage abgebildete sinnige Musik- Exlibris, 
dessen einfach-anmutige Zeichnung die Har- 
tiefen Stimmen, 


monie zwischen hohen und 


bezw. zwischen Mann und Frau, musikalisch 


wie menschlich,  versinnbildlicht; Original- 
lithographie, Pinselzeichnung auf Stein. 

Fritz Schumacher- Dresden, Professor, 
Otto Westphal- 


Dresden (s. Tauschliste unter Schlotke). 


2 neue Damen-Exlibris. 
Gustav 
Stotz (-Berlin)-Stuttgart: 2, davon 1 Musik- 
Exlibris (s. Tauschliste unter Diefenthäler). 


*. Dresden, Schubertstr. 25 1, gibt das Blatt nur gegen 


Lithographie oder Radierung, sonst Einsendung von 


ı Mark. 


gegen 




























Auguste Kichler- Darmstadt *), deren eigenes 
neues humoristisches Exlibris hier abgedruckt 
ist; der Bienentleiss der Malerin ist von den 
Maiglöckchen des Geburtsmonats umgeben. 
OscarSchwindrazheim- Hamburg: land- 
schaftliches Exlibris Conrad (s. Tauschliste) 
mit hessischen Heimatanklängen. PaulLesch- 
horn - Strassburg: gute Radierung Anna 
Hellwig **) mit Schneelandschaft St. Amarin im 
Elsass, in gutmoderner Blumenumrahmung. Das 
jüngste Josef S a ttler'sche Exlibris Hugo Haug 
zeigt das alte Kaufhaus in Strassburg mit dem 


um 1840 abgebrochenen Krahn. Frau Gertrud 












SIE xlibristag 
Auguste Kichler. 


v. ihr-Darmstadt. 


Musik - Exlibris 
Trummler ***) mit Lyra und Stadtansicht. Hugo 
Helene Albrecht- 
Danzig 3; Matthieu Molitor- (Leipzig-)Rom 


Hofmann - Zittau, gutes 


Schimke- Hanau 1: 


ı sehr gutes mit italienischer Bucht. 
Von Ernst Zim mermann- München - Rom, 
—- vgl. Sonderartikel zu „Neue Exlibris“ in XVI. 1 
— bilde ich hier (S. 83) das sehr gut gezeichnete 
Exlibris Fritz Martini -Augsburg mit dem Kauf- 
herrn ab, bei dem die Kunst den Handel überwiegt. 
Von Heraldikern: 
Adolf M. Hildeban dt- Berlin, Professor, 
4 sehr gute, aus denen besonders das August F. 
*) Waldstr. 28; tauscht. 


**. Beide tauschen nicht. 
xa». Zittau, Frauentorstrasse 15. 11.; tauscht, 


ww. 1906. 


NOTEN vow WALTHER 
uno ONAWIT TING 


























Ammannsche Wappenblatt hervorragt. Gustav 
Adolf Closs-Stuttgart 2 neuein seiner bekannten, 
so sympathischen Manier, ein alter Artillerie- 
kampf und ein alter Gelehrter in seinem Gemach 
beim Studium; die beiden von Closs gezeichneten 
Exlibris des Vereins ,,St. Michael“ und des Herrn 
von Kohlhagen-Bamberg sind von den gef. ge- 


liehenen Klischees hier (S. 84. 85) abgedruckt; 
das erstere zeigt den heiligen Michael mit deut- 





— GA 


in der Mitte das Familienwappen, in der vorderen 
Vedute das Basler Münster mit Pfalz Wohnort), 
in der hinteren die Burg Stolzenfels am Rhein 
(Heimat); unten die Wappen von Basel, der sog. 
Baselstab, und der Rheinprovinz, nebst Hinweisen 
auf den früheren Apothekerberuf des Besitzers. 
Emil 


Heinrich Schimpke - Tannenberg 


Österreich: Moser, Professor, 
Graz: 2; 


ı sehr gutes heraldisches Walter Vogt- Roda; 





xR 











, F /immermann-Múrchen. 


schem Schild, umgeben von den Schilden der 
Stiftungsmitglieder des Vereins „St. Michael", 
von bester heraldischer Zeichnung; das letztere, 
ein Kapelleninnenraum mit Stamm- und Ahnen- 
M. 


Rheude-Papiermühle-Roda: 4 in korrekter 


wappen, von hoher Stimmung. Lorenz 
Wappenzeichnung, von denen dasansprechende 
Exlibris unseres Mitglieds Herrn R. Doetsch- 
Benziger in Basel hier (S. 80) abgedruckt ist 
(auch hergestellt in vorzüglicher Stahlgravüre): 





Dr. H. 
Wien, 
Georg mit dem Drachen: B. Hnátek- Prag 1; 


( Plagiat Stuck; 


Przibram- Wien TI: 


feine Radierunz Eduard Dillmann, St. 


Ernst Krahl- 


Ernst Fluss-Prag 1 nach 
s. „ Verschiedenes" dieser Nummer). 

Von Konrad Willner, Teplitz, bilde ich 
hier S. 871 das Exlibris der bekannten Konzert- 
und Oratorien-Sängerin, auch Alpinistin Lydia 
Schmidtborn ab, das in gefilliger Form die ver- 


schiedenen Beziehungen zum Ausdruck bringt: 


der Gletscher ist der Aletschgetscher im Berner 
Oberland. 
Ungarn: Ofen-Pest: Ludwig Kozma, 


dessen Exlibris unseres Mitglieds Herrn Arnold 


84 








Herzen sich gefunden; Allegorie des Lebens und 


_ der Liebe. Emö Barta 2; Jenö von Kovacs 


2; Karl Csanyi 3; Aladar Hazai 3; Alex- 


ander Nagy- Veszprem 2. 


A 


ooo AX LIBRIS > 


v. G, A, Closs-Stuttgart. 


Prüner hier (S. 87) abgedruckt ist; Thema: 
Durchschnittsroman; der Mann mit Lampe sucht 
auf dem mit Dornen und hie und da mit Rosen 
versehenen Lebenspfad sein Ideal; das aus einer 


Rose entspringende Mädchen strebt auch nach 


dem Ziele. bis sich beider Wege treffen und die 





II. Als Exlibriskünstler sind neu 


_ hinzugetreten: 


Frau 
Caecilie Graf-Pfaff, gute Radierung; Lilli 
Kreutzberg, guter Holzschnitt; Dr. Rudolf 
Treumann (Maler), 2 


Deutsches Reich: München: 


Farbenholzschnitte. 














Berlin: Felix Engel zeichnete ein 
flottes Reitsport-Exlibris, das Carl Zander, 
dort, radierte. C. G. Mispagel*), 1 Ra- 
dierung. 

Dresden: Ferdinando Malfer: 2 Ra- 
"derungen Kronprinz Georg von Sachsen, mit 


vw... 


Schloss Meissen und Burg Wettin, und Pastor 
Otto Vogel, mit Kirche und Vogel. Wilhelm 
Claudius, Professor: 4 gute. 
Fedor Flinzer, Professor, 
Eckerer, Stuttgart, ı 


Leipzig: 1. 


Radierung. Alex- 





*) Berlin W. 30, Barbarossastr. 46, verkauft seine Exlibris- 
Radierung (A.Geipel) zu 3 Mk. 











ander Kanoldt- Karlsruhe: ı guter Holz- 
schnitt. Hanns Beyer-Preusser, Magde- 
burg, ı Steindruck. 
Ferner stammen neue Bibliothekzeichen 
von den neuen Exlibriszeichnern: 
München: Hermann Ebers, Zügel- 


Br, 


N; 2 E = Kl Nav 


A. Closs-Stuttgart. 


Schüler, gutes Exlibris Dr. Karl Baron Hirsch, 
mit Hirschwappen und Hinweisen auf Brauerei, 
Flösserei und Jagd; sowie das hier (S.87) wieder- 
gegebene Exlibris seines Bruders (s. Tausch- 
liste). Frau Olga Gilles*) (Dortmund), 


*) Theresienstr. 75 IIl. Gart.-Geb., Schulatelier, München 


tauscht. 


Schülerin von Ferdinand Nockher*)-München, 
zeichnete die hier (S. 58) abgebildeten Exlibris 
Gilles und Aigner ; ersteres für den Redakteur der 
rheinisch-westfälischen Zeitung in Dortmund mit 
Neue Nachrichten 


origineller Idee: fliegen 


durch den Telegraphen in die Feder des 


Redakteurs, der dann die Zeitung schreibt: 


SS 


letzteres ein einfaches und gutgezeichnetes 


Blatt für einen bayerischen (Edelweiss Arzt 
(Medizinflasche), ein sehr passendes „signum 
bibliothecae doctoris medicinae“. 

Berlin: Karl Oehne: Schön gezeichnetes 
mit Seelandschaft 


Exlibris Elisab. Schneider 


*, Tüchtiger Lehrer der Münchener bekannten graphischen 


Schule von Johann Brockhott. 











Fritz Arbeit*), 
Doeplerschüler, dessen beide gutgezeichnete Ex- 
libris Heiss, Porträt, und Lüders hier (S. 88) ab- 
gedruckt sind. Willy Dressler, Emil Lettre, 
Getrud Andrews, 
Hans Flato; Margarethe von Wernsdorff, 
Gross-Lichterfelde, W.Schroeder-Tegel:je 1. 


und Melodie nebst Lyra. 


Kunstgewerbeschülerin, 


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M. Rheude-Roda. 


C. Münch und Luise 
gute, 


Stuttgart: 
Sehr gefállige Exlibris - 
zeichnungen; Willy Planck, Karl Fuchs, 
Kunstgewerbler. 


Wagner: 


Dresden: Freiherr 


von Schlip- 
penbach 3 sehr gute Exlibris, 1 mit vor- 





*) Für Exlibris-Zeichnungen zu empfehlen ; Berlin W. 35, 
Liitzowerstrasse 83. 














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v. L. Kozma-Ofen-Pest. 





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v. H. Ebers-München. 
















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Fr. Olga Gilles-Dortmund-München. 








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v. Fr. Arbeit-Berlin. 


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trefflicher Flusslandschaft, 1 mit einem Schreib- 
raum und I stimmungsvolle farbige Stein- 
zeichnung, italienische Seepartie mit Felsen 
und Bäumen. 
gutgezeichnete. 
mentale. Frau Sofie Rudert-Fikentscher 5; 
Gertrud Schäfer: Elisabeth Schónleber; 


William Hagelien, 


Erna Bercht 5 durchweg 
Siegfried Meinhold 2 orna- 


früher Architekt nun 


Sänger. 


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4 


MARGARETHE DORÉN 
S EXUBRIS E? 


v. G. Dorén-Hamburg. 
Albert Andresen und Kurt Springer, 
Lithograph, Leipzig, dieser 3, davon ein technisch 
sehr guter Kopf nur in Licht und Schatten. 


89 


5 von denen (Fr. Steibing) in Farben 
besonderes Talent verrát; Glaskelch mit Rose. 
Agnes Meyerhof (3), Dr. Otto Schulz e 
Architekt, und Heinz Wetzel, alle 3 Frank- 


turt a. Main. 


I 


Ein sehr guter Exlibriszeichner ist Gustav 
Dorén- Hamburg, von dessen 8 Exlibris ich 


- hier (S. 89) das von Margarethe Dorén wieder- 


gebe. Geborener Schwede, ist er nach kunst- 
gewerblichen Studien in Kopenhagen, Hamburg, 
Köln, Düsseldorf 1883 


Hamburg, wo er ein stark frequentiertes Atelier 


und Paris seit in 


für dekorative Malerei, Kunstgewerbe und 





v. A. Meyrhofer-Davos. 


Raumkunst hat: seine Exlibris sind teils Sil- 


| houeten, teils- farbige Zeichnungen; ein Blatt, 


K. Nevian- Leipzig, 2 stark dilettantische. ` 


EI 


Gertrud Caspari-Chemnitz, 3: 
Kinder-Exlibris dieser Nummer). 
mann - Gross - Deuben 1. 


(s. 
Max Salz- 
Dietrich 


Leipheimer- Darmstadt 4, die ausgenommen 


Hans 


I mit verfehlter Heraldik, sehr gut gezeichnet ` 


sind (1 Ornament, ı Landschaft, ı mit Maske 
und flottem Ornament). 
Erwin Heinrich (Pforzheim) 








Artikel ` 


Willi O rt- Nürnberg. ` 
-Karlsruhe, | 


Berghaus (redend, Haus auf Berg), ist besonders 
ansprechend. 

Felix Weckeiser- Hamburg. Ludwig ten 
Hompel, Kunstgewerbler, Düsseldorf. 


Österreich: Rudolf Junk, vortrefflich 
wirkender farbiger Holzschnitt Dr. H. Roet- 
tinger, (5 Holzstöcke), Stadtinneres ohne und 
Adalbert 
Professor, interessantes 
den Schriftsteller J. J. David, 
Hans Pellar, 
Lithographie in Gold und Grün Olga Saar. 
Kamilli: 3, 


mit Blatt- und Blumenumrahmung. 
Franz Seligmann, 
Exlibris 
Mann mit Fackel vor Sphinx 


für 


Paula Mizzie Klimesch - 





— go — 


Klosterneuburg; Eduard Bertel-Salzburg; | Schweiz: H. Hinriksen und Fritz 


Josef Mareh- Prag, je 1. | Widmann-Zürich; Edmund Rudin, Lehrer, 


Ungarn: Ofen-Pest: Arpad Basch ` Arlesheim; Carl von Salis, Schweizer, Genua, 


sehr gutes, mit Schneebergen, Eismeer und | je 1. Artur Meyrhofer, Architekt, (Zürich-) 





v. A. Meyerhofer-Davos. 


Bruno Abos, Victor Olgay, C. Bicserdy, | studierte und zeichnerisch Autodidakt ist; von 


Eisbáren, fúr den Redakteur Dr. Agai Bela; | Davos, der in Stuttgart, Bremen und Dresden 
György Bohuska, Michael Bodoz, C. | seinen bisherigen 5 gutmodernen, geschickt 
Servei, Elek Fahcs, alle je t. Julius | gezeichneten Exlibris bilde ich hier die beiden 


Bauer-Vogel-Versecz 2. | Kunze'schen (s. Tauschverkehr) ab. 





III. Aus Dilettantenkreisen: 


Irmgard von Selle-Charlottenburg, 
Martha von Kameke-Friedenau, Radierung, 
Bodo 


Major Walter von Eberhardt-Spandau, mit ` 


Oberleutnant von Bose- Altona, 
Blick auf das Forum zu Rom, Major Quirin 
Brassart-Spandau, Batteriestube mit Blick auf ` 
Koln, 


stein, 


Leutnant Alexander von Branden- ` 


Neuulm (s. Tauschliste), mit Burg | 
Brandenstein bei Elm, Marie Stern, Frankfurt 
Musik - Exlibris, 


Dölker, Primaner, Stuttgart, talentverheissendes 


| 
a. Main, Radierung; Franz | 
| 
Exlibris mit Schwarzwaldhaus und Stechpalme. 
Hans Arnthal, Rechtskandidat, Riel. 
Arthur von Lenz- Wien, eigenes, sowie 
das für Irma Hoffmeister-Wien, welche beide 
Exlibris, gleich dem John Schuberth’schen in | 
Ritter 
Fahne vor Burg, aus der Gartenlaube 1900 


Stockholm, ein gleiches Motiv, und | 
aufweisen; Hauptmann Printz-Wien; Natalie ` 
v. Goldschmidt- Wien; Walter Schiller- | 
Wien, Primaner, 3. 

IV. Ausland: | 
Nevile R. 
2 gute Radierungen, 


England: Wilkinson, 
Graham Johnston, 
gute heraldische Exlibris; Miss Mary Lawson. 

Amerika: John W. Spencelev 2, | 
William Edgar 10, 


Elwood 2, James H. Fincken 2. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Fisher Marguerite 


Einige Exlibris von Helene 
Moller. 


Den Zeltschrift 


ich 3 wohl noch weniger bekannte Exlibri> 


Lesern unserer möchte 


mit einigen Begleitworten vor Augen führen. 
Man mag wohl erkennen, dass die 3 hier 


abgebildeten Exlibris von einer Dame 


Se” 


zeichnet sind; zwar nicht Berufskúnstlerin 


schuf sie gleichwohl in gefälliger, künstlerischer 


Form und ohne ihre zarten Schöpfungen zu 
überladen, 
Blätter, 


dienen; dazu gehört insbesondere, 


wie das heute so oft geschieht, 


welche recht wohl ihrem Zwecke 


dass em 


Exlibris auch den Namen des Besitzers in 
deutlicher und  leserlicher Schrift enthält. 
Wenn Manchem vielleicht die Inschrift des 


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einen Exlibris: „Dr. Alfred Möller“ etwas zu 
wuchtig erscheinen mag, so mag hier bemerkt 
die Bücher eines Gelehrten in 


sein, dass 


viele Hände wandern und deshalb ein deut- 


liches Besitzzeichen brauchen; leider werden 
in gänzlicher Verkennung solchen Zwecks oft 
die unglaublichsten Schriftvoroben angewandt, 
wenn sie nur „stlvoll® sind; womöglich „er- 
findet“ jeder Künstler ein neues Alphabet. 
Der auf diesem Exlibris zur Darstellung 
gebrachte Pilz wurde von dem Besitzer dieses 


Blattes, Prof. Dr. Möller-Eberswalde (kgl. 





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Ar Exli bris des | 


q Karl ¡7 ‘ Wilke, 


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ı und 2: v. Frau Prof. H. Möller, Eberswalde. 


























Forstakademie) in Brasilien eingehend unter- 
sucht und ist eine grosse botanische Merk- 
wúrdigkeit. 

Fucksien sind die Lieblingsblumen des 
Besitzers und werden von ihm mit Vorliebe 
gepflegt. Die Koniferenzapfen weisen auf die 
forstliche Beschäftigung des in Fachkreisen 
wohlbekannten Mykologen hin. Das Exlibris 
hat die Zeichnerin für ihren Gemahl im Jahre 
1900 gefertigt, ein weiteres, das einer Er- 
klärung kaum bedarf, 1898 für den Rechts- 
anwalt Karl Wilke in Berlin. Für ihren 
eigenen Gebrauch hat Frau Helene Möller, 
geb. Soenke, ebenfalls ein Exlibris gezeichnet. 
Das Frankfurter Stadtwappen weist auf ihren 
Geburtsort hin, die Maiblumen (symbolisch 
gebraucht für den Geburtsmonat der Besitzerin) 
sind ihre Lieblingsblumen und bilden mit den 
breiten Blättern einen wirksamen Gegensatz 
zu den feinen Umrissen der Hängebirke. 


Leider konnte hier in der Zeitschrift das 
Wappen nicht in Farben wiedergegeben werden. 


Frau Professor H. Möller in Eberswalde 
tauscht die Blätter ihres Gemahles und ihr 
eigenes und bittet um Tauschangebote. 


Dr. Wilhelm Graf zu Leiningen- 
Westerburg. 


Kinder-Exlibris. 


Die Anwendung von Kinder-Exlibris ist 
bei uns noch ziemlich selten; am häufigsten 
trifft man sie wohl noch, soweit meine Be- 
obachtungen reichen, in England und Amerika. 
Das mag darin seinen Grund haben, dass 
man in England mehr Bücher kauft, als ın 
anderen Ländern. Man sollte jedoch den 
Kinder-Exlibris viel mehr Beachtung schenken, 
als dies bisher geschehen ist; denn der ,er- 
zieherische Wert“ der Kinder-Exlibris ist sehr 
hoch zu schätzen. 


93 


Die Kinder erfassen den Zweck eines 
Exlibris sehr schnell. Zunächst wissen sie, 
dass die Bücher durch ein Exlibris als ihr 


Eigentum kenntlich gemacht werden; bei wert- 





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» Dies Bueh gehoort 
‘ Werner Ublich. | 


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v. Frl. Gertr. Caspar, 


losen Sachen wäre dies nicht nötig; aber 
Bücher sind wertvoll und müssen ausserdem 
gut gehalten werden. Sind die Bücher der 
Kinder erst mit Exlibris versehen, so ist das 
nächste, dass sie auch nummeriert und ge- 
ordnet aufgestellt werden. Jedes neue Buch, 


das das Kind mit „seinem“ Exlibris schmücken 
Die Liebe 
für Bücher wird beizeiten geweckt und das 


kann, wird mit Freuden begrüsst. 


Kind spielend zur Ordnung erzogen. 


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v. Frl. Gertr. Caspari. 


Wie 
beobachtet habe, wird auch durch die Kinder- 


ich bei meinem eigenen Knaben 
Exlibris der Sinn für Familiengeschichte ge- 
hoben, der leider in unserer schnell-lebenden 
Zeit zu viel vernachlässigt wird. Das 
Kind sieht das Exlibris des Vaters, des Gross- 


vaters; seine eigenen Bücher tragen auch ein 


viel 


94 





Exlibris; das Kind sucht den Zusammenhang 
zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zu- 
kunft und findet ihn, da es etwas Greifbares 
hat; es lernt das Alte, Ererbte würdigen und 


_ schätzen, dagegen empfindet es, dass es für 





| zialität besonders 


das eigene Besitztum schon jetzt einer zu- 
künftigen Generation verantwortlich ist. 
Wenn das Kind Interesse an den Exlibris 
gefunden hat, ist auch bald ein gewisses Kunst- 
wer sein Exlibris 


interesse da. Es weiss, 


- entworfen hat und es wird bald unter väter- 


licher Anleitung die Namen anderer namhafter 
Exlibris-Zeichner und vielleicht gar ihre Eigen- 


arten kennen lernen. Natürlich muss darauf 


| geachtet werden, dass der für Kinder-Exlibris 
- gewählte Stoff auch für Kinder verständlich 


ist. Wir geben heute zwei Kinder-Exlibris 
wieder, die von Fräulein Gertrud Caspari 


Dresden-Bühlau*) entworfen sind. Fräulein 


| Gertrud Caspari, die durch ihre im Voigt- 


länderschen Verlage erschienenen Kinderfriese 
(Entenliese, Geburtstagskuchen, Gesangverein) 
berühmt geworden ist, scheint für diese Spe- 
Ihre 
Buntdruck 


berufen zu sein. 


bisherigen, für  lithographischen 


berechneten Blätter sind: 


I. Werner Uhlich, Knabe auf Rasenhügel, 
im Buche lesend, 


2. Lotte Uhlich, Mädchen, zwei Enten 
aus einem Buch vorlesend, 
3. Mädchen mit Buch und Katze, 
von denen hier I. und 2. abgebildet sind. 
Chemnitz. William Uhlich. 


Alberto Martini, 


27 Jahre alt, in Treviso im Venezianischen 
geboren, ist ein talentvoller Künstler, der zu 
den schönsten Hoffnungen berechtigt. Mit 


grossem Fleisse und seltener Ausdauer, hat 





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so M. 


Bautzenerstrasse 26. Preis der farbigen Zeichnung je 














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Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 2. 


Aus der Universitäts-Bibliothek Upsala. 


Exlibris Wolfgang Gwárlich, lic. jur, von e. 1530. 


Druck von C. A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz. 








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Gees u a E 


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er äusserst fein ausgeführte künstlerische Ar- 
beiten, auf dem Gebiete der Buch-Illustration 
geschaffen. 

Der modernen Realistik ist er völlig fremd 
geblieben; er lehnt sich mit Vorliebe der 
Schule alter Meister an. 

Satire und Heiterkeit charakterisieren seine 
Werke, dennoch findet 


Darstellungen bei ihm. 


man auch, ernste 


Seine erste Serie von 14 Zeichnungen, 
unter dem Titel „La corte dei miracoli“ war 
in Venedig, später in Rom ausgestellt. 

„Il poema del lavoro“, hiervon 2 Serien. 


waren in Turin, Rom, Berlin, Venedig, 
St. Louis, (im vorigen Jahre) und in London 
ausgestellt und fanden namentlich in letzterer 
Stadt grossen Beifall. 

Ausserdem Illustrationen zu der „Divina 
Commedia“. 

Seine beste Kraft legte er in 130 Zeich- 
nungen zur „Secchia rapita“; darauf ver- 
wendete er jahrelange Arbeit; sie befinden 
sich noch gegenwärtig in der Galleria d'arte 
moderna in Rom. — Seine letzte Arbeit sind 
der Buchschmuck und die Zeichnungen zu einer 
eben bei Lombardo in Mailand erschienenen 
italienischen Übersetzung, der Comödien des 
Terewhius. 

Auch einige Exlibris stammen von Martini 
und zwar für: 

Arthuro Calautti, 
Vittorio Pica, 
Antonini (Verleger), 
G. Rovetta (Schriftsteller), 
A. Fogazzaro e 
Sein eigenes und noch einige Andere, 


die jedoch meist noch nicht gedruckt wurden. 


Valerie Brettauer. 


Verschiedenes. 


I. Das hier auf der Beilage abgebildete Ex- 
libris Gwärlich, deutschen Ursprungs, befindet 


juris. “ 


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sich in einer Inkunabelder Universitäts-Bibliothek 
Der handschriftliche 
Vermerk lautet: „Wolfgang Gwärlich licentiat(us) 
Nach gef. Auskunft des Herrn G. R. 
H- A; Seyler 


Namens, die eine 


zu Uppsala in Schweden. 


giebt es 2 Familien dieses 
in Augsburg (vgl. Augs- 
burger Hochzeitsbuch, S. 12, not. 26) mit 
Silber, — 


die andere 


schwarzem Einhorn in die hier 


also nicht in Betracht kommt; 
in Österreich, aus der Hieronymus und 
Jakob Landsassen daselbst waren; nach Heyer 
ist deren Schild „quadriert‘“; sonst ist nichts 
beiden Brüder 


12. April 1532 in Regensburg die Bestätigung 


angegeben; die erhielten 
des rittermässigen Adels und Wappens durch 
Kaiser Karl V. Quadriert ist ja der Schild 
des Exlibris-Wappens; ob es sich aber hier 
handelt, 


konnte noch nicht festgestellt werden, mangels 


um diese österreichische Familie 
jeglicher Angabe der 4 Felder des ,,quadrierten“ 
Vielleicht sucht eines 
Mitglieder 
ich auf die Zeit von etwa 


(gevierten) Wappens. 


unserer Österreichischen weiter. 
Das Blatt taxiere 
1530. Uber den Meister dieses interessanten 


Holzschnittes lässt sich leider auch nichts 


Genaues sagen. 


II. Die „Zeitschrift für Bücherfreunde‘“ brachte 
im IX. Jahrgang, Heft 11 einen Artikel von 
Dr. Leopold Hirschberg ın Berlin über den 
trefflichen Dichter, Zeichner und Komponisten 
Franz Grafen Pocci in München und Ammer- 
land, kgl. bayrischen Ceremonienmeister, 
Hofmusikintendanten und Oberstkammerer 
ES en HLE 1807, 7:7, Var 1870), 


den vielen reizvollen Abbildungen dieser Mono- 


Da unter 


graphie die vom Genannten selbst radierten 


Bibliothekzeichen fehlen, seien sie hier — 
zumal allgemein nicht bekannt — nach 
meinen Exemplaren wiedergegeben. 

1. Albertine Gräfin Pocci, geb. Gräfin 
Marschall auf Burgholzhausen; Gattin des 
Künstlers; mit dem Poccischen Wappen 
(Säule, Halbmond, Ahren) und dem dem 


Grafen Franz 
Das 


früher Jugend dar; e. 


gehörenden Hund 
stellt die Besitzerin in 
1800. 
2. August Graf Marschall auf Burgholz- 


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lesende Kind 


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hausen, Schwager des Künstlers; mit dem 


Wappen (2 Schafscheeren) und der Jahres- 
zahl 1859. Das Kind stellt den Grafen Friedrich 
Pocci, Franzens Sohn, dar. 

Beide (sehr seltene) Exlibris zeigen die 
Manier ces und 


feine grossen Zeichners 


seiner Zeit. 


die 
In dem von gen. Firma ausgegebenen Muster- 
heft ist 


Fraktur hinzugefügt, gut dazu passen. 


auch ein Probe-Exlibris ab- 
gebildet: ,,Wilhelmina Schliemann“ (fingirter 
Name), das ein Anwendungsbeispiel aus der 
neuen Probe der Breitkopf-Fraktur und auch 
von Heinrich Vogeler gezeichnet ist; Blumen- 
vase vor Büschen. 

V. Da ich stets zu vermitteln suche, dass 
bessere Exlibris-Sammlungen nicht dem grau- 


samen Loose nüchterner Versteigerung und 





v. Franz Graf Poca. 


HI. 


weise 


Eine eigenartige neue Herstellungs- 
Exlibris schuf Herr Hoflieferant 
Heinrich Hinzmann - Hannover, (kl. Wall- 


von 


strasse 2, I; tauscht), der Exlibris mit der 
Der 
mit weisser Tinte beigefügt, 


sog. Oeser-Folie druckte. Name ist 
handschriftlich 
Ornament und Mädchenkopf auf der Buch- 
bindervergolderpresse auf heissem Wege auf 
dünnes Lederpapier gedruckt (grün, hellblau, 
lila, hellbraun, dunkelbraun, rosa, rot). 

IV. Die rühmlich bekannte Rudhardsche 
Giesserei der Gebrüder Klingspor in Offen- 
bach a. M. gab eine neue „Breitkopf-Fraktur“- 
Schrift heraus, die dem Originalschnitt von 
Johann Gottlieb Immanuel Breitkopf (1719 
bis 1794) nachgebildet ist und sie vervoll- 
ständigt; zur gutlesbaren gefälligen Schrift hat 
Heinrich Vogeler-Worpswede Buchschmuck- 


ornamente und Vignetten im Charakter der 








v. Franz Graf Pocci. 


pietátloser Zerstreuung anheimfallen, ist es 
mir im Februar gelungen, eine, 452 alte 
Exlibris zählende, süddeutsche Exlibris- 


Sammlung, die aufgegeben wurde, unserem 
Mitgliede Herrn Dr. Georg Burchard in 
der 


vereinigte. 


sie mit seiner 


Die 
genannte enthielt viel Gutes und Erstklassiges. 


Karlsruhe zuzuführen, 


eigenen Sammlung erst- 

VI. Zwei neue Universal-Exlibris sind 
in den 2 Verlagswerken von Bard, Mar- 
quardt € Co. Berlin W.; 1. In Henkel: 
„Mein Lied“, gezeichnet von F i d us (Hóppner), 
nacktes Mädchen in der Blüte einer Wasser- 
pflanze vor einem grossen Blatt der letzteren 
„Dies Buch gehört“; Gold- 


druck, 1905. 2. In Oskar Bie’s „Der Tanz“ 


knieend; oben 


gezeichnet von Karl Walter; 2 Hellebardiere 
der Rokokozeit halten an einem Torgitter mit 
einem 3-Lilien- Wappen Wacht. Golddruck, 1905. 


VII. Exlibris-Spruch: Das Exlibris des 
Münchener Malers Fritz Scholl, gezeichnet 
1905 
hat folgenden Spruch: ,So du etwas borgest, 


von ihm, eine Teufelsfratze zeigend, 


gieb es zurück bey Zeyten, auf dass du nit 


des 7 7 + werdest, der den Menschen nach- 
stellet und uebler Laun ist allerwegen“. 


VIII Unsere Leser wird es interessieren, 
zu erfahren, dass unser berühmter Heraldiker 
und Exlibris- Meister Otto Hupp- Schleiss- 
heim bei Gelegenheit der Feier des Geburts- 
tags Sr. K. H. des Prinzregenten Luitpold 
von Bayern am 12. 111. 1906 von Letzterem 
zum kgl. Professor ernannt wurde. Hupp, 
der bekannte Zeichner des weitverbreiteten 
Münchner u. A. bei 


Reichstagsgebäudes 


Kalenders, war der 


Auschmückung des in 
Berlin, des Nationalmuseums ın München und 
jüngst erst bei der der Kaisergräber iın Speyrer 
Dom beteiligt. 

IX. Herr Landesgerichtsrat Eduard Dill- 
mann hat leider 
die Redaktion 


reichischen Exlibris- Gesellschaft 


Arbeitsüberlastune 


CH 


wegen 
der Publikationen der öster- 
niedergelegt 
und nur die Stelle des Vice-Präsidenten bei- 
behalten. 

X. Wenn auch Lesezeichen (-- Buch- oder 
Merkzeichen) keinenfalls mit Bibliothekzeichen 
verwechselt werden dürfen, so sei hier doch 
ein solches kurz erwähnt, da es durch Bei- 
gabe des Wappens und Namens des Buch- 
besitzers einen Eigentumsvermerk trägt, somit 
auch gleichzeitig Bibliothek- oder Besitzzeichen 
Es Mitglied, 
August F. Ammann, Schloss Seeburg b. 


ist. gehört unserem Herrn 


Kreuzlingen, Schweiz, und 
von Herrn Professor Ad. M. Hildebrandt- 


Berlin 1906 gezeichnet: Längliches Format; 


auf einem Aufbau von Obst- und Blitter- 
geschmiickten Ornamenten, oben der Am- 
mannsche Wappenschild, in der Mitte der 


für Bücher gut passende, auf Exlibris wieder- 
holt angewandte Spruch „Inter folia fructus“, 








ist sehr gefällig ` 


| 


unten „Lesezeichen von Aug. F. Ammann“ 


nebst Monogramm „A. F. A.“ Der Besitzer 


lässt von diesen Lesezeichen je I in jedes 
Diese Sitte der 


Verbindung von Lese- und Bibliothekzeichen 


Buch seiner Bibliothek legen. 


mit ihrer künstlerischen Ausführung ist durch- 
aus empfehlenswert. 
XI. Zu den in XVI. 1. S. 50--51 (unter 


IV.) genannten Plagiaten von Exlibris ist 
ein neues zu nennen: Das Exlibris Victor 
Weinwurm in Prag, gezeichnet von dem 
Architekt und Maler Ernst Fluss- Prag. 


Das gen. Blatt zeigt vorn einen Genius der 
Vernichtung mit Schwert und Totenkopf neben 
sich, welch Ersterer einen hinten befindlichen, 
schlecht gezeichneten Stoss Bücher anzúndet. 
Alles auf einem grossen Folianten mit latei- 
Der Teufel 


und Totenschädel, genau in derselben Stellung 


nischem Spruch. samt Schwert 
und Gruppierung (!.), ist „entnommen“ aus 
Bilde „Geschichte“ 
Gerlach und Schenk’s „Allegorien und Em- 


dem Franz Stuck’s aus 


bleme“, Tafel 55a! 

XII. Preise. Im Katalog XXXI. von Franz 
Meyers Kunsthandlung in Dresden sind fol- 
sende Exlibris bzw. Wappen angeboten: 

No. 110: Wappen (-Exlibris) des Hans 
Sebald Bcham, v. ihm. klarer Abdruck, 80 Mk.! 
187: Wappen (-Exlibris) Hektor Poemer v. 
A. Dürer, 45 Mk. 


201: Wappen der Löffelholz v. A. Dürer 
15 Mk. 

205: Wappen des Maurus v. A. Dürer 
6 Mk. 

206: Wappen Staiber v. A. Dúrer 12 Mk. 


XIII. Unser bekannter Graphiker, Herr 
hatte März 
1906 gelegentlich der Vollendung seines 100. 


Bruno Héroux- Leipzig im 
Blattes im Leipziger Kunstverein eine Sonder- 
ausstellung seiner graphischen Arbeiten ver: 
Über- 


Hierbei waren 


anstaltet, die einen sehr interessanten 


blick über sein Schallen gab. 


auch 42 Heroux'sche Exlibris — wohl 


sein ganzes bisheriges Exlibriswerk -— mit aus- 
gestellt und zwar durchgängig ın signierten 
auserlesenen Künstler- bzw. Vorzugsdrucken, 
von denen viele „Einfälle“ am Rande trugen. 
Die Exlibris 


Blättern in Rahmen; vertreten waren die ver- 


waren gleich den anderen 


schiedensten Herstellungsverfahren: Holzschnitt, 
Radierung, Stichradierung, Lithographie, nach- 





Schriftsteller rühmlichst bekannt und gewann auf 


geschnittene Ätzung, Aquatinta. Sein I. Blatt 


datiert vom 16. Februar 1900, sodass er bis 
zum 100. nur 6 Jahre brauchte; eine respektable 
Leistung! Ehrende und sehr günstige Besprech- 
ungen standen über Héroux's-Werk bei Ge- 
legenheit dieser Ausstellung in den „Leipziger 
„Neusten Nachrichten" v: 27: HL ot, 7; Ber 
lage, von G. Wustmann, im „Leipziger Tage- 
blatt“ v. 19. III. op, Abend-Ausgabe, Haupt- 
blatt, von Dr. G. B., in der Leipziger Zeitung 
v. 26. III. 06, von Dr. Ludwig Weber und 
in den Chemnitzer 


18. EM. DO 
Zu gleicher Zeit, 


Neusten Nachrichten v. 


März 1900, waren in 


der Kunsthalle P. H. Beyer & Sohn, Leipzig. ` 


umfassende Ausstellungen der graphischen 
Arbeiten von Willi Geiger- München-Rom, 


und Julius Nitsche-Leipzig, bei denen sich 


zahlreiche Exlibris dieser beiden Künstler 
befanden. 
XIV. An weiteren Exlibris - Ausstel - 


lungen sind geplant: Eine solche im Passauer 
Kunst-Verein (Sommer 1900, eine Ausstellung 
alpiner Exlibris in München und eine in Ofen- 
Pest (Mai 1906) von Seiten der Liga des 
Kinder - Schutz - Vereins zu Wohlthätigkeits- 
zwecken. 

XV. Ein bekannter 


chemaliges Mitglied 


Exlibrisbesitzer und 
unseres Exlibris-Vereins 
ist jüngst zur grossen Armee abberufen worden: 
Der 
Anton Reisner Freiherr von Lichten- 
stern in München, 


kgl. bayrische Generalleutnant 


der am 30. März 1848 
geboren, am 9. April 1000 verstarb. 


Inhaber des eisernen Kreuzes, als Militär- 


Karl, 


Er war | 


die Schiessausbildung der deutschen Infanterie 
einen nicht zu unterschätzenden Einfluss, der in 
der neusten Schiessvorschrift erkennbar hervor- 
tritt. Sein vom verstorbenen Hof-Graveur 
Max Gube- München radiertes Bibliothek- 
zeichen (a. Schwarzdruck, b. Gründruck) ist 
hier nach meinem Exemplar abgebildet; man 








E 


GB: 
we) 


Karl Anton Keis ner Brbhrr 
von Sithblenstern 


v. M. Gube-München. 





sicht, dass es nach bestem alten Vorbild des 
15. Jahrhunderts ausgeführt ist. Das Wappen 
redend: 
Max Gube hat auch 


für Freifrau Lili von Lichtenstern, geb. Freiin 


ist in seinen beiden Hauptteilen 


Reis und lichter Stern. 


von Ehrenfels, die Wittwe des Obengenannten, 


ein Exlibris in 2 Grössen radiert: Eule mit 
Palette und Pinseln nebst Lorbeerzweig (Rot-, 
Braun- und Gründruck). 

XVI. Em. Pauletfilset Guillemin, 
Paris, gaben wieder einen Katalog der Ex- 


librissammlung „E. P.“ heraus, die Exlibris des 








17. und 18. Jahrhunderts enthält 
Q. 10. April 1906 
311 Einzel-Nummern, 37 zu je 10—15 Stück, 
15 Exlibris-Bücher- und -Schriften; 14 Ab- 
bildungen von 


und am 


und versteigert wurde. 


selteneren französischen Ex- 


libris. 
XVII. Wieder kam eine grosse englische 
die des y 
Mai 


umfasst 


Exlibrissammlung zur Auktion, 
Mr. Julian Marshall-London ; 
1900. 
245 Seiten mit 1059 Nummern, 


23.— 31. 
Der umfangreiche Katalog 
deren jede 
eine Reihe von einzelnen Exlibris (von 10 
bis zu 178 Stück) enthält; auch 53 Bücher 


u. a. kamen zur Versteigerung, alias Ver- 
schleuderung. 
XVIII. Im Nachtrag zur Mitteilung in 


Exlibris-Zeitschrift XVI. 1. S. 53, No. XVI 


bezüglich der Schweizer Exlibris-Zeitschrift | 


melde ich, dass diese nach jüngst mir zu- 


9 


9 


darin 6 Exlibris-Abbildungen Pankok, Mercv, 
O. E, E. O, L. M., Dr. Neumann. 
Ebenda VIII. S. 449: Exlibris 


po 


2. 


/° 
Gustav Schmoll von Eısenwerth von Karl 
Schmoll von Eisenwerth-München. 
3. Ebenda, VIII. 12. S. 726: 1 Ex- 


libris v. Willi v. Beckerath-München. 
4. Ebenda IX. Abbildungen der 
2 Exlibris-Radierungen a) anonym, Paar auf 


I.: 





Bank unter Baum (Victor Singer), b) Ida 


Perutz, beide von Heinrich Vogeler-Worpswede. 


pæ 


Dekorative Kunst (Bruckmann- 


D: 
München) IX. 1: Im Sonderartikel über Alois 
Kolb - Magdeburg dessen Exlibris Werner, 


Hannah Kolb, Dr. R. v. Töply, H. v. Hof- 
mannsthal, R. Troplowitz abgebildet. 
6. Die Kunst (München), VI. o. S. 


410: Anonymes Exlibris, gezeichnet von Franz 





gegangener Mitteilung nun unter dem Titel | 


für Exlibris- 
Sammler und Bücherfreunde, jährlich vier- 


„Buchkunst“ Zeitschrift 


mal erscheint, für die Schweiz 12,50 fros. 
und für das Ausland 15 frcs. 


Porto) kostet. Bestellungen auf Abonnements 


und Inserate sind zu richten an Fritz Am- ` 


Silhof- 
den Drucker und Verleger der 


berger vorın. David Búrkli, Zúrich, 


strasse 12, 
Zeitschrift; 


in Kappelen (K. Bern), Schweiz. 
K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Exlibris-Litteratur 1905.5 


(Vgl. Exlibris-Zeitschrift V. S. 125, VII. 
68, VIII. 63, X. 17, XI. 28, XII. 39, XII. 
42, XIV. 95, XV. 51)**). 

I. Deutsche Kunst und Deko- 
ration (Koch-Darmstadt) VIII. 6. S. 371; 
Artikel v. Dr. H. W. Singer über E. Orlik, 


*) Ergänzungen stets willkommen ! 
**) Weiteres siehe unter „Litteratur“ jeder Nummer. 


(einschliesslich | 


Wilhelm Voigt-Dachau. 

7. Moderne Kunst (Berlin) XX. 2: 
Exlibris Georg Poensgen von Eduard von 
Gebhardt-Dússeldorf. 


8. Monatshefte für graphische 





Redakteur ist Pfarrer L. Gerster ` 


Kunstgewerbe (Flemming - Glogau) III. 
H. Vogeler-Heft, S. 116: Exlibris Valerie 


fa e 


/ D 
Brettauer. 

o. Uber Land und Meer 95, 3: 
Exlibrisradierung (Reproduktion) Marie 


Vogeler v. H. Vogeler. 





10. Jugend (München), 1905, No. 10, 
SG 186: Humoristisches Exlibris Franz Kossuth 
A Arpad Schmid- 


hammer. 


cemeinsame 


Ru Armee“) 


vV. 
11, Weltspiegel (Berlin) 1905, No. 


> 


36 v. 4. Mai: 2 spanische Exlibris Gustavo 
Gili v. Jose Triado, und Jose Marti Monso 
E. Verela. 

12. Die Modenwelt XAXX. (Berlin) 


13 v. I. April 1005; 


v. 





4 


Hinweise auf Exlibris 


| und Exlibrissammeln. 


13. Frauen-Rundschau, (Berlin) 
VI. 17, 2!/, Seiten über Exlibris der Firma 
, Stolle- Harzburg und Fr. Mechtild Busch- 


mannn-Czapek-Múnchen, mit 10 Bilden (8 


bezw. 2). 

14. Sonntagsblatt für Deutsch- 
lands Frauen (Berlin) 1904— 5, Heft 32, 
S. 593: Exlibris Sr. M. Schiff „Berlin“, 
Martha Fechner-Berlin. 


v. 


15. Deutsche Gaue (Verein Heimat 
Kaufbeuren) V. 10. S. 256. Neue Biblio- 


thekzeichen mit 6 Abbildungen der Exlibris ` 


Böck, Guggemos, R. Wiebel, Luschka, Dimmler, 
Frank. 


I OO 


| 


22. Ebenda, No. 34 v. IO. 2. 1905, 
S. 1412: Erwáhnung dreier Exlibris O. Gmelin, 
M. Waldbauer und C. Berkhan. 

23. Ebenda, No. 66 v. 20. 3. 1905, 
S. 2732: Bericht v. 
Vortrag des Buchhändlers Oscar Leuschner- 


E. Dillmann über den 


Wien über Alois Kolb und seine Exlibris, in 


- der österreichischen Exlibris-Gesellschaft Wien. 





16. Ebenda VI 4, S. 71: Neue 
Bibliothekzeichen, mit 8 Abbildungen der ` 
Exlibris Wagner, Ludw. Stóttner, Seilbeck, 


Burger, Schmid, Görler, Fronhofer. Seite 76: 
Anregung und Vorschláge zu Wappen und 
Exlibris mit Preisen. 

17. Neue Blátter aus Leipziger 
Státten fúr Kunst und Gewerbe 
(Breitkopf & Hartel, Leipzig) II. 1. S. 2—6: 
Rúhmender Artikel Dr. Ludwig Weber's úber 
„Leipziger Exlibris v. Bruno Heroux“ mit den 
Exlibris-Abbildungen C. Seffner, R. Giesecke, 
R. Volkner und Bibliophilen-Abend. 

18. Deutscher Buch- und Stein- 
„Eine Werk- 
Stolle und der 
Fr. Gille; mit 
g Abbildungen von Exlibris H. Nernstscher 


Zeichnung. 


drucker, 1905, S. 318—322: 
stätte für Atelier 
Zeichner Heinrich Nernst, v. 


Exlibris ; 


19. Deutscher Herold (Berlin), 
XXXVI. 2 „Heraldik auf Exlibris“ v. K. E. 
Graf zu Leiningen-Westerburg-München, mit 
22 Exlibris-Abbildungen auf 5 Tafeln. 

20. Ebenda, XAAVI. 7. S: 130, 137; 
2 Exlibris Haak v. Martin Kortmann-Berlin. 

21. Buchhändler-Börsen-Blatt 
(Leipzig) No. 1905, S. 9082: 


Rühmende Besprechung des — meiner An- 


24 v. 30. I. 
sicht nach nicht rúhmenswerten — Exlibris- 
büchelchens von Edw. Almack „Bookplates“, 
durch H. Bruno Conrad. 


24. Ebenda, No. 132. v. 9. 6. 1905: 


auch: Frankfurter Nachrichten v. 


| 31. 5. 5 und General-Anzeiger für 


Frankfurt a. M. v. 10.6. 5, und Kleine 
Presse, Frankfurt a. M. v. 30. 5. 5., und 
Frankfurter Neuste NachricÁten 
v. 31. 5. 5.: Sámtlich: Kleine Berichte über 
die Schulz-Euler'sche Exlibris-Ausstellung im 
Frankfurter Kunst-Verein. 

25. Buchhändler-Börsen-Blatt, 


No 141 v. 21. 6. 5: Angabe von 2 Buch- 


hindler-Exlibris, W. Giers v. M. Molitor 
und H. Staadz v. W. Schulte vom Brühl. 
26. Ebenda, No. 150 v. I. 7. 5. An- 


. gabe von 3 Buchhdndler-Exlibris. 


27. Ebenda, No. 157 v. 10. 7. 3. 
Angabe von 7 Buchhändler-Exlibris. 

28. Ebenda, No. 202, vom 31. 8. 5; 
No. 258 v. 6. 11.5; No. 266 v. 15. II. 5.: 
Angabe von 8 Buchhándler-Exlibris. 

29. Zeitschrift 
freunde, (Berlin), Jahrgang 1905 brachte 
wiederholt Exlibris. 


für Bücher- 


30. Deutsche Alpen-Zeitung 
(München): V. 8. Alpines Exlibris Franz 
Kröner v. H. Zarth. 


31. Münchner Zeitung No. 45 v. 
23. 2. 1905: „Neue Münchner Exlibris“, — 
H. Volkert, R. Schiestl, J. Diez und W. Geiger 
— v. Richard Braungart-München. 

32. Die Propyläen (München) der 
MünchenerZeitung, ll. 46 v. 10. 3. 5: 
Bericht über die vom Akademischen Verein 


für bildende Kunst ausgestellten Exlibris von 


| Willi Geiger-München. 


SE IO! 


Münchner Neueste Nach- 


33: 
richten, No. 104 v. 3. 3. 5: Bericht úber 


das vorstehende (32) Thema. 


34. Ebenda, No. 229 v. 16. 5. 5: 
Erwähnung der Exlibris Michael Bernays, 
Leopold Ranke, Du Bois Raymond, Ernst 
Curtius, Hinschius, Friedr. Zarncke, Wilh. 
Scherer, Rud. Hildebrand, Bechstein, Matth. 
Lexis, sämtlich in Bibliotheken dieser Ver- 


storbenen nun in amerikanischen Bibliotheken; 
im Artikel über die Bibliothek Mich. Bernays’, 
v. Heinrich Hunz, Heidelberg. 


Tägliche Rundschau (Berlin) 
No. 125 v. 15. 3. 5.: Über das Exlibris der 
Bibliothek des Kreuzers „Berlin“. 

36. Börsen-Zeitung 
No. 138 v. 22. 3. 5.: Empfehlung der Exlibris 
des Ateliers Stolle-Harzburg. 


33: 
12 
Berliner 


37. Leipziger Tageblatt v. 7. © 


5: Rühmende Erwähnung Bruno Heroux'scher ` 


Exlibris Sonder- 


ausstellung des Leipziger Künstlervereins. 

38. Nach- 
richten v. 4. 8. 5, 185 v. O. 
17. 8. 5.: „Exlibris-Kunst 


im Leipziger Kunstverein; 


Danziger Neuste 


No. 181 
8. 5. und 192 v. 


in Danzig“ v. „Fr. Dt.“ Mitglied der Re- 
daktion“. 

39. Rheinischer Kurier v. 15. 
I. 5. und 

40. Wiesbadener Tageblatt v. 
13. 1. 5.: Kurze Berichte über die Exlibris- 
Wander-Ausstellung. 

41. Mainzer Tageblatt No. 175 
V. I, 7. 5.: „Berühmte Bücherdiebe“ v. Egon 
Nosca. 


42. Kreuznacher Zeitung No. 265 


V. 20. 1I. 5.: und 


43. General-Anzeiger, Kreuznacher 
Tageblatt No. 273 v. Il. 5.: 
über die Kreuznacher Exlibris-Ausstellung. 


+4. 
No. 297 v. 


2 1. Berichte 


Neues Tageblatt, 


Bericht 


Stuttgart, 


25. Il. 5: über 











die . 


G. A. Closs-Exlibrisausstellung bei Fritz Hoff- 
meister-Stuttgart. 


45. Kunstwelt (Lechner und Sohn, 
Wien) Heft 1: Exlibris Jos. Wünsch v. Heinr. 
Comploj-Wien. 

16. Der Salon, österreichisches Adels- 
blatt, (Wien), XIII. No. 19 v. I. 7. 5. Bericht 
über die Salzburger Exlibris- Ausstellung. 

47. Tagespost (Linz) No. 148 v. 
I. 7. 5» 

48. Tagespost 


und 

(Graz) No. 178 v. 

29. 6. 5., und 
49.Salzburger Chronik No. 138, und 
ao Salzburger Tageblatt No. 138, 

und 140, und 


51. Salzburger Volksblatt No. 
139, 141, 217 und 

52. Salzburger Zeitung No. 141 
v. 21. ©, 5. und POS v. 22.7.5 

53. Fremdenliste für Bad 
Reichenhall, 1905 No. 105. Alle: 
Berichte über die von Herrn Ph. Strasser- 


Salzburg eingerichtete Exlibris-Ausstellung im 
dortigen Künstlerhaus. 

54- 
23 58 


Reichenberger 
Bericht 
Ausstellung des Herrn Dr. Rudolf Neumann 
dort 


Februar 1905; moderne Kunst. 


Zeitung v. 


22., über die neuste Exlibris- 


im nordböhmischen Gewerbemuseum, 

55 WienerAbendpost, Beilage zur 
Wiener Zeitung, No. 78 v. 5. 4. 5. „Neuere 
Münchner Exlibriszeichner*, v. Richard Braun- 


gart-München, 


50. Wiener Deutsches Tageblatt 


No. 312, v. IL. II. 5. Münchner Brief, v. 
Richard Braungart- München, darin Be- 
sprechung Albert Welt’scher und Alois 


Kolb'scner Exlibris. 


5% Deutsche Arbeit (Prag), IV. 
10, S. 630: Gedicht der Frau Professor 
Hedda Sauer-Prag zu „Ein Exlibris von 


Vogeler“. 


35. Stockholms Dagblad, No. 130. 
B. v. 14. 3. 5.: „Om Exlibris“; kurze Be- 
sprechung der Exlibris-Brochüre des Herrn 
Hasse W. Tullberg-Stockholm, o Ab- 
bildungen, darunter Georg Barloesius’ eigenes 


mit 


St.-Lukas-Exlibris (sonst noch 5 schwedische, 
1 norwegisches, 1 englisches, 1 amerikanisches 
Exlibris). 

39. Notes sur l Estampe heral- 
dique en Allemagne et en Suisse, par L. 
Bouly de Lesdain; bibliothèque de la revue 
héraldique; Paris (8 rue Daumier); enthält 
A. I7 deutsche und schweizer heraldische 
Exlibris der Jetzzeit. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


u. 


Litteratur. 


I. Im „Journal für Buchdruckerkunst“, 
Ferd. Schlotke, Jahr- 
gang, No. 45, erschien jüngst ein sachgemässer 
Artikel des Schriftstellers Herrn Otto Schlotke, 
Gross - Lichterfelde, „Moderne Ex- 
libris“, s Exlibris (mit 


Namen) abgedruckt sind, die in Typensatz 


Gross-Lichterfelde, 72. 


über 


in dem fingierten 
mit vorhandenen Ornamenten hergestellt sind; 
im Texte behandelt der Verfasser auch diese 
„gesetzten“ Exlibris Mit 


seiner Zustimmung drucke hier einige 


eingehender. 
ich 
Sätze ab, die für Exlibrisbesteller von Interesse 
sein dürften, da hier die Erfahrung des Fach- 


mannes mitspricht: 


„Wenn der Besteller die Lieferung auf ` 


gummiertem Papier verlangt, so suche man 
Es ist für den Buch- 
drucker wenig praktisch und umständlich, — 


ihm dies auszureden. 


aber auch der Besteller wird wenig Freude 
daran haben. Werden die Bibliothekzeichen 
nicht sehr sorgfältig aufbewahrt, so rollen sie 
sich, kleben aneinander und verlieren das 
Es ist 
zu Fall 


immer besser, sie 


mit Klebstoff 


gute Ansehen. 


werden von Fall ver- 


102 


| 


| 
l 
| 
| 
| 











| 


sehen und aufgeklebt. Will man gummierte 
Papiere verwenden, von denen ja einige sich 
wenig rollen, so ist wieder der Umstand zu 
bedenken, dass die Auswahl in diesem Papier 
verhältnismässig klein ist und man im allge- 
meinen für Bibliothekzeichen ein getontes Pa- 
pier wählen wird, weil dieses schon von dem 
Unter 


keinen Umständen darf man gestrichenes Kunst- 


weissen Papier des Buches absticht. 


druckpapier für ein Exlibris nehmen, denn 
erstens kleben und halten diese Papiere schlecht 
und zweitens werden sie im Buch leicht un- 
ansehnlich, weil die Reibung im Deckel zu 


N N DI 
gross ist. 


If. Die „Zeitschrift für Bucherfreunde“, 
X. Aprıl 1906, bringt in ihrem Artikel 
„Die Bibliophilen“, Sir Robert Peel, von 
Otto Ab- 
bildungen der Wappen-Exlibris von Sir Robert 
Peel, Baronet, und Sir Robert Peel d J. 
— Arthur Wellesley Viscount Peel --, beide 


I, 


von Schleinitz-London, 2 


aus dem 19. Jahrhundert, zur Abbildung, sowie 
im Artikel „Ein Bucheinband Tycho- 
brahes 2 
Exlibris 
Porträt bzw. Wappen, vom Ende des 16. Jahr- 


sehr gut reproduzierte Super- 
dieses berühmten Astronomen, mit 
hunderts. 

III. Die „Zeitschrift für Bücherfreunde“ 
enthält in IX. 11 bzw. in IX. ı2*) 2 Artikel 
aus meiner Feder: „Neuere Exlibris- 
Litteratur“, die das Wichtigste auf diesem 
Gebiete aus den letzten Jahren berichtet, — 
sowie: „Exlibris von Bühnenange- 
hörigen‘“, dieser Artikel mit 12 Abbildungen 
der Bibliothekzeichen Carl Fischer (c. 1810). 
Aenny und Rob. Volkner v. Bruno Héroux, 
Konrad Dreher v. Ernst Zimmermann, Georg 
Altmann v. Benno Berneis, Franz Herterich 
Wilhelm Müller, Alois Hofmann v. Rudolf 


Hofmann, Ludwig Heller v. Ferdinand Goetz, 


v. 


*) Beide Hefte werden, soweit Vorrat reicht, von der 


Z. 14. B. bzw. Velhagen & Klasing, Leipzig, zu je 4 Mk. ab- 
vegeben. 





Wolfgang Quinke v. Bernhard Wenig, Paul 
von Ebart v. Georg Barloesius, Josef Kainz 
v. Max Hübener, Hugo Thimig v. William 
Unger, Henry Irving; angegeben sind ein- 
schlägige Exlibris aus dem Deutschen Reich, 
Österreich - Ungarn, Frankreich, Schweden, 
England und Amerika. 

Artikels 
sind 3 neue hierhergehörige Exlibris hinzu- 


Seit Drucklegung des letzteren 


gekommen, 1. das von Bertha Morena, 


Hofopernsángerin, München, auf Stein ge- 
zeichnet von Frau Mary Ann von der 
Medem in Frankfurt a. Main: Flöte- 


blasendes Knäbchen auf Waldwiese mit zu- 
hórenden Vögeln, Frosch und Schnecke, in 
der Melodie; Violin- 
schlüssel; 2. das von Hans Merkl, Bühnen- 


Umrahmung unten 
sänger, gezeichnet von Fritz Klee- München: 
Maske mit Lorbeerkranz, welch Erstere nach 
oben in eine Lyra ausláuft; charakteristische 
das für Otto Kienscherf, 
Regisseur am Stadttheater Köln, 


Steinzeichnung; 3. 
1900 von 
Hans Dietrich Leipheimer, Darmstadt; grosse 
Theatermaske mit Räucherpfanne und mo- 
derner Ornamentik darum. 

IV. Die „Deutsche Kunst und Deko- 
ration“, Alexander Koch, Darmstadt,*) bringt im 
Juni-Heft 1906, IX. 9, 20Abbildungen von ihrem 
Exlibriswettbewerb, die die 20 besten bzw. 
preisgekrönten und lobend erwähnten aus 275 
eingereichten Entwürfen darstellen. Der Text 
dazu stammt aus meiner Feder. 

V. Soeben erschien bei A. Pichlers Witwe 
und Sohn, Wien**) ein Vortrag des Herrn 
Oskar Leuschner- Wien, unseres Mitglieds: 
„Die graphischen Künste“; 32 


Auf diese treffliche kleine Arbeit, 


Seiten. 
die vom 
Standpunkte des Sammlers aus verfasst wurde, 
möchte ich nicht unterlassen, unsere Sammler 
und Kunstfreunde 


aufmerksam zu machen. 


Das gewaltige Thema ist selbstredend nur in 


*) Preis des Heftes: 2 Mk so Pf. 
_ . **) Preis: 1 Krone 50 Heller: direkt von da oder durch 
jede Buchhandlung zu beziehen. 


x 

















seinen Hauptgrundzügen behandelt, da der 


Stoff auf etwa 1!/ 


ją Stunden Vortragszeit zu- 
sammenzupressen war; denn sonst liessen sich 
hierüber Bände schreiben. Dass der Ver- 


fasser das weite Gebiet voll beherrscht, zeigt 
dieser Vortrag und diese kleine Schrift, die, 
eben in ihrer summarischen Kürze, einen 
vorzüglichen allgemeinen Überblick gibt, denman 
zureigenen Belehrung mit Freuden und Interesse 
liest. Trotzdem die beim Vortrag vorgeführten 
Bilder hier mangeln, erfährt man doch recht 
viel Neues, an dem so Mancher bisher achtlos 
vorübergegangen ist, obwohl er sich viel- 
leicht schon für graphische Kunst interessiert 
hat. Die folgenden herausgegriffenen Stich- 
worte werden zeigen, was Alles hier besprochen 
Hoch- und Flach-, Lettern- und Illustra- 


tionsdruck, Codex argenteus in Upsala, Holz- 


ist: 


schnitt, Donatdrucke, Biblia pauperum, Guten- 
berg, alte Beispiele, Inkunabeln (Wiegendrucke), 
Patrice, Matrice, Galvanos, Naturselbstdruck, 
Letterngiessmaschine, Schriftgiesserei, Linotype, 
Papier und dessen Maschinen, Gutenbergs 
Holz- und dann die eiserne Handdruckpresse, 
Schnellpressen, Stereotypie, Rotationsmaschinen, 
Buchbinderei, Heftmaschine, Schnellpräge- und 
Holzschnitt, 


Schneidemaschinen, moderner 


photographische Verfahren, Zinkhochätzung, 
Autotypie (Raster), Spitzertypie, Drei- und 
Mehrfarbendruck, Steindruck, Senefelder, 
Solnhofen, Lichtdruck, Kupfer- und Stahlstich, 
Radierung. All denen, die Exlibris nicht wie 
Briefmarken und Liebig-Bilderchen sammeln, 
Alles, 


unter die Worte „Graphische Kunst“ fällt, ist 


sondern mit warmem Sinn für was 
die Anschaffung der kleinen, billigen und doch 
wertvollen Schrift sehr zu empfehlen, die als 
Hilfsbuch in einer Exlibris-Fachbibliothek recht 
willkommen ist. 

VI. Als Neuerscheinungen der Exlibris- 
Litteratur sind angezeigt: 

1. „Das Exlibriswerk Max Bucherer’s- 


Basel“, bei Carl Fr. Schulz, Frankfurt a. Main, 


Rossmarkt 1; Abdrúcke von den Original- 


holzstöcken, zum Teil mehrfarbig; Preis 15 Mk. 
2. „Brbliotheunes et Exlibris 
de Bibliophiles Belges, aux I7z.. 18. et 
10. siècles“, von Ben. Linnig; Verlag von 
H. Daragon, Paris IX., rue Duperré 30; 150 
Seiten, 55 Biblivphilen, zahlreiche Abbildungen; 
525 39 
(15 Exempl.), 40 fres. (10 Exempl.). 
H. Tausin, 


bibliographie des Exlibris, II. edition; 


Exemplare zu 20 (500 Exempl.), 


3. Im gleichen Verlage: 


15 fres. 

4. „Les Dessinateursbelges d’Ex- 
libris“, von Sander Pierron-Lüttich; Verlag 
Xavier Havermans-Brüssel, rue des Comédiens 


12; 64 Seiten mit hervorragenderen Beispielen 


belgischer Künstler; 200 Exemplare; Preis 
3 fr. 50 c. Besprechung des preis- und em- 


pfehlenswerten Hefts folgt in nächster Nummer. 

VII. „Müveszet“, eine ungarische Kunst- 
zeitschrift in Ofen-Pest, V. 2 (1006) bringt auf 
S. 146 51 zum Teil unsichere Adressen tausch- 
bereiter Exlibrissammler, darunter 11 deutsche. 

VIII. Einen Exlibris-Artikel „Über un- 
garische Exlibris“ (3'/, Seiten) schrieb unser 
Mitglied Herr Ofen- 
Pest in „Magyar Ev- 
K önv ve“ (ungarisches Buchdrucker-Jahrbuch) 


1900, S. 143 ff, der mit 11 Exlibris-Abbil- 


Arnold Prüner in 


Nvomdaszok 


dungen von Lajos Kozma, Sandor Nagy (2), 
Arnold Prúner, 


Pal Javor, Janos Stein illustriert ist 


Kalman Rozsnyav (4), Geza 
Fekete, 
(käuflich nicht mehr zu haben). Der in 
ungarischer Sprache geschriebene Text scheint 
nur über ungarische Exlibris zu handeln; an 
modernen ungarischen Exlibriszeichnern liest 


die 
Namen Laszlo Hegedüs, Lajos Mark, Henrik 


man ausser den oben genannten noch 


Pap, Geza Farago, Geza Udvary. 
IX. Im Januarheft 1906 von „Modern 
Müveszet“, Ofen-Pest, I. 3 


1905) ist ein dreiseitiger Artikel von Unge- 


(für Dezember 


nannt „Magyar Könvojegver (Exlibris: 


(Oil — 


mit 1 Exlibris-Abbildung Palika Udvary, ge- 
zeichnet von C. V. H. de Rozsnyay, in dem 
Khnopff, Klimt, 
Nelson, Nicholson, Craig auch Willi Geiger- 


ausser Beardsley, Moser, 
München mehrmals genannt ist; ferner an 
Ungarn: Cserna, Frecskay, Gyula Hembach, 
Hein, Knopp, Lakatos, Linek, Mark, Muhics 
Vilmos Nagv, Karoly Palka, Janos Stein, 
Mosonyi Pfeiffer, Tony Szirmay, Imre Sirmay, 
Ernö Barta. 

X. Im „Schweizer Archiv für Heraldik“, 
1905, Heft 4 S. 154—155 sind 4 
schweizer Exlibris abgcbildet und besprochen, 


Zürich, 
die aus der Kantonsbibliothek zu Lausanne 
stammen, und in der die, diese Exlibris be- 
handelnden Publikationen des Herrn Bibliothek- 
Ex- 
libris des Landammans Aug. Pidou (1754 bis 
1821), Waadtländischer Staatsmann, Stich von 


direktors Louis Dupruz vorkommen: I. 


Seraphino Giovannini in Rom; Form eines 
römischen Altars mit den Q Musen (Gerster 
No. 1798); 2. Exlibris Joh. Bapt. Plantin, 
Pastor und waadtländischer Historiker (1024 
bis 1700), redendes Wappen, datiert 1048, 
Holzschnitt (nicht bei Gerster); 3. Freiherr 
Friedrich von Gingins-Lasarraz, bedeutender 
(1790—1863, 
Gerster No. 923); 4. Edw. Gibbon, englischer 
(1737—1794). 
Lausanne lebte und welcher Stadt er einen Teil 


waadtkindischer Historiker 


Geschichtsschreiber der in 
seiner Bibliothek vererbte (nicht bei Gerster). 

XI. 
Mitteilung, dass die „Révista Araldico“ des 
„Collegio Araldico di (Rom, Via 
ab und zu 


Sammlern von Exlibris-Litteratur die 


Roma“ 
Monterone 69), IV. Jahrgang, 
italienische Exlibris abbildet und kurz bespricht. 

XII. „La Lettura“, VI. 4 (Mailand, via 
Solferino 28; Heft: 75 c.) enthält aus der 
Feder Battistelli 
Artikel mit 23 Abbildungen alter italienischer 


Exlibris; 7 1/, Seiten. 


von Luigi 


XIII. Der „Studio“, London, Vol. 34, 
hat S. 138 2 Exlibris-Abbildungen 


[9O3, 


einen Exlibris- ` 


Paolina Picardis von Alfredo Baruffi-Bologna 
und S. 30 Exlibris Hans Volkert-Múnchen, 
von diesem; Vol. 36, S. 90 und 93: 17 Ex- 
libris-Abbildungen aus dem Studio-Exlibris- 
Wettbewerb B. XI., einfache gute Exlibris 
mit Monogrammen und modernem ornamen- 
talem Schmuck. 

XIV. Im reizenden Werke „Kate Green- 
away“ von M. H. Spielmann und G. S. 
Layard, London, A. und Ch. Black, 
sind folgende Exlibris der berühmten Kinder- 


10905, 


zeichnerin abgebildet: 
1. Titelblatt und S. 7: Exlibris der Lady 
Victoria Alexandra Mary Cecil Herbert: 


2. S. 20: Miss Hannah Jane Locker- 
Lampson 1898; 

3. S. 54: Miss Maud Locker- Lampson; 

4. S. 72: Godfrey Locker-Lampson; 

5. S. 88: Frederik Locker-Lampson ; 

6. S. 226—227: Vera Evelyn Samuel. 


Ausser vorgenannten giebt es (nach meiner 
Sammlung) noch 7. Sarah Nickson und 8. Miss 
Hie Dag whey “Seg: O 
zeigen die zierlichen kinderfigúrchen, 


Dorothy Locker-Lampson. 
und 7. 
wie wir sie aus den in den Soer Jahren auch 
in Deutschland stark verbreiteten Greenaway- 
schen Kinderbúchern kennen; 3. und 8. nur 
Namen mit Blumenschmuck. Das reizvollste von 
allen Exlibris der liebenswürdigen, leider ver- 
storbenen Künstlerin ist No. 6, das in den zar- 
testen Farben Rosa, Hellgrün und Weiss aus- 
geführt, ein, einen Rosenkranz emporhaltendes 
kleines Mädchen mit hoher Taille und der 
bekannten grossen Grecnaway-Haube zeigt und 
cines der lieblichsten Exlibris der Welt ist, 
das ich kenne. 

XV. Miss Anne C. Justice, unser Mit- 
glied, in New-York-City (785 Madison Avenue) 
arbeitet zur Zeit an einem neuen Buche 
über Exlibris der ganzen Welt. das ungefähr 
Der Band 


und 


zu Weihnachten erscheinen wird. 


wird e. 450 bis 550 Seiten umfassen 


4 oder 5 Dollars kosten. 


105 


XVI. 
„Revista Iberica de Exlibris“, von der es 


Die spanische Exlibris - Zeitschrift 


bereits hiess, dass sie mit dem II. Jahrgang 


schlósse, ist — erfreulicherweise! -- wieder 


erstanden und soeben (im Mai) mit No, ı 
des IIT. Jahrgangs in gewohnter Güte er- 
schienen (nunmehr Eigentum des Herrn Jose 
Triado in Barcelona). Für die bisherigen und 


für ev. neue Abonnenten gebe ich hier die 
Bestellungs-Adresse wiederholt an: „Revista 
de Exlibris, R. 330, 32 


Barcelona, Cataluna, Spanien“. Preis 12 fres. oder 


Iberica Mallorca 
10 Mark (am besten in Banknoten zu senden). 
Im jüngsten Heft sind alte und neue spanische, 
sowie einige mexikanische Exlibris behandelt 
und abgebildet (s. redaktionelle Mitteilungen 
nächster Nummer); ferner ist das Exlibriswerk 
Jose Triados, des sehr guten spanischen Ex- 
libris-Kúnstlers, cin Band von 72 Seiten mit 
seinen Exlibris zu 16 frcs. (oben gen. gleiche 
Adresse; voraussichtlich auch im Kommissions- 
verlag von Karl W. Hiersemann, Leipzig) an- 
gekündigt. 

interessiert besonders uns 
Die Abbildung des in Leder 


geschnittenen Einbands der Adresse, die das 


Eine Beilage 


Deutsche: 


spanische Dragoner-Regiment Numancia seinem 
hohen Chef, unserem Kaiser, widmete und 


überreichte, und die auf einem Grund stilisierter 


Eichenbliitter den deutschen Reichsadler mit 
Kaiserkrone über dem spanischen Königs- 


wappen in gutem und richtigein Entwurf zeigt. 

XVII. Soeben wird das IV. Heft der so 
reizenden Exlibris, gezeichnet von dem be- 
E. 
Fischer (früher Fargo) nun: Wellsville, New- 


liebten amerikanischen Exlibriskúnstler W. 


York, V. St. A., angezeigt; 12 Künstlerdrucke, 
nummeriert. auf Japan; 5 davon handkoloriert. 
Nur 109 Exemplare; keines der Exlibris ist 
bisher veröffentlicht. Preis 2 dollars 50 cents. 
Adresse: Die obige. Enthält auch ein Universal- 


Exlibris, in das des Käufers Name eingefügt wird. 


K. E. Graf zu Leiningen- Westerburg. 


Bücherzeichen, 
Abbildung 


das seiner Angabe 


Warnecke, die deutschen 
gibt auf S. 


eines Universal-Exlibris, 


12 die verkleinerte 
nach einem 1489 in Nürnberg erschienenen 
Werk, welches von „töttlichen Zeichen“ handelt. 
entnommen ist. Diese Bezeichnung des Buches 


ist zwar nicht unrichtig, enbehrt aber der er- 


wünschten Genauigkeit, vermutlich weil sie auf 


undeutlicher Mitteilung des ehemaligen Besitzers 
J. von Hefner-Alteneck beruht. Das Buch war 
ein Vorläufer jener Schriften, die heut etwa den 


Titel „Hausarzt“ oder „Buch vom gesunden 


und kranken Menschen“ führen, und sein 
Titel lautet: „Versehung, Leib, Sel, Er und 
Gutt“ (Leib, Scel, Ehr und Gut). Es ist 


„gedruckt in der erentreichen Stat Nürenberg 
in dem (14) 80 Jare“ und enthält auf der 


Rückseite des letzten Blattes das zum Aus- 
füllen bestimmte Exlibris in der von Warnecke 


128. 


liegende Exemplar befindet sich 


angegebenen Grösse 82: Das uns vor- 


im Besitz 
der kostbaren Sammlung alter Drucke, welche 
das Kunstgewerbemuseum in Berlin als „Samm- 
lung Grisebach‘“ verwahrt. Sein erster Besitzer 
war Sixtus Zinsshartz, Prediger („praedicator“) 


in Kempten. 


Gross-Lichterfelde. 


Dr. Klemm. 


Tausehverkehr.') 
Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzerchen 
gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris- 


Vereins sind bereit: 


Herr Arthur August, Berlin S. 50, 
Schinkestrasse 10 (v. Frl. G. Andrews- 
Berlin).*) 

Herr Walter Kurt Behrendt, Braun- 


schweig, Reichsbank, Gartenhaus 3, 


ı Für diese Rubrik 


die Redaktion und Expedition ırgend welche Verantwortung. 


übernehmen weder der Verein noch 


7 Auf Wunsch der Betretfenden mitgeteilt von K. E. Graf 
zu Leiningen-Westerbury. 


100 





bittet um Entschuldigung, dass er wegen 
längerer Studienreise Tauschsendungen 
nicht erwiderte, bittet bei ev. Übersehen 
einer Sendung um Mahnung und tauscht 
künftig prompt: 1. Zinkdruck, v. P 
Dahlen, Fr. Hein-Schüler, 2. ı Musik- 
Exlibris, von diesem, für Miss Burroughs, 
3. ı Zinkdruck und 4. I Dreifarben- 
druck, beides eigene Zeichnung, 4. nur 
gegen farbige Lithographie oder sonst 


Besseres.)*) 


Herr Franz Bieringer, Buchhändler, 
Passau, (v. A. Balmer-Miinchen).*) 

Herr G. Biesey, Buchhändler, Mühl- 
hausen 1 Els,, Schwarzwaldplatz 13 
(v. H. Zarth-München).*) 

Herr Alexander von Brandenstein, 
Leutnant Ulanen-Regt. 19, Neuulm, 
Donaustrasse 23 (v. ihm).*) 

Herr Conrad, Lehrer, Bonames bei 
Frankfurt a. M. (v. O. Schwindrazheim- 
Hamburg).*) 

Frl. Marie Diefentháler, Stuttgart, 


Reinsburgstrasse 51b. (Musik - Exlibris 
v. G. Stotz-Berlin-Stuttgart).*) 

Dr. Paul Ebers, 
Baden-Baden 


Herr Sanatorium Ebers, 

(v. Herm. Ebers- 
München).*) 

Herr Erich Fischer, Organist, Kopen- 
hagen, Sortedams Dossering 89 (1. Ei- 
genes Exlibris, v. Paul Fischer; 2. Ex- 
libris Paul Fischer, v. diesem).*) 

Herr Frank R. Fraprie, 39 Addington 

Road, V. St. 

Amerika (6 eigene; v. F. E. Gramm- 

New-York, v J. A. 

Campbell-München, 1 v. R. Martine 

Reay-New-York; ferner 1 Exlibris Gaus, 

Albany. v. F. E. Gramm-New-York, 

2 Exlibris E, P. B. Phillips-Liverpool, 

1 Exlibris 

Maisie Phillips-Edinburg v. J. W. Simpson; 

1 J. A. Campbell-Múnchen v. L. Hohl- 


Brookline, Mass., 


A verschiedene 


v J. W. Simpson-Edinburg; 





wein-München. Sein eigenes dreifarbiges 
v. Campbell (Pierrot) ist nur noch in 
wenigen Exemplaren da; Platte zerstört; 
nur gegen Besseres).*) 


Frau Olga Gilles (Dortmund-) München, 
Theresienstrasse 75, III. Garten-Geb,, 
(Ferd. Nockher-Schülerin; tauscht ihr 
Exlibris Heinrich Gilles Exlibris 
Dr. Aigner).*) 

Frau Meta Grossmann, Gross-Röhrs- 
dorf, Sachsen (v. Frl. C. Bercht- 
Dresden).*) 

Frl. Emma Heck, Heiligenwald, Rhein- 


und 


preussen (v. G. Holstein; bittet ın erster 
Linie um Damen- und Kinder-Exlibris).*) 
Herr 
brücke 84 I. (v. ihm).*) 
E. A. Hirsch, Amtsrichter, Giessen 
(v. M. Jacoby-Grunewald).*) 
6 Telfold 


Herr 


Herr Percy Hipwell, Avenue, 


107 


August Hendel, Breslau I, Schuh- ` 


Streatham, London S.-W., England : 


(farb. Lith. v. Mathilde Ade-München; 
nur gegen Besseres).*) 

Frau Gertrud Hofmann, Zittau, Goethe- 
strasse 18 (2 neue v. ihr).*) 

Frau Kauffmann, Mannheim.*) 


Herr Walter Keller, Werlagsbuchhindler, | 
Stuttgart, Blumenstrasse 30 B. (v. 
Willi Planck-Stuttgart).*) 

Frl. Auguste Kichler, Malerin, Darm- 


stadt, Waldstrasse 28 (v. jr." 
FrauB.Kinscherf, Kreuznach, Luisen- 


strasse 17 (tauscht das v. ihr gez. Ex- 
libris B. und G. Kinscherf).*) 


Herr Fritz Klee, Architekt München, 
Elisabethstrasse 12, IV (2 eigene, 
v. ihm).*) 

Frl. Rosi Koch, Nürnberg, Lorenzer- 


platz 19 (v. Willi Ort-Nürnberg).”) 


HerrvonKohlhagen, Bamberg (tauscht ` 


seine Exlibris von G. A. Closs und 


O. Roick nur gegen. heraldische oder 


nichtheraldische-wirklich kúnstlerische).*) 


Herr Paul 

München, Schnorrstrasse 

(v. Ulf Seidl-München).*) 

Herr Michael Kun, Ofen- Pest VI, Csángó- 
strasse 3a. I. em. 23, Ungarn (Photogr. 
v. ihm).*) 

Herr Karl Kunze, Architekt, Dresden N. 
Konigsbruckerstrasse 72 (2 Exlibris v. 
A. Meverhofer-Davos).*) 


Krinner, Rechtspraktikant, 


O: IMI 


Fr. Rosa Liebler, Stuttgart, Mohl- 
strasse O (v. Eckerer),*) 

Herr Emil Loewenstein, Architekt, 
München, Waltherstr. 30 I. (tauscht 
ab Anfang Juli s. Radierung v. J. Wein- 
heimer-Múnchen; nur gegen Bestes!).*; 

Frl. Agnes Meverhof, Malerin Frank- 
lurt a. M. Homburgerstrasse 36 eig. 
Lith.).*} | 

Frl. Lili Ott, Hanau a. Main, Markt g 
(v. Dr. E. Haagn-Hanau).*) 

Frl. Edith Raila, München, Wilhelm- 
strasse 25 p. (Lith. v. Lise Popp- 
München).*) 

Herr O. Retowski, Staatsrat, Konservator 


der kais. Eremitage, St. Petersburg, 
Schpalernaja 34, Qu. 72, Russland (v. 
A. Freih. Foelkersam).*) 

Herr E. P. Riesenfeld, Architekt, Karls- 
ruhe 1. B, Gottesauerstrasse 10 (I v. 


Vv. 


Karl Gruber- Karlsruhe und 1 Holz- 
schnitt v. Alexander Kanoldt - Karls- 
ruhe).*) 


Herr R. Georg Rings, Berlin-Schöne- 
berg, Hauptstrasse 97 (v. Arth. Byrns- 
New- York).*) 

Herr Georg Rody, Pfarrer, Rektor, Carnap 
bei Alten-Essen (v. ihm).*) 

Herr Dr. H. Roettinger, Hofofficial der 

Wien VII, Burggasse 70 

(Orig.-Holzschnitt v. Rud. Junk-Wien; 


tauscht nur gegen Radierungen, Original- 


Albertina, 


Lithographien und Orig.-Holzschnitte; 


behält sich jedoch unbegründete Rück- 


Blätter 


vor; sendet nicht aus eigener Initiative: 


sendung nicht konvenierender 


sammelt keine Klischeedrucke mehr).*) 


Ofen-Pest, 
Esküter 5 (v. Jos. Bato).*) 


Herr Nikolaus Sandor, 


Herr Otto Schlotke, Schriftsteller, Gross- 
Lichterfelde bei Beilin, Chaussee- 
strasse 42 (v. ©. Westphal-Dresden).*) 

Frl. Martha 


Klosterneuburg bel Wien (1 eg, 


Schnürer, Martinsstrasse 106, 
v. Mizzie Klimesch-Klosterneuburg und 
t ihres Vaters v. Emma l.oewenstamm- 
Wien).*) 

Herr Ernst Schmersahl, Buchhändler, nun: 
Paris V, rue Gracieuse 1 ‚Kopie nach 
Fr. Stuck).*) 

Herr Dr. 


Inselstrasse IO (tauscht das Exlibris des 


Raym. Schmidt, Leipzig, 


Universitäts-Sänger-Vereins St. Pauli, — 
nur durch ihn erhältlich! —. gez. v. 
Dr. Benno Hiddemann-Düsseldorf, ın 


nur wenigen Exemplaren nur gegen 


Gutes. Farbiger Lichtdruck. Sammelt 
nur noch wirklich Künstlerisches und 
lässt künftig Minderwertiges unbeant- 
wortet).*) 


Herr Hans Schroeder, Maler, Lüneburg, 
Wilschenbrucherweg 18 (tauscht 15 v. 
ihm gez.).*) 

Oskar Siegl, 
strasse 2, Teplitz. Böhmen (tauscht 
I. Radier. v. R. 


Herr Bahnbeainter, Zeidler- 


Teschner, 2. davon 

Vorzugsdruck auf Bútten. 3. dasselbe in 
Autotypie. 4. grosse Radier. v. A. Kolb. 
5. dasselbe, in Kupferätzung. 6. Klischee, 
v F. G. Krombholz).*) 

Herr Karl 


Sievert, Leipzig- Sellerh., 


Wurzenerstrasse 
Leipzig).*) 

Edm. Gg. Singer, Ofen-Pest VI, 
Andrassvstrasse 122 (v. 
Lakatos).*) 


123 (yv. K. Springer- 


Arth. von 


LOS- == 


Herr Paul Singer, Architekt, Mannheim, 
Meerfeldstrasse 4a. (v. G. Stotz-Berlin).*) 
Herr Viktor Singer, Hamburg, Königs- 
strasse 36 II. Vorderhaus (tauscht seine 
H. Vogeler-Radierung nur gegen Aller- 
bestes und einen Klischeedruck nach 
Maltz gegen gute dekorative Blätter; 1 Ex- 
für Plakat- 
französ. graph. 
Blätter oder künstlerische Plakate).*) 


libris, farbige Radierung, 


litteratur, nur gegen 


Herr Kurt Springer, Lithograph, Leipzig, 
Sternwartenstrasse 32 III. (gibt sein v. 
ihm gez. Exlibris, Lithogr., zu 30 Pf. ab).*) 


Herr K. Straub, 


Loristrasse (v. L. Hohlwein-Miinchen).*) 


Assessor, München, 


Frl. Luise Stroebel, Ansbach, Karolinen- 
strasse 34 (Lith. v. Lise Popp-Múnchen).*) 


Herr Dr. LórincSzemler,Ofen-PestVI, 
Sziv-utca 13. II. 18.*) 

Herr Torsten Auditór, Lund, 

Schweden (2 v. Jöns Märtenssen, Lund, 

Klischee 1903, und Arth. Sjögren, Stock- 


holm, Klischee in 3 Farben 1905; tauscht 


Uggla, 


allgemein).*) 
Waldheim i. S. 
(Radier. v. F. Malfer-Dresden; nur gegen 


Herr Otto Vogel, Pastor, 


Besseres).*) 
Herr Artur Weikard, Mainz, 
strasse 3I 


Schuster- 

(gez. v. Felix Engel-Berlin, 
rad. v. Carl Zander-Berlin; nur gegen 
Gleichwertiges).*) 

Frl. Käthe Wolff, Berlin, Hohenstaufen- 
strasse 45 (tauscht ihre 2 Exlibris Elsa 
Wolff und Priors Field School).*) 

Herr Hans Zarth, Kunstmaler, München, 
Nymphenburgerstrasse 217, IV (tauscht 
das v. ihm gez. Exlibris des Kriegs- 


gerichtsrats O. Schneider — der nicht 
giebt).*) 
Herr C. Ergang, Magdeburg, Spiel- 


gartenstrasse 2, v. P. Dobe-Berlin, gegen 


nur künstlerisch gute; lässt „Schund“ 


unbeantwortet. 

Herr A. Schmidt-Schroeter, Ham- 
burg, Brahmsallee 11, 1. Eigenes 
Exlibris, gez. von Gustav Croy, Prag 


(2 Gróssen) 1901; 2. Exlibris Heinrich 
Veit, gez. von Gustav Croy, Prag 1905; 
3. Exlibris Orig. 
Lithographie von A. Mohrbutter (nur 


Alice Pontoppidan, 


wenige Exemplare). 


Dr, SW. 68, 
Lindenstrasse 18/19, sein Exlibris (Ra- 


Herr Waehmer, Berlin 
dierung von F. Stassen) und das seiner 
Gattin (Radierung 


gegen gleichwertige Radierungen. 


Hohneck, 


Beamter der Kónigl. Sächsischen Por- 


von H. Bastanier) 


Herr 


Hans kaufmännischer 
zellan-Manufaktur und Leutnant d R., 
Dresden A., Schlossstrasse 30; 1. von 
Georg Hohneck, 2. von O. Roick, nur 
gegen gute und gróssere Klischeedrucke, 


event. mehrere Blátter gegen Radierungen. 


Albert Kahlbrandt, Graveur 
Ziseleur, Altona-Elbe, Bachstr. 81, 


1 Lithographie, 1 Zinkätzung (von ihm). 


Herr 


und 


Herr Martin 


Maler, Berlin W. 15, Pariserstrasse 6, 


Kortmann, Zeichner und 


Gartenhaus IV — nach eigenen Ent- 
würfen. 

Frau Margit v. Bottlik, 

Ungarn: ausser den in voriger Nummer 


+ Exlibris 


neue, von Tibor v. Bottlik gezeichnete 


Fehertemplon, 


genannten noch folgende 


Klischeedrucke: 1 von Dezsö v. Bottlik: 
ı von Dr. Ignaz Feldman und ı von 
Josef Hajdú. 

Herr D Pesl, Rechtspraktikant, München, 
Lessingstrasse 9/0, tauscht folgende Ex- 


libris: 1. Gravüre von Leopold Roth- 

















aug, 2 Grössen (abgebildet Exlibris- 
Zeitschrift 1903 S. 82) nur gegen ab- 
solut Gleichwertiges. 

2. Dasselbe in Lichtdruck auf Karton. 
3. Exlibris in Farben, vom Kunstmaler 
Franz Marc, gegen Gleichwertiges. 4. Ex- 
libris „Venus von Milo“ von Franz Marc. 
5. Exlibris des Kunstmalers Franz Marc 
6. Exlibris des Schrift- 


stellers Karl Marc, von Franz Marc gez. 


von ıhm gez. 
7. Exlibris nach Al. Zick gez. v. Kunst- 
8. Exlibris „Knubels“ 
Pesl. 


maler Max Pesl. 


gez. von Kunstmaler Max 


(Nr. 4—0 abgebildet in Exlıbris - Zeitschrift 


1904 S. 13/4): 
Nicht zu tauschen wünscht und lässt 
Tauschsendungen unerwidert: 


Herr W. Rob, Zúrich I. 


Wegen Krankheit des Redakteurs wird 
der redaktionelle Teil mit der 


nächsten Nummer zusammen erscheinen. 


erst 


Inhalt. 


133., 134. und 135. Sitzung des Exlibris - Vereins. 
— Neue Mitglieder. Adressen-Änderungen. — 
Brunner und Neubronner. (Mit Beilage und 3 Ab- 
bildungen.) — Neue Exlibris. (Mit 2 Beilagen und 
2] Abbildungen.) — Eigene Exlibris von Helene 
Möller. (Mit 3 Abbildungen.) — Kinder-Exlibris. 
(Mit 2 Abbildungen.) - Alberto Martini. — Ver- 
(Mit 1 Beilage und 3 Abbildungen.) — 
Exlibris-Litteratur 1905. -- 
verkehr. -- 


schiedenes. 
Litteratur. — Tausch- 


Mit 4 Beilagen. 





Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke Berlin W. 30, Winterfeldistrasse 24 
Selbst-Verlag des „Exlibris-Vereins‘ 





zu Berlin. 


Druck und auftragsweiser Verlag von C. A Starke, Kónigl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 30, a. d. Berlinerstr. 





















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Zeitschrift 
für 
Bibliothekzeichen — Bücherkunde 

und Gelehrtengeschichte. 


Organ des von Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins 
zu Berlin. 






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XVI | Berlin, I See We 3. 














Der jährliche Preis der „Exlibris-Zeitschrift‘ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für 
die „Exlibris-Zeitschrift‘‘ werden von C. A.Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen. 











Die Mitglieder des Exlibris-Vereins Dem Exlibris-Verein sind als Mitglieder 
werden gebeten, Adressenänderungen o bd 
stets sofort unserem Schatzmeister, Eingeführt DER Herrn K. E. Grafen zu 
Königl. Hoflieferant Georg Starke, dd NILE 
Górlitz, Salomonstrasse 39, mitteilen 
zu wollen; fiir die durch Unterlassung 
dieser Anzeige entstehenden Verluste 
von Nummern der Zeitschrift kann 
der Verein nicht aufkommen. 


Frau A.Fähndrich, geb. Freiin von Nordeck- 
Rabenau, Friedelhausen, Post Lollar, 
(Hessen). 

Frl. Rose Eisner, Kunstmalerin, Haim- 
hausen, Post Lohof bei Miinchen. 

Herr I. Scháublin-Charpentier, Basel, 
Kirchenstrasse 6, (Schweiz). 


Die náchsten Sitzungen des Vereins Frau Lyda Epstein, Berlin, Klopstock- 


finden statt: 
Montag, den 8. Oktober 
Si „ 12. November 


im Restaurant Ernst Voges, Nollen- 
dorf-Platz 9, Berlin, abends 8 Uhr. 


strasse 5I. 

Herr Carl Rinck, Buchdruckerei-Faktor, 
Schöneberg - Berlin W., Bahn- 
strasse 43 |. Aufg. ITI. 

Fler LE auf “der Beide, Swe Pe 
dahrens Dahme, Amsterdam, Prinsen- 
gracht 267, Holland. 








E 





— 


Herr H. Pflüger, Oberleutnant im Regiment 
„Kronprinz“, Ch emnitz,Weststrasse 17. 

Herr Sp. Heiltger, Rechsanwalt a. D., 

Köln, Brabanterstrasse 13, II. 

Dr. R. Leonhard, 


Ainmüllerstrasse 13, IT. 


Eingeftihit durch Herrn J. E. Zahn: 


Valentine Kirby, 1455 Emerson St, 
Denver, Colo., V. St. Amerika. 


Herr München, 


Mr. 


Eingeführt durch Herrn August Stoehr: 
Herr Ernst Rau, und Malz- 
fabrikant, Nürnberg, Königstorgraben 1. 
Eingeführt durch Herrn L. Rheude: 
Herr W. F. Bayersdörffer, Kassierer der 


Kaufmann 


First National-Bank, in Shreveport, 
Louisiana, V. St. A. 
Eingeführt durch Herrn Georg Starke: 


Herr Otto Kabisch, 
Berlin W. 35, Körnerstrasse 14. 


Ober-Postassistent, 


Herr Paul V. Graupe, Bonn, Colmanstr. 2. 


Adressen-Änderungen: 
Herr Leo Lipp mann, Assessor, ab 1. October: 
Hamburg, Isestrasse 143. 
Herr Kaufmann Arthur Boes, Hamburg, 
Hamm, Mittelstrasse 20. 
Herr A. Prager, Culmanstrasse 8, Zúrich 
(Schweiz). 
Freiin Brigitte Hiller bis 
15. Oktober Burg Ditzingen, Ober- 


von etwa 


amt Leonberg, Württemberg, und nach- 
her Stuttgart, Eugenstrasse 7. 


Herr Julius Nathansohn, Magistrats- 
Baurat, Breslau XVIII, Kaiser 
Wilhelmstrasse 167, 1. 

Frl. Marie Flückiger nunmehr: Frau 
Dr. M. Bühler-Flückiger, Villa 
Madrisa, Bern, Schwarztorstrasse 38, 
Schweiz. 

Herr Ivan Frh. von Weissenbach, Ver- 


waltungspraktikant, Nagyatäd, (So- 


mogy) Ungarn. 


112 


msg IAH UU mm m 


Herr F. Schmöle, 


Rheinstrasse 22. 


Frankfurt a. Main, 
Miss Burta Brittan, Irnitoale, Alameda 
County, California, V. St. A. 


Frau Marie Stern, (München), ab Ende 
September Berlin W., Taubenstrasse 
44—45. 

Verstorben: 

Herr Elemer Schelling, Fehertemplom 

in Ungarn. 


Exlibris Schenk, von e. 1530. 


Ein ebenso charakteristisches Beispiel fúr 
schöne heraldische Zeichnung, wie für ein 
(versteckt-) redendes Wappen und ein pas- 
sendes Exlibris bietet das hier nach meinem 
abgebildete, 


eines Schenken geschmückte Bibliothekzeichen, 


Exemplar mit der Weinkanne 
dessen Meister leider nicht bekannt ist, der aber 
jedenfalls zu den besten seiner Zeit gehört hat. 
Das Wappen, etwa von 1530, ist*) das des alt- 
- Geschlechts „Schenk“, 
Albrechts von Bayern 


1560, nur mit Schild, so 


bayrischen und 


kommt in Herzog 
Wappenbuch von 
vor; in einem alten Manuskript des Herrn 
G. R. G. A. Seyler, Hefners Hofwappenbuch 
des Herzogs Ferdinand, ist dieses Wappen eben- 
so vertreten, aber mit Spangenhelm, dem dama- 
ligen Zeichen der Erhebung in den Adelsstand. 

Die Kanne im Schilde, wie der Becher 
der Maid des Zimiers weisen redend auf den 
Namen „Schenk“ — hier nicht: Amt — hin; 
ob die Pfeile auf die treffende Macht des 
Weines hindeuten sollen, oder nur gewisser- 
zum Schild- 
entscheiden; 


jedenfalls stellt das Wappen auch eine flott 


massen dekorative Beigaben 


ausfüllen sind, ist nicht zu 
und stilistisch gutgezeichnete heraldische Alle- 
gorie vor, die dem, der dieses Wappen ,,auf- 


riss“ und zeichnete, alle Ehre macht. 


*) Nach gefl. Auskunft des Herrn G. R. G. A. Seyler, 




















Druck von C. A. Starke, Königl. Hofi., Görlitz. 














AN 
d'UNO 


N 
Y $ 


Exlibris Schenk, Altbayern, e. 1530, 


wahrscheinlich von Hans Burgkmaier- Augsburg. 


Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 8. 








A A 














Das Blatt ist bereits (verkleinert) einmal 
abgebildet worden: In Hirths ,,Formenschatz“, 
1883, No. 41: „Un- 
bekannter Meister (Burgkmaier?); Wappen 


hierbei ist bemerkt: 
mit den Emblemen der Liebe und des Weins; 
Zeit c. 1515 — 1530.“ 

Ob der berühmte Augsburger Meister Hans 
Burgkmaier (+ 1531), der Meister des „Weiss- 
des schönen Holz- ` 


kunigs“, der Zeichner 








113 — 


schnitts ist, lásst sich leider nicht fest beweisen; 
die Möglichkeit ist jedoch nicht von der Hand 
zu weisen. Der mir als Autoritát geltende 
Herr Dr. Heinrich Roettinger in Wien schrieb 

mir: „Dass das Blatt ein Werk Hans Burg- 
maiers, des Vaters, ist, steht für mich ausser 
Zweifel. Entstanden wird es wohl in den 


zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts sein.“ 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Exlibris Pronner. 


Da es immer ganz interessant ist, 


Ze 


Wiels (ue 





wenn 


NT 7. NT. 


August Stóhr in voriger Nummer genannten 


von einer Person oder Familie sámtliche vor- ¡ Exlibris Pronner von Aichpichl ab, die dort 


handenen alten Bibliothekzeichen bekannt 


werden, so bilde ich hier die 3 in meiner 


nicht zur Reproduktion kamen. 
Das grosse Exlibris mit den Engeln in 


Sammlung befindlichen, im Artikel des Herrn | den oberen Ecken, I, und das kleine Wappen- 














blatt, 11, sind Holzschnitte; das Exlibris mit 
Schrifttafel, III, 
Kupferstich; No. I ist in der Gruppierung 
dem der Beilage der Exlibris-Zeitschrift XVI. 2, 
S. 76—77 gleichgeartet, etwas weniger 


Wappen über leerer ist 


gut 


und von einem anderen Holzschneider ge- 
fertigt, aber auch etwas älter; No. II zeigt 
die Schildvermehrung durch die Rauten der 
No. III hat 


die handschriftlichen Eintragungen „Wilhelmus 


Höhenkirchner von Aichpichl; 


Pronner M.“ (== Magister) und „Wolfgangus 
Christophor. Pronner“ nebst dem Spruch „Noli 


altum sapere“ (== Wolle nichts zu Hohes 
wissen). No. I ist in voriger Nummer S. 76 


unter 5 erwähnt, No. II S. 75—70 unten 
Alle 
3 Exlibris gehörten der Münchener Patrizier- 


bzw. oben, No. III S. 77 vorn unten. 


familie Pronner von Aichpichl, die 1670 er- 
loschen ist; die beiden Holzschnitte entstammen 
dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts, der 
Kupferstich, vielleicht von einem der Stecher 
Custos- München, dem Anfang des 17. Jahr- 
hunderts. Bei allen dreien ıst Wappen und 


Schildbild ein ,,redendes“, der ,,Bronnen“. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Neue Exlibris. 


(Quartalsbericht einschliesslich Juni 1006). 


Mein Quartalszugang an deutschen, óster- 
reichischen, ungarischen und schweizer Exlibris 
der Jetztzeit, ohne sonstiges Ausland und ohne 
alte: 388 Stück. 
Sammlung am 22. Juli 1900: 


Gesamtzahl meiner Exlibris- 
38334 Stück. 

Wegen Raum- und Zeitmangels muss ich 
mich aufs Kürzeste fassen.*) 


I. Von bereits bewährten Exlibris- 
Künstlern: 

Deutsches Reich: Nach einer Original- 
studie, Federzeichnung von Max Klinger- 


*) Einige sehr gute Blätter kann ich auf Wunsch der Be- 
sitzer diesesmal gar nicht nennen. 


114 


ne EE, Ver aaas 


; aus; 





Leipzig von 1885: Exlibris D. Bischoff; 
Tafel 41 im grossen 1897 bei Hanfstángl 
erschienenen Klinger-Werk; 1906 in Kupfer- 
druck; Kopf. 


Héroux-Leipzig:*) a) eigenes, Steindruck; 


liegender weiblicher Bruno 


für einige bestimmte moderne Werke; Weib, 


von Schlange umwunden; b) namenloses, 


Buch, 
c) Gertrud Dumstrey-Freytag, Sinnbild auf 


nacktes Mädchen auf Radierung; 
Vereinsleben und Frauenbewegung, daher 5 
sich die Hände reichende weibliche Figuren; 
Hundeliebhaberin , 


Radierung; d: Richard und Finy Doetsch- 


daher unten 2 Hunde; 


Benziger; Wersunkensein in die Schónheit und 
Grösse der alpinen Natur; Mädchen am Felsen 
vor Berggruppe; unten Ehewappen, daneben 
(Gatte)- und Drucker (Gattin)- 
Embleme; Radierung; e) Helene Behrsing, 
Alle 5 Blätter 
hervorragendeLeistungen des beliebten Künstlers. 


Apotheker 
Steindruck, Mädchen im Schilf. 


Alois Kolb-Magdeburg: Radierung Oskar 
Siegl,**) nackter Mann über Handschuh, mit 
Siegel (redend); der Handschuh deutet auf 
des Besitzers Friedensliebe hin: hinweg über 
jeden Fehdehandschuh; sowie Exlibris Hermann 
und Frau auf offenem Buch, 


Epp, Mann 


Radierung; 2 sehr gute Blätter. 
Hans Volkert-München: 2 feine Ra- 
dierungen, davon I namenlos, 1 für Frau 
Alice Faehndrich (s. Tauschliste); beide Blätter 
technisch sehr gut und von liebevoll aus- 
geführter Klcinarbeit. Theodor Gengnagel- 
München***): gute Radierung 


H. Poeschel, nacktes Mädchen auf blumiger 


Neue sehr 


Wiese vor Birken. 


*) Johannisallee 11, der auch eine entzückende Radierung 
Tafelkarte für das Cantatefestmahl am Sonntag den 13. Mai 
1900 schuf; Speisentriigerin, hinten römisches Gastmahl. Héroux 
stellte viel auf den Dresdner Gewerbe- und Kunstausstellungen 
ebenso auch im Salon zu Paris. Exlibris Dumstrey- 
Freytag käuflich von J. Heroux für 8 Mk., Remarque für 
rs Mk., Exlibris FIeroux, Remarque zu 7 Mk., Exlibris Behrsing, 
Remarque zu o Mk. 

**) Teplitz; auch klemer in Kupferätzung (s. Tauschliste). 

"yn Darmstadt, Beckstr. 4; tauscht nicht; gibt das Blatt 
zu 2,50 Mk. ab. 





























Exlibris Pronner von Aichpichl, München 15 .. 


Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen -Westerburg. 


























Exlibris Pronner von Aichpichl, München 16... 


Aus der Sammlung K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Druck von C. A. Starke, Kónigl. Hofl., Górlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 3. 


























Franz Stassen-Berlin, 2 Original - Ra- 
dierungem Minna Blanckertz (s. Tauschliste) und 
Dr.K.W a eh mer, mit trefflicher Figurenzeichnung. 

Ferdinando Malfer-Dresden: 2 eigene, 
1 gute HRadierung mit Burg und ı kleiner 
guter EX olzschnitt. 

Maria Weinland-Frankfurt a. M.: 7 Ra- 
dier&ungen. Adolf Schinnerer- Tennenlohe: 
4 Radierungen. Giorgio Graf Buonaccorsi- 
Nümberg : 2 kräftige Holzschnitte Lilli 
Kreut z D erg- München: guter farbiger Holz- 
schnitt. IR. E. von Hörschelmann-München: 
2 einfach-gute Holzschnitte. 
Thom a — Karlsruhe: 3 neue Algraphien in 
verschiedenen 


bleiben). 
Ferner schufen Exlibris: 


München: Julius Diez (1), Otto Blümel 
(2) F. Marquis de Bayros (3), Prof. 
Friedrich von Thiersch(1), Hans Zarth(1), 
dessen Exlibris Bertha Zarth*) hier abgebildet ist 
(s. Beilage), Willi Geiger (München-Rom, 10), 
Gustav Lehmann (Braunschweig-München- 
Terracina, (1), Carl Horn (1), Mathilde Ade 
(1), Lise Popp (1), Fr. Mary Anne von 

der Meden (München-Frankfurt a. M., 3), 
Carl Schwalbach (2), von Berlepsch- 
Valendas (Planegg, 3 ornamentale). 

Fritz Scholl- Dachau**) fertigte in dem 
ihm patentierten Scholl-Druckverfahren(Wirkung 
wie Holzschnitt, aber viel billiger; Reiberdruck) 
ein gutes Exlibris Anna Schickaneder, Blumen- 
korb mit Biene. 

Berlin: Professor Emil Doepler d J., 

2 trefíliche, davon eines siehe unter „Be- 
sonders Erwähnenswerte). Paul Voigt (1 reizen- 
des), Elisabeth Weinberger (1 mit Toten- 
tanz aus der Berliner Marienkirche). 


Ferdinand Morawe (I eigenartiges sehr gutes). 


Professor Hans 


Grössen (sollen ungenannt 


Christian 





*) Dieses Exlibris tauscht J. Carl Zarth, Düsseldorf, 
Rethelstr. 6ı. 


**) Schhleissheimerstr. 26 11 gibt das Exlibris Schickaneder 
zu z Mk. ab. 


115 


Martin Thiele, 
Weissenborn (je 1). 


Felix Willmann, Fritz 


Hans Haslinger-Karlsruhe (1), Albert 
Kahlbrandt-Altona (2), Paul Stölting- 
Dresden (2 sehr charakteristische). Frl. A. Chr. 
Wilder- 
mann*)-Kalk-Röln (4 gute). Carl Wol- 
brandt- (ı) und Peter Wolbrandt (4) 
Krefeld (gutmoderne Blätter). Lili Wille- 
Hildesheim (3). Leo Schnug- Strassburg (1). 


Hansing- Bremen (2). Hans 


Hans Schroeder- Lüneburg (3). Maximilian 


Liebenwein - Burghausen (2). Marcus 


Behmer-Florenz (2). 


Von Heraldikern: Prof. Ad.M. Hilde- 
brandt-Berlin (1). Lorenz M. Rheude- 
Papiermühle Roda (8 sehr gut heraldische, von 
denen hier (S. 1 10) das Regnatsche — s. Tausch- 
liste -— abgebildet; Familienwappen, oben die 
Schilde von Berching-Oberpfalz und Múnchen). 
Oscar Roick- Berlin (2). Hinz- 


mann- Hannover, "71 dessen Exlibris Verein 


Heinrich 


der Mecklenburger in Hannover (tauscht nicht!) 
ich hier (S. 117) abdrucke ; plattdeutsche Inschrift, 
Bild Fritz Reuters; 


Linden und Mecklenburg; an der beachtens- 


Wappen von Hannover, 


werten Bücher-Regel hängt das Vereinszeichen 
als Siegel. 

Österreich: Ein ganz wundervolles Ex- 
libris schuf Alfred Cossmann- Wien ***) für 
die Bibliothek des Deutsch-Ordens 
nicht!). Das 


(143: 228 mm) ist eine ganz hervorragende, 


in Wien 
(tauscht sehr grosse Blatt 
feine, hochkünstlerische Radierung und zeigt 
Hauptbild 


Rosenwunder der heiligen Elisabeth von Moritz 


im in romanischem Bogen das 


von Schwind auf der Wartburg; oben ist die 


*) Hat durch cine Sonderausstellung seiner Zeichnungen 
und Plastiken in Köln allgemeines Interesse erregt und ist neben 
wenigen rheinischen Künstlern zur Kölner Kunstausstellung 
aufgefordert wurden. 


**) Tauscht das abgebildete Exlibris; 
Wallstr. 2. I. 

***) Wien XIX. 2, Armbrustg. 13, gibt einige wenige 
signierte Sonderdrucke auf Japan zu 20 Mk. ab. 


Kl. 


Hannover, 











=>, Fit = 


Ansicht des alten, 1274 gegründeten D. O.- 
Schlosses der Marienburg in Ostpreussen von der 
Nogatseite mit Hoch-, Mittelschloss und Remter 
(nach neuer Aufnahme). 
Siegeln gearbeiteten Wappen: Mitte Hochmeister 


des deutschen Ordens, vorn Ballei Österreich, 





Ferdinand Krombholz-Teplitz (2 sehr gute). 
Von Heraldikern: Hugo Gerard Ströhl- 


_ Mödling (1), Ernst Krahl- Wien (3). 
Oben die nach alten | 


Ungarn: Ofen-Pest: Ernö Barta (4), 
Jenö Kovacs (7), Julius Eder (3), Carl 
Csanyi (1), Ludwig Kozma (2), Karl 


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v. L, M. Rheude. 


hinten Ballei an der Etsch und im Gebirge, 
Tirol; unten der Deutschordensschild. Toni 
Ethofer-Salzburg; Prof. Hayo T. Olt- 
manns - Máhrisch - Ostrau; Wilma von 
Friedrich-Graz; August Gross und Anna 
Neumann- Wien (je 1); Emma Schlangen- 
hausen- Wien (2); Prof. Hugo Steiner- 
Prag in Barmen, Georg Jilovsky-Prag (je 1). 


Reichl (1) Helman Mosonyi-Pfeiffer (2), 
Tibor von Bottlik in Fehertemplom (5). 
Schweiz: Albert Wagen- Basel, sehr 
gut Exlibris des Verbands 
schweizer Konsumvereine mit Figuren und 
schweizer Berglandschaft. Burkhard Mangold- 
Basel, 2 gute Damen-Exlibris. 
Basel. 


gezeichnetes 


E. Hemann- 
C. Monnet-Bern, originelles Exlibris 

















Druck von C A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz. 











EXUBRISGER IAA ZAR IH 


Exlibris Bertha Zarth 


von Hans Zarth-München, 1906. 


Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 3. 














J. Villa mit der Darstellung der Denk- 
Pflanzenzelle der Nerven im Gehirn; Lorenz 
M. Rheude-Papiermühle, Roda, S.-A., zeich- 
nete ein heraldisch tadelloses, farbiges Exlibris 


Wilhelm Rueb-Zürich (tauscht nicht!). 


\ e “a A 5 d y ur 
= an Sé? 
Ber Mats 


Geh 28 


ie: ss 
Obermeier 6 gutmoderne. O. Jucker (3). 
Margarete Mühlhausen (aus Dresden), 
v. Debschütz-Schülerin (1). C. Arnold (3). 
Emmy Berger (1). Valerie Heller (aus 


Kaiserslautern), (2). Rose Eisner uud Max 


A 


Se E AN 
e A X H ve D 
LO LA Y 


ERS A 
; yO Ka rh, 
WERT 


; er dit Sank befinukt 
ES inhwet rikf oder verliif 
A: Ehet dak Utbetera oder 

| den Wirt fo offen 
A Hannover, 1 Hug.1905 
e Dorftand. 


A N => PEO 
ÍH IIN ZIAN: DO > AG f7 Dës 





v. H. Hinzmann. 


II. Als Exlibriskünstler sind neu 
hinzugekommen: 

Deutsches Reich: Múnchen: Otto 
Kopp 1 Holzschnitt; Hubert Wilm (10) 
(s. Sonderartikel Otto 


dieser Nummer). 





Hermann-New-York, beide Haimhausen 
bei München (je 1). Otto Rückert (-Würz- 
burg) 18 Signete und Exlibris, alle in Linoleum- 
schnitt bzw. Schablone, nette kleine Blättchen 
— auch für Briefköpfe verwendbar — von 





gutdekorativer Wirkung. Sepp Ferstl 5 eben- 
solche Signete und Exlibris in Linoleumschnitt 
von gleicher Art. Stuttgart: Felix Hollen- 





118 — 


mit teils Landschaft teils Wappen korrekter 
Zeichnung. Willy Planck, der viel illustriert: 
Exlibris Walter Keller,*) das hier abgebildet 


berg: 4 ganz entzückende Landschafts- | ist und Talent verrät. Adolf Höcker, 
radierungen von hoher Vollendung. Prof. | Lithograph (1). Ernst Fuchs, Hoftheater- 
Robert von Haug, Direktor der Kunst- | maler (2). Otto Ubbelohde-Gossfelden, **) 

wundervolle Radierung Ad. Heydweiler **) 


mit nackter weiblicher Figur in Landschaft 
mit weiter Perspektive. Prof. M. Beck- 
Gran-Nürnberg I heraldisches und I allego- 
risches reizendes (Fr. Dr. Elisab. Tausch) mit 
2 Knäbchen mit Büchern. 
Berlin: Hermann Struck 4 Radierungen, 
2 Klischeedrucke, die alle Talent und Können 
verraten. Georg Struck, hübsches Land- 
schafts-Exlibris, das hier (S. 119) wiedergegeben 
ist. Dr. Otto Schulze-Kolbitz 2 sehr gute Ex- 
libris Lili Georg Lucas 2, 
dessen reizendes alpines Exlibris Elise Lucas 
„Beim Mariandl auf der Zwieselalm bei Tölz“ 
hier (S. 120) abgedruckt ist. Frau Ilse Schütz- 
Schur, Ernst Strach, Cand. arch. (je 1). 
Jacob H ap p -Frankfurt a. M.: Originelles Ex- 
libris Willy Lampe***), Frankfurt a. M., Friedrich- 
strasse 45, blaugrauer Kupferdruck auf rotem 
„Lampe“, An- 


und Leo Baer. 


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A spielung auf des Besitzers Namen — liest bei 
einer Studier-,,Lampe“ Wilhelm Busch; nette 
Zeichnung, guter Lichteffekt. Ich füge hier 
KE Abschrift des Begleit-Zettels bei, der besagt, 


„Wie mein Exlibris entstand, 
Widmung von Wilhelm Busch. 


A 
7] 
dl 





Wenn man aus Goethe's Vaterstadt, 


Y. W;. Planck: 
Dazu den Namen Lampe hat, 


Exlibris Fritz Hoffmeister,*) 
charakteristisches, vorzüglich gezeichnetes Blatt 


So wird man unverdientermassen 
Verglichen oft mit jenem Hasen, 

Dem Reinecke, der Bösewicht, 

Einst ausgelöscht das Lebenslicht. 
Schafft man sich später 'mal als Mann, 
Weils Mode, ein „Ex libris“ an, 


akademie: 


mit einem württembergischen Jäger von 1870 
auf Vorposten (bestimmt für die historische 
Abteilung der Hoffmeisterschen Bibliothek). 
C. Adolf Stattmann 5 Farben-Steindrucke 





*\ Stuttgart, Blumenstr. 36. B.; tauscht. 
**) Tauschen beide nicht! 
***) Siehe Beilage, vom Besitzer freundlichst übereignet. 


*) Stuttgart, Marienstr. 12; tauscht das seltene Blatt, | 
Pigment-Kohle-Druck, nur in Ausnahmefällen gegen nur ganz 
Gutes. i 

















mpe 


Jac Happ gezeichner Kupferdruck O Falsing. Berin SW. 


GM La 


Exlibris Willy Lampe, Frankfurt a. M, 1906 
von Jakob Happ-dort. 


Kupfe ‘ . á 
Wee von O. Felsing, Berlin. Beiiage zur Exlibris-Zeitschrift. Jahrgang 1906, No. 3. 





Leipzig des jungen Künstlers. Hans Christian- 
Rotenburg o. T., Glasmaler, gutgezeichnetes 
Exlibris Scheibenberger mit korrekten Wappen 
und  Stadtansicht, Hellmut Eichrodt- 
Karlsruhe 3, darunter ein sehr gutes redendes 
Exlibris Otto Glück - Karlsruhe» 
Johann Br., 


Geiger. 


Gallion, Freiburg i. Georg 





v. G. Lucas-Berlin. 


Hohneck-Dresden, Felix Schulze-Leipzig, 
Gertrud Hoffmann -Zittau (je 1). Elisabeth 
Stern - Bremen (3), Karl Fincke- Königs- 
berg i. Pr, Gadso Weiland-Arnis a. d 
Schlei. 

Das auf S. 122 folgende Exlibris der Frau 
Lotte Schwarze, Halle a.S., (Wettinerstr.19, T), 
Lithographie von Frl. Wilhelmine Berger-Halle 


(Dilettantin), wurde von der Besitzerin freund- 


120 





lichst der Exlibris - Zeitschrift 
gestiftet. 

Von Heraldikern: Martin Kortmann- 
Berlin (s. Tauschliste),*) dessen 2 eigene Exlibris 
ich hier (S. 123) abdrucke; das gróssere weist 
auf Kortmanns Arbeiten auf heraldischem Ge- 
biete hin und stellt ausser dem Künstler- 
schild 4 Helme — Topf-, Kübel-, Stech- 
und Visierhelm -— als Repräsentanten vierer 
Stile nebst dazupassenden Ornamenten dar; 
das kleinere, in gotisierender Form enthält 
oben den Schild unseres Exlibris-Vereins, dessen 
Mitglied der Zeichner ist. Beide Blätter sind 


Alfred Pellon- 


Auflage der 


entschieden gut gezeichnet. 
Metz (1). 

Österreich: Wien: Prof. Karl Moll; 
Dr. phil. Rudolf Junk, Germanist und akade- 
Maler vom MHagenbund, originell- 
einfach-gutes Exlibris Franz Weber (s. Tausch- 
liste); Rudolf Schmidt; Irma Herz, ein- 
facher Holzschnitt. 

Das in der Exlibris - Zeitschrift XVI. 1.S. 35 
erwähnte allerliebste Exlibris Georges Gour y**), 
von Raphael Kirchner-Wien-Paris, kann ich 
hier (S. 124) nach freundlichem Angebot des 
Klischees den Lesern in Reproduktion vor- 


mischer 


fúhren. Das Original ist Kupferdruck. 
Ungarn: Ofen-Pest: Arpad Basch, 
Radierung Gustav Ritter von Emich, nacktes 
Weib mit Büchern; Josef Bato, Imre Benes 
(je 1), Emil Sarkadi (2), Carl Lotz (Porträt- 
Exlibris Cornelia Lotz; Vater und Tochter), 
Gyulay Bernat, Valer Mende, M. Bokor, 
Franz Haba-Fehertemplom; Richard Geiger- 
Porträt - Exlibris, 
farbiger Steindruck Dr. Bela Lang (s. Tausch- 
liste). 
Dr. 
bekannten ungarischen Landschaftsmaler Endre 


Rakospalata, sehr gutes 


Hervorzuheben ist das Exlibris des Herrn 


Lórinc Szemlér (s. Tauschliste) vom 


i von Frecskay hier (S. 121) abgebildet. 


*) Berlin W. 15, Pariserstr. 6, Gartenhaus; sehr em- 
pfehlenswerter heraldischer Zeichner. 

**) Nancy, rue des Tiercelins 5; kein Tausch; gibt es zu 
8 Mk. ab. 

















See" "Kaz 


Schweiz: 
Schaffhausen: 7 Exlibris, davon 4 sehr gute 
Radierungen und 3 Klischeedrucke; von 
letzteren ist hier sein Exlibris Karl Bachmann- 
Schaffhausen (unten redend: Bach-Mann, oben 
Hinweis auf den Drucker und Pressmann: 


Philipp Dammkóhler- 


Druckergreif) (S. 124) abgedruckt ; besonders die | 


3 Radierungen und die 1 Heliogravúre sind 


A ET er r T 
AO 








SZEMLER LÓRIMO 
so KÖNYVE.” -> 


v. E. v. Frecskay. 


Fritz Mock- Basel, ein 
neuer geschätzter Exlibriszeichner,*) dessen 


gute Leistungen. 


Zeichnungen und Farbenkompositionen sehr 
I gutes 
Exlibris Dr. Titus Meyer und zweierlei O. 
Bertschi (Mitglied des Exlibris-Vereins); die 
des letzteren: Kontur Zink, Farbplatten eigene 


geschickt und gefällig ausgeführt sind : 


Holzschnitte nach Anleitung des Künstlers. 
Heinrich Müller - Basel (München), H. 
Ziegler- Winterthur, Olga Burckhardt- 





*) Geborener Böklinger, Württemberg, Inhaber einer 
Malschule in Basel, von der Münchener Akademie; Mitglied 
des Verbands deutscher Illustratoren. 


| 








| darstellen. 





Muralto-Locarno, Osc. Hirschfeld-St. Gallen 
(je 1). 

III. Aus Dilettantenkreisen: 

Carl Berkhan, Buchhindler, Stuttgart,*) 
dessen hübsches, kaum dilettantenhaftes Exlibris 
für Sanitätsrat Dr. E. Schickler ich hier (S. 124) 
wiedergebe; die Zeichnung soll die verwehrte 
Lösung des Rätsels der Natur und des Todes 
Arthur von Daum, General- 


major z. D., Darmstadt: Sehr gutes rein- 


 heraldisches Exlibris von Neufville mit Ehe- 


| Elpersdorf b. W. 


wappen von tadelloser Wappenzeichnung; 


Farben - Lithographie. Hermann Becker, 


Hauptmann, Passau. F. von Velasco- 
Burghausen a. S. (1 alpines); Thomas Wagner, 
Maria Wirth, 


Konzertsángerin (Musik - Exlibris mit Motiv 


(eigenes); 


„Orplid das Land“ von Hugo Wolf). Alıda 


- hiller- Wien: 


Kisskalt- Würzburg; Frau A. Hüttner- 
Pirk, Vogtland (eigenes). 

Österreich: Hofrat Moritz v. Weitten- 
2 Radierungen, die weit über 
dem Dilettantismus stehen: Frl.. Alicè Lucie 
Blakeley in Worms, englischer Wappenschild 
in Rosenkranz über Inschrifttafel und Melodie 
„Die Lieb, die vom Zigeuner stammt“; feines 
Damen-Exlibris ; 
Würzburg: 
Autorität in Keramik) Bücherbord mit Fenster- 
blick auf ein Giebelfenster des Geburtshauses 


und Exlibris August Stoehr- 
Über Krügen (der Besitzer ist 


Stoehrs in Nürnberg; schr gefälliges und technisch 
gutes Blatt. 
äusserst gute Radierung mit des Besitzers und 


Anton Weimar- Wien, eigene, 


Radierers Schloss Hammerriess und Wappen- 
Karl Juda- Prag-Weinberge. 

IV. Besonders erwähnenswerte Ex- 
libris: 

Extibris L-E ek A. Caecilie Bronge 
prinzessin des Deutschen Reiches und 


schilden. 


von Preussen, gezeichnet von Georg Otto- 


Berlin; Ehewappen, vorn der kronprinzliche 


*) Schellingsstr. 15, tauscht Exlibris Dr. Schickler (der 
nicht tauscht). 


Reichs - Adlerschild, hinten (nicht der nahe- 
liegende Ochsenkopf Mecklenburgs, sondern auf 
Wunsch der hohen Exlibris-Besitzerin) der alt- 
wendische Greif, der (nach Hildebrandt) zu 
gleicher Zeit auf alten Siegeln gefúhrt wurde und 
zwar abwechselnd mit dem Ochsenkopf; Helm 





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Heinrich bzw. Prinzen Waldemar von 
Preussen gemacht worden: Ebenfalls rauten- 
fórmig, preussischer Adler mit Ordenskette 
unter Krone über Band mit 
„Heinrich“ bzw. „Waldemar“. Grund: Ara- 


königlicher 


besken, 







v Wilhelmine Berger-Halle. 


mit Decken, gekrónt, Reichsadler als Zimier; 
von vornehmer, edler Einfachheit und bester 
Zeichnung. Hier auf Beilage abgebildet. 
Von dem vom Prinzen Ludwig von 
Battenberg gezeichneten Exlibris der Prin- 
zessin Heinrich von Preussen, Irene, geborenen 
Prinzessin von Hessen und bei Rhein, sind 


Parallel-Exlibris für S. K. H. den Prinzen 


Exlibris Sr. M. Schiff Preussen, gezeichnet 
von Prof. Emil Doepler d. J.-Berlin, das 
hier (S. 125) mit Genehmigung Sr. M. des Kaisers 
und Königs abgedruckt ist; es zeigt nicht den 
Reichsadler der kaiserlichen Marine, sondern, 
mit Bezug auf den Namen des Schiffes, den 
königlich preussischen Adler mit Szepter und 
Krone auf einem Buche; dieses letztere Hin- 

















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| RRONPRINZESSIN 


G.OTTO 1006 









Bibliothekzeichen I. K. und K. H 
der Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preussen; 


gezeichnet 1906 von Georg Otto- Berlin. 





Druck y 
on C, A 
«Starke, Königl. Hof. Görlitz. 


Ms 


Beilage zur Exlibris-Zeltschrift, Jahrgang 1906, No. 3. 




















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1 und 2: v. M. Kortmann-Berlin. 


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weis auf die Schiffsbibliothek; im Hintergrund 
Sterne. Ein vornehmes Blatt bester Doepler- 
scher Zeichnung. Die Originalauflage, 500 
Stück, ist in 5 verschiedenen Farben auf 
5 verschiedenen Papiersorten ausgeführt : Weiss 
mit Blaudruck, blau mit Blaudruck, grau mit 
Gründruck, gelb mit Violettdruck und braun- 
grau mit Dunkelgraudruck. 


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v R. Kirchner-Paris. 


2 Exlibris der Typographischen Ge- 
sellschaft Múnchen; beide gesetzt; Er- 
gebnisse des Wettbewerbs 1905 (vgl. den 
Fleischmannschen Artikel dieser Nummer); 
2 sehr gefällige Blätter mit Drucker an der 
Presse, bzw. dem Münchner Kind”. 


Exlibris Alfred Jeremias, Dr., Pfarrer, 
Universitáts - Professor, Leipzig, zeigt den 





v. C. Berkhan-Stuttgart. 








Stella-Venedig: 5 Exlibris - Radierungen, 
5 andere. Der Fürst Albert v. Monaco 
liess sich bei A. Desaide, Paris, 2 Wappen- 


Propheten Jeremias, nach 
Holzschnitt von C. Streller. 


altem Vorbild; | 
V. Ausland: | 





Aus Belgien liegen Exlibris - Neuheiten 
vor: Von Armand Rassenfosse-Lüttich 
(feine graziöse Radierung), nacktes Mädchen 


vor Bäumen; Exlibris Dora Nyst. Henry 


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Exlibris machen, das eine mit Schildhalter, 
Palais de Monaco; das andere, persönliche, 
Rokokoschild, ohne Schildhalter, mit Krone, 


Anker und Lorbeerzweig; 2 kleine, feine 


v., Prof. E. Doepler d. J.- Berlin. 


Meunier- Brüssel, Xavier Havermans- 
Brüssel, Flori van Acker- Brügge etc. In 
Schweden entstanden wieder einige neue 
Exlibris, wenn auch nicht mehr so viele, wie 
im ersten Anlauf. In Italien schuf Luigi 
Levi, Pseudonym Ulvi Liegi, Florenz, 
Exlibris - Radierung Bonamici (Wappen mit 
Landschaften; ziemlich unklar); Guido Maria 


eine 


Stiche. England: Einige neue Exlibris von 


C. W. Sherborn, G. W. Eve, W. B. Barrett 
und M. Ethel Cassels Gillespy. Amerika: 
Miss Clara E. Atwood, Boston (4). Edwin 


Davies French-Saranac Lake (1). 

In Spanien entsteht wenig Neues mehr 
an Exlibris; um so erfreulicher ist es, unseren 
Lesern eine neue Glanzleistung unseres Mit- 


glieds des Herrn Alexander de Riquer, 
Comte de Davalos, in Barcelona, in náchster 
Nummer*) vorführen zu können. Dieses für 
Noten bestimmte und daher grosse Exlibris 
ist von Musik durchdrungen, von der Sebastian 
Bach-Melodie bis oben zum Gralsbecher, daher 
für Musikalien sehr passend. Zeichnung wie 


Radierung sind in der gewohnten Meisterschaft 


*) Leider zu dieser No. nicht mehr druckfertig geworden. 


126 





A. de Riquer’s ausgeführt und das interessante 
Blatt wird eine wertvolle Vermehrung unserer 
Zeitschrift-Beilagen sein, sowohl als Beweis de 
Riquer’scher und spanischer Kunst, als auch 
als schönes Beispiel überhaupt ausländischer 
Exlibris-Kleinkunst. Die Platte wurde freund- 
lichst vom Künstler geliehen, wofür ihm auch 
hier gedankt sei. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Anhang. 


Hubert Wilm-München. 


Wieder möchte ich aus der jungen Mann- 
schaft der Exlibriszeichner einen herausgreifen 








tun haben. Es ist dies Herr Hubert Wilm 
in München, der fleissige, begeisterte und 
geschickte Mitarbeiter der dem neuzeitlichen 


Buchschmuck dienenden, sehr guten Zeit- 





906 


v. H. Wilm. 


schrift „Graphische Künste“ in München und 
| der „Münchner Jugendblätter.“ 

und dem Leserkreise vorstellen, da wir es bei | Geboren zu Kaufbeuren 1887, besuchte 

ihm wieder mit einer besonderen Eigenart zu | er die Realschule zu Kempten und die In- 


v. H. Wilm. | 

















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1—3: v. H. Wilm-München. 





dustrieschule, um Hochbau-Architekt zu werden, 
ging aber 1905, seinem Drange zur Kunst 
folgend, auf die Kunstgewerbeschule München 
über, auf der er den Unterricht der Professoren 


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dass der erst 20jiihrige ein noch „Werdender“ 


' ist, der aber Talent und Eigenart hat und 


noch Gutes verspricht. Er hat sich seinen 


Formen- und Ideenschatz im eifrigen Studium 


M. Dasio und Th. Spiess genoss. Trotz seiner ' der Natur geholt und zeigt eine gute Be- 


Jugend hat Wilm schon viel gezeichnet und 


vclibris 








1900. 


E. Wilm. 


zwar zur Zufriedenheit seiner Lehrer und der 
Besitzer graphischer Arbeiten von ihm. 
Münchner Allgemeine Zeitung und die Augs- 
burger Abendzeitung lobten seine Manier, und 
ein Teil der hier abgebildeten Exlibris recht- 
fertigt dieses Lob. Dass da und dort manches 
noch besser oder schöner sein könnte oder 
nicht jedermanns Geschmack entspricht, dürfte 


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handlung der Strichmanier in strenger Linie; 


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v. H. Wilm. 


durch Feinheit und Be- 
wegung der Linie zu wirken. 


sein Streben ist, 

Die hier abgedruckten Exlibris lassen er- 
kennen, dass man den jungen, strebsamen 
Künstler als Exlibriszeichner ruhig empfehlen 
kann; während bei den Exlibris von Velasco 
und Ralt m. E. die Umrahmungen das Bild 


nicht Wunder nehmen, wenn man bedenkt, | zu schwer belasten, sind die Exlibris Mauer- 














meyer, Breg, Graf und Storch recht gut und 
gefállig; auch das alt-Núrnberger Stadtbild des 
Exlibris Otto Riedle ist — bis auf das zu jetzt- 
zeitlich-lange Kanonenrohr — recht gelungen. 

Ansprechend und gut gezeichnet ist auch 
das Exlibris für Rich. Müller, einen jungen 


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129 


gewaltig, und manchmal frágt man sich ver- 


wundert: Kann und darf man denn heut- 
zutage rein alles auf einem Bibliothekzeichen 
anbringen? Früher hatte man, mit Recht. mehr 
persönliche Bezugnahmen und den Zweck des 


Blattes schärfer im Auge, während man heute, 


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Litteraturfreund und Dichter, dem ausser der 
Anspielung auf den Namen auch cin Volks- 
lied zeichnerisch gewidmet und das ebenso 
originell wie gemütvoll erdacht ist. 

Vergleicht man freilich unsre alten Ex- 
libris strengerer Observanz und diese moder- 
ist der Unterschied 


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. Wilm. 


ein Künstler dem anderen und der ganzen 
modernen Richtung folgend, mehr dekorativ 
durch allgemeine Bildchen, Symboliken und 
Allegorien zu wirken sucht, was manchmal 
zu dem Ergebnis führt, dass das betreffende 
Blatt so ziemlich eben cher alles Andere als 


gerade ein Bibliothekzeichen ist. Wilm ist 








thekzeichen zu liefern und den Urzweck der | gebildeten Exlibris von H Wilm erwähne ich, 
dass nach seiner von mir unbeeinflussten 
Idee das Motto „Helm und Feder“ zur 
Darstellung kam, im Gegensatz zu meinem 


Exlibris nicht ganz aus dem Auge zu ver- 
lieren. Seine Exlibris beweisen auch ent- 


im Allgemeinen bestrebt, reinpersönliche Biblio- Zu meinem eigenen, auch hier (S. 131) ab- 
| 
schieden, dass er zeichnen kann, Sinn für | 





v. H. Wilm. 


dekorative Anordnung hat und selbst ge- | W. Geiger'schen Exlibris „Schwert und Feder.“ 
mässigt apart ist; es liegt also an den Auftrag- | Der Feder sollen hier nach Wilms Meinung 
gebern, sich sinnvolle Exlibris zu bestellen; | blühende Rosen entströmen (— schmeichel- 
eine gefällige Ausführung wird unser Zeichner | haft, ob aber zutreffend?) 

schon besorgen. Zum Schlusse sei bemerkt, dass Herr H. 











Wilm (München, Öttingenstrasse 23) seine 
Exlibris nicht tauscht, dass diese aber 
in Littauers Kunstsalon, München, Odeons- 


platz 2, für je 60 Pf. zu haben sind. Seine 


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Exlibris - Originalfederzeichnungen 
sind mässig. 


K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Willi Geigers 
„Römische Exlibris“. 


Willi Geiger ist den Exlibrissammlern und 
-Freunden längst bekannt und vertraut. Es 
ist daher nicht nötig, ihn noch besonders vor- 
zustellen, umsoweniger, als in der Exlibris- 
zeitschrift schon verschiedentlich ausführlich 
über ihn geschrieben worden ist, so in Bd. 
XIII, Heft 3 von Erich Haarmann und, im 
Nachtrag zu dieser Arbeit, von Herrn K. E. 
Grafen zu Leiningen-Westerburg; ausserdem 


von dem letztgenannten Verfasser nochmals 
in Heft 4 des XV. Bds. anlässlich des Er- 
scheinens des 1. Bandes des Geigerschen 
Exlibriswerks. Auch Abbildungen Geiger’scher 


Bibliothekzeichen finden sich wiederholt in 


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dieser Zeitschrift, so Bd. XIII, S. 126— 131, 
Bd. XIV, S- CSS und. 184, Be. Xy, 3.183 
und Ba. AVI, 2 27. 


Exlibris,“ 
dürfte aber doch manchem Kopfzerbrechen 


Die Bezeichnung „Römische 


verursachen. Ich beeile mich daher, das 
„Geheimnis“ zu erklären. Geiger hat nämlich, 
wie Herr Graf zu Leiningen-Westerburg in der 
oben erwähnten Besprechung des Geiger’schen 
Exlibriswerkes bereits mitgeteilt hat, im Jahre 
1905 als Schüler der Münchener Kunstakademie 
(Klasse Stuck) den Schackpreis und den Staats- 
preis (je 3000 Mark) zu einem zweijährigen 
Aufenthalt in Italien und Spanien erhalten. 
Er brachte deshalb zunächst den vergangenen 
Winter (1905/06) in Italien, d. h. in Rom 
zu, und die dort entstandenen Exlibris sind, 





es, die mit dem Titel dieser Abhandlung 
gemeint sind und von denen hier ein Weniges 
die Rede sein soll. 

Schon öfters ist, auch von unbedingten 


Freunden Geigers, der Wunsch ausgesprochen 











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es möchte dem Künstler bald 





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worden, ge- 


lingen, aus dem Gischt und Uberschwang 


seiner heissen Jugend sich zur „Klärung“ 


durchzuringen. Wer nun etwa (was immer- 


hin nahe liegt) gehofft hat, dass diese 


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Klárung durch den Aufenthalt in Rom und 
den táglichen, intimen Verkehr mit der Antike 


und der Renaissance wenn nicht vollzogen, 


so doch wenigstens eingeleitet werde, der wird 


wohl nicht wenig úber die Exlibris erstaunt 


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sein, die Geiger im Angesichte des Kollosseums 
und der Peterskirche gezeichnet hat; denn 
selbst das schärfste Mikroskop dürfte in diesen 
Blättern 
im landfäufigen Sinne des Wortes entdecken. 


nichts von italienischen Einflüssen 








— 


133 


Manche werden dies sonderbar, vielleicht sogar 
bedauerlich finden; wer aber den Wert eigen- 
artiger Kúnstlerprofile zu schätzen weiss, der 
wird sich nur aufrichtig darüber freuen können; 
denn ein Künstler, der in dem, allen schwachen 
und schwankenden Begabungen so überaus 
gefährlichen Italien nicht nur er selbst bleibt, 
sondern diese seine höchst persönliche Art 


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er mir einmal schrieb, in Rom doch profitiert: 
Ein Gefühl für grosse Verhältnisse und, was 
besonders interessant ist, Verständnis für die 
Schönheit des Barockstils! Im Sinne 
der Preisstifter mag dieses Resultat nun freilich 
gerade nicht sein. Sicherlich aber hat es zeit- 
symptomatische Bedeutung und ist noch oben- 
Argument gegen 


drein ein neues, kräftiges 





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noch Steigert (und zwar von innen heraus, 


| den immer noch beliebten Nonsens, junge 


deutsche Künstler, gleichviel, welchen Sinnes 


nicht etwa durch äussere Reizmittel), der 
muss doch auf alle Fälle wirklich ein Eigener 
und Ganzer sein. Und auch der Vorwurf 
des Origin ellseinwollens um jeden Preis muss 
angesichts dieser glänzenden ,,Belastungsprobe“ 
wohl für immer verstummen. Aber beinahe 
hätte ich vergessen: Etwas hat Geiger, wie 





ultra montes zu schicken, 
sie dort etwas irgendwie Förderliches lernen 
könnten. 

Über das Wesen der Geiger’schen Schwarz- 
Weiss-Kunst im Allgemeinen und seiner Biblio- 
thekzeichen im Besonderen kann man z. Z. 


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sie sind, 


als ob 


kaum etwas sagen, das nicht schon irgendwo 
ausgesprochen worden wäre. Man weiss, dass man 
es hier mit konzentrierten Fixationen wunder- 
lich-bizarrer Phantasien, Träume und Gesichte 
zu tun hat, deren Wurzel zumeist die Erotik ist. 
Anders als sonst in Menschenköpfen, malt 


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sich in diesem Kopf die Welt, und zwar nicht 
nur die sichtbare, 
sinnliche. 


die über- 
Und so verrät denn Geiger oft 
in seinen Exlibris das Unsagbare über den 
Exlibrisbesitzer, nicht 


Worten „erklären“ oder analysieren 


sondern auch 


Dinge, die sich mit 


lassen, 


134 








die man niemals begreifen wird, wenn man 
sie nicht fühlt. Zuweilen allerdings ver- 
schmäht auch Geiger leichter verständlichere 
Kombinationen nicht, die sogar in einzelnen 
Fällen die Eigenschaften ,,redender“ Exlibris 


besitzen mögen. Im eminenten Sinne charak- 


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teristisch aber werden für ihn immer die (wie 
ich sie nennen möchte) „Blitzlichtaufnahmen“ 
von Empfindungen oder Gesichten bleiben. 
Und die von Geiger besonders bevorzugten, 
übermässig grellen Kontraste zwischen Licht 


und Schatten lassen sich dann, wenn man 








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will, zwanglos als Wirkungen des eben er- 
wähnten, künstlerischen „Verfahrens“ Geigers 
erklären. 

Bemerkenswert ist, dass die sog. „Band- 
rolle“, die früher ein fast nie fehlendes Re- 
quisit auf den Bibliothekzeichen Geigers war, 
in neuerer Zeit immer mehr durch lose, ver- 
streute Papierblätter abgelöst wird, die zu- 











weilen wie ein weisses Meer (Geiger liebt ja 
bekanntlich von jeher Häufungen und Deh- 
nungen als Verstärkungsmittel des künstlerischen 
Ausdrucks) den Boden bedecken und ge- 
wissermassen das Buch in seinem „Urzustand“ 
repräsentieren. 


Die in Rom während der Monate No- 
vember bis Februar gezeichneten Exlibris sind, 
nach Massgabe des mir vorliegenden Materials, 


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| in alphabetischer Anordnung die folgenden: 


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13; 
13, 
14. 
I5. 
16. 


. Hilda und Hermann Bergemann, 


Waldemar Bonsels, 

Richard Braungart, 

Sofie Briegleg, 

Freie Vereinigung Münchener Kunst- 
studierender, 


Georg Geiger, 


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. Gustav Lehmann, 
. Martha Lehmann, 
. Dr. med. Ludw. Alb. Marius, 


Maximilian K. Rohe, 


. Richard Scheid, 


Ernst Schick, 

Viktor Schick, 
Weissgerber, 

Dr. Georg Jakob Wolf, 
Walther Zimmermann. 








Hier abgebildet sind die Nummern: 3, 4, 
Br Sy DIE ad CS 

Von diesen ı6 Blättern 
Wissens nur ein einziges (W. Zimmermann; 


wird meines 


siehe Tauschverkehr in Heft ı des laufenden 
Jahrgangs) getauscht; alle übrigen (auch das 


Marius und Georg Geiger, für den Kunst- 
händler Zimmermann oder für den Verfasser 
dieser Zeilen, auf dessen Blatt der auf luf- 
tigem Federnthron über dem ,,Sternenzelt* 
schwebende Mann die freilich oft problema- 
tische Herrschaft des Schriftstellers über die 





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Blatt des Verfassers dieser Zeilen!) sind nur 
vom Künstler — Adresse, Landshut i. Nied. 
Bay.“ genügt — käuflich zu haben. 

Exlibris 
Manche sprechen 


Eine genauere Analyse dieser 
halte ich für überflüssig. 
eine, dem Geiibteren ohne Weiteres ver- 
ständliche Sprache, wie z. B. die Blätter für 


den Dichter Richard Scheid, für die Ärzte 


Welt höchst eigenartig und witzig zugleich 
Von Blättern giit 
weiter oben über die Nichterklärbarkeit durch 
Die beiden Bibliothekzeichen 
Namen Schick verdienen um ihres 


andeutet. anderen das 
Worte Gesagte. 
mit dem 
barockisierenden Stiles willen besondere Be- 
achtung, das Blatt für Ernst Schick ausserdem 


noch um des Umstandes willen, dass hier 





das Gefühl für grosse Verhältnisse, das Geiger 
in Rom erwarb, ohne Zweifel bereits Einfluss 
gewann. 

Die hier aufgeführten Blätter, deren Eigen- 
besonders 


art von den jungen Künstlern, 


Münchens, wahrscheinlich wieder ebenso 
eifrig (und gedankenlos!) nachgeahmt werden 
Arbeiten 


Geigers der Fall war, sind sämtliche in dem 


wird, wie dies bei den früheren 
2. Bande des Geigerschen Exlibriswerkes ent- 
Band, bei Friedrich 
Rothbarth in Leipzig*) erschienen und von 


Galeriedirektor Arthur Rössler (Wien) heraus- 


halten, der, wie der I. 


gegeben ist (Preis im Buchhandel 15 Mark). 


Ausser den Exlibris ist, was interessieren 
dürfte, in Rom noch eine Folge von 11 
(oder 12) Schwarz-Weiss-Blättern erotischen 


Karakters „Das gemeinsame Ziel und Anderes“ 
entstanden, die demnächst in Wien auf Sub- 
scription erscheinen wird. Ferner begann der 


Künstler in Tunis, wohin er einen kleinen 


„Abstecher“ unternommen hatte, einen Zyklus 
(20— 30 Blätter) 


„Aphorismen“, grotesk- 


dekorative Blätter, auf welchen u. a. auch das 


Tier — dessen Schilderung Geiger ganz be- 
sonderes Vergnügen macht — in allen mög- 
lichen Beziehungen zum Menschen dar- 


gestellt wird. 

Den nächsten Winter wird Geiger wohl 
darf die 
Serie spanischer (Madrider) Exlibris, die er 


in Spanien zubringen. Man auf 
voraussichtlich von dort zurückbringen wird, 
heute schon gespannt sein. Wahrscheinlich 
werden Velasques, Zurbaran und Goya, letzterer 
ein Geistesverwandter Geigers, seine Indivi- 
dualität ebensowenig aus ihrer eigenwilligen 
Balın zu drängen vermögen wie die \Vunder 


Roms. Hoffen wirs wenigstens! 


München, Juli 1900. 


Richard Braungart. 


*) Dem Verleger sei an dieser Stelle für die freundliche 
Überlassung der Klischees ausdrücklich gedankt. 





Exlibris Louis Fernique 
von Henry-An dré- Paris*). 
„Fiat-lux-hodie-excuditur“. 

„Fiat lux“, die ersten Worte der Bibel, 
aber auch Worte, die auf Bibeln stehen, die 
man Gutenberg’s Statuen in die Hand gab; 
denn mit Erfindung der Buchdruckerkunst: 
Fiat lux, es werde Licht! Aber hodie, heut- 
zutage, ätzt man durch ein Verfahren, das 
man in Frankreich Ja Simili“ nennt. Diese 
Simili-Gravure ist für sich selbst eine Art 
Revolution, die beinahe der Erfindung der 
Druck-Buchstaben gleichkommt. Wir geben 
uns selbst oft noch nıcht genug Rechenschaft, 
was ausserordentlich Wunderbares eine Moment- 
photographie ist, die sich in wenigen Stunden 
Dank 


diesem Wunder werden unsere Enkel in einem 


in ein Druckklischee umwandeln lässt. 
halben Jahrhundert unsre jetzigen Zeitgenossen 
in ihren Taten und ihrem Gebaren gewisser- 
massen historisch geworden sehen. 

Herr Louis Fernique trägt einen auf dem 
Gebiete der Photogravüre allgemein bekannten 
Namen; sein Vater Albert Fernique, dem er 
im Geschäfte folgte, war eine der solidesten 
Stützen dieser Kunstart; auch sein Sohn 
bemühte sich, den ihm überkommenen Namen 
und Ruf in Ehren zu halten. 

Die Simili-Gravure erfordert grosse Ge- 
schicklichkeit und eine tiefe Kenntnis der be- 
sonderen und vielfachen Techniken, die ein 
dünnes Häutchen photographischer Zurichtung 
in em daucrhaftes Druck-Klischee übertragen. 
Dem Laien erscheint es wie cine Art Zauberei. 
Eine ihrer Haupttätigkeiten finden wir bei dem 
(S. 130) abgebildeten Exlibris Louis 
Fernique allegorisch angedeutet; nämlich die 
Lichtwirkung einer Platte über der anderen 
mittelst Netzes. Das Bild, bei diesem Exlibris 


ein Faust-Gretchen, ist derart wiedergegeben, 


hier 


dass es so schraffiert, gestreift und geschnitten er- 


“) Paris, Faubourg St. Jacques 3; tauscht einige seiner 
Exlibris und verkauft sellenere davon zu 20—30 c. 

















Das 
Bild ist reproduziert ohne weitere Mitwirkung 
des Zeichners, ohne dass man den Stecher 
irgendwie braucht. 
Typographie. 

Der Schöpfer dieses originellen, noch un- 
bekannten Exlibris Herr 
Henry-Andre zu Paris; wir finden auch 


scheint, dass es reif zum Drucke ist. 


Photographie ist hier 


ist Berufskinstler, 







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139 


F in Form von Zweigen bilden — eine 
húbsche und gute Idee. 

Herr Louis Fernique ist zum Tausch mit 
den Lesern dieser Zeitschrift bereit; er wohnt 
Paris VI, rue de Fleurus 31.% — 

Vorstehenden, mir aus Paris zugesandten 
Artikel habe ich aus der franzósischen Sprache 


in die deutsche úbersetzt und bringe hier das sehr 







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v. Henry — André, Paris. 


hier seine Manier zum Ausdruck gebracht: 
Die Anfangsbuchstaben des Besitzers, ein L 
und ein F, umrahmen die Zeichnung; die her- 
kömmlichsten Eigentumsbezeichnungen werden 
an Stelle von Wappen stets Initialen sein. 
Die der Zeichnung zu Grunde liegende Idee 
besagt, dass die Photogravüre stets durch die 
Sonne hervorgebracht wird, daher die stilisierte 
Sonnenblume, sowie durch elektrische Glüh- 
lampen, die hier die Früchte des Buchstabens 





originelle Blatt als Probe französischer, speciell 
Henry-André'scher Exlibris-Kleinkunst. Dieser 
Künstler hat, nach meiner Sammlung, bis jetzt 
1901 
jetzt besonders aktuelles, das von Edmond 


55 Exlibris gezeichnet, darunter ein 
Duchesne, damaligen Sekretärs des französischen 
Justizministeriums, das Dreifussischen Charakter 
trägt und sich nun nach 5 Jahren bewahr- 
sehr gesuchte 


heitete: Das jetzt in Paris 


| Exlibris zeigt die Figur der Zeit, die militärische 


Helm- und Federbúsche hinwegmáht; dahinter 
die einen Spiegel hochhaltende nackte Wahr- 
heit, darüber der Spruch ,,Avec le temps“ = 
mit der Zeit, der sich jetzt im Dreifussprozess 
erfüllte. Henry Andre schuf 1898 auch ein 
interessantes Exlibris für einen Zolaschwärmer, 
Herrn M. Volaire, das Zola’s Porträt, beseitet 
von der Wahrheit und Gerechtigkeit, und 
Strahlen zeigt, zwischen denen die Titel von 
Zola’s Werken stehen. 


K. E. Graf zu Leiningen -Westerburg. 


Exlibris-Ausstellun g 
in Budapest. 


Im „Kunstgewerblichen Museum“ wurde 
am 20. Mai in Anwesenheit des Unterrichts- 
ministers Graf Apponyi die, von der Kinder- 
schutzliga veranstaltete Exlibris Ausstellung 
eröffnet. Das Interesse und Verständnis des 
ungarischen Publikums für künstlerisch aus- 
geführte Bibliothekzeichen ist in den letzten 
Jahren erfreulicherweise gewachsen, und so 
darf die Ausstellung kühnlich auf einen be- 
deutenden moralischen und materiellen Erfolg 
rechnen; die Ausstellung, die mit hingebungs- 
vollem Eifer und grosser Sachkenntnis von 
Herrn Ernst Barta und Herrn Karl Csányi 
arrangiert 


umfasst 2000 


Exlibris (sowohl alte, als auch ganz moderne), 


wurde, mehr als 
die einen Wert von über 130,000 Kronen 
repräsentieren. 

Ein schöne, meistens aus alten Blättern 
bestehende Sammlung ist die der Fr. Gräfin 
Coudenhove-Preuner. Bemerkenswerte Samm- 
lungen sind noch ausgestellt von: Baron J. v. 
Weissenbach, M. G. Dirner, Arnold Priiner, 
Zoltan Speidl u. n. v. A. Original-Exlibris- 
Barta, Karl 

K. E. Graf zu 
15 Stück seiner 
Von den Gra- 


Zeichnungen sind von Ernst 
Csanyi und Tibor Bottlik. 
Leiningen-Westerburg hat 
eigenen Exlibris ausgestellt. 








140 — 


phikern und Zeichnern, deren Werke in der 
Ausstellung zu sehen sind, nennen wir die 
Auslánder Rops, Simpson, Héroux, Triado, 
Closs und die ungarischen Künstler P Jávor, 


H. Csányi, E. Barta, A. Katz, A. Nagy, 
M. Vadász und Mosonyi-Pfeiffer. Mit Rúck- 


sicht auf das rege Interesse des Publikums 
besteht der Plan, einen Verein der Exlibris- 
Der Präsident wird 
Baron Leopold v. Edelsheim-Gyulai sein. 


Gg. Edm. Singer. 


Freunde zu gründen. 


Anhang. 

Zu Vorstehendem trage ich noch Folgen- 
des nach: 

Das Komitee der Ausstellung bestand aus 
den Herren Kustos Karl Csanyi und Maler 
Ernst Barta. Der Katalog trägt als Kopf die 
Reproduktion des englischen Exlibris W. H. 
Downing von Gordon Craig, das auch unter 
den Abbildungen des Katalogs wiederkehrt; 
ferner sind noch die Exlibris Jenö Goldberger 
v. Ernst Barta, Iluska Csanyi und Ilus Hauer 
v. Karl Csanyi, Freiherr v. Lipperheidesche 
Büchersammlung v. Karl Rickelt-München und 
Exlibris Ellen Terry(-London, fälschlich als 
amerikanisch bezeichnet) v. Gordon Craig 
Eine Ofen-Pester deutsche 
Zeitungsnotiz v. 22. 5. 1906 rühmt die Schön- 


wiedergegeben. 


heit vieler der ausgestellten Bibliothekzeichen 
und sagt u. A. „Das sind mehr als blosse 
Signaturen, die die Zusammengehörigkeit der 
Bibliothek 
zeichnen, das sind kleine Kunstwerke, in einem 


Bücher einer äusserlich kenn- 
glücklichen Moment hingeworfen, Zeichen voller 
Originalität, die einen in ihrem symbolischen 
Ausdruck, die anderen in rein dekorativer Wir- 
kung, in denen sich ein Stückchen von der 
Seele, dem individuellen Empfinden des Be- 
sitzers wiederspiegelt.“ 

Nach dem Katalog in dem alle aus- 


gestellten Exlibris mit grossem Fleiss mühe- 





| 
| 


voll einzeln mit Besitzernamen zumeist auch 
mit dem des Künstlers angeführt sind, ist nur 
ein kleiner Teil der Exlibris alt; einige wenige 
entstammen dem 16. Jahrhundert, ein Teil 
dem 17., 135 
wiegende Rest sind moderne Bibliothekzeichen 
aus Ungarn, Österreich, dem Deutschen Reich, 
Frankreich, Holland, Schweiz, Spanien, Russ- 
land, England und Amerika. Die deutschen 
Exlibris sind am zahlreichsten vertreten; sehr 
In 
England und Amerika 


ein andrer dem der über- 


viel Gutes, aber nicht immer das Beste. 
der 
kamen einige Irrtümer vor. 


Zuteilung zu 
Druckfehler in 
der Schreibweise deutscher Namen sind wie 
stets in allen ausländischen Katalogen, auch 


hier wiederholt zu finden. 


K.E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Exlibris-Wettbewerb der 
Typographischen Gesellschaft 
München. 


Der in Heft ı dieses Jahrgangs erwähnte 
Wettbewerb der Typographischen Gesellschaft 
München zur Erlangung eines guten typo- 
die Gesellschafts- 
in der Zwischenzeit 


graphischen Exlibris für 
bibliothek 


worden. 


ist erledigt 


Er hatte ein sehr erfreuliches Er- 
gebnis; denn er zeitigte nicht weniger als 
79 Entwürfe von 23 Teilnehmern, sicher eine 
respektable Arbeit für die Herren Preisrichter. 
Bei der grossen Zahl der eingegangenen Ar- 
Leiten ist es erklärlich, dass viele derselben 
das gesteckte Ziel nicht völlig erreichten -und 
mehr oder weniger Mängel und Schwächen 
aufwiesen. Dagegen befanden sich aber viele 
gute Entwürfe darunter, welche einer Buch- 
drucker - Bibliothek nicht 


sondern derselben auch zur Zierde gereichen. 


nur entsprechen, 
Es muss zugegeben werden, dass die Aufgabe, 
welche dieser Wettbewerb 
setzer stellte, keineswegs eine leichte war; 


an die Akzidenz- 


141 


denn sie waren damit vor ein ihnen bisher 


noch unbekanntes Arbeitsfeld gestellt; dass 
der Wettbewerb aber mit Freuden aufgenommen 
wurde, zeigt neben der grossen Zahl der ein- 
Die fünf 


besten Arbeiten wurden mit Preisen bedacht, 


gelangten Arbeiten ihre Erledigung. 


welche die folgenden Herren Akzidenzsetzer 
erhielten: ı. Karl Bollmann (Franz’sche Hof- 
buchdruckerei G. Emil Mayer), dessen Ent- 
wurf „Suum cuique“ als die höchst bewertete 
Arbeit aus dem Wettbewerb hervorging und 
allen Anforderungen, die an ein für eine 
Buchdrucker - Bibliothek 


zu stellen 


bestimmtes Exlibris 


sind, entspricht; 2. Fritz Bauer 


(Bayerische Druckerei und Verlagsanstalt); 
3. Friedrich Sommer (Bayerische Druckerei 
und Verlagsanstalt); 4. Josef Markert (Verlags- 
anstalt vorm. Manz); 5. Joseph Lidl (Buch- 
druckerei Gerber). Ausserdem erhielten lobende 
Erwähnungen mit kleiner 


Geldprämie die 
Herren: Paul Wassmann (Bayer. Druckerei 
und Verlagsanstalt), Johannes Kohlmann (Buch- 
und Kunstdruckerei Bruckmann), Adolf Walden- 
mair (Manz), Carl Vogl und Gustav Händler 
Buchdruckerei F. X. Seitz), Josef Bleiberg 
(Iranz’sche Hofbuchdruckerei G. Em. Mayr). 
Die beiden mit den zwei ersten Preisen be- 
dachten Arbeiten wurden in den Druckereien, 
in denen die Preisträger konditionieren, für 
Der Wettbewerb 


den Beweis erbracht, dass das Material 


die Gesellschaft ausgeführt. 
hat 
des Buchdruckes sehr wohl zur Herstellung 
von Exlibris geeignet ist, die weit besser als 
manche 


verunglückten und 


klischierten Bibliothekzeichen der neueren Zeit 


gezeichneten 


sind, und dass für den kunstverständigen und 
kunstgewerblich arbeitenden Buchdrucker auf 
diesem Gebiete noch ein Platz zu erringen 
Grafen 
K. E. zu Leiningen-Westerburg ausgeführt 


ist, wie es schon früher von Herrn 


worden ist. 


Die Arbeiten dieses Wettbewerbes werden 
dem Verbande der Deutschen Typographischen 


Gesellschaften als Rundsendung überwiesen 
werden, sodass auch die übrigen deutschen 
typographischen 
haben, 


und zu besprechen, was jedenfalls zur Förde- 


Vereinigungen Gelegenheit 


die Entwürfe zu sehen, zu studieren 
rung der Exlibrissitte in Buchdruckerkreisen 
beitragen dürfte. 


Franz Fleischmann. 


Druekersünden. 


Ein Exlibris-Sammelwesen von so hoher 
Bedeutung in kultureller Hinsicht, wie wir es 
heute Dank der Erfindung der mechanischen 
Reproduktionsverfahren besitzen, wäre ohne 


Der 


altehrwürdige Holzschnitt, wie der königliche 


diese schlechterdings unmöglich gewesen. 


Kupferstich wären weder quantitativ noch 
qualitativ im Stande gewesen, den Anforder- 
ungen der heutigen Zeit zu entsprechen. 
Erst mit Hilfe der Photographie und den von 
ihr aus entwickelten Verfahren der Autotypie, 
Licht- 


druck und der Heliogravüre gelang es, frisch 


Strichätzung, Photolithographie, dem 


pulsierendes Leben in die einige Zeit stag- 
nierende Verwendung von Bibliothekzeichen 
zu bringen. Dass trotz der Vollendung dieser 
heute noch 
Blätter 


gestellt werden, kann der Sammler fast täglich 


modernen Reproduktionsmittel 


technisch schlecht ausgeführte her- 


in den eingehenden Austausch-Sendungen fest- 


stellen und die stehenden Bemerkungen in 


der Tauschrubrik unserer Exlibris-Zeitschrift: 
»ochund verbeten“ oder „Auf Minderwertiges 


wird nicht reagiert“ haben ihre volle Be- 


rechtigung. Es soll in diesem Aufsatz an der 


Hand einiger Beispiele nachgewiesen werden, 


wie übelberatene Besteller für die Sünden 


minderwertiger Plattenhersteller und Drucker 


büssen müssen. So mancher Künstler ist 


gewiss schon unangenehm berührt worden, 


wenn er die gänzlich unzweckmässige Wieder- 


142 


ee EE E a e e e e EE 





seines Entwurfs zu Gesicht bekam. 
Meistens beruhen diese Überraschungen in 
zu kleiner Reproduktion, in schlechtem Druck 


oder 


gabe 


verunglückter Zusammenstellung von 
Farbe und Papier. Es empfiehlt sich daher in 
allen Fällen, dass der Künstler dem Auftrag- 
geber mit Anweisungen für den Druck an die 
Hand geht, Probeandrucke verlangt, und even- 
tuell, wo es angängig ist und es sich um teure 


Verfahren handelt, den Druck überwacht. 


Bei den vollkommenen Arbeitsmethoden, 


mit denen heute unsere modernen Ätz- 
anstalten arbeiten, kommen ja schlecht aus- 
geführte Klischees nur selten vor; nichts desto- 
weniger ist besonders bei Autotypien darauf 
zu achten, dass auf dem vom Ätzer zu 
liefernden Andruck alle Partieen den Ton- 
werten des Originals entsprechend ausgeätzt 
sind. Gleichzeitig hat der Besteller bei einem 
guten Abzug vom Atzer eine Handhabe, was 
er vom Drucker bei Rücksichtnahme auf den 
zu verwendenden Papierstoff verlangen kann. 

Rauhe Papiere eignen sich für autotypische 
Wiedergabe nicht gut; der Druck wird immer 
erscheinen. Hoch- 


obgleich 


stumpf auf denselben 
glänzende Kunstdruckpapiere, für 
autotypischen Druck am besten verwendbar, 
sind wieder sehr empfindlich und werden 
bald unsauber und unansehnlich. Am Besten 
sind scharf satinierte holzfreie Druckpapiere, 
die in den verschiedensten Tönungen zu haben 
sind. Auf Japanpapier kommen zarte auto- 


typische Ätzungen sehr gut zur Geltung. 
Büttenpapiere in allen Tönungen erhöhen die 
Reize von Strichätzungen und Holzschnitten, 
sie lassen sich infolge ihrer Weichheit vor- 
trefflich 


gut an. 


verdrucken und nehmen die Farbe 
Leider findet man gerade unter den 
Exlibris auf Búttenpapier schlecht gedruckte 
Exemplare, ein Fehler der nur dem Drucker 
zur Last fallen kann, indem er bei der Zu- 
richtung zum Druck nicht mit der nötigen: 
Umsicht verfuhr, die Kanten des Bildes zu 








scharf drucken und die Mitte, besonders 


schwere Partien, nicht voll ausdrucken. liess. 


Recht unangenehm wegen ihres unsauberen 
Aussehens berühren die auf der Rückseite 
Sie 
Folgen zu dünn verwendeter oder schlechter 
Farbe. 


Papieren neigen zum Abziehen. 


abgezogenen Drucke. sind meist die 


Besonders Autotypien auf glatten 


Vermeiden 
lässt sich dieser Übelstand durch Verwendung 


einer starken Druckfarbe und durch Ein- 
schiessen der Drucke mit Makulatur oder 
Seidenpapier während des Druckes, auch 


können sich die frischen Drucke bei diesem 
Verfahren weniger leicht verwischen und besser 
trocknen. 

Ein besonderes Kapitel bildet die Wahl 
der Farbe beim Druck von Exlibris. Falsche 
Zusammenstellungen von Druck- und Papier- 
farbe ergeben die schreiendsten Dissonanzen. 
Man vermeide helle Farben, wie helles gelb, 
rosa, 


blau oder grün auf weissem Papier, 


wähle dagegen immer in derselben Farbe 
getönte Papiere und man wird sicher sein, 
Bei der Wahl 


der Farbe spricht auch das Bild selbst mit. 


gute Wirkungen zu erreichen. 
Man kann das eine vielleicht braun auf rot 
getöntem Papier drucken, während man bei 
anderen Farben- 
Ein 


immer 


dem zweiten von einer 
zusammenstellung mehr befriedigt wird. 
verständnisvoller Drucker wird hier 
das richtige finden. Vor allem lasse man sich 
vom Drucker nicht mit der noch vielfach 
verbreiteten Ansicht kommen, dass zum Druck 
von Exlibris jeder in der Druckerei vorhandene 
Abfallstreifen von Papier gut sei, sondern 
dringe auf Verwendung eines Stoffes, der sich 
der Vorstellung anpasst, die man sich von 
dem fertigen Drucke im Geiste gemacht hat. 

Über die Verwendung gummierten Papieres 
für Exlibris ist schon öfter geschrieben worden. 
Ich bin der Meinung, das solches für Exlibris, 
die für den Tauschverkehr bestimmt sind, ver- 
Durch die im Auf- 


mieden werden sollte. 


143 





tragen des Gummis begründete Neigung des 
Papiers zum Rollen verlieren die Drucke an 
gutem Aussehen. Es empfiehlt sich daher, 
nach dem Druck der Auflage nur die zum 
Einkleben bestimmten Blätter gummieren zu 
lassen. 

Nach meinen Beobachtungen kommen die 
bezeichneten Mängel in der technischen Her- 
stellung nur bei solchen Blättern vor, die der 
Buchdruck- oder Steindruckpresse ihr Dasein 
Bei Radie- 
rungen ist man durchweg an gute Ausführung 


Es 
haben, 


verdanken. Kupferstichen und 


gewöhnt. mag dies seinen Grund mit 


darin dass letztere Verfahren, weil 
rein manuell betrieben, weit liebevolleres Ein- 
gehen auf die Sache zur Bedingung machen. 
Bei ge- 


kommenen Stahldrucken habe ich in keinem 


den in letzter Zeit aus Schweden 
Falle Mängel in der technischen Herstellung 
Die Blättchen 
machen dem Sammler immer Vergnügen. 

Ein Kunstwerk, 


libris, ist erst vollendet, wenn in allen Phasen 


finden können. sauberen 


in diesem Falle ein Ex- 


seines Werdens auf gediegene Durchführung 


Bedacht genommen wird. Muinderwertiges 


verdirbt uns und Anderen die Freude am 
Sammeln. 
Berlin. Albin Weber. 


Zum Exlibris-Tausch. 


Eine Plauderei vom rechtlichen Standpunkt aus. 


Wenn ich weiss, Jemand bat ein eigenes 
ob der Inhaber 
ihm 


Exlibris, aber nicht weiss, 


seines tauscht oder überhaupt abgibt, 
nun das Meinige aber doch unverlangt sende 
und um Tausch bitte, darauf aber weder 
Rücksendung des Meinigen noch das erbetere 
fremde Exlibris erhalte, so kann ich gar nichts 
kränken darf mich 


machen. Nicht einmal 


das. Meine Sendung war eine unverlangte, 


der Empfänger hatte gar nicht nötig, darauf 


zu reagieren. 
so wäre es nur eine Liebenswürdigkeit ge- 
wesen, die ganz in seinem Ermessen stand. 


Der Fall ist nun ein anderer, wenn ich 
in einer Tauschliste die Adresse eines Ex- 
Der Betreffende hat bei 
die Klausel 
„Schund verbeten“ oder „nur gegen Gleich- 


libris-Besitzers lese. 
seiner Tauschofferte allerdings 
wertiges“. Ich kann mir nun überlegen, was 
ich tun soll. Schliesslich werden die meisten 
aber doch senden, da wohl Keiner sein eigenes 
Blatt für „Schund“ hält! 


auf eine solche erbetene Sendung (aller- 


Kommt aber nun 
dings mit Klausel) auch nichts, so muss ich 
mich auch wieder zufrieden geben und oben- 
drein noch sagen: „Dein Exlibris ist Schund“. 
Allerdings sind das Meinungs- und Geschmacks- 
sachen. Ich selbst habe schon oft gerade von 
solchen Adressen, die sich Schund verbitten, 
ganz erbärmliche Sachen erhalten. Mit einem 


Wort: Zu machen ist auch in diesem 2. Falle 


nichts! 

Nun aber kommt die Hauptsache, gegen 
die ich überhaupt die Feder ergreife. 

Ist in der Tauschliste bei dem Namen 


der Adressaten keine Rlausel, also einfach 
der Wunsch zu tauschen ausgedrückt, 
und ich sende vertrauensvoll mein Blatt ab, 
so habe ich unbedingt das Recht, Ersatz 
zu empfangen resp. zu beanspruchen. 

Durch die Angabe seiner Adresse in der 
Tausch 
ohneallen Vorbehaltaufgefordert. Sendet 
er nicht, so fällt seine Handlung unter Vor- 
spiegelung falscher Tatsachen — oder ein- 


Tauschliste hat er öffentlich zum 


fachen Betrug! Dieser ist strafbar! 
Es wird nun natürlich keinem Sammler ein- 
Der Wert an sich 
ist ja zu gering, nach Umständen würde der 


Beklagte einfach 


fallen, Klage zu erheben. 


erklären, er habe keine 


Sendung erhalten, was ihm zu glauben wäre, 
da es ja vorkommen kann. Die Klage wäre 


also gleich hinfällig. Dagegen gibt es nun 


144 








Hätte er mir seines gesandt, | eine sichere Hilfe, diesen modernen Exlibris- 


Schindern das Handwerk zu legen, und zwar 
durch sie selbst. Es ist ja bestimmt anzu- 


nehmen, dass sie die Nichteinhaltung des 
Tausches nicht einzeln, sondern im Grossen 
betreiben. Teilt nun jeder Geschädigte die 
Namen derer mit, die ihm nicht das offerierte 
Tauschblatt geliefert haben, so wird sich bald 
zeigen, wieviel der Betreffende hinter- 
gangen hat. 

Als Angabestelle der unredlichen Sammler 
denke ich mir die Exlibris- Zeitschrift. So 
gut die Zeitschrift Raum für die Tauschliste 
hat, 


sogenannte „schwarze Liste“. 


wird sie auch Raum haben für eine 
In diese 
sollen alle Namen aufgenommen werden, die 
von mindestens 5 Geschädigten genannt werden. 
Hat einer 5 Sendungen nicht erwidert, so 


kann man ruhig sein, dass er es absichtlich 


| tut und von einem „verloren durch die Post“ 


keine Rede sein kann! 
Ich selbst kann schon mit einer netten An- 
zahl solcher billigen „Exlibris-Freunde“ dienen. 
Freuen würde es mich, aus dem Kreise 
der Sammler, Meinungen zu hören. 


Fritz Hoffmeister 
Kgl. Hofkunsthändler. 


Stuttgart. 


Verschiedenes. 


I. Nach dem Auktionskatalog von C. G. 
Boerner der Sammlung Becher, 1906, S. 21., 
No. 71, befindet sich in einem S. Hieronymus, 
Leben der Altväter, 1497, folgendes hand- 
schriftliches Exlibris: 

„Dieses Buch gehört —- 

Hoer Büchlein wass ich dir sagen, 

Wann einer kommt und will dich hinwegtragen, 

So sag lass mich liegen in guter Ruh, 

Ich gehóre der ersame Maria anna Millerin zu, 

Wohnhaftig zu Oberachen. 

Geschrieben von Mir Johannes elter den 
30. April 1797.“ 


II. Im schön Werke: 


Manuel historiqueetbibliographique 


ausgestatteten 


de l’amateur de reliures, par L. Gruel 
(Paris), II. Bd. 1905 befindet sich S. 127 die 
Abbildung des Exlibris von Ludwig Perczl, 
Abt zu Benedictbeuern, des 16. Jahr- 
hunderts; ebenso S. 128 129 die Re- 
produktion eines schönen Ledereinbands dieses 


— 


berühmten Benediktinerstifts in Oberbayern. 
Die auf dem Einband befindldlichen Wappen- 
schilde: 2 gekreuzte Abtsstäbe mit den Buch- 
staben „B. P.“ und die Inschrift auf dem 
Exlibris verführten den Verfasser, hier einen 
mönchischen relieur == Buchbinder ,,Benedict 
Peir“ zu „entdecken,“ während er augen - 
scheinlich von dem altbekannten altbayrischen 
Kloster — dessen alte schreibweise „Benedictn 
Peyrn,“ war —- noch keine Kenntniss hatte! 


III Die „Leipziger Nachrichten“ 
vom 13. 7. 1906 schreiben: „Pariser Salon 
1906. Von der Societe des arlistes francais 
ist dem Leipziger Graphiker Bruno Heroux 
für seine in der Abteilung für Gravure und 
Lithographie ausgestellten Arbeiten die „Mention 
Honorable“ zuerteilt worden, als eine der 
wenigen Auszeichnungen, dienach Deutsch- 
land gekommen sind. Um so verwunder- 
licher muss es erscheinen, dass unter den von 
der 3. deutschen Kunstgewerbeausstellung ın 
Dresden, auf der Heroux in der Abteilung 
„Leipziger Buchgewerbekiinstler* sehr umfang- 
reich vertreten ist, an Leipziger Künstler in 
reichlichen Massen zuerkannten Auszeich- 
nungen der Name dieses Künstlers nicht zu 
finden war.“ Hierzu ist zu bemerken dass 
man den „Leipziger Nachrichten“ für diese 
Fesstellung und Mitteilung dankbar sein muss, 
— dass man Heroux zur Pariser eklatanten 
Auszeichnung gratulieren kann und dass — 
man in Paris augenscheinlich bessere Augen 
und richtigeres Urteil zu haben scheint als 
in Dresden. cfr. 


den alten Spruch vom 


Propheten und dem Vaterland! 


145 


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IV. Eine originelle Beilage brachte „Mode 
und Haus“ in XXII, No. 8 vom 18 1. 1906 
(Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35. 
Heft 25 Pf.); hier finden sich zwei kolorierte 
Stickmuster für 2 Exlibris, das eine recht 
hübsch und Grün, 


ranken, das andere zu farbig in Grün, Rosa, 


in Lila, Braun Blumen- 
Braun und Lila, Globus und Bücher; ohne 
Zeichnernamen. Für unsere Leserinen füge 
bei: 


Seide mit gespaltener Piloflossseide in Stiel- 


ich hier den Text „Die auf weisser 


und Plattstichstickerei auszuführenden, durch 
Namenseinfügung (des Besitzers) zu vervoll- 
ständigenden Originale, deren auf litho- 
graphischem Wege in verkleinertem 
Masstab Nachbil- 
dungen dem praktischen Zweck dienen, er- 


herzustellende 


geben, in einem Rahmen gefasst, einen vor- 
nehmen Wandschmuck für Studierzimmer‘ (?) 
u. s. 


w. Die Idee ıst jedenfalls ebenso un- 


gewöhnlich wie neu. Ob die Sache „vornehm“ 


ausfällt und nicht — reichlich dilettantenhaft 
und unkúnstlerisch, überlasse ich unseren 
Damen zur Entscheidung. Ich für meine 


Person finde es — 
Yo 
alle Plagiat-Exlibris aufzudecken und fest- 


grausam. 


Da es angebracht erscheint, allmählich 


zunageln, so seien hier heute wieder 2 ge- 
nannt, die genaue Kopien nach Zeichnungen 
von Julius Diez-München sind: 

Exlibris Gustaf Sandstedt, F, 
Stockholm, 1904, Schiff, Schild, Seepferdchen, 
Exlibris des Korvetten- 
Kapitäns Richard Hildebrandt, Berlin 1899, 


nur mit dem anderen Namen; an Stelle des 


Zahnarzt, 


genau nach dem 


Künstlermonogramms ,,J. D.“ sind 2 Striche 
angebracht. 

Exlibris Frantz Howitz, Kopenhagen, genau 
1889: 


1905 kopiert; altertümliche Waage, oben mit 


nach dem Bilde „Die grosse Wag“, 


Stundenglas, unten Künstlerwappen und 


grüssender Mann; vordere Schale mit Ur- 
kunde und Siegel, hintere mit Menschen. 








— 1406 — 


VI. Aus Wien stammt folgender kleine 
Bericht: 

„Frl. Ross in Wien hielt jüngst in einem 
dortigen Mädchenlyceum einen (freigewählten) 
Vortrag über Exlibris; ihr Bruder, unser 
Mitglied, Herr Albert Ross stellte ihr dabei 
eine Auswahl von etwa 150 Blättern, davon 
die Hälfte Damen - Exlibris, 
Der Vortrag erweckte ein derartiges Interesse, 
festgesetzte Zeitdauer 


zur Verfügung. 


dass die ursprünglich 
Besonders war das 
junge Damen im Alter 
15—17 Jahren, denen das Thema etwas 
völlig Neues bot, über die Fülle von Ideen und 
Formen erstaunt, die sich auf dem immerhin 
beschränkten Gebiet offenbarte. Auch die meist 
den jungen Zuhörerinnen noch unbekannten 


weit überschritten wurde. 


Auditorium, von 


Reproduktionsverfahren wurden besprochen, 
und wirkte der Vortrag ebenso belehrend, 


wie anregend.“ 


VII Im Mai 1906 war das Exlibris 
H. Thimig-Wien, Original-Radierung von 
William Unger, ,,meisterhafte Arbeit des 


grossen Künstlers, nicht im Handel“, zu 
10 Kronen verkäuflich. 
VIII. 


wird die Mitteilung interessieren, dass nach 


Unsere österreichischen Mitglieder 


ınir zugegangener Nachricht die Universitäts- 
Bibliothek zu Uppsala, 
reich an namentlich österreichischen Super- 
Exlibris ist; jedenfalls infolge des 30 jährigen 
Krieges. 

IX. Professor Dr. E. C. van Leersum in 


Schweden, sehr 


Leiden, Holland, hat sich ein originelles 
Schrift- Exlibris in Schwarzdruck mit roten 
Initialen machen lassen, das einem alten 


gleichartigen Bald*)schen Exlibris in alter 
angelsächsischer Schrift nachgebildet ist; der 
Text lautet: 

„E. C. van Leersum habet hunc librum. 


Hic precor assidue cunctis in nomine Christi, 


*) The leech book of Bald, Angl. Sak. Ms.; J. F. Payne, 
Fitz Patrick, Lectures, Oxford 1904. 





Quod nullus tollat hunc librum perfidus a me, 
Nec vi, nec furto, nec quodam famine falso, 
Cur? Quia nulla mihi tam cara est optima gara 
Quam cari libri.“ 

Also ein lateinischer Wunsch, dem Be- 
sitzer sein geliebtes Buch weder durch Raub 
noch Diebstahl zu entfremden. 

X. Bei dem jüngsten Erdbeben 1906 in 
San Francisco in Amerika ist nach der T.R. 
vom 8. 5. 1906, No. 212, I. S. 8, die be- 
rühmte Sutro-Bibliothek, die mit verbrannt 
sein sollte, gerettet worden; es ist dies die 
klassifizierte Abteilung, die aus 75 000 Bänden 
besteht, worunter sich die 4 ersten Ausgaben 
der Werke Shakespeares, eine nahezu voll- 
ständige Ausgabe der Werke Ben Johnsons 
und schöne Gutenberg-, Caxton-, Aldine- und 
Elzevier-Stücke befinden. 

Das Exlibris dieser Bibliothek ist im 
II. Jahrgang unserer Exlibris-Zeitschrift No. 1, 
S. 18 abgebildet; da aber Jahrgang I. und Il. 
in den wenigsten Händen unserer heutigen 
Mitglieder sein werden, so bilde ich das Blatt 
hier noch einmal ab und entnehme dem 
dortigen Texte Der aus dem 
Rheinland gebürtige Bergwerksbesitzer Adolf 
Sutro in San Francisco schuf eine streng- 
wissenschaftliche Bibliothek, die 1891 
250000 Bände zählte; Sutro studierte die 
Einrichtung einer Bibliothek zu Halle a. S.; 
das Gebäude auf Sutro-Hill bei San Francisco 
dessen Mittelraum der 
grosse Lesesaal mit Oberlicht bildet, alles 
feuerfest, Bücherborde, Fussböden aus durch- 


brochenen Eisenplatten. 


folgendes: 


etwa 


hat 10 Stockwerke, 


Das hier wiedergegebene Exlibris ist mehr 
interessant als schön; hergestellt ist diese 
steife Zeichnung in London etwa 1890; es 
zeigt die Lage der Sutroschen Besitzungen 
am stilen Ozean mit Bahnzug und Viadukt: 
der hackende Bergmann deutet darauf hin, 
dass der Deutsche Adolf Sutro die berühmten 


Comstockminen durch einen gewaltigen Tunnel 








der bergmaennischen Ausnútzung erschlossen 
und dadurch den Grund zu seinem Reichtum 
gelegt hat. Der Spruch „Labor omnia vincit“ 
(-Arbeit überwindet Alles) ist in diesem Falle 
besonders charakteristisch. 

XI. Nach dem bei Ferdinand Enke, Stuttgart, 
im April 1906 erschienenden (Preis: 1 Mk. 
50 Pf.) „Katalog zur Ausstellung der Ge- 
schichte der Medizin in Kunst und 
Kunsthandwerk“, eröffnet am ı. März 1906 


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147 





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: - SUTRO LI 





die Bibliothekzeichen von Basil. und Hier. 
Besler 15 . ., Joh. und Phil. Heinr. Boecler 
ES 4 Polyc. y Boñaño 16... 2 Joh. Heinr. 
Burckhard 1715, Chr. Andr. Cothenius 
ty » Job: Nep- emie 17 +, Joh Aug: 
Heinsius 17 . „ 2 S. Kercher etwa 1560, 
Thom. und Friedr. Lauth 18 .., 2 Diethelm 
Lavater 17 — „ Wolfe. Bazius ES. Kent, 
Lode 193-4. Job. Eer ali 168 5 ER 
ER «+ Joh.. Reis -1756; Joh. Jos. 


V. 


Mückey 


BRARY, - 
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im Kaiserin-Friedrichshaus zu Berlin, waren 
in Gruppe II. „Graphische Künste“ auch 
Exlibris von 3 Ausstellern vorgeführt: 

No. 205: 72 Exlibris von 62 Ärzten in 
Mappe, ausgestellt vom Landgerichtsrat Dr. 
R. Beringuier-Berlin. 

No. 206: Ein Exlibris aus einer angel- 
sächsischen Handschrift (s. oben unter IX.), 
ausgestellt vom Professor van Leersum 
Leiden, 

No. 207—284: Äerzte-Exlibris aus der 
Exlibris - Sammlung des Grafen Wilczek in 
Wien, ausgesucht von Dr. Karl Mandl-Wien; 


in 





77 Exlibris vom 16.— 10. Jahrhundert, darunter | Exemplare hätte vermehren lassen. 











Reuss 1779, © Chr: Jak. Treu von. etwa 
1760 u. a. 

XII. Die Münchener Freie Studenten- 
schaft, Alpine Abteilung, hat 14.— 20. Juli 
im Parterresaal des Münchener Kunstvereins 
eine Ausstellung alpiner Exlibris abge- 
halten, die einen hübschen Überblick über 
diese Sparte von Bibliothekzeichen brachte. 
Aus den Exlibris-Sammlungen des Herrn Georg 
Mader - Augsburg und der meinigen waren 
290 nur alpine Exlibris des In- und Aus- 
lands ausgestellt, eine Zahl, die sich durch 
Nachsuchen noch um viele 
Zu be- 


eingehenderes 





dauern war bei dieser Ausstellung, dass eben 
nur die „Bildchen“ ausgestellt waren, ohne 
Wichtigkeit ! die 
Zeichnernamen mit angegeben Die 
Münchner Neusten Nachrichten No. 334 vom 
19. Juli 
erkennend über 


dass — eine grosse — 


waren. 
kurz und an- 
Unter 


den gewählten Motiven dieser alpinen Exlibris 


1906 berichteten 
diese Ausstellung. 
sah man alpine Landschaften und Fernblicke, 
einzelne Berge, Täler, Schnee und Gletscher, 
Gipfel und alpines Rüstzeug, wie Eispickel, 
Seil, Rucksack, Berghut, Steigeisen, Schnee- 
schuhe, Bergstock u. s. w. 


XIII. In der Caecilie- und Oscar Graf- 
(München) - Ausstellung bei Fritz Gurlitt- 
No. 41—43 die drei 
Graf’schen schönen Exlibris-Radierungen: Akt, 
Wolfgang Gurlitt und Manfred Gurlitt aus- 
gestellt. 


Berlin waren unter 


X1V. Die Kommission für modernes Kunst- 
gewerbe in Salzburg hatte in ihrer April- 
Ausstellung ‚Moderne Künstlergraphik“ in 
Exlibris 
Max Klinger-Leipzig (1), Otto Greiner- 
Rom (1), E. Berger-München (4), Hans 
Volkert-München (11) ausgestellt. 


der Staatsgewerbeschule auch von 


XV. Auf der Sezessions- Frühjahrs- 
Ausstellung München waren 4 Exlibris- 
Radierungen von Alois Kolb- Magdeburg und 
ı Exlibris, Originalreiberdruck von Fritz Scholl- 
München ausgestellt. 


XVI 
unser Mitglied, in Barcelona hatte auf der 


Herr Alexander de Riquer, 


Sommer-Ausstellung der „Schönen Künste“ 
Madrid 15 
Radierungen ausgestellt, einige koloriert: Die 
Exlibris XIII. 
Spanien, 2 eigene, Carmen S. de T., J. Cabot, 
Luis M. Febrer, E. Gabot, Gulardo, V. Oliva, 
Miquel, Casellas, J. Monsalvatje, M. Flückiger, 
J. R. A, F. Hinrat. Er bekam den I. Preis 
(I. Medaille) der Sektion: Radierkunst. 


in seiner trefflichen Exlibris- 


des Königs Alfonso 


von 


148 


XVIT. Bei Gutekunst, Stuttgart, kam in 
der Auktion vom 28. 3. bis 1. 6. 06 unter 
No. 421 auch eine kleine Exlibris-Sammlung 
von 323 Stück zur Versteigerung, die einige 
gute Stücke enthielt, den Preis von 255 Mark 


erzielte und an einen Münchner Händler 
überging. 
XVIII. Bei Paul et Fils et Guillaume, 


Paris, war am 15. Juni 06 wieder eine Exlibris- 
Auktion der Sammlung „M. H.“ von London. 
Der Katalog enthielt 
13 Abbildungen, letzteren die 
No. 104 Joh. Mich. v. Loén 17.., 75 Mich. 
Barth 1614, 85 Kloster 
Andechs deutsch waren. No. 105 mit Ab- 
bildung Braunschweig-Lüneburg ist kein Ex- 


224 Nummern und 
von welch 


von Harmating 


libris, sondern nur ein Wappenblatt, ebenso 
höchstwahrscheinlich auch die Titelabbildung 
No. 48 „légation de France à Gênes“ (fran-. 
zösische Gesandtschaft Unter 
den 49 deutschen Einzelnummern waren u. A. 
No. 73 Hild. Brandenburg c. 1470, 74 Anton 
Bischof von Eichstätt 1534; 75 Mich. Barth 
von Harmating 1614; 76 2 Bayern von 1618 
und 1746; 81 Peter Vok von Rosenberg von 
R. Sadeler 1609 u. a, darunter eine ganze 
Reihe von Exlibris mit Bibliothek-Innenraum- 
No. 85, Kloster Andechs 
erzielte den geradezu komischen 


in Genua). 


Darstellungen. 
(W. 46) 
Preis von 30 fres. 

XIX. Exlibris-Auktion der Sammlung 
Julian Marshall (+). Die Londoner „Times“ 
6. o6 berichten darüber: 4 tagige 
Versteigerung; etwa 60000 Stiick englischer 


vom I. 


und amerikanischer Exlibris einschliesslich 
Dubletten. Ertrag: 2844 l. 7 s. 6 p. Die 
Sammlung soll bez. Wert im Range der 


Franks - Exlibris - Sammlung des britischen 


Museums gestanden haben und die beste 
gewesen sein, die bisher zur Versteigerung 
kam. Man erwartete eine geringere Ein- 
nahme, doch wurden die Preise durch einige 


nach England besonders gekommene Ameri- 





kaner in die Höhe getrieben. Auch „The 
Connoisseur“, London XV. 59, Juli 1906, 
berichtet darüber, mit 9 Abbildungen alter 
englischer, meist unschöner, aber seltener 
Exlibris. Von 
Samuel Pepys von R. White nach Kneller 
(Deutscher): 200 Mk., ein gleiches vor dem 
Motto: 220 Mk.; 320 Sherborn- Exlibris 
1900 Mk: or Sherborn-Exlibris: 275 Mk.; 
367 French-Exlibris: 820 Mark; 222 French- 
Exlibris: 480 Mk.; 25 Spenceley - Exlibris: 
200 Mk.; 83 Eve-Exlibris: 220 Mk. 
Mr. Baillie und Mrs. Merrill aus Amerika und 


Mr, Ellis (Händler) -London waren die Haupt- 


Einzelpreisen interessieren: 


—— 


149 





— 


für 12 Mk. 
einschliesslich Druck. 


Autotypieklischees von 5—40 Mk. 
Kupferstiche und Ra- 
derungen von 060— 200 Mk. 


XXI. Am 27. Juli 1906 starb zu München 
der Oberinspektor Ludwig August Reuling, 
der derjenige war, der für unsere Bibliothek- 
zeichen den Ausdruck „Bucheignerzeichen“ 
am Ende der goer Jahre des 19. Jahrhunderts 
erdachte und auf einem seiner Porträt-Exlibris 


zum ersten Mal anwandte. 


_K.E. Graf zu Leiningen - Westerburg. 


káufer; ferner steigerten noch Gambier-Howe ` 


(Brit. Museum), C. Massey, C. Johnson, Thorp etc. 
Nach dem Kataloge, in dem die Preise 


eingetragen waren, erwáhne ich hier noch 

folgende Preise: 

No. 194: 4 Coke-Exlibris: 100 Mk. 

» 361: Fullerton: roo Mk. 

» 389: Anonym (Gore, von Mich. Burg- 
berg): 145 Mk. 

» 502: H. T. Hunter (2): 155 Mk. 

» 718: Wm. Penn (3) 1703: 150 Mk. 

» 974: Lady Windham (3): 140 Mk. 

» 980: 79 Exlibris von Besitzern aus kónig- 
lichem Blut: 130 Mk. 

» 1022: 40 H. S. Marks-Exlibris: So Mk. 

Von Búchern: v. Heinemann, Wolfen- 
büttler Exlibris - Sammlung und 2 andere: 
5 Mk.: Warnecke, Exlibris des 15. und 16. 


Jahrh. nebst Kissels Exlibris und 12 anderen: 
9 Mk. etc. 

XX. Nicht uninteressant sind die Preise, 
die 
bookplates: Cost of having them made“ in 


in einem kleinen Artikel „Designs for 


„Ihe Evening sun“, XX. 36, New-York, vom 





‚Ist Carl 








27. April 1906, für Herstellung von Exlibris | 


in Amerika angegeben sind: Zeichnung von ` 
(ich gebe die Dollars in Mark umgerechnet): ` 


80—400 Mk., je nach dem Namen des 


Künstlers; Zinkklischee von 3 Mk. an, grosse 





| Universal-Exlibris 


Litteratur. 


I. Ich möchte auch an dieser Stelle auf 
die „Monatshefte für graphisches Kunst- 
gewerbe“, Carl Fleming-Glogau (!/, jährlich 
6 Mk.) hinweisen, die im 4. Jahrgang er- 
scheinen und von Albert Knab herausgegeben 
werden, der als Graphiker und als Exlibris- 
zeichner vorteilhaft bekannt ist. Schriftleiter 
Mathies-Berlin, In den 5 Heften 
des IV. Bands sind folgende Exlibris ab- 
gebildet: 2. Heft: 3 Exlibris Chr. Mangold, 
Grete Schatt und Marie- Leo 
von Bernhard 


Valentiner 
Wenig-Hanau; 3. Heft: 
Fidus, Exlibris Prof. 
Max Seliger-Leipzig und Frida Seliger von 
Max Seliger; 8. Heft: Exlibris Guido Brettauer 
Der 
Hauptinhalt der gut gedruckten Monatshefte 
besteht Ab- 
bildungen von Mustern gutmoderner Plakate, 


von 


von Fritz Burger-Mühlefeld, München. 


zum überwiegenden Teil aus 


Zierannoncen, Buch- 
Kalenderblättern, Titelblättern, 
Studien und Proben aus Fachschulen (z. B. 


Blumenstilisicrungen , 


einbiinden , 


B. Wenig-Hanau), Einzelkunstblättern, Zier-, 
Kopf- und Randleisten, Vorsatzpapieren, Satz- 
entwürfen, Briefköpfen, Fest-, Eintritts-, Re- 


klame-, Geschäfts- und Speisekarten. In den 
wahrhaft interessanten und unendlich viel- 
seitigen Heften finden wir Arbeiten ausser 


von den schon Genannten noch von H. Vogeler- 
Worpswede, J. Diez - München, Hel. Varges- 
Juist, G. Tippel-, Ed. Liesen-, G. Fischer- 
W. Belling-Berlin, W. Krause-Breslau, Wilh. 
Steinhausen-Frankfurt a. Main, Hans Unger- 
Dresden, Ad. Osc. Hoffmann-, M. Eckardt-, 
W. Leistikow-, E. Wendtlandt-Berlin, G. Berger- 
Ge 


verstanden, diese Publikation zu einer höchst 


Friedenau u. Der Herausgeber hat es 


eigenartigen Kunstzeitschrift zu gestalten, die 
für Künstler, Kunstgewerbler und Graphiker, 


150 


für Kunstdruckereien und Verleger eine reich- 


haltige Fundgrube bildet und cine Fülle von 
Anregungen und brauchbaren Beispielen bietet. 

Il. In der für Fachleute sehr interessanten 
Jahrespublikation des Vereins „Zum Kleeblatt“ 
in Hannover, „Heraldische Mitteilungen“ 
AVIL 4. S. 27 
Freiherrn Alexander von Dachenhausen 
über „Mr. John Vinycomb, ein englischer 
Heraldiker“ Abbildungen 4 
gezeichneten heraldischen englischen Exlibris. 
Der der eine Menge 
Exlibris schuf (in meiner Sammlung sind deren 


mit von gut- 


bekannte Ire, schon 
83 verschiedene Stück) ist einer der wenigen 
heraldischen Zeichner Englands, der den un- 
schönen steifen, allgemein üblichen modernen 
englischen Wappenstil vermeidet und sich an 
alte gute englische Vorbilder hält. 

III. Die „Illustrierte Elsássische Rund- 
schau“ bringt in ihrem VIII. Jahrgang ein 
Sattlerheft, Adrien 


Moureau, attaché au cabinet des éstampes 


dessen Artikel von 


de la bibliotheque nationale in Paris in fran- 


zösicher Sprache geschrieben, mit zahlreichen 


Abbildungen illustriert ist: darunter finden 
sich auch die Exlibris P. B(ucher), Hugo 


Haus, F. Dollinger, Jan Freiherr Wendelstadt. 
Es mutet sonderbar an, dass diese, man 
französische 


kann wohl 


sagen, im deutschen 
Strassburg erscheinende Zeitschrift den ur- 
deutschen Künstler Sattler, 


rein deutsch zeichnet, in französischer Sprache 


der auch so 


findet sich ein Artikel des ' 


behandelt. Dass es auch deutsch geht, 
beweist der Umstand, dass nach dem fran- 
zösischen „Essay“ auch ein Deutscher zu 
Wort kommt: Dr. Edgar Alfred Regener in 
Wilmersdorf, der ebenfalls Sattler bespricht. 
Eigentümlich macht sich auch, dass das von 
Sattler trefflich illustrierte Gedicht dieses Heftes 
„Les secours des morts, légende alsacienne“ 
von Georges Spetz so merkwürdig französisch- 
deutsch beginnt: 
„Au chateau d’Osthausen, dans la plaine 
alsacienne 
Habitait Nicolas Zorn de Bulach seig- 
neur etc. 
Man achte auf das unterstrichene Deutsche 
im französischen Text. Dass der französische 
Titel dieser in deutscher Stadt erscheinenden 
Zeitschrift 


deutsch ist, ist unbedingt unrichtig und das 


vorn französisch und hinten 


Umgckehrte das allein richtige. 

IV. 
libris“, 
Academie des beaux arts, in Lüttich; Verlag 


„Les dessinateurs belges d’Ex- 
von Sander- Pierron, Professor der 
von Xavier Havermans in Brüssel, rue des 
comédiens 12. 200 nummerierte Exemplare, 


16 Seiten Text, 44 Exlibris- Abbildungen; 


. Subskriptionspreis: 3 fr. 50 c. 


Das billige und hübsche Heft gibt einen 
guten Einblick in die jetzige belgische Exlibris- 
kleinkunst; quantitativ ist sie nicht bedeutend, 
doch finden wir erste Künstler beteiligt, so 
Armand Rassenfosse mit 6, A. Donnay mit 9, 
An Zeichnernamen 
seien noch genannt: Henry Meunier (3), 
Louis Titz (5), Marius Renard (4), Privat 
Livemont (2), Ferd. G. Lemmers (2), Gust. 
Max Stevens (2), Flor. van Acker (2), Willaert, 
Herm. Teirlinck, R. Wytsmann, J. de Rudder, 
Marie Molitor, 


mans (je 1). 


Fernand Khnopfl mit 1. 


P. Abatucci, Xavier Haver- 
Das nackte Weibliche trifft 
man mehrfach an; gut und flott gezeichnet 


- sind die Exlibris von Rassenfosse, Donnay 


und Lemmers; einiges Unbedeutende ist auch 


— 151 


. dabei. 
einzelnen Künstler. Eine hübsche Vermehrung 
einer Exlibris-Fachbibliothek. 


Der Text bespricht kurz und gut die 


V. Die polnische Zeitschrift „Poradnik 
Graficzny“, Krakau, 1906, I. 2., bringt S. 9 
einen kurzen Artikel „Exlibrisy Rosyjskie“ 
(Russische Exlibris) mit den 3 Abbildungen V. 
Loboykoff von K. A. Szomoff, Wilh. Weissen- 
berger von R. Sarrin und D. v. Filosofow 


von E. de Lancerey. 


VI. Eine in Deutschland wenig oder nicht 
bekannte französische Zeitschrift enthält seit 
Zeit 


worauf hier hingewiesen sei. 


einiger auch Exlibris - Abhandlungen, 
Der Titel lautet: 
„Bulletin de la société archéologique 
historique et artistique: Le Vieux Papier“; 
Jahresabonnement 12 fres.; alle 2 Monat 
I Heft; Adresse: M. Henry Vivarez, Paris 


VIII., rue de Berne 12. 


Mai 
illustrierten Artikeln über alte 


vom I. 


Heft VIL No. 36, 
enthält 


1906 
neben 
Spielkarten, Silhouetten, französische Papier- 
und Pergamentmarken, Briefpoststempel und 
dem Versuch einer Post-Bibliographie 3 Artikel 
über Exlibris: Liste burgundischer Exlibris 
von Leon Quantin (A, B ı Abt.), Manuskript- 
Exlibris von A. Mantouchet und Freimaurer- 
und cabalistische Exlibris (Schluss) von A. 
Quenaidit, dieses mit Exlibris - Abbildungen. 
1. Loge de la Trinité unitaire O.de Dunckerque, 
gestochen von Goillardon e. 1840, 2. Rene 
Philipon Jean Tabris, bekannter Cabalist der 
Jetztzeit, 3. Stanislas de Guaita, bekannter 
Okkultist (F 1897) mit schlechter Reproduktion 
der Felicien Rops’schen Radierung: Nacktes 
Weib mit Helm, Schwert und abgeschlagenem 
Kopf, — die auch zum Exlibris Dr. J. Escoubes 
von Revellat, Paris, nach F. Rops — benützt 
wurde, 4. und 5. 2 Exlibris James Murray, 
Glasgow, 1 ohne Zeichnername, 1 von John 
Vinycomb-Belfast, 6. Joh. Boynicic, Agram, 
gezeichnet von seiner Tochter. 





VII. „L’arte decorativa moderna“ 
(rivista di architettura e di decorazione della 
casa e della via), II. 9. (Via Badoni 2 e 
Carlo Alberto 33, Turin, Italien; Heft: 2 lire) 
veróffentlicht Zeichnungen von Antonio Ru- 
bino in Mailand, darunter 11 Exlibris dieses 
beachtenswerten modernen italienischen Künst- 
11 Blátter gut 


ausgeführt; die Motive sind freilich wohl nicht 


lers. Zeichnerisch sind alle 
nach Jedermanns Geschmack; denn allein 9 
davon zeigen zeichnerische Spielereien mit 
Totenschädeln, welch erstere, wenn auch flott 
entworfen, sowohl nicht gerade sehr ansprechend 
als auch meist unverständlich wirken und als 
„Zeichen einer Bibliothek“ kaum am 


Platze sind. So viele Philosophen und Todes- 





verächter als es nach Tod-,„geschmückten“ 
(?) Exlibris auch in Deutschland geben soll, 
existieren, meiner Überzeugung nach, gar 
nicht! Die teils unästhetische, teils unkünst- 
lerische oftmalige Darstellung grinsender Toten- 
schädel oder hüpfender Skelette ist oft -— 
ein recht müssiges Kokettieren mit Todes- 
verachtung, die wohl oft jämmerlich zusammen- 
bricht, wenn endlich der bespöttelte Sensen- 
mann im Ernste erscheint und antritt! 

VIII. „La Chronique médicale“, Paris, 
rue de Poissy 9 (Direktor Dr. Cabanes) be- 
ginnt in ihrem Heft XIII. No. 13 vom 1. Juli 
1906 (1 Heft: 
„Les Exlibris de medecins“, aus der Feder 


I franc) eine Artikel-Seric: 


des bekannten französischen Exlibriszeichners 
Henry André, die Sammlern von Exlibris- 
Litteratur oder Ärzte-Exlibris empfohlen sei. 
12 Abbildungen 
Mediziner - Exlibris 


zunächst nur französischer 
sind den kurzen Be- 


sprechungen beigegeben. 


IX. Dodd, Mead & Co. in New-York 


im April 1906 einen (bereits ver- 


gaben 
griffenen) Katalog von 40 Seiten über „Book- 
plates“ heraus, der 16 englische Exlibris, 
1 deutsches (Christian Iuncker) und 1 fran- 


zösisches in Abbildung enthält. Die Preise 


sind, 
kostet 
35 Dollars 


wie vieles in Amerika, „grossartig“‘; so 
Hildebrand Brandenburg, c. 1470, 
140 Mk.; Veit Jakob Holz- 
1580, von Jost Amman ı8 Dollars 


schuher, 


72 Mk.; herzoglich bayerische Bibliothek, 
1618, 
selige J. C. Feuerlein (Wert: c. 50 Pfennig!) 
1 Dollar = 4 Mk.; Rud. Benkard von W. 
Behrens 25 cents; Julius Vogel von Max 
Klinger 30 Dollars = 120 Mk.; Sir Fred 
Leighton von R. A. Bell 
= 30 Mk, 1 3 Dollars == 12 Mk: 
Wm. 65 Dollars 
= 260 Mk., Ths. Penn 25 Dollars = 100 Mk. 


C. 10 Dollars = 40 Mk.; der gute 


r zu 7,50 Dollars 
zu 
Penn (von Pennsylvania) 
Gibt es selbst in Amerika wirklich Leute, die 
derartige Preise zahlen? Der Preisliste geht 
eine kurze historisch -stilistische Betrachtung 


der Bibliothekzeichen vorher; vertreten sind 
der Reihe nach England, Amerika, Deutsch- 


land, Frankreich. 


X. Neu angezeigt ist vom Verlag Friedrich 
Rothbarth- Leipzig: Exlibris-Werk Willi 
Geiger, II. Band; am Schlusse des Prospekts 
heisst es: „Eine Häufung von Exlibris:Auf- 
trágen gibt W. Geiger die Veranlassung, in 
meinem Verlage bereits heute die Vorbereitung 
eines dritten Bandes seines Exlibriswerks 
Ein Zeichen, 
I. Band viel begehrt wurde und gut ging. 
Der II. Band (der u. A. auch wieder eine 
Radierung enthält) kostet bis 15. Juli in der 
Subskription wieder 10 Mk.; nach Erscheinen 
t5 Mk. 
des II. Bandes sah, ist wieder eigenartig und 


anzukündigen.“ — dass der 


Preis: Was ich bisher von Blättern 
interessant; in der Zeichnung sind Fortschritte 
festzustellen, die auf Geigers !/,jáhrigen Auf- 
enthalt in Rom aber 
auch zeigen, dass trotz Rom Geigers besonderer 
Stil unbeeinflusst blieb. 

AI John Vinycomb, Riverside, Holy- 
wood, Belfast, Irland (s. oben unter II.) ver- 
sendet einen Prospekt über „Fifty book- 


plates (Exlibris) seiner Hand. 


zurückzuführen sind, 


Nur 300 


ca 


' diese 


SH 


to 


nummerierte, signierte Exemplare; 50 Exlibris; 
Preis: 5 shilling postfrei. 

XII. Ben. Linnig, Bibliothéques et 
Exlibris de bibliophiles belges aux 
17., 18. et 19. siecles; Verlag H. Daragon, 
rue Duperré 30, Paris IX.; 189 Seiten, 77 
Textabbildungen, 3 Neudrucke von alten 
Kupferplatten und ı Farbensteindruck; 525 
15 auf holländischem, 
10 auf Japan-Papier), Text in französischer 


Preis: 20 frcs. (bzw. 30 und 40 fr.) 


Exemplare (davon 


Sprache. 
Der 
Maler-Radierer, 


ein bekannter belgischer 
Bibliophile und Exlibris- 
sammler in Antwerpen, hat mit diesem fleissig 


Verfasser, 


gearbeiteten Buche eine Lücke ausgefüllt; 
denn über belgische alte Exlibris gab es bis 
Da das 


zusammen 


jetzt noch kein grósseres Werk. 
Material Sorgfalt 
getragen und verarbeitet ist, Druck und Illu- 


mit grosser 
stration auch durchaus zu loben sind, so kann 
neuste Exlibris- Publikation Sammlern 
warm empfohlen werden. In Fachbibliotheken 
Exlibris-Litteratur 
fehlen. 

Herr Linnig hat sich die Sache nicht 
leicht gemacht; denn er giebt nicht nur die zahl- 


von sollte es keinenfalls 


reichen alten belgischen Exlibris in Abbildung 
und Begleittext, sondern fügte auch biogra- 
phische Daten über die Person und Notizen 
über den Inhalt der Bibliotheken, Auktions- 
w. bei, was ein bedeutendes 
Zunächst behandelt 
er die in Betracht kommenden belgischen 
Exlibris -Stecher, Louis Jos. Fruytiers 
(+ 1782), Jean Bapt. Berterham (t nach 
1736), Jacques Harrewyn (+ nach 1720), 
Francois Harrewyn (j nach 1733), Jean Bapt. 
Harrewyn (+ nach 1768), Ant. Alex. Jos. 
Cardon (+ 1822), Anton Cardon, le jeune, 
C 1813), Charles Onghena (+ 1886, Em. 
Jean Nepom. de Ghendt (+ 1815), Ant. 
Optebeeck (+ 1759), P. J. Tardieu (ohne 
Daten). Dann folgt die Aufzáhlung der bel- 


Kataloge u. s. 
Quellenstudium bedingte. 


wie 


gischen Bibliophilen und Exlibrisherren nach 
den Städten Antwerpen (hier Exlibris 
Tucher), Brüssel, Mecheln, Gent (hier die 
van Hulthem’schen Exlibris), Löwen, Temise, 
Lüttich, Namur, Bailleul, St. Trond. 

Mehrere Exlibris 
schmücken das Buch, darunter das farbige 
Wappen-Exlibris der Marie von Österreich, 
Statt- 
halterin der Niederlande, geboren zu Brüssel 
1503, + 1558, Schwester Karl's V. Die Mehr- 
zahl der abgebildeten Exlibris sind Wappen- 


2 


ganzseitige grosse 


Königin von Ungarn und Böbmen, 


Exlibris von grösserer oder geringerer Steif- 
heit, dem Stile ihrer Zeit entsprechend; doch 
finden sich auch einige stilistisch gute Wappen- 
zeichnungen; ein feiner und geschmackvoller 
Stich ist das Exlibris des C. Fr. de Nelis, letzten 
Bischofs von Antwerpen, gezeichnet von J. B. 
Piauger, gestochen von P. E. Tardieu, das 
neben dem Wappenschild die Figuren der 
Religion und Weisheit -- Kreuzträgerin bzw. 
Eine Liste der 
Stecher und Bibliophilen, sowie ein Namens- 


‚Minerva — mit Putten zeigt. 


register und ein Verzeichnis der Devisen und 


Inschriften erleichtern die Benützung des 
Werkes. Ein in Deutschland — jedenfalls 
Leipzig — entstandenes Exlibris, das dem 


Jean Francois van de Velde, Präsidenten des 
grossen Collegs der Universität Löwen gehörte, 
ist von der alten Originalplatte abgedruckt. 


Vollständig ist die gegebene Liste alter 
belgischer Exlibris nicht; denn es fehlen — 
nach meiner Sammlung — noch so manche, 
so z. B. die 2 Porträt-Exlibris des Herzogs 
Engelbert von Arenberg (f 1820), das grosse 


Wappen - Exlibris Wilhelm van Hamme, 
Patricier zu Brüssel, apostolischer Protonotar 
und Kanonikus zu Antwerpen von 1059; 


J. B. Vierlinck, Pastor zu Moorscele, West- 
flandern, von P. J. F. Tiberghien, Rokoko- 
schild mit Gartengeräten; Graf von Hemricourt 
de Grumme, nach dem Fosoul'schen Exlibris; 
Vallis S. Lamberti, ad fluvium Elpram, Bene- 


153 








diktinerstift der Diöcese Cambrai, Flandern 
1779, Dr. 
Joh. Bapt. Nieles, Antwerpen, von L. Fruytiers, 
Wappen; Jak. Theod. Wellems, 
von L. Fruytiers, 


Wappen von Engeln gehalten; 
Antwerpen 
Monogramm in Rokoko- 
schild; Chevalier Verannemann, Brügge, von 
N. Heylbroock, Brügge, Wappen: Moncheau, 
Präsident der Rechnungskammer Brügge, von 
N. Heylbrouck, Wappen; de St. Hilaire de 
Cruyninghe, N. Hevlbruck, Wappen: 
Jean Franc. Foppens aus Brüssel, Kanonikus 


von 


zu Mecheln, Engel mit Wappen; Marquis Jos. 
Max de Bethune, Tourney, von Delcourt fils 
in Tourney, Wappen; Jean Guillon, Brügge, 
Schild mit Krone; van der Hernm de Nieder- 
stein, Vleys, mit Wappen; de la bibliotheque 
de Louis Hocquant, droguiste in Mons, Me- 
daille, 1677; 
von F. Pilsen und eine Reihe anderer. Vom 
Exlibris Theodore de Jonghe (S. 118) giebt 


es nach meiner Sammlung 12 Varietäten, von 


2 


anonyme Wappen - Exlibris 


dem von Egide Corn. de Jonghe (S. 117) 
deren 3.; das IV. Exlibris C. van Hulthem's 
S. 138) von Ch. Onghena-Gent, nach einer 


Medaille von Braemt-Gent, existiert in 2 
Stichvarietiiten mit zweierlei Fruchtumrah- 
mungen. — Die Umschlagszeichnung rührt 


von A. Robida-Vesinet, Frankreich, her. 


K.E.Graf zu Leiningen -Westerburg. 


Anhang. 


Als die früheren, „Schweizerischen Blätter 
für Exlibris-Sammler* vor einiger Zeit mit 
ihrem III. Jahrgang eingingen, bedauerte dies 
nicht bloss die heimische schweizerische Ex- 
librisgemeinde, sondern alle Exlibrissammler und 
-Freunde, die jene Zeitschrift bezogen, und 
das war auch ausserhalb der Schweiz eine 
Nunmehr ist zu unsrer 
die Zeitschrift 


neuerstanden, ohne Anlehnung an einen Ver- 


ganz stattliche Reihe. 


allgemeinen Freude schöne 


ein, etwas erweitert, mit dem neuen Titel 
„Buchkunst, Zeitschrift für Exlibris- 
Sammler und Bücherfreunde“. 


gleicher Güte des Drucks und sehr guter 


Die in 


Ausstattung sich darbietende Publikation — 
wird heraus- 


nun Jahrgang IV, No. ı — 
gegeben von Fritz Amberger, vorm. Dav. 
Bürkli - Zürich, 
L.Gerster- Kappelen als Schriftleiter; letzterer 


als Verleger, und Pfarrer 
ist der Verfasser des stattlichen Werkes über 
die Schweizer Bibliothekzcichen; Ersterer war 
bereits — reichlich opfermütiger — Verleger der 
ersten schweizer Zeitschrift. — Das Abonne- 
ment beträgt für's Jahr für die Schweiz 12 


fr. 50 c.; fürs Ausland 15 francs (zu adres- 


sieren: Fritz Amberger, Zürich I, Sihlhof- 
strasse 12). Die Abonnenten der „Buch- 


kunst“ erhalten als Gratisbeilage in laufenden 
Fortsetzungen den II. Band des Gerster’schen 
Spezialwerks „Die schweizerischen Bibliothek- 
zeichen (Exlibris“); die 
noch nicht beigegebenen Bogen werden nach- 


den ersten Heften 


geliefert. 


Der Inhalt von IV. ı ist folgender: An 
Wilhelm Rinck 
von Baldenstein, Bischof von Basel und seine 
Sikkinger Blätter; Alois Kolb. 
Blätter. Max 

Basler Holzschneider 

(v. C. Fr. Schulz-Euler). 
kunst. 


die alten und neuen Leser. 


Adrian Zingg 


und seine Bucherer, der 


Neue Wege. Buch- 
Adolf Sulzberger, hohe Preise. 
neue Kunstgewerbe-Museum in Zürich. Inter- 
nationaler Verband für Buchkunst. 

Tafeln. Neue 


Litteratur. Genealogische 


Schweizer Exlibris. Tauschliste (47 Adressen). ` gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris- 


finden 
drucke, 1 Kupferstich, 2 


An Illustrationen sich 21 Klischee- 
sehr gute Stahlstich- 
drucke, 1 Lithographic, 1 Farbenlithographic. 
Die Melırzahl sind Wiedergaben alter Blätter, 
unter denen manch gute Komposition oder 
Rarität das Auge erfreut; doch wird auch die 
moderne Richtung berücksichtigt werden, da 


dies nun einmal ein Gebot objektiver Bericht- 


154 


und Exlibriskünstler ` 
Das ` 


Exlibris- : 


- Herr 


Im Grossen und Ganzen 
werden die alten Exlibris ja immer die in- 


erstattung ist. 


doch muss man bei 
aller Anerkennung alter Meister und Blätter 


teressanteren bleiben, 


auch der jungen, derjenigen unsrer Zeit gerecht 
werden. An altem Material ist jadieSchweiz noch 
überreich, und so begrüsst man das Wieder- 
aufleben der beliebt gewesenen Zeitschrift, 
auf historischer-, kunsthisorischer- und wissen- 
schaftlicher Grundlage freudigst, zumal ja ein 
Mitarbeiter 
vorhanden ist, denen wir noch eine Gefolg- 
Anzuraten ist, dass 
jeder Verfasser eines Artikels diesen auch 
mit seinem Namen offen zeichnet; man setzt 


tätiger Stamm bewähıter alter 


schaft neuer wünschen. 


sich doch manchmal gern mit dem Einen 
oder Anderen in Verbindung oder Gedanken- 
austausch. S. 29 sind einige Druckfehler: 
Comte Emile de Baden statt richtig Budan; 
Schlosser statt richtig Schlossar. Willi Geiger 
ist kein „Schweizer Künstler“ (soll vielleicht 
„Exlibris-Künstler“ heissen?), sondern aus 
Landshut in Niederbayern (von wo auch Josef 
Sattler stammt). Wir rufen der alten und neuen 
s Will- 
ihr einen noch 


Schwesterzeitschrift ein erneuertes 


kommen“ zu und wünschen 
grösseren Besitzstand an Abonnenten als zuvor. 
Wert ist es diese gediegene, kunsthistorisch 


sehr interessante Publikation entschieden. 


K.E. Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Tauschverkehr.!) 


Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzeichen 


Vereins sind bereit: 

Adolf Beschoren, Buchhändler, 
Dresden A. Eliasplatz 2, III. (v. R. 
Gerstäcker-Chemnitz).*) 





1) Für diese Rubrik übernehmen weder der Verein noch 
die Redaktion und Expedition irgend welche Verantwortung. 
*) Auf Wunsch der Betreffenden mitgeteilt von K. E. Graf 


, zu Leiningen-Westerburg. 


Frl. 


Frl. 


Frau 


SC 155 Zu 


Alice Lucie Blakeley, Worms, 
(Radier. v. M. v. Weittenhiller-Wien).*) 
Minna Blanckertz, Düsseldorf, 


Bahnstrasse 29 (tauscht ihre Exlibris: 


1. Katzenhaus, v. Frl. A. Simons- 
Fidus, 


Klischeedruck, nur gegen Besseres; 3.ihre 


London, Klischeedruck; 2. v. 


Exlibrisradierung „Die Freude“ v. Fr. 
Stassen, nur gegen erstklassige Radier. 
und Exlibris v. Orlik, Sattler; 4. Ex- 
librisradierungen ihrer Schwester Hella, 
v. M. Weber: sog. Schund bleibt un- 
erwidert).*) 

Lyda Epstein, Berlin, Klopstock- 
strasse 51 (3 Exlibris von Herm. Struck- 
Berlin, 2 Original-Radier. und 1 Klischee- 
druck, nur gegen Gleichwertiges.)*) 


Herr Joh. Nep. Eser, Privatier, Buchloe 


Frau 


Frl. 


(3 Exlibris von B. Wenig und 1 von 
R. Schiestl; gegen Künstlerisches).*) 


A. Fähndrich, Friedelhausen, 
Post Lollar, Hessen (Radier. v. H. Volkert 
nur gegen Besseres)*). 


18,:-I, 
drucke von der alten Platte des Ex- 


Graz, Steyermark (gibt Neu- 


libris des Erzherzogs Anton Viktor von 
Österreich, Monogramm E A in Lorbeer- 
kranz, Stich, und solche des Exlibris 
Chr. Jos. de Pauli v. 1699, Stich, — 
nur gegen Besseres).*) 


Herr Julius Goldmann, Comenius, Karls- 


Herr 


bad, Böhmen (tauscht ab Ende Sep- 
tember neben seinem Maltz-Klischee- 


Druck auch sein neues Exlibris nach | 


Marillier, Radierung von Jean Kauffman- 
Luzern, gegen Radierungen der Blätter 
moderner guter Graphik).*) 


Graf, Hohen- 
zollernstrasse 46, II (neues v. H. Wilm) 
sammelt keine Dillettanten - Exlibris).*) 


Louis München, 


| 





Wilma von Friedrich, Grabenstrasse 








Herr 


Herr 


Fr. A. 


Herr 


Frau 
Herr 


Herr 


Herr 


Herr 


Herr 


Herr. 


Karl F. Gronemann, 412 Porter- 
Avenue, Elgin, Ill, V. St. A. (deutsch; 
v. ihm).*) 

Hans Häring, Bremen, Hohenlohe- 
strasse 38 (v. A. Meyerhofer).*) 


Hüttner, Rittergut Pirk, sächs. Vogt- 
land (v. ihr).*) 


Hohneck, Dresden-A, 
Schlossstrasse 36 (2 verschied. Exlibris 


Hans 


v. G. Hohneck und Osk. Roick gegen 
gute und grössere Klischeedrucke; giebt 
evtl. mehrere für 1 Radierung).*) 
Kauffmann, Mannheim B 6, 28.*) 
Fritz Keller, Ingenieur, Zürich V, 
Streulistrasse 2 (v. A. Meyerhofer).*) 


Bernhard Krey, 
strasse 30 (v. 


Leipzig, Breite- 
A. Seckelmann-Leipzig, 


nur gegen Radier. oder Holzschnitt).*) 


F. Krische, 
Schinnerer).*) 


Erlangen, (Radir. v. 


Karl Kunze, Architekt, Dresden N., 
Königsbrückerstrasse 72 (2 Exlibris von 
A. Meyerhofer; „Schund“ höfl. ver- 
beten).*) 

Dr. Küffner, Ludwigshafen a. Rh, 
Hohenzollernstrasse 108, I (tauscht nur 
gegen Besseres das v. ihm gestiftete Ex- 
libris des Korps Guestphalia-München; 
I. nun erschöpfte Auflage zählte 258 
Stück, von denen 158 in den Tausch 
kamen; II. nunmehrige und letzte Auf- 
lage 100; Platte durch Feuer zerstört).*) 


Dr. jur. Bela Lang, Ofen-Pest V, 
Arany Janos utca ı Ungarn (v. Rich. 


Geiger-Rakospalota).*) 


Herr Dr. Robert Lang, Bibliothekar, Schaff- 


hausen, Schweiz (1 neue Radier., 
2 verschied. Klischeedrucke, alle 3 von 
Ph. Dammkohler; 


Gleichwertiges).*) 


beides nur gegen 


Ê 


Herr Dr. R. Leonhard, München, Ain- | Herr Richard Steudel, 


Frau 


Herr 


Herr 


150 


müllerstrasse 13,11. (v. J. J. Vrieslander).*) | 


Dr. Emma Moser, zur Alpenrose, 
Schaffhausen (Radier. v. Ph. Damm- 
kóhler-Schafihausen, nur gegen Besseres).*) 
Ludwig Regnat, Múnchen, Metz- 
strasse 6, I (v. L. M. Rheude).*) 

Carl Rinck, 
Schöneberg-Berlin 


Buchdruckereifaktor 
W., Bahn - 
strasse 43 (2 Exlibris nach eigenen 


Entwürfen: No. ı in 2 Grössen (Zeich- 


nung vom Besitzer, No. 2 ın 2 ver- 
schiedenen Farbenstellungen (Iypo- 
graphie vom Besitzer), in chromo- 


typographischer Druckausführung).*) 


Herr Wilhelm Scheerer, Lehrer, Sachsen- 


Herr 


Herr 


Herr 


Frau 


hausen b. Frankfurt a. Main, Bruch- 
strasse 15, Radierung von Ph. Damm- 


köhler - Schaffhausen, (Bibelspruch v. 
Siemann).*) 
Arthur Schulz, wohnt nicht mehr 


Ofen-Pest, sondern: Agram, Mihano- ` 


Herr 


viceva ulica 30, Kroatien, Österreich 
(tauscht).*) 
Ernst Schulz, Potsdamerstrasse 43. 


Grosslichterfelde-Berlin (v. Ernst 
Strach-Berlin).*) 

Georg Edm. Singer, Ofen-Pest VI, 
Andrassy-ut 122, Ungarn (tauscht 8 Ex- 
libris: 1.) v. A. Lakatos, 1905, 2.) v. 
H. Mosonyi-Pfeiffer, 1902, 3.) v. Emil 
Sarkadi, 1900, 4.) v. Bela Szentgyörgyi, 
1905, 5.) v. M. Vesztroczy für A. Vag, 
1902, 6.) v. Elek Falus fiir J. Wiesner, 
1005, 7.) v. Emil Sarkadi für H L. 
Vag, 1900; 8.) v. Emil Sarkadı für Dr. 
Gescheit 10906; alles Klischeedrucke; 
tauscht allgemein; giebt fúr 1 Radierung 
3—44 verschiedene Klischee-Exlibris).*) 
Marie Stern, 
Berlin W., Taubenstrasse 44—45 (Ra- 
H. Volkert, 


Gleichwertiges).*) 


derung von nur gegen 


ab Ende September: | 





Kaufmann und 
Direktor, Meerfeldt- 
strasse 4a tauscht gegen gleichwertiges 
1.) Gust. Stotz, 
2 farb. Klischee, 2.) A. Vol- 
mar, Mannheim, Original-Lithographie 
a) 6 farbig auf China-Papier, b) schwarz 
auf Japan-Papier, 


Mannheim, 


in liberalster Weise: 
Berlin, 


3.) Radierung nach 
nach einem Entwurf-von A. Volmar, mit 
Portrait, aus dem Anfang des 17. Jahr- 
hunderts.*) 

Horst Stobbe, 
nover, 


Herr Buchhändler, Han, 


Hildesheimerstrasse 233 c. II. 
(v. Karl Fincke-Königsberg i. Pr.).*) 

Stürken, Wandsbeck bei 
Hamburg, (v. E. 


Fr. Emmy 
Claudiusstrasse 47 
Zimmermann).*) 

Herr Dr. Lórinc Szemler, Ofen-Pest VI, 
Sziv utca 13, II. 18, Ungarn (v. Endre 
von Frecskay in Szolnok).*) 

Erich Trummler, Zittau, Frauen- 
torstrasse 15, II (v. Fr. Gertr. Hoff- 
mann-Zittau).*) 

Franz Weber, Ried, Oberösterreich 
(v. Maler Dr. Rud. Junk-Wien).*) 
Anton Weimar, Schloss Hammer- 
riess, Post Losenstein, Ob.-Österreich 
(eig. Radier., nur wieder gegen Radier.).*) 

Dora Wolbrandt, Krefeld, Stecken- 
dorferstrasse 73 (v. Peter Wolbrandt- 
Krefeld).*) 

P. Wolbrandt, Krefeld, 

Steckendorferstrasse 73 (tauscht s. eig. 


Herr 


Herr 


Frl. 


Herr Peter 
und 3 von ihm gez.)*) 

Hildegard Wolbrandt, Hamburg, 
Brahmsallee 26, II (v. P. Wolbrandt).*) 
Herr Ingenieur Zarth, Düsseldorf, Rethel- 


Fr. 


strasse 61 (tauscht das von seinem 
Bruder Hans Zarth-München gez. Ex- 
libris Bertha Zarth.)*) 

Herr Ludwig Fischer, Frankfurt a. Main 
Mendelssohnstrasse 73, II tauscht sein 


eignes Exlibris von Rose Eisner. 


HerrWillibald Krain,BreslauV, Gräbschner- 


Herr 


Herr 


Herr Albert Ross, Wien I, 1 


strasse 68 (tauscht Exlibris für Dr. 
Ludwig Ebstein.) 

Dr. Leo Lippmann, Assessor, Ham- 
burg, ab 1. Oct. Isestrasse 143 tauscht: 
I.) eigenes (v. Ivo Puhonny, Baden-Baden) 
2.) Exlibris Rudolf Schóning (von O. 
Schwindrazheim, Hamburg), in wenigen 


3. Ex- 
libris Ferdinand Rosenstern (von Alice 


Exemplaren gegen Besseres, 


Heymann, Hamburg). 
Oskar 
Wien 1V., Grosse Neugasse 18 tauscht: 


Leuschner, Buchhändler, 


1. Radier. von Br. Heroux - Leipzig, 


2. 33 HI ” 9 ” 
3. Radier. v. Alois Kolb- Magdeburg 
(alpines Blatt), 4. Radier. v. Alois 


Kolb-Magdeburg (Mann auf Buch). 

5.—7. Heliograviiren (3) (Th. Crampe- 
Berlin), 8. Heliogravüre (Anklam-Berlin), 
Q. (Ed. 
10. Lithogr. in zwei Farben (Ed. Liesen- 
Berlin), 11. Lithogr. v. Jul. Böhm-Wien, 
Zweifarb. Autotypie (Alois Kolb- 
Magdeburg), 13. Zinkdruck (nach altem 
Blatt, „Die darstellend), 
14. Zinkdruck v. Hans Schulze-Berlin, 


Steinradier. Liesen - Berlin), 


ES 
Philosophie“ 


a—e in verschiedenen Grössen und 
Klischeesveränderungen, 15/16. 2 Zink- 
drucke (R. Schima- Wien), 17/18. 2 
Zinkdrucke (Th. 
19/20. 2 Heliogravuren v. Br. Heroux- 
Leipzig. 21. Kolb, Dr. Gust. Leuschner, 
Radier. (Rich. Wagner-Blatt), 22. Kolb, 
Elisabeth Leuschner, Radier. (Schubert- 
Blatt). 


Ausnahmsfällen getauscht. 23. Kolb, Dr. 


21 und 22 werden nur in 


Anton Leuschner, Radierung, 24.Stassen, 


Neugebauer (Kupferdr.) 


selbst- 
gezeichnete Exlibris, sowie sein eigenes 


strasse 2I, tauscht mehrere 


(Holzschnitt von Frl. Marianne Stein- 


Crampe - Berlin), 


Rotenturm- | 


Herr 





Herr 











berger, Wien) Gutes. Kann 


auch mit Künstlerplakaten als Gegen- 


gegen 


sendung dienen, besitzt jedoch keine 


Plakatsammlung. — Adressen und 
Dublettentausch. — 
Oskar Siegl, Teplitz, (Böhmen) 


Zeidlerstrasse 2, tauscht: 1.) Radierung 
von Rich. Teschner, Prag 1905, 2.) Hie- 
von 100 Vorzugsdrucke, gross, auf 
Büttenpapier, 3.) Autotypie nach No. 1, 
4.) Kupferätzung von Al. Kolb, 1906. 
5.) Klischeedruck von F. G. Krombholz, 
1906, 6.) Klischeedruck vom 


für Flora Siegl, 1900. 


selben 
Ivan Freiherr v. Weissenbach, 
Nagyatad (Somogy), Ungarn, tauscht 
heraldische Exlibris, 
Exlibris: 
1.) Eigenes von H. Mosonyi Pfeiffer (t) 
2) m » 


prem, 3.) Eigenes 


von nun an nur 


giebt im Tausch folgende 
Alexander Nagy, Ves- 
A. Rheude. 
(heraldisch - farbig), 4.) Eigenes 


L. Rheude (heraldisch) Klischee. 


von 


von 


Herr Aug. F. Ammann, Seeburg bei Kreuz- 


lingen, Schweiz, ab ı. November 
1900: 74 Leinpfad, HamburgXX,, 
tauscht folgende eigene Exlibris von: 
I.) A. Sulzberger, Zürich, nach dem 
Orig.-Exlibris seines Vorfahren H. J. 
Ammann, gen. Thalwyler Schärer 1386 
bis 1658, gez., Chromotypie in 7 Farben 
(herald.), 2.) Prof. Ad. M. Hildebrandt- 
Berlin, Heliogravüre (herald.), 3.) Lor. 
Rheude-Roda, Autotypie 4 Farbendruck 
(herald.), 


und Steindruck (herald. in der Art der 


4.) Demselben, Lithographie 


Wappen der Züricher Wappenrolle von 
ca. 1320), 5.) Otto Ubbelohde-Goss- 
felden, Orig.-Radierung „Der einsame 
Schiffer“, 0.) Demselben, Orig.-Radier., 
„Vergangenheit und Gegenwart“, 7.) Prof. 
Ad. M. Hildebrandt, Stahlätzung (land- 
schaftl.: Tower von London und Gross- 


múnster Zúrich), 8.) Kais. Rat E. Krahl- 
Wien, Stahlstichdruck (herald. und land- 
schaftl.) in Vorbereitung, 9.) Lor. Rheude, 


158 


Stahlstichdruck und Farbendruck, (herald. ` 


landschaftlich in 


10.) Helene Dahm - Zürich - München, 


und Vorbereitung, 
Orig.-Radierung (landschaftl.) in Vor- 
bereitung, die Exlibris 
Gattin anderer Angehörigen: 
11.) Emma Amman von O. Ubbelohde, 
Zinkätzung, 12.) Max Specht und Molly 
S. geb. Ad. M. 
Hildebrandt, Zinkätzung, 13.) Henriette 
Ammann, von W. Ehringhausen-München, 


ferner seiner 


und 


Ammann, von Prof. 


Zinkätzung u. Tonplattendruck, 14.) Andre 
Ammann, von demselben, dasselbe — 
Tauscht allgemein, erwartet aber, dass 
Tauschsendungen mit ungefähr gleich- 
wertigem erwidert oder aber gleich 
zurückgeschickt werden. 
Herr Georg Starke, Königl. Hofl., Görlitz, 
Salomonstr. 39; Doppeladler 3 Grössen 
(gez. Prof. Ad. M. Hildebrandt) 
Distelmotiv (gez. v. demselben), Epheu- 
blatt 3 Varianten (gez. v. Joh. Hilde- 
brandt), Frau Hildegard Starke, 2 farbig 
C. A. Starke), 
Margarethe Starke (gez. v. demselben). 
Viele Dubletten. Blätter 


in der Sammlung vorhanden, 


V. 


Varitäten (gez. v. 
die bereits 
werden 
dankend zurückgegeben. 

C. J. Antweiler, Carl- 
strasse 12, von Hans Wildermann, 
München/Kalk bei Cóln a. Rh., Licht- 


druck, Triptychon, nur gegen gleich- 


Herr Aachen, 


wertige, künstlerische Blätter. 
Herr Dr. Waehmer, Berlin S.W., Linden- 
strasse 18/19 tauscht seine neue Exlibris- 
Bernard Schumacher- 


Radierung von 


Bremen gegen Radierungen. 


Nicht zu tauschen wünscht und lässt 
Tauschsendungen unerwidert: 


Miss M. Burta Brittan, C./O. Mr. Vail, 
1900 Green Street, San Franzisco, 
Calif., V. St. A., kann, wegen Verlusts 
ihrer Sammlung und ihres Exlibris, vor- 
erst nicht mehr Exlibris tauschen. 


Weitere Anmeldungen für diese Rubrik 
werden von der Redaktion oder von Herrn K. 
E. Graf zu Leiningen-Westerburg, München, 
Rambergstrasse 3, gern enlgegengenommen und 
gelangen kostenlos zum Abdruck. 


Briefkasten. 


Herrn C. S. Berlin. Sie haben vollständig 
recht, dass ein längstersehntes, oft schon ver- 
langtes Generalregister der sämtlichen in den 
bisher erschienenen 15 Bänden unserer Zeit- 
schrift aufgeführten Exlibris sowohl nach den 
Künstlern wie nach den Namen der Besitzer 
geordnet sehr willkommen wäre, und sowohl für 
Sammler wie für die Kunsthistoriker wertvoll sein 
würde. Es ist dies aber enorm umfangreiche 
Arbeit, die allerdings durch vorgedruckte Zettel 
auf denen jedes Exlibris schablonenmässig ver- 
zeichnet wird, sehr erleichtert würde. Vielleicht 
findet sich ein eifriges Mitglied, welches sich 
der Mühe unterzieht; der Verein wird sicher 
die Bemühungen durch Lieferung der Katalog- 
zettel unterstützen. 


Inhalt. 


Neue Mitglieder. — Adressen-Anderungen. — 
Verstorben. — Exlibris Schenk, von e. 1530. (Mit 
Beilage.) — Exlibris Pronner. (Mit 2 Beilagen und 
Abbildung.) — Neue Exlibris. (Mit 2 Beilagen 
und 13 Abbildungen.) — Anhang: Hubert Wilm- 
München. (Mit 10 Abildungen.) — Willi Geigers 
„Römische Exlibris“ (Mit 8 Abbildungen.) — 
Exlibris Louis Fernique. (Mit Abbildung.) — 
Exlibris-Ausstellung in Budapest. — Anhang. — 
Exlibris - Wettbewerb der Typographischen Ge- 
sellschaft München. — Druckersünden. — Zum 
Exlibris-Tausch. — Verschiedenes. (Mit Abbildung.) 
Litteratur. Anhang. — Tauschverkehr. — 
Briefkasten. — 


Mit 5 Beilagen. 





Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke, Berlin W. 30, Winterfeldtstrasse 24. 
Selbst-Verlag des „Exlibris-Vereins‘‘ zu Berlin. 
Druck und auftragsweiser Verlag von C. A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, a. d. Berlinerstr. 





Noch vor Ausgabe des vorliegenden Heftes unserer Zeit- 


schrift erreicht uns die Trauerkunde, dall unser Ehrenmitglied, Herr 


Karl Emich 
Graf zu Leiningen - Westerburg 


am 28. September im kräftigsten Mannesalter verschieden ist. 


Wir vermógen den schweren Verlust den unser Verein, 
dessen eifrigster Fórderer er war, den die gesamte Wissenschaft 
erlitten hat noch nicht zu fassen und geben schmerzbewegt unseren 
Mitgliedern diese Nachricht. 


Eine Würdigung der hohen Verdienste des Entschlafenen 


behalten wir uns für die nächte Nummer unserer Zeitschrift vor. 


Berlin und Görlitz, den 5. Oktober 1906, 


Der Vorstand des Exlibris-Vereins zu Berlin 


E. Doepler, Carl G. F. Langenscheidt, Georg Starke, 


Professor. Verlagsbuchhändler. Kgl. Hoflieferant. 











Mel u mpr Mesenbach Rı*farth& 00 Berlin 














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für 
Bibliothekzeichen — Bücherkunde 
und Gelehrtengeschichte, 


Organ des von Friedrich Warnecke begründeten Exlibris-Vereins 
zu Berlin. 





XVI. Berlin, SE N 4. 











Der jährliche Preis der „Exlibris-Zeitschrift‘‘ beträgt 12 Mark, für Nichtmitglieder 15 Mark. — Anzeigen für 
die „Exlibris-Zeitschrift‘‘ werden von C. A.Starke, Kgl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, entgegengenommen. 











Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg. 


In der vorigen Nummer dieses Blattes konnten wir unseren Lesern nur 
ganz kurz die so überaus traurige Nachricht von dem schweren Verlust mit- 
teilen, den der Exlibris-Verein durch das Hinscheiden seines hochverehrten 
Ehrenmitgliedes, des Grafen Karl Emich zu Leiningen-Wester- 
burg, erlitten hat. Wir dürfen überzeugt sein, dass alle unsere Leser 
schmerzbewegt den innigsten Anteil an diesem Todesfall genommen haben. 
War doch der Verewigte seit langen Jahren die eigentliche Seele und Trieb- 
kraft des Exlibris-Vereins; seine begeisterte Liebe zur Sache warb unermüdlich 
neue Scharen von Mitgliedern, scine rastlose Arbeitsfreudigkeit schaflte immer 
wieder frischen und interessanten Stoff für unsere Zeitschrift herbei, er ver- 


stand es, die seltensten Schätze der Vergangenheit ans Licht zu ziehen und 


— 160 — 


mit dem sicheren Verstándnis des Kenners zu beurteilen. Nicht minder ist es 
ihm zu danken, dass die moderne Exlibris-Kunst in den letzten Jahren 
einen so bedeutenden Aufschwung genommen hat. Durch eine umfangreiche 
Korrespondenz mit Bücherfreunden und Gelehrten wie durch eine lange Reihe 
von frisch und überzeugend geschriebenen Abhandlungen in wissenschaftlichen 
Zeitschriften und Tagesblättern warb er der Exlibris-Sache fortwährend neue 


Freunde und Förderer; er bewog die grossen Meister der Jetztzeit, ihren Stift in 


den Dienst der Exlibris-Kleinkunst zu stellen, er zog aber auch — und dies muss 
als ein besonderes Verdienst hervorgehoben werden — manchen bescheidenen 


jungen Künstler aus der Verborgenheit hervor, indem er ihm lohnende Auf- 
träge verschaffte und ihm mit Rat und Tat fördernd zur Seite stand. Was 
Graf Karl Emich auf dem Gebiete der Bücherkunde, des Wappenwesens und 
verwandter Zweige geleistet hat, ist schon anderweit anerkannt und gewürdigt 
worden; an dieser Stelle möge ihm nur für das, was er uns, der deutschen 
Exlibris-Gemeinde, aus der Fülle seines Wissens und seiner Begeisterung dar- 
geboten hat, der wärmste Dank gezollt werden, zugleich mit dem Ausdruck 
der tiefsten Trauer über den Verlust dieses uns hochbedeutenden Mannes. 
Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Lebensschicksale des Ver- 
ewigten. Graf Karl Emich, dem uralten Dynastengeschlecht der Grafen zu 
Westerburg-Leiningen entsprossen, wurde am 15. September 1856 zu Bamberg 
geboren. Er erwählte den militärischen Beruf und trat am 7. Juli 1873 in 
das 14. Husaren-Regiment in Kassel ein, dessen Adjutant er wurde Von 
1880 bis 1883 war er persönlicher Adjutant des Erbgrossherzogs von Sachsen- 
Weimar-Eisenach und hatte nun in Weimar vielfach Gelegenheit mit Künstlern 
in Berührung zu kommen. Hier entwickelte sich bei ihm dann allmälig die ihm an- 
geborene Licbe zur Kunst und er nahm jede Gelegenheit wahr, seine Kennt- 
nisse auf den einschlägigen Gebieten zu erweitern. Im Jahre 1888 wurde er 
Brigade-Adjutant der 11. Kavallerie-Brigade in Breslau. Hier nahm er 1890 
den Abschied, um nach München überzusiedeln und fortan ausschliesslich 
seinen künstlerischen Neigungen zu leben an der Seite seiner am 17. Mai 
1890 ihm vermählten gleichgesinnten Gattin Magdalene geb. Rogalla v. Bieber- 
stein. Eine besondere Freude wurde ihm 1873 zuteil, als es ihm gelang, die 


alte Stammburg sciner Väter, Neu-Leiningen, zu erwerben und damit einen 





— 161 -- 





lange gehegten Wunsch erfüllt zu sehen. Die Stadt Neu-Leiningen ernannte 
ihn zu ihrem Ehrenbürger. 

Zahlreiche Ehrungen von wissenschaftlicher Seite wurden dem Grafen zuteil, er 
war Ehrenpräsident bzw. Ehrenmitglied, unter anderen, des Historischen Vereins der 
Pfalz, des Exlibris-Vercins zu Berlin, der English Exlibris-society, des „Herold“, der 
Schweizerischen Heraldischen Gesellschaft, des ,,Kleeblatt zu Hannover u. v.a. 

Unter seinen zahlreichen literarischen Arbeiten sei hier besonders er- 
wáhnt das 190I erschienene, hervorragende Werk „Deutsche und öster- 
reichische Bibliothekzeichen. Fin Handbuch für Sammler und Kunstfreunde‘, 
in welchem der Verfasser die Ergebnisse langjährigen Fleisses darbot. Seine 
einzigartige Sammlung, welche später dem Germanischen Museum in Nürnberg 
einverleibt und dadurch Gemeingut aller Kunstfreunde werden soll, sichert 


dem Grafen Karl Emich für alle Zeit das dankbare Andenken des deutschen 


Volkes; — im Exlibris-Verein wird sein Name unvergesslich bleiben. 


137. Sitzung desExlibris-Vereins 


vom 7. Mai 1900. 
Vorsitzender: Herr Prof. Emil Doepler d. J. 


Der Vorsitzende Herr Professor E. 
Doepler d. J. legt die eingelaufenen auslän- 
dischen Exlibris-Zeitschriften vor. 


Unser Schatzmeister, Herr Hoflieferant 
Starke aus Görlitz, erstattet sodann den 
Kassenbericht für das Jahr 1905. Aus dem- 
selben geht hervor, dass Einnahme und Aus- 
gabe mit etwa M. 7000 ungefähr balanzieren. 
Einer geringen Mehrausgabe stcht ein erheb- 
liches Guthaben an Aussenständen entgegen. 
Der Verein hat auch im letzten Jahre an 
Mitgliederzahl und demgemäss an Einnahme 
erheblich zugenommen. Als bemerkenswert 
teilt Herr Starke noch mit, dass die Korre- 
spondenz des Vereins so gewachsen ist, dass 





Ad. M. Hildebrandt. 


im letzten Jahre das Portobuch 1679 schrift- 
liche Ausgänge und 978.18 M. Portokosten 
nachweist. 

Der Vorsitzende dankte hierauf dem 
Schatzmeister für die Sorgsamkeit seiner Amts- 
führung. 

Herr Langenscheidt legt hierauf ım 
Auftrage des Herrn Grafen zu Leiningen- 
Westerburg zu München folgende Druck- 
sachen vor: 

Zentralblatt für Papierverarbeitungsindustrie 
V. No. ı5 mit einem Exlibris-Artikel 
von O. Schmidt. 

Journal für Buchdruckerkunst, Jhrg. 73 No. 9 
mit einem Exlbris-Artikel des Herrn 
Grafen zu Leiningen - Westerburg. 

Frankfurter Kunstverein, Broschüre „Über 
moderne Exlibris“ von Carl Fr. Schulz- 


Euler, Mai 1905. 


Ausserdem das wundervolle Heft 
Graphische Künste. I. Heft 4 mit einem 
prachtvoll illustrierten Artikel von Franz 
Fleischmann und Otto Obermeierschen 
Exlibris 
una 


XV. Heft 
einem Artikel von Maja Torsten-Worms. 


Kunstgewerbe - Blatt. 12 mit 


Herr Dr. Wähmer berichtete über die 
Vereinssammlung, deren Zustand nach wie vor 
ein höchst unerfreulicher ist. Trotz des vor 
einigen Jahren veröffentlichten Aufrufs ist der 
Zugang ein äusserst geringer. Die Sammlung 
stellt sich als eine wahllose Anhäufung von 
meist geringwertigen Blättern dar, unter denen 
die verhältnismässig guten Exlibris verschwin- 
den. Herr Dr. Wähmer schlug infolgedessen 
vor, die Sammlung zugunsten des Vereins in- 
nerhalb desselben zu versteigern. Ausgenom- 
men von dieser Massnahme sollen diejenigen 
Blätter sein, die zu Zwecken der Wander- 
ausstellung gestiftet sind und sich garnicht in 
Verwahrung des Vereins, sondern in der des 
befinden. 


auch künftig zu Ausstellungszwecken verwendet 


Buchgewerbevereins Diese sollen 


werden. Dic Anwesenden waren im Prinzip 


mit dem Antrag cinverstanden; jedoch wurde 


mit Rücksicht auf die nicht unwesentliche 


Bedeutung der Frage die cndgiltige Abstim- 
mung bis zur nächsten Sitzung ausgesetzt, um 
auch den heute nicht anwesenden Mitgliedern 
Gelegenheit zu geben, sich Sache 


Zur ZU 


äussern. Denjenigen Mitgliedern, welche in 


den letzten drei Jahren Stiftungen für die 


soll frei- 
Zeit 


den 


Vereinssammlung haben, 
Blätter 


Schreiben 


gemacht 


stehen, die betreffenden in der 


bis 1. April 1907 durch 


C. 


berg, Bahnstrasse 29/30 zurückzufordern. 


an 


neuen Verweser Langenscheidt, Schöne- 


Herr Professor Hildebrandt legt cine 
Sammlung von 130 Stück von ıhm gezeich- 


neter Exlibris vor, welche aber leider nicht 


ein vollständiges Bild seines Wirkens geben, 


162 


| da noch etwa 20 Stück seiner Blätter fehlen. 





Bedauerlicherweise sind diese fehlenden Blätter 
Herr Prof. 
Hildebrandt verteilt sodann sein neuestes Blatt 


auch nicht mehr aufzutreiben. 
für Salmuth. 

Schliesslich legt Herr Regierungsrat von 
Zur Westen eine Sammlung Festkarten und 
Diplome von Menzel, Hosemann, Burger u. a., 
sowie sehr schöne farbige Lithographien von 
Hosemann vor. Ein Exemplar der seltenen 
Randzeichnungen zu Goethes Balladen und 
Romanzen von Eugen Neureuther (Cotta 1829) 
erregte allseitiges Interesse. 

Nach Schluss des offiziellen Teiles er- 
öffnet der Vorsitzende das Stiftungsfest und 
verliest die eingelaufenen Telegramme und 


sonstigen Glückwünsche, von welchen die 


unseres Herrn Grafen 


Ehrenmitgliedes zu 
Leiningen -Westerburg in München und des 
österreichischen Exlibris - Vereins besonders 
waren. Die traditionelle 
Fröhlichkeit hielt die Mitglieder und Gäste 


wieder wie gewöhnlich lange beisammen und 


herzlich gehalten 


erst am frühen Morgen fand unser Stiftungs- 
fest sein immer noch zu frühes Ende. 


Der Schriftführer: 
Carl G. F. Langenscheidt. 


138. Sitzung des Exlibris-Vereins 
vom 8. Oktober 1906. 


Der Herr Emil 
Doepler d. J. macht der Versammlung Mit- 


Vorsitzende, Professor 
teilung von dem Ableben unseres Ehrenmit- 
gliedes, des Kgl. preussischen Rittmeisters a. D. 
Herrn Karl Emich Graf zu Leiningen -Wester- 
In 


führt der Herr Vorsitzende aus, wie ihm der 


burg. tiefbewegten herzlichen Worten 


Verstorbene, mit dem er seit langen Jahren 
in täglichen schriftlichen Verkehr gestanden 
habe, ans Herz gewachsen sei, welche Leere 
das 


plötzliche Ausbleiben seiner täglichen 


Briefe, des gewohnten Aussprechens hinter- 
lassen habe. Es sei ihm erst spät vergönnt 
gewesen, den Verblichenen von Angesicht zu 
Angesicht kennen zu lernen, bei seinem letzten 
Besuche in diesem Herbste sei er leider bei 
erkrankten Freunde nicht mehr 
Leider die 
Nachricht von dem am 28. September er- 


dem schwer 
vorgelassen worden. hätte er 
folgten Hinscheiden des unvergesslichen Mannes 
erst am 2. Oktober erhalten, darauf habe er 
sofort veranlasst, dass dem Dahingeschiedenen 
ein letzter Gruss des Vereins auf das Grab 
Der Witwe sel 


schreiben des Vereins zugegangen. 


gelegt wurde. ein Beileids- 

Der Vorsitzende würdigt sodann noch die 
besonderen Verdienste des Verstorbenen um 
den Verein. Er rühmt seine ausserordentliche 
Arbeitskraft, seine Gründlichkeit, seinen nie er- 
Er erinnert 
Artikel 


über alte Exlibris und seine fruchtbare 


lahmender Eifer für die Zeitschrift. 
an die wissenschaftlich bedeutenden 
lite- 
rarische Tátigkeit. Besonders wertvoll fúr den 
Verein sei die seltene Gabe gewesen, dem 
Verein stets neue Mitglieder zuzuführen; wer 
die Schwierigkeit hierbei kenne, werde seine 
Tatkraft besonders bewundern. Eine kleine 
Genugtuung sei es, dass es dem Verein vergönnt 
war, ihm noch im letzten Jahre gelegentlich 
des 


Stiftung eines von Bastanier radierten Exlibris 


der Zuführung 400. Mitgliedes durch 
eine besondere Freude zu machen. Zum Schluss 
führt der Vorsitzende an, dass der Verstorbene 
in stillem Wirken und Werben für junge 
Künstler unendlich viel geleistet habe, dass 
er es verstanden habe, manchem durch seinen 
Einfluss und seine Verwendung eine Stellung 
zu verschaffen, welche dem sonst Unbekannten 
Bahn 


schreiten. Die unauslöschliche Dankbarkeit und 


ermöglichte, seine eigene weiter zu 


dauernde Verehrung unserer Aller sei ihm gewiss. 

Die Versammlung ehrt darauf das An- 
denken ihres Ehrenmitgliedes durch Erheben 
von den Sitzen. 














Um 


schrift ein dauerndes Denkmal zu setzen, wird 


dem Verstorbenen in unserer Zeit- 


beschlossen, in der náchsten Nummer ausser 


einer eingehenden Lebensbeschreibung sein 
Porträt in würdiger Form zu bringen. 
Es werden sodann eine Anzahl auf das 


Ableben des Herrn Grafen bezügliche Zei- 
tungsartikel und Beileidsschreiben verlesen. 
Der Vorsitzende beantragt nunmehr eine 
durchgreifende Neugestaltung der Zeitschrift 
und begründet diesen Antrag dadurch, dass 
den Tod 
ningen-Westerburg, welcher bisher die Zeit- 


durch des Herrn Grafen zu Lei- 

schrift fast ganz allein geleitet habe, eine voll- 

ständig veränderte Sachlage geschaffen sei. 
Herr 


schlägt 


Regierungsrat von Zur Westen 


vor, eine Kommission zu wählen, 
welche über die zukünftige Gestaltung der 
Zeitschrift beraten und dem Plenum thre Vor- 
schläge unterbreiten solle. 
Der Antrag wird angenommen und es 
werden in die Kommission die Herren 
Professor Emil Doepler d. J., Berlin, 
Landgerichtsrat Dr. Beringuier, Berlin, 
Regierungsrat von Zur Westen, Berlin, 
Königl. Hoflieferant G. Starke, Görlitz, 
Verlagsbuchhändler C. Langenscheidt, 
Schöneberg 
gewählt. 
Herr Verlagsbuchhändler Franke, welcher 
seinen Wohnsitz aus Düsseldorf wieder hier- 
her verlegt hat, teilt über unsere Wander- 


ausstellung mit, dass sie 3 Jahre lang in 


zahlreichen Städten Deutschlands, zuletzt in 
Gera, ausgestellt worden sei und in der 


nächsten Sitzung dem Verein vorgelegt werden 
solle. 

Diese Sammlung soll weiterhin zur Ver- 
fügung des Vereins gehalten werden. 

Zur Vorlage bringen: 

Professor E. Doepler d. J.: Die in der 
Zwischenzeit eingelaufenen ausländischen Ex- 
libris-Zeitschriften. 


Hildebrandt: 


fúr Gaston 


Professor Zwei heral- 
dische Blätter 
Conrad von Brauchitsch. 

Dr. 


Eine Anzahl neuer Eingänge für seine Samm- 


de Chaulin und 


Landgerichtsrat Beringuier: 


lung und das Septemberheft 1906 des Deut- 


schen Buch- und Steindrucker mit einem 


reich illustrierten Artikel über Carl Zander. 


Georg Otto: Eine Radierung von 
seiner Hand für Schwabach-Märzdorf; zwei 
nicht ausgeführte Entwürfe für die Frau 


Kronprinzessin und ein ausgeführtes Exlibris 
für dieselbe in heraldischer Darstellung mit der 
Unterschrift: Cecilie, Kronprinzessin. 

Georg Wagner: 
für Frida Grob. 


Fine eigene Radierung 


Zur 


der 


Regicrungsrat Westen: 


Drei 


und zwar I. 


von 


der seltenen Exlibris Kaiserin 
das Blatt von Doepler ge- 
zeichnet für die Korporation Berliner Buch- 
händler für deren Hochzeitsgeschenk an die 
damalige Prinzessin Friedrich Wilhelm: 2. cin 


späteres vom ersten frei kopiertes, fast gar- 
Blatt der Unterschrift 
Prinzessin Wilhelm von 
Blatt mit 
ähnlicher Darstellung von Georg Otto mit der 


Viktoria 


nicht bekannte: mit 
Augusta Victoria 
hthograplnertes 


Preussen; 3. ein 


Unterschrift Augusta Kaiserin und 
Königin. 

C. Langenscheidt verliest ein Schrei- 
ben der Frau Dr. Elisabeth Schelling-Kornel, 
Kuhn 


dieselbe das Ableben unseres Miteliedes, ihres 


ech, in Fehertemplon, in welchem 
Sohnes mitteilt, und verteilt im Auftrage der 
Frau Schelling eine Anzalıl Exlibris derselben 
sowie Ihres Mannes und ihrer Tochter, sämt- 


lich gezeichnet von Tibor von Bottlik. 


Der Schriftführer : 


Carl G. F. Langenscheidt. 


164 


| 





Dem Exlibris-Verein sind als 
ferner beigetreten: 


Eingeführt durch Herrn W. von Zur Westen: 


Herr Walter 
Charlottenburg, Bleibtreustrasse 12. 


Herr Dr. Robert E. Schmidt, Elberfeld, 
Siegesallee 11. 


Mitglieder 


Heinemann, Kaufmann, 


Herr Rittmeister a. D. Ernst v. Tiedemann, 
Frankfurt a. Main, Feuerbachstrasse 38 


Herr Johann Nepomuk Eser, Buchloe in 1 
Bayern. 


Melchior 
b. Basel. 


Herr Dr. Hanns Sachs, Berlin W., Kur- 


fürstendamm 247. 


Herr Partmann, Klingental 


Föingeführt durch Herrn Professor E. Doepler: 
Frau Ada Jacoby, Berlin W., Uhland- 


strasse 173. 
Eingeführt durch Herrn Dr. H. Brendicke: 


Herr Dr. Otto Götz, prakt. Arzt, München, 
Bayerstrasse 4, II. 


löingeführt durch Herrn Oberleutnant Pflüger: 


Miss Kuhn, London, 5 Fairhazel Mansions, 
Fairhazel Gardens N. W. 


Herr Fr. Otto Vollbehr, Berlin W. 


Halensee, Kurfürstendamm 130. 


Eingeführt durch Herrn Carl Fr. Schulz- Euler: 


Herr Dr. Dumstrey, Osterode. 


Eingeführt durch Herrn Georg Starke: 


Herr Bonhoff, 
Tübingen, Hölderlinstrasse 21. 


Herr Adolf Conrad, 
b. Frankfurt a. M. 


Fräulein Johanne Greff, Frankfurt a. M, 


cand. med. Friedrich 


Lehrer, Bonames 


Eschersheimer Landstr. 64. 


Herr Max Hoffmann, cand. jur., Górlitz, 
Struvestrasse I 4. 





Herr Friedrich Kurz, Buchhändler, Frank- 
furt a. M., Rotlintstrasse 41. 


Herr Louis Lion, Rothenbaumchaussée 140, 
Hamburg. 

Herr Dr. med. L. Metzger, Frankfurt 
a. M., Leerbachstrasse 19. 

Herr O. Retowski, Staatsrat, St. Peters- 
burg, Schpolernaja 34 Q 74 (Russland). 

Herr Fabrikdirektor Maximilian Rothballer, 
Augsburg. 

Herr Paul Singer, Architekt, Mannheim, 
Meerfeldstrasse 2. 

Herr Martin D.Stecher, Chicago, Engraver, 
97 Madison St. 

Herr Horst Stobbe, Buchhändler, München, 
Paul Heysestrasse 20 a part. 

Fräulein Luise Stré bel, Ansbach, Karolinen- 
strasse 36. 

Eingeführt durch Herrn Dr. Dumstrey: 


Herr prakt. Arzt Dr. C. Sagert, Kirchen 
a. d. Sieg. 


Adressen-Änderungen: 
Herr Aug. F. Ammann, Hamburg XX, 
74 Leinpfad. 
Herr Adolf Freiherr Bachofen von Echt sen., 
Wien-Nussdorf, Hackhofergasse 18. 
Herr Ferdinand Graf von Brühl, General- 
D., Berlin N. W. 4o, 
Kronprinzen-Ufer 24. 


major Z. 


Herr Günther Deneke, Wernigerodea. H. 


Nöschenröder-Gartenstrasse 4. 


Herr Dr. Dumstrey, Berlin W., Kurfürsten- 


damm 144. 
Frl. Rose Eisner, Paris, 7 rue de Ville- 
just chez Mme. Mège du Malmont. 
Herr Carl Ergang, Freiburg 1. Br, 


Erwinstrasse 37, II. 


Herr Rudolf v. Freymann, St. Peters- 


burg, Sapiorny IO. 





Herr Dr. med. Friedrich Franz Friedmann, 

Berlin, Meinekestrasse 5. 

Malla 

Gamerschwang, Stuttgart. 

Herr Alfred Gever, 
Gartenstrasse 6, I. 


Frau Kienlin geb. Freiin von 


Buchhändler, Jena, 


Freifrau von Gise, geb. Prinzessin Hohen- 


lohe, Dezember — Mai: München, 
Leopoldstrasse 45 — Rest des Jahres: 
Traunstein: Villa Kittv. 

Herr Paul Goldstein, Berlin, Schwäbische- 
Strasse 28, 11. 

Herr Moritzvon Gruenewald, Hamburg- 
Ohlsdorf, Fuhlesbiittelerstrasse 593. 

Herr Heiliger, Rechtsanwalt a. D., Cassel, 

Herkulesstrasse 53. 

Dr. Rich. 


Schoenfeldstrasse 32, Gartenh. rechts ITI. 


Herr Hessberg, München, 


Freiin Brigitta Hiller von Gaertringen, 
Stuttgart, Eugenstrasse 7, II. 
Udo Moskau, 


Russland , Gnesdnikowsky 


Herr Iwask-Issako, 

Tverskaja, 
Pereulok, Haus Spiridonoff Qu. 27. 

Frl. Anne C. Justice, Chicago, Ills. U.S. A. 


5061 Washington Avenue. 


Herr Bauführer Krähmer, Würzburg, 
Weissenburgerstrasse 11, L 

Frau Dr. Josefine Lechner, Wien XIX,, 
Billrotstrasse 53. 

Herr Melchior, Major z. D. und Bezirks- 
kommandeur, Offenburg, Baden. 

Herr F. Moritz, Berlin N.-W,, Sieg- 
mundshof 11. 

Herr Fritz Mouths, Prokurist der Firma 
Krupp, Essen-Ruhr, Hohenzollern- 
Strasse 14. 


Herr L. Rautter, Wien I, Biberstrasse 16. 


Herr P. P. Riesenfeld, Architekt, München. 
Nikolaistrasse 10. 
E. Schuch, 

Strasse I, II. 


Herr Stuttgart, Kepler- 


Herr C. F.Schulz-Euler, Frankfurta.M., 
Rossmarkt 1. 

Herr Richard Troplowitz, Berlin, Behren- 
strasse 47. 

Herr R. Warnecke, p. Adr.: Credit Petrolifer 
10 Strada Lipseani, Bukarest. 

Herr Hauptmann von Zwehl, Inf.-Regt. 63, 
Oppeln. 


Verzeichnis der Exlibris 
des Herrn Karl Lei- 


ningen und Westerburg und seiner Frau 


Emich Graf zu 
Gemahlin Magda geb. Rogalla von 
Bieberstein. 


In nachstehender Liste habe ich versucht, 
die Exlibris des Grafen und seiner Frau Ge- 
Die 
Arbeit hatte ihre Schwierigkeiten, da dem 


mahlin vollzählig zusammenzustellen. 
Herrn Grafen eine ganze Anzahl Blätter ge- 
widmet wurden, welche er aus verschiedenen 


Gründen nicht hat ausführen lasser, und die 


166 





zum Teil in Vergessenheit geraten sind. Der 


Vollständigkeit halber habe ich auch dese 
Blätter angeführt. 
Die Reihenfolge der Zeichner bis 


Baesecke einschliesslich 


ningen in dem erweiterten Mitgliederverzeich- 


nisse vom Jahre 10060 selbst aufgestellt und | 


von mir beibehalten worden. 

Die Nummern 58 bis 63 wurden chrono- 
logisch hinzugefügt. No. 64 erhielt den letzten 
Platz, da es zweifelhaft erscheinen kann, ob 
einem nur für ein einziges Buch gedruckten 
Exlibris hier eine Stelle gebührt. 

Von den wichtigeren nicht ausgeführten 
Blättern werden Abbildungen in dieser Nummer 
veröffentlicht. Einige Blätter, wie No. Da 
das in der Mitgliederliste mit „Unbekannt — 
Unbenannt bezeichnete Blatt 34, 14a und 11 
ich 


deren 


habe nicht auftreiben können und ent- 


stammt Beschreibung soweit gegeben, 


fremden Angaben. 


Elsa 


ist vom Grafen Lei- | 





1. Prof. Adolf M. Hildebrandt-Berlin. 
a) 1888. 


Grösse 67 X 93 mm. 

Inschrift: Karl Emich Graf zu Leiningen- 
Westerburg R.-G. 

Ausführung: Steindruck, vielfarbig. auf 
pergamentartigem Papier. 

Darstellung: Ritter in Westerburgischer 

Rüstung auf steigendem Pferde in 

Nach dem 


ältesten Leininger Bild in der Manesse- 


Leiningenschen Farben. 


Minnesänger- Handschrift in Heidel- 
berg. 

Abgebildet in Ad. M. Hildebrandt Herald. 
Bücherzeichen Band I Taf. II. Verlag 
von J. A. Stargardt-Berlin 1892. 

Erwähnt: Warnecke 1124. 


b) Dasselbe. Grösse 66 X gı mm. Neu- 


Prof. Adolf M. Hildebrandt- Berlin. 


druck von 1903. 


Ausführung: Strichätzung, schwarzer 
Druck, altes Papier. 
Darstellung: Wie bei ra. 
(Dies Blatt ist nach. des Besitzers 
Angabe 1888, nach E. L. Z. VII No. 4 
pag. 114 und nach Warnecke 1889 ent- 


standen.) 


1893. 


64 X 87 mm. 


. Prof. Adolf M. Hildebrandt-Berlin. 


Inschrift: Hausarchiv von Karl Emich 
Graf zu Leiningen-Westerburg, des 
ehem. heil. röm. Reichs Semperfrei. 

Ausführung: Schwarzer Steindruck auf 
gelblich-weissem Papier. 

Darstellung: Vollwappen mit Umrahmung. 

Veröffentlicht in Ad. M. Hildebrandt He- 
raldische Bücherzeichen II Tafel III. 
Berlin J. A. Stargardt 1894. 


Erwähnt: E. L. Z. VII No. 4 pag. 115. 
1897. 


29 X 34 mm. 


Inschrift: Hausarchiv des Grafen Karl 
Emich zu Leiningen-Westerburg. 
Ausführung: Schwarzer Steindruck auf 


weissem Papier. 


Darstellung: Zweig mit Krone u. Wappen. 
Veröffentlicht: Ad. M. Hildebrandt III 
1898 Tafel III. 
Erwähnt: E. L.Z. XIII, 1 pag. 23. 
4. Prof. Adolf M. Hildebrandt-Berlin. 
a) 1897. 53 X 73mm mit Rand. Exlibris 
K. E. G. z. L.-W. (sogenanntes abge- 
kúrztes Exlibris. 
Ausfúhrung: Schwarzer Steindruck auf 
grauem rauhem Papier. 
Darstellung: Leiningenscher Adler und 
Westerburger Herzschild. 
Veröffentlicht in Ad. M. Hildebrandt III 
Tafel III. J. A. Stargardt. 
1898. 
b) 51 X 80 mm ohne Rand. 
wie a. (Gebrauchsausführung). 


Berlin. 


Ausführung: 
grauem Papier verschiedener Tönung. 
Abzebildet: E. L. Z. VII. 4. Beilage. 


Dasselbe | 


Schwarzer Steindruck auf | 


5. Prof. Adolf M. Hildebrandt. Berlin. 1897. 


Grösse 58 X 78 mm. (abgekürztes Exlibris). 


167 











Inschrift: M. Gm. z. L. W. gb. R. v. B. 
Ausführung: Schwarzer Druck auf fleisch- ` 


farb. Papier. 
Darstellung: Unter Krone und kreuz- 
weis gelegtem Bande mit Inschrift 
ausser einem Leiningenschen Adler mit 
dem Westerburger Schild noch aus 
von Biebersteinschen 


dem Rogalla 
Wappen das Urhorn und Hirschhorn 


enthaltend, welche letztere beide der | 


Adler in seinen Fängen hält. 


Erwähnt: E. L. Z. VII. 4. pag. 119 und | 


E. L. Z. XIIL 1. pag. 24. 


6. E. Freiherr von Hausen - Pirna. 


Inschrift: keine. 

Ausführung: Steindruck. 
Darstellung: Zwischen Lorbeerzweigen 
d. geviertete Wappenschild mit Mittel- 
schild unter einer Erlaucht-Grafen- 


krone. (Warnecke.) 


1888. 
Grösse a) 55 X 85 mm b) 50 X 60 mm. | 








Warnecke 1122 und E. L. Z. 
I. pag. 22. 


Erwähnt: 

XIII. 

7. E. Freiherr von Hausen - Pirna. 
Grösse 64 X 86 mm. 

Inschrift: Avs Der Buecherey Zu Schloss 

Nev-Leyningen - Karl Emich Graf Zv 

D. H. R. R. 


1880. 


Leiningen - Westerburg. 
Semperfrey. 
Ausführung: Steindruck. 
Darstellung: In doppelter Linieneinfas- 
sung unter Band mit obiger Inschrift 
(2 Zeilen) das gekrónte von Palmen- 
zweigen umgebene Wappenschild auf 
einer Konsole mit dem Namen in 
3 Zeilen. (Warnecke.) 
Erwähnt: Warnecke 1123. 
8. Ernst Krahl-Wien. 1893. 72 X 94 mın. 
Inschrift: Bibliothek-Zeichen von Karl 
Emich Graf zu Leiningen -Westerburg 
des ehem. heil. r6m. Reichs Semperfrei. 
Nach Be- 


sitzers im Stile eines herzoglich bay- 


Ausführung: Angaben des 
rischen Wappens des Virgil Solis ge- 
halten. Wappen von zwei behelmten 
Löwen flankiert und unten und oben 
Spruchband. 

Feld ı u. Helm I (Mitte) Westerburg 
(gold. Kränze in Rot bzw. Adlerflügel). 
Feld 2 u. Helm II (rechts) Leiningen 
(silb. Adler in Blau bzw. Lindenbaum). 
Feld 3 Laurwig (goldener Löwe mit 
silberner Streitaxt in Rot). 
Feld 4 u. Helm III (links) Schaumburg 
blaues Kreuz in Gold bzw. Pfauschweif). 
Herstellung: Zinkätzung. Graugrün auf 
weissem Papier, oliv auf gelblichem 
Papier, schwarz auf weissem Papier. 
Beschrieben: E. L. Z. IV. No. 1. pag. 20 
und E, L. Z. XIII. 1. pag. 22. 

9. Moritz Edler v. Weittenhiller K. K. Hofrat, 

Ritter- 

Grösse 


Kanzler des hohen deutschen 
ordens, Wien. 1899 bzw. 1901. 
53 X 73 mm. 


Inschrift: Ex Libris des Grafen Karl Emich 
zu Leiningen Westerburg (Uberschrift). 

Ausführung: Radierung. Bräunlich auf 

gelb Kupferdruckpapier, schwarz auf 

weissem Papier. 

Buch Weiden 


Vordergrunde, die Frauentürme von 


Darstellung: unter im 


München im Hintergrunde. 





168 





Erwähnt: KR Eë ALL. 1 Dip 24 
10. Moritz Edler von Weittenhiller-Wien. 1890. 
Grösse 40 X 54 mm. 

Inschrift: Villa Magda. - 

Ausführung: Radierung. Schwarzer Druck 
auf weissem Kupferdruckpapier (Zu- 
stand: unvollendet). 

Darstellung: Die Villa des Grafen L.-W. | 
in Neupasing, darunter ein Blumen- 
topf mit der Inschrift „Villa Magda“ 
und ein freies Feld zum Einschreiben. 

Fruit: 2.1.2; RL E Ae, 24 

11. Moritz Edler von Weitenhiller-Wien. ca. 
1899. Grösse 5y X 51 mm. 

Inschrift: ? 

Ausführung: Radierung, Druck unbe- 
kannt. (Unvollendet.) 


Darstellung: Aufgeschlagenes Buch, dar- 
über Maiglöckchenzweige. 
Peleti ARNE. Es 


Erwähnt: pag. 24. 





12. Walter Schulte vom Brühl-Wiesbaden. 
1895. Grösse 65 X 95 mm. 
Inschrift: Ex libris Karl Emich Graf zu 
Leiningen-Westerburg München 1895. 
Ausführung: Strichätzung, schwarzblauer 
Druck auf chamois Papier. 
Darstellung: Unter Band mit Namen 
Aus- 
sicht auf die Burgruine Neuleiningen 
in der Pfalz. 
Erwähnt: E L, Z. ALL. 1. Pag 23. 
13. WalterSchulte vom Brühl-Wiesbaden. 1895. 
Grösse 74 X 73 mm. 
Ex Libris (in Spruchband.) 
Marie Magdalena Gräfin zu Leiningen- 


Burgfenster mit Büchern etc. 


Inschrift: 
Westerburg geborene Rogalla von 
Bieberstein. 

Ausführung: Strichätzung. Blauer Druck 
auf weiss Papier, roter Druck auf 
weiss Papier. 

Darstellung: Blumenvase, Bücher, ein 
Dachshund, Rose, Noten, Guitarre, 
Fächer etc. etc. auf einem Tische. 

Erwáhnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 24. 


Alberic Graf Du Chastel - Spa, Belgien. 
1898. Grösse 90 X 63 mm. 
Inschrift: 


14. 


Keine. 
Ausführung: Strichätzung in Röthel bzw. 
Altgrün. Weisses Papier. 


Darstellung: Empire-Vignette mit dem 
Westerburger Schild als Hauptstamm- 
schild (unter Weglassung des Lei- 
ninger Drei-Adler-Schildes). 

Abgebildet: E. EL ZS IA. N. T. Pag. 15. 

1898. 

Grösse 90 X 121 mm. Burg Neuleiningen 

1230— 1690 - 1707—1874 Villa Magda 

1898. 

Inschrift: Ex libris Karl Emich Graf zu 
Leiningen -Westerburg. 


15. Georg Barloesius - Charlottenburg. 


Ausführung: Farbiger Steindruck mit 


weissen ausgesparten Lichtern und 

















— 1069 


und blauem Luftton hinter den Ge- 

báuden auf graubraun getóntem Papier. 
Darstellung: In gotischem Bogen ein 
gepanzerter Ritter in der Mitte, dar- 
über der Westerburgsche und Lei- 
ningensche Wappenschild. Links die 
rechts die Villa 


Magda in Neu - Pasing. 


Ruine Neulingen, 
Unten ein 
Links 
eine stilisierte Linde (Leiningensche 
Helmzier). 


Spruchband mit dem Namen. 


Die Zahlen bedeuten: 

I. bei der Burg Neuleiningen: 

1230. Erbauung derselben. 

1690. Teilweise Zerstórung durch die 

(Melac.) 

1776. Verlust der Burg für die Familie. 

1874. Rückkauf der Burg durch Karl 
Emich Graf zu Leiningen -Wester- 
burg. 

2. bei Villa Magda. (Derzeitiges Heim 
des Grafen.) 

1898. Erbauung der Villa durch den 
Grafen und Benennung nach seiner 


Franzosen. 


Gemahlin. 
Beschrieben und (einfarbig) abgebildet: 
E. LD NS Paps TA. 


16. Jos. W. Simpson-Edinburg. 
a) 1898. Grösse 67 X 100 mm. 
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf zu 
Leiningen -Westerburg. A. D. 1898. 
Ausführung: Zinkätzung. Schwarzer 
Druck, die Namensinschrift rot auf 
mattgrünem Papier. 

Darstellung: Die heilige Katharina als 
Patronin der Litteratur. Darunter das 
(nach Prof. A. M. Hildebrandt-Berlin) 
abgekürzte Wappen. Rechts und links 
von diesem die Namensinschrift. 

b) Neudruck 1901. Darstellung etc. wie 
oben. 
Ausführung: Lila mit grüner Sehrift auf 


graumeliertem Papier. Grün mit roter 





Schrift auf graumeliertem Papier. Grün 
mit violetter Schrift auf graumeliertein 
Papier. 

Beschrieben und im Original eingeklebt: 
E LL I. By pag EE 


17. Major E. Bengough-Ricketts- Hollingbourne. 
1897. Grósse 88 X 148 mm. 


Ben ay 
DD 


Ne W Se belle 


IW 


(O) 





Gott thut retten. Ex-Libris 
Karl Emich Graf zu Leiningen Wester- 


Inschrift: 


burg. 


Ausführung:  Zinkätzung. Schwarzer 
Druck, weisses Papier. 
Auf 


unter Spruchband  stilisierte Ranken 


Darstellung: schwarzem Grunde 
mit 4 Blüten. In der Mitte der Ranken 
das Leiningen -Westerburger Wappen. 
Darunter ein Shakespeare - Hamlet- 
Band. Daneben 
Landschaft. 


rechts und links 


Erwáhnt: E. L. Z. IX. I. pag. 16 und 
E.L: 2. SE, To Pag; 23; 
18. Major E. Bengough-Ricketts-Hollingbourne. 
1898. Grósse 66 X 103 mm. 
Aufschrift: Gott Thut Retten. 
Emich Graf zu Leiningen Westerburg. 
Ex Libris. 


Rarl 


UT LER 
er 


SE Wës 
(TH PI d "ez SS 
EU ER 


==) 





170 





Darstellung: Unter einem Spruchbande | 


mit dem Leiningschen Wahlspruche 


stilisierte Ranken mit 3 Blüten und 

3 Blättern. Darin rechts der Leiningen- 

Westerburgsche Schild mit Krone. 
Unten links eine aus dem Meer auf- 
gehende Sonne. 

Erwähnt: E. L. Z. IX. 1. pag. 10 und 
Rok Le LLL. u 98:23: 
Abgebildet in Bengough-Ricketts. Com- 

posite Bookplates. pag. 41 bei Edward 
Arnold, London 1898. 
19. Major E. Bengough-Ricketts-Hollingbourne. 
1898. Grósse 70 X 114 mm. 
(Auf Fabne) Gott Tut Retten. 


(Unten auf Spruchband): 


Inschrift: 


Rarl Emich 





Graf zu Leiningen Westerburg. Ex 
Libris. 
Ausführung: Strichatzung. Schwarzer 

Druck, Japanpapier. 
Darstellung: Auf Decke unter Krone der 
Westerburger und derLeininger Schild. 


Dahinter rechts und links Streitaxt 


N 


WESTERBURG. 


Alo 
1 


27 1A 





und Lanze mit Fahne und Wappen- 
spruch. Unter den Wappen der Name 
auf Spruchband. Schwarzer Grund. 
Erwahat: E. L.Z, IA. tr pag: 16 und 
EL de A MIL. 2.798823; 
20. Major E. Bengough-Ricketts- Hollingbourne. 
1898. Grösse 76 X 106 mm. 

Gott Thut Retten. Karl Emich 
Graf zu Leiningen-Westerburg. Ex 
Libris. 

Ausführung: 


Inschrift: 


Strichätzung. Schwarzer 
Druck auf weissem Papier. 
Unter Spruchband mit 


dem Leiningenschen Wahlspruch ein 


Darstellung: 


Shakespeare - Buch. Darunter die 


Wappen Westerburg u. Leiningen mit 





— 171 


Helm und Zimier ohne Helmdecken 


nach englischer Sitte. Lindenblätter. 
, Sonne oben in der Mitte. 
Erwähnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 23. 


Beschrieben und abgebildet: E. L. Z. 
IX. 1 pag. 10. 

Abgebildet in Bengough-Ricketts. Com- 
posite Bookplates Fol. 19. bei Edward 


Arnold, London 1898. 
21. Armin Freiherr von Foelkersam-St. Peters- 
1899. Grösse 63 X go mm. 
Ex Libris, und in die Um- 
rahmung des Mittelfeldes hinein kom- 
poniert die Buchstaben K. E. L. W. 
Ausführung: 


burg, 


Inschrift: 


Strichätzung. Einfarbiger 
Druck auf weissem Papier in den 
Varietäten: Oliv, dunkelblau, weinrot, 
bordeaux, ziegelrot, hellblau. 

Beschrieben: E.L.Z. XII. No. 3, pag. 128 


und E. L. Z. XIII. 1. pag. 23. 


Abgebildet: E.L.Z. XII. No. 3, pag. 129. 


22. Armin Freiherr von Foelkersam-St. Peters- | 


Grösse 69 X 105 mm. 
Ex Lib-ris Karl Emich Graf 
zu Leiningen -Westerburg. 


burg. 1902. 


Inschrift: 


Austührung: Strichätzung. 
Druck auf Japanpapier. 
Darstellung: Eine Burg im altromanischen 
Charakter. 
Zwischen denselben ein Lindenbaum, 
darüber eine Krone. Unter der Burg 
die Schilde Westerburg, Leiningen, 
Schaumburg und Laurwig. Darunter 


der Name. 


Beschrieben: E.L.Z. XII. No. 3. pag. 128 | 


und E. L. Z. XIII. 1. pag. 24. 


Abgebildet: E.L.Z. XII. No. 3. pag. 129. | 


23. Armin Freiherr von Foelkersam-St. Peters- 


burg. 1903. Grösse 54 X 79 mm. 


Inschrift: (oben) Exli-bris (Unterschrift) 


Karl Emich Graf zu Leiningen-Wester- 


burg. 


Schwarzer | 


Auf dieser zwei Löwen. | 





Ausführung: Strichätzung. Schwarz auf 

gelblichem Papier. 
Adler 
Brustschild unter Krone (abgekürztes 


Darstellung: mit Westerburger 

E. L.) weiss auf schwarzem Grunde. 

Erwáhnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 24 u. 27. 

Abgebildet: E. L, Z. XIII. 1. pag. 22. 

4. Botho Schmidt-München. 1902. Grösse 

83 X 143 mm. l 

ift: Ex Libris Karl Emich Graf zu 

Leiningen -Westerburg. 


td 


Inschrift: 


Ausführung: Strichätzung. Schwarzer 
Druck auf blauem Papier. 

Darstellung: Unter den Schilden Wester 
burg und Leiningen die Villa Magda 
in Neupasing, darunter der Name. 

Einfassung: Eichenzweige. 

E. L. Z. XIII I. pag. 24. 

M. Rheude - Papiermúhle Koda 

1899. 

Grösse 74 X III mm. 

Ex-Lib. Karl Emich Graf zu 


Leiningen -Westerburg. 


Erwähnt: 


bo 


5. Lorenz 


(frúher Regensburg). 
Inschrift: 
Ausführung: Strichátzung. Braun auf 

gelblichem Papier, dunkelgrün auf 
weissem Papier. 

Darstellung: In einem Lindenbaume der 
Westerburgsche Wappenschild, da- 
neben rechts und links unten die 
Schilde Leiningen und Laurwig. Dar- 
unter der Name. 

Erwähnt: E. L. Z. XII. No. I. pag. 21 
u. E. L. Z. XIII. 1. pag. 23/24. 


Abgebildet: E. L. Z. XII. No. 1. pag. 20. 


26. George Otto-Berlin. 1900. Grösse 84X 

112 mm. 

Inschrift: K. E. Graf zu Leiningen- 
Westerburg. 

Ausführung: Strichátzung. Rot auf grünem 
Papier, grün auf blauem Papier. 
Darstellung: An einer stilisierten deut- 
schen Eiche aufgehängt den Wester- 


burger Kreuz-Schild mit den Lei- 


ninger Adlern im Obereck. Feder, 


kleines Wappen und ein Blatt mit | 


„Exlibris“ deuten auf die Tätigkeit 
des Besitzers hin. 


Erwähnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 2 
und 27. 
27. Bernhard Wenig-Hanau. 1901. Grösse 


70 X 120 mm. 


(Unterschrift) Ex-Libris Karl 
Emich Graf zu Leiningen-Westerburg. 


Inschrift: 


Herstellung: Strichätzung. Brauner Druck 
auf gelblichem Papier. 

Darstellung: Ein Westerburger Ritter 
vor einem Lindenbaum, dem Lei- 

Darunter der Name. 

Beschrieben und abgebildet: E. L. Z. 
XI. 2. pag. 55. 

Abgebildet in: Exlibris Bernhard Wenig 
Blatt No. 37 bei Fischer u. Franke, 


ninger Zimier. 


Berlin. 1902. 
28. Paul Voigt- Berlin. 1901. Grüsse 84 X 
123 mm. 
Inschrift: (Überschrift) Karl Emich Graf 


zu Leiningen Westerburg (Spruch- 
bänder): Gott Thut Retten, Ex Libris. 


Ausführung: Strichätzung. Hellblau auf 
weissem Papier, schwarz mit bläu- 
lichem Ton auf weissem Papier. 

Darstellung: Umrahmt von (Leininger) 
Linden, unter dem Namen (2 Zeilen) 
ein Spruchband mit dem Wappen- 
spruch die zwei Hauptwappen Wester- 
burg und Leiningen. In dem von 

dem oberen durch ein Band mit „Ex 

Teile 


ein Leuchter und ein aufgeschlagenes 


Libris“ geschiedenen unteren 


Buch, Feder und Tintenfass. 


Beschrieben: E. L. Z. XIII. r. pag. 27. 
Abgebildet: E. L. Z. XIII 1. pag. 20. | 
Plagiåt: vgl. E. L. Z. XVL 2. pag. 70. 


(Exlibris Anna Gräfin zu Buttler 
Carl Kraus, Graz). 


von 








m EE 





172 —- 


29. Paul Voigt - Berlin. 1904. Grösse des 
Originals 110 X 145 mm. 

Inschrift : 
Emich Graf zu Leiningen -Westerburg. 
1904. Gott Thut Retten. 

Ausfúhrung: Das Blatt wurde nicht ver- 
vielfältigt. 

Darstellung: In Umrahmung mit Linden- 


Aus der Bücherei von Karl 


blättern und Kreuzen. Pergament- 
blatt mit prachtvoller Miniaturmalerei 
in vielen Farben und Gold. Oben 
In der Mitte Voll- 


wappen mit dem Westerburger Helm. 


links Initiale. 


Rechts und links von diesen die Helme 
Leiningen und Schaumburg. Darunter 
Spruchband und das Westerburger 
Siegel. 
30. Bruno Héroux - Leipzig. Grösse 
03 X 125 mm. 

Inschrift: (Auf dem Rücken des Buches) 
Ex-Libris, Heraldik. (Auf dem Steine): 
Arbeit ist des Lebens Lust und Freude. 
(Unterschrift): Aus der Bücherei des 
Grafen Karl Emich zu Leiningen- 


1902. 


Westerburg. 
Ausführung: Strichradierung, blauschwarz. 
Druck auf Japanpapier. 
Darstellung: Männlicher Akt, beide Hände 
(Nach Graf L, 
sein bestes Exlibris.) Vgl. Erklärung. 
Erwähnt: E. L. Z. XIII. 1. pag. 25 und 
XII. 3. pag. 147 V. (Erklärung). 
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 1. pag. 23. 
Der Kúnstler selbst gab zu diesem 


auf Bücher legend. 


Blatte, welches der Besitzer besonders 
liebte, folgende Erklárung: 

Chronos, der Gott der Zeit, der 
Unvergánglichkeit, zieht daher, Do- 
kumente, Bücher, Kunstblätter wehen 
vor ihm in die dunkle Tiefe: Ver- 
gessen und Verderben! 

Die 
fordert durch entschiedenes Auflegen 


kraftvolle männliche Figur 

















der Hände auf Sammelkásten und Veröffentlicht: E. L. Z. XIII. 1. Beilage. 
Werke („Exlibris und Heraldik“) | 32. Hans Volkert-München. 1902. Tonplatten- 
Wahrung vor diesem drohenden Unter- grüsse 7 1<142 mm, Bildgrésse 60X13 5 mm. 
gang. Die Arbeit, das Verdienst des Inschrift: (Auf dem Lanzenfähnchen): 
gelehrten Sammlers, habe ich in die- Ex Libris. (Unterschrift): Karl Emich 
sem Blatt besonders auszudrücken Graf zu Leiningen-Westerburg. (Zwei 
versucht. Zeilen.) 

31. August Stoehr-Würzburg. 1992. Grösse Ausführung: Radierung. Schwarz auf 

112 X 150 mm. bläulichem Grund. Japanpapier. 





Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf 
zu Leiningen -Westerburg. (3 Zeilen.) 
(Auf Band): Inter folia fructus. 


Darstellung: Ritter mit Lanze u. Schwert, 





im Hintergrunde die Burg und Kirche 
| Neuleiningen. Helm mit Leininger 
| (Linden) und Westerburger (Adlerflug) 


Ausführung: Radierung. Grünblau auf 


. ` kd Zii | E < o i 
bläulichem Grund. Japanpapier. nier. Umrahmung die deutsche 


Eiche und Leiningensche Linde. 


Darstellung: 2 männliche Aktfiguren in Erwähnt: E.LZ. XII. 1. pag. 24 
klassischer Landschaft Weintrauben Veröffentlicht: E. L. Z. XIII. 1. Beilage. 
erntend. 


Dort Grösse der Tonplatte 83 X 173, 
Ervahnts EL- ALU, "Le pag: 24, Bildgrösse wie oben. 








33. Richard Grimm-Múnchen (früher Krefeld). 
1903. Grösse 33 X 60 mm. 
Inschrift: (Monogramm) W.L. 
Ausführung: Strichätzung. Dunkelgrün 
auf gelblichem Papier. 

Darstellung: Monogramm L. W. in mo- 
derner Blumenumrahmung, senkrecht 
gestrichelter Grund. 

E. LL. ALE, 

34. Richard Sturtzkopf-Köln. 


Erwähnt: 1. pag. 24. 


1003. Grosse 
64 N 80 mm. 
Inschrift: Ex-libris - Karl 


zu Leiningen - Westerburg. 


Graf 
(Name 


Emich 


3 Zeilen.) 
Ausführung: Strichätzung. Brauner Druck 

auf weiss Kupferdruckpapier. 
Darstellung: Auf einem Buche, welches 
die Familiendevise 
(Gott Thut Retten) 


auf dem Rücken 


und auf dem 


Deckel das Leiningen-Westerburger | 


Wappen trägt, Helm und Schwert. 
Beschrieben: E. L. Z. XIII. 3. pag. 170. 
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 179. 

35. Willi Ehringhausen-Múnchen. 1903. Grösse 
70 X 116 mm. 


Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf 
zu Leiningen - Westerburg. 
Ausführung: Strichätzung. Dunkelgrún 


auf gelblichem Papier. 
Darstellung: Partie aus dem Isartal bei 
München. Unten ein Buch mit Rosen 
und Dornen, das Ganze in Eckmann- 
artiger Umrahmung. 

Erwähnt: E. L. Z. XII. 1. pag. 24 u. 27. 
36. Willi Geiger - München. 

05 X 120 mm. 


1903. Grösse 


Inschrift: K. E. Graf zu Leiningen- 
Westerburg. Ex-Libris. 

Ausführung: Strichätzung. Schwarzer | 
Druck auf Bütten. | 

Darstellung: Ritter mit Schwert und 


Feder auf einem Buche. Name auf 


flatterndem Spruchbande. 


a6. 


=. Alois 


Erwähnt: E.L.Z. XIII. 3. pag. 130/31. 
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 131. 


Balmer - München. 1905. Grösse 


54 X 100 mm. 


Inschrift: Ex -Libris-C-Emh-Coms-In- 
Leiningen -Westerburg - (Unterschrift: 
2 Zeilen.) 
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer 
Druck auf gelblichem Papier. 
Darstellung: Minnesänger mit Schwert 
auf einer Halde lesend, davor grasen- 
des Pferd. 


und Bogen hängend. 


An einem Baume Fiedel 
Darunter die 
Leiningenschen und Westerburger 
Schilde. Darunter die Schrift. 
Erwähnt: E. L Z. XV. 1. pag. IQ. 
Abgebildet: E. L. Z. XV. 1. pag. 21. 


Alexandre de Riquer, Marquis de Bena- 


vent, Comte de Davolos-Barcelona. 


1903. 


Grósse So X 77 mm. 


Oskar 


Exlibris K. E. Graf zu Lei- 
ningen - Westerburg. 


Inschrift: 


Ausfúhrung: Radierung. Blauschwarzer 
Druck auf Japanpapier. 

Darstellung: Kopf des Leininger Adlers. 

1904. 


Roick - Berlin. Grósse 


57 X 127 mm. 


Inschrift: (Spruchband): Hie gut teutsch 
(Unterschrift): Ex-Libris 
Karl Emich Graf zu Leiningen - Wester- 
burg (3 Zeilen). 


Ausführung: 


allerwege. 


Strichätzung. Braunroter 
Druck auf grünem Papier. 

Darstellung: Vor einem Eichbaume Lei- 
ninger Ritter zwischen den Wester- 
burger und Leininger behelmten 
Wappen. Darunter in Kartouche der 
Name. 

Erwähnt: E.L.Z. XIV. 2. pag. 8ı. 

Abgebildet: E. L. Z. XIV. 2. pag. 83. 

Plagiat: Vgl. E.L.Z. XVI. 2. pag. 7o. 
Exlibris Graf zu Stubenberg v. Carl 
Kraus, Graz. 


40. Heinrich Hinzmann-Hannover, Lehrer fúr | Schild. Seitwärts die Schilde Wester- 
den heraldischen Zeichenunterricht an der | burg und Leiningen. 
Kunstgewerbeschule zu Hannover. 1903. Erwähnt: E.L.Z. XIV. 4. pag. 194 
Grösse 78 X 103 mm. — abgebildet eben dort pag. 195. 


Inschrift: (Überschrift): Ex Libris, (Unter- 
schrift): Karl Emich Graf zu Lei- 
ningen - Westerburg. 


43. Julius Maess-Friedenau. 1896. Grösse 
70 X 145 mm. 
Inschrift: Marie Magdalene Graefin zu 


Ausführung: Strichätzune. Schwarzer | EN 
S a | Leiningen - Westerburg geborene Ro- 





Druck i apier. 
ee l galla von Bieberstein. 1896. (o Zeilen.) 
Darstellung: Westerburger Stammschild l 
als Hauptwappen, links und rechts Ausführung: Farbiger Steindruck. Gelb- 

? 3 D x ee Dd, D 
die kleinen Schilde Leiningen und lichweisses Papier. 





Laurwig. Umrahmung von Linden- Darstellung: Im Oberteil: auf braunem 
zweigen. mit Westerburger Kreuzen belegtem 
Beschrieben: E. L. Z. XIII. 3. pag. 175. _ Grunde lila Schwertlilien, neben die- 
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 178. | sem auf weiss der Name. Im Unter- 
4 1. Gustav Adolf Closs-Stuttgart. 1904. Grösse | teil: lesende auf Rasen sitzende weib- 
72 X 126 mm. 0 liche Figur. Daneben Vollwappen 
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf mit Rogalla von Biebersteinschem 
zu Leiningen - Westerburg. (Unter- | Herzschilde. Brauner Grund. 
schrift 2 Zeilen.) | Erwähnt: E.L.Z. NIII. 1. pag. 24. 
Ausführung: Netzätzung. Schwarzer Druck Nach Angaben des Künstlers sind 
auf weissem Papier. nur 50 Exemplare gedruckt worden. 
Darstellung: Ritter in Rüstung zu Pferde | Dieselben scheinen nur zu Privat- 
mit den Westerburger Kreuzen aul gebrauch verwandt und nicht in den 
dem Tartschenschild und den Lei- Tauschverkehr gekommen zu sein. 


E EE ee 44. Prof. Wilhelm Behrens-Nürnberg. (Damals 


Im Hintergrun ine Burg l- > 
gras: -seing g Ner Lehrer an der Kunstgewerbeschule, Kassel.) 


leinin z je sie vu - Zer- 
gen, Pfalz, wie sie vor der Zer a) 1892. 106 X 167 mm. 


gi EE EE | Inschrift: Aus der Búchersammlung Marie 
im Jahre 1690 aussah. | 7 
Beschrieben und abgebildet: E. L. Z. 
XIV. 4. pag. 194. 
42. Gustav Adolf Closs-Stuttgart. 1904. Grösse 
33 X 101 mm. 


Magdalene Gräfin zu Leiningen- 
Westerburg geborene Rogalla von 
Bieberstein. München 1892. 


Ausführung: unbekannt. 


Inschrift: (Überschrift): Hie Gut Teutsch Darstellungz Rokoko Unter Braue 
Allerwege. (Umschrift): Gott Thut | Grafenkrone Ehewappen, davor Amo- 
Retten. (Unterschrift): Ex Libris Karl rette mit Blumen, darunter Inschrift 





8 in Kartusche und Putte. 
Emich Graf zu Leiningen - Westerburg. ol 


Ausführung: Strichätzung. Schwarzer Beschrieben: E. L. Z. Il. 1. pag. 11 
Druck auf gelblichem rauhen Papier. | und E. L. Z. NII. 1. pag. 24. 
Darstellung: Figur St. Michaels auf dem b) 1892. 82 X 121 mm. Zeichnung wie 


Drachen mit dem deutschen Adler- | oben. 


Ausführung: 
schwarz auf weiss Papier. 
Abgebildet: E.L.Z. VIII. No. 2. pag. 52. 


45. Eduard Lorenz Meyer-Hamburg. 1895. 
Grósse 58 X 135 mm. 
Inschrift: Magda Gräfin zu Leiningen- 
Westerburg. 

Ausführung: Steindruck. Hellgrüner und 
dunkelgrüner Druck auf weissem 
Papier. 

Darstellung: Unter Noten eine Blume, 


über dieser auf Spruchband der Name. 


Unten die Wappen Leiningen-Wester- ` 


burg und Rogalla von Bieberstein. 
Be Le 2. All r 


46. Eduard Lorenz Meyer- Hamburg. 


Erwähnt: pag. 24. 
Grösse 47 X 03 mm. 
Inschrift (oben): Magda Gräfin zu (unten): 
Leiningen - Westerburg. 


Ausführung: Strichätzung. Dunkelblauer ` 


Druck auf blauem Papier. 
Darstellung: Blume auf dunklem Grunde, 
Erwähnt: E. L. Z. XIII 1. pag. 24. 

47. Fritz Reiss-Freiburg 1. Br. 
87 X 35 mm (Querformat). 
Inschrift (oben): Eigenthum (unten): von 

Magda Gräfin zu Leiningen-Wester- 

burg. 
Ausführung: Strichätzung, Schwarzer 

Druck, weisses Papier. 

Darstellung: Gnom, neben einem Lichte 
auf einem alten Folianten sitzend und 
eine Feder schnitzend. 


48. Calman V. H. de Rozsnyay - Ofen - Pest. 

1903. Grösse 85 X 52 mm (Querformat). 
Ex Libris Magda Gräfin zu 
Leiningen - Westerburg. 


Inschrift: 


Ausführung: Strichätzung. Blauer Druck 
auf gelblichem Papier. 


Darstellung: 


liche Figur vor einem Buche. Unter | 


der Zeichnung Widmung. 


Reich geschmückte weib- ` 


170 — 


Orange auf weiss Papier, | 


18090. | 


1903. Grosse | 


| 





Erwähnt: E. L. Z. XIII. 3. pag. 176. 
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 3. pag. 179. 
49. Mathilde Ade- München. 
100 X 40 mm. 

Inschrift: Ex-Libris. Graf Karl Emich 

und Gräfin Magda zu Leiningen- 
Westerburg. (Auf dem Buche): Ge- 
drucktes Wort — Ist Geistes Hort 
Halt’s 


1902. Grösse 





— Drum lass Dir lehren — 
Buch in Ehren. 
Ausführung: Strichätzung. 
Druck. Gelbliches Papier. 
Darstellung: Ein Teufel auf einem Tinten- 
fasse hat aul ein aufgeschlagenes Buch 
mit seiner Feder einen grossen Tinten- 
klecks 


welche das Buch umkränzen wollten, 


Schwarzer 


gemacht. Zwei Amoretten, 





stehen weinend dabei. 
Beschrieben und abgebildet: E. L. Z. 
XII. No. 2. pag. 72. 
| 50. Prof. Emil Doepler d. J. - Berlin. 1899. 
| Grösse 101 X 67 mm. (Querformat.) 
| Graf Karl Emich und Gräfin 
Magda zu Leiningen -Westerburg. 


Inschrift: 


Ausführung: Strichätzung: Bronzebraun 
auf hellgrün Papier, grün auf hell- 





grün Papier, schwarz auf gelblichem 
Papier. 

Darstellung: Zwei Hauptfamilienschilde, 
zwei Schilde der besonderen Seiten- 
linien und der Schild der Gräfin, mit 
den Unterschriften: Westerburg, Lei- 
ningen, Schaumburg, Laurwig, Ro- 
galla von Bieberstein. 

E. L. Z. XIII. 1. pag. 25 


Erwähnt: g 


und 20. 
Abgebildet: E. L. Z. XIII. 1. pag. 24. 


51. Professor Dr. Julius Kurth, Pfarrer, Berlin. 
1904. Grösse des Originals 99 X 123 mm. 
Inschrift: (Auf den Bücherrücken): Ex 
Libris (Unterschrift): K. E Grave zu 
Leiningen - Westerburg. 





Ausfúhrung: Das Blatt wurde nicht ver- 
vielfáltigt. 
Darstellung: Ritter auf 


schreitendem Pferde úber eine Reihe 


Westerburger 


Biicher reitend. 











rth. 


52. Auguste Kichler-Darmstadt, 1903. Grösse 
des Originals 93 X 30 mm (Querformat). 
Inschrift: Exlibris meis. K. E. Graf zu 
Leiningen -Westerburg. 

Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver- 
vielfältigt. 
Darstellung: Blume in schwarz und grün 

eines W. 
1899. 
Originals 204 X 280 mm. 


ın Form 


53. Henry Andre-Paris. Grösse des 


Inschrift: 





Concordia per arte — Ex 


Libris Karl Emich Graf zu Leiningen- | 
Westerburg — Nord oder Süd wen 
nur die Seele glüht. (sic.) A. D. 1899. 

Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver- | 
vielfáltigt. 

Darstellung: In Mäander-förmiger Um- 
rahmung unter Krone das Wappen | 


177 


Westerburg. Hierunter das deutsche 
und das französische Künstlerwappen, 
umgeben von einem die Initialen 
bildenden Bande. Darunter Kartousche 
mit Inschrift. In vielen Farben auf 
rosa Grund. 
54: Ungenannt — Unbekannt. 
Es ist mir nicht gelungen dieses Blatt fest- 
zustellen. 


Elsa Baesecke - Hamburg. Grösse 


33: 1905. 
des Originals 175 X 243 mm. 
Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf 
zu Leiningen - Westerburg. 


Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver- 


vielfältigt. 













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K.E. Graf 2u Leiningen-Westerburg. 


Fahne mit Westerburger 
Farben und Leininger Herzschild. 
Am Schaft Leyer, Feder und Lorbeer- 
Darunter der Name. 
1905. 

des Originals 194 X 311 mm. 

Ex Libris. (Auf dem Weg- 
weiser): Neuleiningen - Neupasing. 

Uber den Schilden): K. E. — L. W. 

N (Unten): 
Findst solch ein Buch o Wandrer du, 


Darstellung: 


kranz. 
56. Elsa Baesecke-Hamburg. Grösse 


Inschrift: 


So heb es auf und mach es zu, 
Als Samariter darfst dich zeigen. 
Wenn es vom Unbill mal muss leiden. 
Schlag ein die Pfade hier benannt 
Zu einer Burgen führen sie beide, 
Allda trifíst du in grossem Leide 
Den, dem der Schatz gebührt 


31: 


Elsa Bacsecke- Hamburg. 
des Originals 222 


Dess Namen das (sic!) Schild im 
Buche führet 
Graf Karl Emich ist er genannt 
Auf Leiningen -Westerburg und allweit 
wohl bekannt. 
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver- 
vielfältigt. 
Darstellung: Unter der Burg Leiningen 
ein Wegweiser. Daneben einige Bücher. 


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In einem derselben, sowie auf einem 
Steine und nocheinmal darunter das 
Wappen Westerburg. Rechts und links 
neben dem Letzteren die Schilde Lei- 
ningen und Laurwig. 


1905. Grösse 


X 323 mm. 


Inschrift: Ex Libris Karl Emich Gf zu 


Leiningen -Westerburg. 





58. Martin Kortmann-Berlin. 





Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver- 
vielfältigt. 


Darstellung: Auf Lindenblatt-förmigem 
Grunde Greif und Adler, zwischen 
diesen den Schild Westerburg, kreuz- 
weise die Schrift. 


1903. Grösse 


des Originals ca. 200 X 280 mm. 


> das) 


Hensy= nara, nel j 


Inschrift: Ex Libris Karl Emich Graf 
z. Leiningen -Westerburg. 
Ausführung: Das Blatt wurde nicht ver- 
vielfältigt. 
Darstellung: In der Supraporta eines 
romanischen Tores die Wappen 
Westerburg und Leiningen, in den 
Ecken oben links und rechts der 
Westerburger Adlerflug. In der Durch- 


sicht zwischen den Säulen des Tores 





== 479 


die Ruine Neuleiningen und ein 
Unten der Name. 
1903. Grösse 
des Originals 190 X 272 mm. 
Inschrift: (Oben): Ex Libris. (Unten): 


Karl Emich Graf zu Leiningen-Wester- 


leerer Schild. 
59. Martin Kortmann - Berlin. 


burg. 
Ausfúhrung: Das Blatt wurde nicht ver- 
vielfaltigt. Original in vielen Farben. 
Darstellung: In romanischer Ranken- 
umrahmung ein Lindenbaum (Lei- 
ningensches Zimier), daneben die 


Schilde Westerburg und Leiningen. 


Unten rechts und links neben dem 
Namen die Schilde 
Schaumburg. 


Laurwig und 





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E 


SG 
60. Hans Bastannier - Berlin. 1905. Grösse 
71 X 131 mm. 

Inschrift: (Unten): Ex Libris K. E. Graf 


zu Leiningen -Westerburg. (Unter der ` 


Platte): Dem Werber von ¿00 Mit- 
gliedern in Dankbarkeit gewidmet von 
dem Exlibris-Verein zu Berlin 1905. 
Ausführung: Radierung. Oliv mit brauner 
Umrahmung auf Kupferdruckpapier. 
Darstellung: Männlicher Akt, 
sammelnd. Umrahmung Blattgewinde. 


Ähren 


Durch die unter dem eigentlichen 

















61. 


62 


Exlibris angebrachte Widmung zieht 
sich ein feiner Zweig. 


E.L.Z. XVI. 1. pag. 3. 
Veröffentlicht: E. L. Z. AVI. 2. pag. 78. 
1905. Grösse 


Beschrieben: 


Franz Buschmeyer-Erfurt. 


51 X 149 mm. 
Inschrift: Karl Emich Graf zu Leiningen- 

Westerburg. 
Ausführung: Strichätzung. Schwarzer 


Druck auf grünem Papier. 


N Yuwariter dat gt ular Feigen 


ces von Un bi via must diurno. 
LREN dic Pon bierbeuunat, 
Ra AS YBurseu flare uw: te gels. 
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AS futnvro, 

any Kë Ke NA vo CH ave führt 

ur See. we co Sruannt 
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4 





Darstellung: Unter Band mit Namen 
vor der Burg Neuleiningen ein Wester- 
burger Ritter mit Leininger Fahne. 
Schilde Westerburg, 


Leiningen und Rogalla von Bieber- 


Darunter die 


stein. 
Erwähnt: E.L.Z. XVI 1. pag. 3. 
Hubert Wilm - München. 19006. Grösse 


60 X 835 mm. 
Inschrift: (Oben): Exlibris (Unterschrift): 
Karl Emich Graf zu Leiningen-Wester- 
burg. 





Ausführung: Strichätzung. Schwarzer 
Druck auf gelblichem Papier. 

Darstellung: Heim auf Folianten, Tinten- 

fass und auf dem  Hintergrunde 

2 Wappen Leiningen und Westerburg. 

63. Marquis de Bayros- München. 1900. 
Grösse 82 X 121 mm. 

Inschrift: (Unterschrift): Ex Libris Karl 

Emich Graf zu Leiningen -Westerburg. 

Schwarzer 


Ausführung: Strichätzung. 


Druck, weisses Papier. 





Darstellung: Rokoko. Herr einer Dame 
eine Exlibris-Sammlung zeigend. Dar- 
unter in Kartusche die Wappen 

Westerburg und Leiningen. 
64. Typographisches Blatt von der Gesell- 
1905. 


schaft der Bibliophilen. Grösse 


66 X 71 mm. 

Inschrift: Gesellschaft der Bibliophilen. 
No. 47. Gedruckt für Karl Emich 
Graf zu Leiningen -Westerburg. 

Ausführung: Satz. Dunkelgrüner Druck 
mit rotem Namenseindruck, gelbliches 


Papier. 


180 





Darstellung: Blattranke als Einfassung, 
innen Schrift. 


Carl G. F. Langenscheidt. 


Superexlibris der Bischöfe 
von Würzburg. 


Dem deutschen „Superexlibris“ ist bisher 
von unseren Forschern und Sammlern lange 
nicht diejenige Aufmerksamkeit zugewendet 
worden, welche sie dem Exlibris in so reichem 
Masse zu teil werden liessen und noch lassen, 
im Gegensatz zu Frankreich, das eine um- 
fangreiche Literatur über den beregten Gegen- 
stand besitzt. 


Allerdings war in diesem Lande der 
Gebrauch des „Superexlibris“ ganz besonders 
beliebt, und ist es bis auf den heutigen Tag 


geblieben. 
Das Sammeln von „Superexlibris“ hat 


seine Schwierigkeiten, da sie nicht wie Ex- 


libris von den Bänden abgelöst, sondern nur 


mit den Einbänden, auf denen sie angebracht 
sind, am besten überhaupt mit den ganzen 
Büchern aufbewahrt werden können, zudem 
in Bibliotheken in den meisten Fällen „fest- 
gelegt“ sind. Vor dem Herausschneiden aber 
äusserlichen Besitzzeichen aus den 
Lederdecken der Einbände zum Zweck des 
Sammelns kann nicht genug gewarnt werden, 


dieser 


denn einmal hat so ein von seinem ursprüng- 
lichen Platz entferntes Stück kein Aussehen, 
der Einband aber, und damit das Buch selbst 
Lieber 
zichte man überhaupt auf den Erwerb eines 


ist entwertet und zerstört. ver- 


solchen „Superexlibris.“ 


In Deutschland tritt 
Bedeutung des ,,Superexlibris“ gegenüber dem 


ohne Zweifel die 


in das Buch eingeklebten „Exlibris“ zurück; 
immerhin aber finden „Superexlibris“ sich in 
nicht geringer Zahl in ganz Deutschland, und 
der Fall, dass Bücherliebhaber, Klöster, geist- 


liche und weltliche Behórden sie zur Sicherung 
ihres Bücherbesitzes neben dem „Exlibris“, 
oder auch allein, verwendeten, ist ziemlich 
häufig. Der Fall aber, dass sich die nahezu — 
bis auf eine Ausnahme — ausschliessliche 
Anwendung von Superexlibris durch Jahr- 
hunderte bei einer Behörde nachweisen lässt, 
dürfte ziemlich vereinzelt dastehen. 


Die Bischöfe von Würzburg nämlich 
haben seit dem Jahre 1409 bis 1800 bei den 
Archivalienbänden und Büchern äusserliche 
Besitzzeichen verwendet. Dr. Stephan Kekule 
von Stradonitz hat in seinem in der „Zeit- 
schrift für Bücherfreunde“ 1904/5, Heft 9 
veröffentlichten Artikel „Über Superexlibris“ 
schon eine Auswahl Würzburger Aussen- 
bibliothekzeichen aus dem 16. und 17. Jahr- 
hundert besprochen und abgebildet, ferner 
auf Grund einer mit mir gepflogenen Korre- 
spondenz darauf hingewiesen, dass in älterer 
Zeit vermutlich Wappen, die mit der Hand 
gemalt waren, als Eigentumsbezeichnungen 
der Aussenseite der Archivalienbände 
aufgeklebt worden wären. 

Mit vollem Rechte wurde hierbei die 
Ansicht geäussert, dass man diesen gemalten 
Wappen die Bezeichnung als „Superexlibris‘ 
absprechen müsste, wenn sie nur vereinzelt 
angewendet worden wären. 

Meine Nachforschungen im kgl. Kreis- 
archiv Würzburg, für deren liebenswürdige 
Unterstützung ich Herrn kgl. Reichsarchivrat 
Göbl in Würzburg zu grossem Dank ver- 
pflichtet bin, haben aber ergeben, dass dem 
nicht so ist, dass vielmehr von jedem Exem- 
plar eine ganze Reihe vollständig in Form 
und Ausführung gleicher Stücke vorhanden 
ist. Alle diese Wappen sind auf den Vorder- 
deckeln der Bände oben, nahe dem Rücken, 
befestigt. 

Das erste Mal tritt ein auf Pergament 
gemaltes, auf Archivalienbiinden aufgeklebtes 


Wappen unter der Regierung des Bischofs 





181 — 


Johann von Egloffstein auf, der 1400— 1411 
auf dem Bischofstuhl zu Würzburg sass. 

Es ist ein gevierter, unten abgerundeter 
Schild (Abbild. I) der im 2. und 3. Feld den 
Egloffsteinschen Wolfskopf, im 1. das Zeichen 
der geistlichen Herrschaft, im roten Feld den 
silbernen Rechen, im 4. das Sinnbild der 
weltlichen Herrschaft, das in rot weiss ge- 
vierte Fähnlein auf blauem Felde zeigt. 
Unsere Nachbildung ist nach einer genauen 
Kopie des best erhaltenen Originales gefertigt, 
das sich auf einem Schuldbuch [Liber debi- 
torum domini de Egloffstein], befindet. 

Eglofisteins Nachfolger, Johann von Brunn 
der I411-—1440 regierte, setzte die von 
seinem Vorgänger begonnene Sitte fort. In 
Form, Grösse und Ausstattung dem vor- 
beschriebenen gleich, finden sich auch von 
diesem Superexlibris eine Reihe von Exem- 
plaren auf Schuldbúchern, (K. K. A, liber 
debitorum Johanni de Brunn) mit der einzigen 
Änderung, dass sie statt dem Egloffsteinwappen . 
dasjenige Brunns, die Angel, im 2. und 
3. Felde führen. (Abbild. II). 

Aus der kurzen Regierung Sigismunds 
von Sachsen (T440—1443) konnte ich kein 
Superexlibris nachweisen, dagegen fanden sich 
von seinem Nachfolger, Gottfried Schenk 
von Limburg, dessen Regierung von 
1443—1455 dauerte, wiederum mehrere mit 
solchen gemalten Wappen versehene Bände, 
von denen ich das auf einem Lehensbuch des 
Hochstiftes Würzburg (K. K. A., Lib. divers. 


form. ga) befindliche abbilde. (Abbild. III). 


Der Verfertiger hat sich in Form und 
Grösse nach den schon vorhandenen Vor- 
bildern aus der Zeit der früheren Regenten 
gerichtet, jedoch eine andere Einteilung des 
Schildes insofern vorgenommen, als er in 
Feld ı und 3 den Rechen bez. die Fahne, 
in 2 die Limburgschen Kolben, in 4 die 
Aus der 
Regierungsperiode von Gottfrieds Nachfolger 


Limburgschen Spitzen unterbrachte. 


Johann von Grumbach, bilde ich ein, 


diesmal auf Papier gemaltes Superexlibris 


(Tafel I) ab. 
und trägt über dem Schildhaupt die Bezeichnung 


Es ist etwas grösser gehalten, 


„Bischof Johans von Grumbach“. Das Original 
befindet sich in einem Bande Kaiser]. Land- 
gerichtsprotokolle [K. K. A. Standbuch 547] von 
dessen Aussenseite es gelegentlich einer Reparatur 
des Bandes entfernt und auf die Innenseite 
des Deckels geklebt wurde. 

Der Schild ist geviertet, und 
1. Felde den Rechen, 


Grumbachsche „Möhrlein“, im 4. 


zeigt im 
das 


im 2. und 3. 


die Fahne. 


Unter Rudolf von Scherenberg, der 
Grumbach nachfolgte, und von 1400--1495 
regierte, wird die bisher beliebte einfache 


s 


Wappenform verlassen. 

Gleich aus dem Jahre seines Regierungs- 
antrittes findet sich ein auf Pergament gemaltes, 
nun aber mit Helm, Helmzier und Decken 


versehenes Wappen einem Bande (K. K. A. 


Lehensgeschichte des Hochstifts Würzburg 
No. 24) aufgeklebt. (Tafel II). 

Mit der gleichen Zeichnung versehene 
Bände sind aus den späteren Regierungs- 


Der 


Feld den Rechen, 


jahren Rudolfs noch mehrere erhalten. 
gevierte Schild zeigt im 1. 
2. 


Schere, im 4. die Falıne. 


im 2. und Scherenbergs Wappen, die 
Auf Scherenberg folgte Lcrenz von Bibra, 
der von 1495 bis 1519 den Bischofsstuhl zierte. 


Bei Reihe Folio-Bänden 


wieder das Wappen, auf Pergament gemalt, 


einer von ist 


aber nicht nur in der unter 


aufgeklebt, 
Scherenberg beliebten reicheren Ausstattung, 
sondern auch noch in der früheren einfachen 
Form. Man: schien aber später mit diesem 


durch Zeichnung hergestellten Superexlibris 
nicht mehr zufrieden, denn es ist ein weiteres 


aufgeklebtes Superexlibris in einer Reihe von 


182 


| 


trägt eine äusserst reiche Zeichnung: 


Zwischen 2 Pfeilern stehen auf grünem Grunde 


es 


3 Schilde, der (herald.) rechte zeigt den 
Frankenrechen, der linke die Fahne, der 
mittlere unter die beiden gestellte das 


Bibrasche Wappentier, den aufrecht stehenden 
Biber. 
Helme mit Zimier und Helmdecken, zwischen 


Die beiden oberen Wappen tragen 


ihnen schwebt der zum Bibrawappen gehörige 
Helm (Tafel II). 
Das Original unserer Abbildung befindet sich 


mit Zimier und Decken. 
auf einem Bande Reichstagsakten von 1518. 
Unter Bibra begegnen wir ausserdem zum 
ersten Mal einem Superexlibris ın der sonst 


allgemein üblichen technischen Ausführung. 


Auf einem mit prächtigen Ornamenten in 
Blinddruck 
bande befindet sich in der oberen Hälfte der ge- 


verzierten weissen Schweinsleder- 


vierte Schild, ebenfalls in Blinddruck, eingepresst. 
Die Zeichnung gleicht dem oben erwähnten, 
einfachen, gemalten und aufgeklebten Wappen*). 


Unter Bibras 
Thüngen (1519—1540) benützte man noch 


Nachfolger Conrad von 
einmal gemalte Superexlibris und zwar teil- 


weise den Holzstock, welchen Bibra hatte 
herstellen lassen, nur mit der Änderung, dass 
Bibras Wappen und Helmzier entfernt, und 
dafür Thüngens Schild und Helmzier ein- 
gesetzt wurde (Tafel II) (K. K. A. Reichs- 
tagsakten VII). 


falls von einem Holzstock gedruckt, ein Wappen- 


Ausserdem findet sich, gleich- 


_ schild, geviertet mit dem Rechen im 1., dem 


Thüngenschen Wappen im 2. und 3. und 


= der Fahne im 4. Felde, mit 3 Helmen, Zimier 


Exemplaren vorhanden, bei dessen Herstellung . 


Auf 
bemalt, 


bediente. 
bunt 


man sich des Holzschnittes 


Pergament gedruckt und 


und Helmdecken, mehrmals verwendet, von 
denen ein Blatt die handschriftlich beigefügte 
Jahreszahl 1519 trägt. (Tafel II). (K. K. A. 
Lehensbücher des Hochstifts Würzburg 38). 
Thüngen war der letzte Bischof, unter dessen 
Herrschaft und auf- 


graphisch hergestellte 


geklebte Superexlibris Verwendung fanden. 





*) Siche auch Exl.-Zeitschrift I. Jahrg. S. 10 und 11. 


Fúr seinen Nachfolger, Conrad von Bibra 
der nur 4 Jahre, von 1540—1544 regierte, 
konnte ich keinen Nachweis finden, dass er 
ein Superexlibris in Gebrauch hatte, erst unter 
Melchior Zobel, der 1544—1558 in Würz- 
burg herrschte und Friedrich von Wirsberg, 
der ihm in der Regierung folgte und bis 
finden 
sich zahlreiche Bände mit aufgepressten, in 


1573 den Bischofsstuhl inne hatte, 


der Ausstattung einander ziemlich ähnlichen 
Wappen. 

Es soll dabei nicht 
dass die aus Metall geschnittenen Stempel 


unerwähnt bleiben, 


öfters ohne Rücksicht auf schon vorhandene 
ornamentale Blindpressungen den Einbänden 
nachträglich aufgepresst, und dass diese Pressun- 
gen dann zur besseren Deutlichkeit und Ver- 
schönung bunt mit der Hand koloriert wurden. 

Die höchste Prachtentfaltung erreichen die 
Würzburger Superexlibris unter der Herrschaft 
des gewaltigen Julius Echter von Mespelbrunn 
der 1573 — 10617 mit fester Hand das Bistum 
Würzburg regierte. 


Dass Julius übrigens schon vor seiner 


Wahl 


dachte, das Familien-Wappen zur Sicherung 


zum daran 


Bischof von Würzburg 
beweist ein 
Foliant aus dem Jahr 1570 in der kgl. 
Universitätsbibliothek,*) dessen Einband es in 


schönen Renaissanceformen zeigt, während auf 


seiner Bücher zu verwenden, 


dem Titelblatt des Buches noch die handschrift- 
liche Bezeichnung „Julius Echter a Mespelbron, 
Decanus Wirceb. Canonicus Mogunt. M. D. 
LXX angebracht ist. 

Julius Echter von Mespelbrunn war zeit- 
lebens ein Bibliophile im besten Sinne des 
Wortes und hat als 


Residenz auf dem Marienberg eine bänder- 


Landesfürst in seiner 
reiche und kostbare Hofbibliothek gesammelt, 


für welche er auch ein äusserst prächtiges 


*) Für die Unterstützung meiner Forschungen bin ich den 
Herren Oberbibliothekar Bibliotheksekretär 
Dr. Handwerker zu grossem Danke verpflichtet. 


Dr. Kerler und 




















Ein Schild 
in der bekannten Vierteilung (1. Feld der 


Superexlibris ausführen liess.*) 
Rechen, 2. und 3. das Wappen der Echter, 
4. die Fahne) mit 3 Helmen den zugehörigen 
Zierden sowie reichen Helmdecken, ist von 
einem rechteckigen Rahmen umschlossen, der 
in den 4 Ecken die direkten Ahnenwappen 
Echter, 


Adelsheim (Vater und Mutter), unten rechts 


Julius Echters rechts oben links 
Habern, links Rüdt von Collenberg (väter- 
liche und mútterliche Grossmutter) zeigt; oben 
und unten zwischen den Ahnenwappen sind 
Kartuschen mit Engelsköpfen, umgeben von 
Früchten bezw. Vögeln, an den Seiten 
Nischen mit den Figuren der Fides (rechts) 
und der Justitia (links) angeordnet. Sowohl 


Wappen wie sämtliches Beiwerk ist bunt 


gemalt. 

Ausserdem tragen die Bände seiner Hof- 
bibliothek auf dem Schnitt in Goldbuchstaben 
eingeschlagen die Bezeichnung: Julius dei 
gracia Episcopus Wirceburgiae ac Franconiae 
orientalis Oben am Schnitt steht der 
Buchtitel, (Bei dem 


mir zu Händen liegenden Exemplar 1580). Der 


dux. 


unten die Jahreszahl. 


grösste Teil dieser so kostbar ausgestatteten, 
auch inhaltlich nicht unbedeutencen Bibliothek 
kam nach Schweden.**) 


Gustav Adolf von Schweden erstürmte am 
18. Oktober 1631 
und úberwies durch Schenkungsurkunde vom 
6. November 1631 die erbeutete Hofbibliothek 
der Universität Upsala. Auf dem Transport — 


das Schloss M arienberg 


die Bücher erreichten ihren Bestimmungsort 
erst nach 5 Jahren — mögen manche ver- 
loren und abhanden gekommen sein, wodurch 
es sich erklärt, dass Julius-Bände manchmal 
im Handel auftauchen; einen Teil der Bücher 
erhielt übrigens Königin Christina von Schweden 
Privatbibliothek, ihrer 


für ihre die sie bei 


*) Otto Handwerker, Geschichte der Würzburger Univer- 
sitätsbibliothek bis zur Siicularisation, S. ro. 
**) Handwerker a. a. O. S. 20 fl. 


ins Ausland mitnahm, andere 


die Hände 
Einige wenige befinden sich noch 


Abdankung 


kamen in der heimkehrenden 
Generale. 
in Würzburg, im Kgl. Krcisarchiv, in der 
Universitätsbibliothek, 


des historischen und des fränkischen Kunst- 


in den Sammlungen 


und Altertumsvereins, sowie in Würzburger 
Privatbesitz. 

Zeit 
des grossen Julius, «den gevierten Schild mit 


Ein zweites Superexlibris aus der 


3 Helmen, Zimier und Helmdecken zeigend, 


kommt öfter auf Bänden des Kgl. Kreis- 
archivs vor. Das dritte Juliusexlibris, gleich- 
falls auf Bänden des Kreisarchivs, besitzt 


wiederum grössere Prachtentfaltung. Ein mit 


Bändern umschlungener runder Lorbeerkranz 


4 
umschliesst drei Schilde; das mittlere untere 


mit den schon erwähnten Ahnenwappen 
ist das der Echter, rechts bezw. links darüber 
befindet sich das der geistlichen und welt- 
lichen Herrschaft. 3 Helme mit Zimier und 
reichen Decken füllen das Runde des Kranzes 


fast vollständig aus. 


Ein viertes Superexlibris in Blindpressung 
stellt die von einem prachtvollen ornamentalen 
Rahmen umgebene stehende Figur des hei- 
der 


an- 


ligen Kilian dar, unter dessen Füssen 
oevierte Schild des Fürstbischofs Julius 
gebracht ist. 
Gleichfalls 
entstanden 


der Herrschaft Julius 
sind zwei Superexlibris, 


unter 
Echters 
deren sich das Domkapitel für seine Bücher 
bedient 


Bei dem ersten umschliesst ein ovaler Lorbeer- 


und gebundenen Archivalien hat. 
kranz, welcher oben durch fliegendes Band- 
werk, unten durch Fruchtgehänge zu einem 
Rechteck ergänzt wird, das Wappen mit Helm, 
Zimier und prunkenden Helmdecken. Dieses 
weisst den „Rechen“, das Symbol des geist- 
Durch 


und Blinddruck vom Superexlibris getrennt, 


lichen Regimentes auf. ein Stabwerk 


findet sich bei dem mir vorliegenden Bande 


die Jahreszahl 1588. 


184 


Das 
reichen 


zweite besteht aus einer ziemlich 
Spätrenaissancekartusche, in deren 
ovalem Spiegel der Frankenrechen steht. 

Von diesem Superexlibris hat sich der 
Originalmessingstempel in den Sammlungen 
des historischen Vereins zu Würzburg erhalten. 

Er muss um 1600 entstanden sein, denn 
die früheste Anwendung konnte ich auf einem 
Schweinslederbande konstatieren, dessen Inhalt 
1001 gedruckt wurde. 

Schon oftmals war in diesen Zeilen von 
den beiden Wappenbildern, Rechen und Fahne - 
des Bistums Würzburg und Herzogtums Franken 
die Rede. 


selben an das geistliche und weltliche Regiment 


Da über die richtige Zuteilung der- 


immer noch Irrungen unterlaufen, sei hier auf 
die Siegel des Domkapitels hingewiesen, die 
bis in das 15. Jahrhundert hinauf allein den 
Rechen führen; nur das jeweilige fürstliche 
Wappen vereinte den Rechen und die Fahne, 
wodurch der Fürst als der Repräsentant der 
geistlichen und weltlichen Regierung erscheint. 
Die Tatsache, dass das Domkapitel sich auf den 
während seiner Zwischenregierungen geprägten 
1754 1779 
und 1795, die stets die Bezeichnung tragen 
„Sede nur des Rechens 
und niemals der Fahne bedient, ist wohl eben- 


Múnzen in den Jahren 1749, 


vacante“, immer 
falls ein untrúglicher Beweis, dass die letztere 


ausschliesslich vom Bischof als weltlicher 


Regent, als Herzog in Franken geführt wurde.*) 

Der Würzburger Geschichtsschreiber Lorenz 
Fries erwähnt übrigens in seiner etwa 1550 
„Hohen bei Be- 
schreibung einer Münze, die der Ritterschafts- 


verfassten Registratur“ 
hauptmann Georg Graf von Henneberg unter 
der Regierung des Bischofs Johann von Brunn 
1432 schlagen liess: „uf der ain Seiten stund 
des Stiftes Wapen, nemlich der reche“; ferner 
bei einer Münze des Stiftspflegers Albrecht 
Grafen von Wertheim 1434 „die waren ge- 


2 


Dr. 


Würzburg. Rechts- und Gerichtswesen. 


Mag. Lorenz Fries zum fränkisch- 
S. 42 u. ff. 


Rockinger, 














I 
1400-1411 


I 
1411-1440 


IV 


1455 -1466 


I 
1443 - 1455 


Superexlibris der Bischöfe von Würzburg 


nach den Originalen gez. von August Stöhr-Würzburg. 





À : Druck von C. A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906. No. 4. 


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1519-1540 


1495 - 1519 


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1495-1519 


Superexlibris der Bischöfe von Würzburg 


nach den Originalen gez. von August Stöhr-Würzburg. 


Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 4. 


Druck von C. A. Starke, Kónigl. Hofl., Görlitz. 


prágt mit dem schilte und panier des herzog- 


thums zu Franken“ endlich bei einer Münze 
Rudolfs von Scherenberg von 1647 „was des 


herzogthums fendlein.“ 


Endlich sei noch auf eine bei Dr. 
Rockinger*) wiedergegebene und auch im 
Archiv des historischen Vereins von Unter- 


franken, Band 21, Heft 3, S. 231 abgebildete 
eigenhändige Randzeichnung des Geschichts- 
schreibers Lorenz Fries hingewiesen, die den 
Schild mit dem Panier darstellt mit der bei- 
gefügten ebenfalls handschriftlichen Erklärung: 
„Herzogthums zu Franken Wapen das Panir“. 
Die Stadt Würzburg führt seit Mitte des 
16. Jahrhunderts ebenfalls die Fahne, und 
zwar rot gold geviert im schwarzen Feld. 


Ein Jahr nach des grossen Julius Tode 
Zeit, 
3ojährige Krieg, dessen Schrecken Würzburg, 


begann Deutschlands schlimmste der 
wieschon erwähnt 1031, inganzer Furchtbarkeit 
kennen lernen sollte. 

Julius hatte bekanntlich die Würzburger 
Johann Gott- 


fried von Aschhausen, der seit 1609 Bischof 


Universität ins Leben gerufen. 


von Bamberg war, folgte Julius 10617 auf 
dem Würzburger Bischofssitz und vereinigte 
beide Bistümer für die Zeit seiner Re- 


gierung bis 1622. Die Anlage und Mehrung 
Universitätsbibliothek 


der in Würzburg selbst 


einer liess er sich, 


studiert hatte, be- 


So 


grosser 


sonders angelegen sein. wurde in den 
Jahren Teil 


literarischen Nachlasses des Augsburger und 


1610—1022 ein des 
Eichstedter Domherren Johann Georg von 
Werdenstein und eine umfangreiche Bibliothek 
des Johann Baptist Welser in Augsburg an- 
gekauft. Die bekannten Werdensteinschen 
Exlibris finden sich daher in grosser Zahl in 


der Würzburger Universitätsbibliothek.**) Es 


*) a. a. O. S. 30 ff. 


**) Die Bibliothek gibt selbstverstiindlich keines der in den 
Biichern eingeklebten Werdensteinexlibris ab, Anfragen sind daher 
zwecklos. 











ist begreiflich, dass man für diese schon ge- 


bundenen Bücher von der nachträglichen 
Aufprägung eines Superexlibris Abstand nahm 
und sich mit den handschriftlichen Bezeich- 
nungen: Bibliotheca Academica Herbipolensis 
oder ex bibliotheca Academica Herbipolensis, 
bei mehreren mit der Beifügung Godefridiana, 
genügen liess.*) Dass aber Aschhausen den- 
noch ein Superexlibris hatte anfertigen lassen, 
beweist ein Band im Kgl. Kreisarchiv Würz- 
burg. Bei Entwurf der Zeichnung dazu hat 
wohl eines der schönen Superexlibris Julius 
Echters zum Vorbild gedient. Wir erblicken 
den von einem ovalen Lorbeerkranz um- 
rahmten gleichfalls ovalen Schild, der geviertet, 
im 1. und 3. Feld das Wappen des Bistums 
Bamberg, im 2. und 4. Rechen und Fahne 
des 


Franken, 


Würzburg und Herzogtums 
das Asch- 
hausensche Geschlechtswappen, nämlich 
Rad Über dem 


die Mitra, welche rechts von den Helmen 


Bistums 
auf einem Herzschild, 
das 
zeigt. ovalen Schild steht 
mit Zimier des Bistums Würzburg bezw. Bam- 
berg, links Aschhausens bezw. des Herzogtums 
Franken, sowie von Schwert und Krummstab 
flankiert ist. 

Die 


werden von einer Art männlichen Caryatiden 


äussersten Helme rechts und links 


getragen. Dem Lorbeerkranz sind 4 Ahnen- 


wappen eingefügt, nämlich Aschhausen oben 


rechts, links Zobel, als des Bischofs Vater 
und Mutter, unten rechts Ehrenberg, links 
Bibra, als väterliche und miitterliche Gross- 
muútter. 


Es darf uns nicht Wunder nehmen, wenn 
wir von 1622 an eine klaffende Lücke in der 
Serie der Würzburger Superexlibris finden. 


Aschhausens Nachfolger Philipp Adolf von 


1623—1631 hatte mit Hexen- 


Ehrenberg 
prozessen, denen sein eigener Neffe zum Opfer 
fiel, so viel zu tun, dass er sich mit idealen 


*, Handwerker, a. a. o S. 18 ff. 


wie Anlage und Förderung von 


Dingen, 
Bibliotheken, nicht abgeben konnte. 

Die schwedische Invasion ging natürlich 
auch an der Universitätsbibliothek nicht spur- 
los vorüber, ihre Verluste dürften sogar recht 
beträchtliche gewesen sein. Die Lage der 
Universität nach dem Abzug der Schweden 
war eine äusserst traurige, ein Zustand, der 
noch lange anhielt, und den in erster Linie 
die Bibliothek verspürte, da Anschaffungen zu 
den Seltenheiten gehörten. So finden sich von 
1670 bis zum Ende des Jahrhunderts über- 
haupt keine Ausgaben für Bücher in den 
Universitätsrechnungen, wenn man auch 1671 
den Notar der Anstalt beauftragte, die Bib- 
liothek zu ordnen und aufzunehmen. Bezeich- 
nend für die Verborgenheit, in der die kleine 
Büchersammlung jener Zeit ihr stilles Dasein 
der 


Blainville, der in 


fristete, ıst die Tatsache, dass scharf- 
sichtige Beobachter H. v. 
den Maitagen 1705 in Würzburg weilte, von 
der Existenz einer Universitätsbibliothek keine 
Kunde erhielt und sich über den vermeint- 


lichen Mangel einer solchen bass verwunderte.*) 


Aus diesen Gründen konnte ich in den 


Beständen der Universität und auch des 
Kreisarchivs von den Bischöfen Franz von Hatz- 
feld (1031—1042), Johann Philipp von Schön- 
born 1042—1073, Johann Hartmann von 
Rosenbach (1073—1075), Peter Philipp von 
Dernbach 10675— 1083, Conrad Wilhelm von 
Wernau 1083—84 und Johann Gottfried von 
Guttenberg 1084 — 10698, keine Superexlibris 
finden und es dürfte wohl auch ausgeschlossen 
sein, dass diese Regenten für ihren Privat- 
gebrauch oder das Archiv ein solches geführt 


haben. 


1699 kam Johann Philipp von Greiffen- 


klau auf den Stuhl des Bistums Würzburg 

und Herzogtums Franken. Er besass reiche 

Bildung und literarische Neigungen, die 
*, Handwerker a. a. o. S. 50. 


186 





natúrlich einer Mehrung der Bibliothek sehr 
zu statten kamen. So erwarb er die um- 
fängliche Bibliothek des Salentin 
Faust von Stromberg, um sie mit Büchern 


Johann 


der eignen Bibliothek der Universitátssamm- 
lung als Geschenk zu überweisen. 

Der Fürst hatte sich von Johann Salver 
ein schönes Exlibris stechen lassen, das er den 
geschenkten Bänden einkleben liess, nicht um 
Besitz 


vielmehr den kommenden Geschlechtern seine 


damit seinen zu kennzeichnen, als 
Schenkung in dauernder Erinnerung zu-er- 
halten. Diejenigen Bände, welche ein Super- 
dürften 
Privatbibliothek 


Mir sind von Superexlibris des 


exlibris auf den Einbänden haben, 


wohl aus seiner eigenen 
stammen. 
Fürsten 2 bekannt geworden, von denen das 
eine den gevierten Schild mit 3 Helmen, 
umgeben von einem ovalen Lorbeerkranz, 
bringt. Um letzteren ist ein Band geschlungen, 
das folgende Inschrift besitzt: „Insigne. Rev: 
dissimi ac celsm. (reverendissimi ac celsissimi)- 
S. R. I (Sacri Romani imperii) Principis, ac 
Domini. D.(omini) Joannis. Philippi. Episcopi. 
Herbip.(olensis) Franciae. or(ientalis) dux OI 

Das zweite zeigt den gevierten Schild mit 
3 Helmen samt Zubehör, Schwert und Krumm- 
stab in ovaler Linienfassung. 

Greiffenklaus Nachfolger, Johann Philipp 
Franz von Schönborn (1719 — 1724), führte 
cbenfalls ein Superexlibris, wie einige im Be- 
sitze der Universität befindliche Bände beweisen. 
In einer ovalen Barokkartusche befinden sich 
vor einem mit der Herzogskrone überhöhten 
Hermelin 4 Schilde. Über dem vielgeteilten 
Schönbornschen Schilde stehen noch das ein- 
fache Schönbornsche Wappen, der Löwe auf 
dem Dreiberg, rechts bzw. links die Schilde 
des geistlichen und weltlichen Regiments des 
Eine Umschrift 
besagt: Johannes Philippus Franciscus D. G. 
S. R. I. Herb. F. O. dux. 


Präp. Mog. (Praepositus Moguntinus). 


Fürst- Bistums Würzburg. 


Princ. Episc. 





=> 187 == 


In die 
Franz's fällt die Herstellung eines äusserst 


Regierungszeit Johann Philipp 
interessanten ` Superexlibris. Es ist auf rotes 
Glanzsaffianleder mit Gold, wie ich vermute 
mit einzelnen Stempeln, gepresst, und wurde 
bei den Folio-Bänden, für welche es bestimmt 
war, auf dem Vorderdeckel eingesetzt. 


Den Mittelpunkt der von 2 Linien und 
einer aus kleinen Dreiecken gebildeten Bor- 
düre rechteckig umrahmten Pressung bildet 
ein ovaler Schild mit dem Rechen als Wappen- 
bild, Helm, Helmzier und ornamentalen Decken; 
unter ihm, und durch Bänder mit ihm ver- 
knüpft befinden sich 2 Kartuschen, welche 
die Wappen des Dompropstes (Fuchs) und des 
Domdekans (Hutten) enthalten. 

Um diese Wappengruppe legen sich 2 
durch eine Schleife verbundene Äste, auf 
denen die Wappen sämtlicher Mitglieder des 
Domkapitels verteilt sind. Unten, rechts und 
links der Schleife steht die Jahreszahl 17 — 22. 

Wir haben es hier also wieder mit einem 


ausgesprochenen Superexlibris des Domkapitels | 


des Bistums Würzburg zu tun. 

Schönborns Nachfolger, Christoph Franz 
von Hutten, (1724—1729) hat gleichfalls ein 
Superexlibris geführt, das in ovalem Linien- 
rahmen den dreifach behelmten und von 
Helmdecken umgebenen gevierten Wappen- 
schild zeigt. 

Auffallender Weise dachte erst Aschhausen 
daran, die äusseren Symbole seiner geistlichen 
und weltlichen Macht, Krummstab und Schwert, 
dem Wappen auf seinem Superexlibris bei- 
zufügen. 

Seine Nachfolger, die sich eines solchen 
bedienen, haben diesen Brauch nicht mehr 
ausser Acht gelassen. 

Die Superexlibris der auf Hutten folgenden 
Bischöfe machen auf besondere künstlerische 
Bedeutung keinen Anspruch mehr. 
einfache Wappen, mit Hermelin, Krone, Schwert 


und Krummstab, in Gold auf nun meist farbige 


Es sınd. 











d. h. braune, grüne oder rote Lederdecken, 
die sonst nur noch wenige oder auch gar 
Der Voll- 
ständigkeit wegen seien sie hier noch ge- 


keine Verzierung haben, gepresst. 


nannt. Karl Friedrich von Schönborn 1729 bis 
1746 führte das Schönbornsche Wappen mit 
Krone in einfacher Barocker Umrahmung. 
Aus Anselm Franz von Ingelheims kurzer 
Regierung (1740—1749) fand ich kein Super- 
Aber der Nachfolger Carl Philipp 
von Greiffenklau 1749— 1754 benutzte wieder 


exlibris. 


ein solches mit seinem Wappen, ebenso Adam 
Friedrich von Seinsheim, der seit 1755 Bischof 
von Würzburg, von 1757 an auch von Bam- 
berg war, und in beiden Bistümern bis 1779 
regierte. 

Sein Superexlibris zeigt den aus Bamberg 
und Würzburg gevierten Schild mit dem 
Familienwappen der Seinsheim als Herzschild. 

Fast das gleiche Superexlibris, nur mit 
verändertem Herzschild, liess Franz Ludwig 
von Erthal der 1779—1795 Bischof von 
Bamberg und Würzburg war, verwenden. 
Karl 


Würzburgs letzter Fürstbischof, der seit 1795 


Georg von Fechenbach endlich, 
den Stuhl inne hatte, benutzte ein Super- 
exlibris, das den aus Rechen, dem Familien- 
wappen und der Fahne gevierten Schild zeigt. 

Am 22. November 1802 wurde das Fürst- 
bistum Würzburg durch Pfalzbayern occupiert, 
das die Übernahme der Regierung sofort 
offiziell verkündete. 

Die Geschichte der Würzburger 


bischöfe ist zu Ende, 


Fürst- 
und mit ihr schliesst 
auch das Kapitel ihrer Superexlibris. 

Nicht Dokumente persönlichen Bücher- 


besitzes der einzelnen Bischöfe, sind diese 


| Superexlibris in der Periode bis zu Julius 


Echter in erster Linie Kennzeichen der bischöf- 
lichen Verwaltungstätigkeit; ihre Fundstelle ist 
daher das ehemalige bischöfliche Archiv, das 
nun einen Hauptbestandteil des Kgl. Kreis- 
archivs in Würzburg bildet, und heute noch 


von denselben Räumen in der ehemaligen 


fürstbischöflichen Residenz beherbergt wird, 
die bei deren Erbauung zum Archiv bestimmt 


wurden. 


Nach der Gründung der Universität fliesst 
dic Hauptquelle in der Bibliothek derselben. 
Wiederum — mit geringen Ausnahmen —- sind 
die Superexlibris nicht persönliche Besitz- 
zeichen der Bischöfe, sondern vielmehr Denk- 
mäler des lebhaften Interesses und der per- 
sönlichen Förderung, welche die Bischöfe 
ihrer Universitätsbibliothek angedeihen liessen. 


Die Kgl. Universitätsbibliothek des 19. Jahr- 


188 


hunderts hat eine zeitlane das Wappen ihres 
oO 


Stifters, des Fürstbischofs Julius Echter, als 
Superexlibris auf dem Rücken der neu er- 


worbenen Bücher geführt, ein Brauch, der 


aber heute nicht mehr geübt wird. 


August Stoehr, Würzburg. 


Ein Supralibros des Breslauer 
Rats vom Jahre 1585. 


Das Schlesische Museum für Kunstgewerbe 


und Altertümer in Breslau bewahrt 


seinen Schätzen einen in verschiedenen Be- 


ziehungen 


libros-Stempel des Rates der Stadt Breslau auf. | 


Dank dem freundlichen Entgegenkommen 
des ersten Museumsdirektors, Herrn Professor 
Dr. Masner, durfte ich von diesem Stempel 
ein Klischee in natürlicher Grösse anfertigen 


lassen, dessen Abdruck anbei erfolgt. 


Der Stempel besteht aus einer mm 


14 


des Bildes. stellt 
Wappen dar, das der Stadt im Jahre 1530 


Letzteres das Breslauer 


von Kaiser Karl dem Fünften verliehen worden ` 


ist, umgeben von der Inschrift: 


SENATVS POPVLVSOVE 
WRATISLAVIENSIS: MDLNXXV 


unter | 


höchst interessanten alten Supra- | 








Um die Inschrift zieht sich ein Kranz von 
zwanzig Wappen, zwischen welchen Lorbeer- 
zweige sichtbar werden. 

Auffallender Weise findet sich auf der 
Platte die Jahreszahl wiederholt, und zwar in 
ganz kleinen arabischen Ziffern unterhalb des 
Der Zweck der Wiederholung 


Dieselbe Eigentümlichkeit 


Stadtwappens. 
ist mir nicht klar. 
findet sich auch auf Münzen der Stadt Breslau, 
die aus ungefähr gleicher Zeit stammen, so 
z. B. 
Jahre 1612, der diese Zahl sogar dreimal auf- 


auf einem Doppeldukaten aus dem 


weist. 

Das unterste Wappen des Wappenkranzes 
ist der zweiköpfige deutsche Reichsadler, úber 
dem die Kaiserkrone schwebt, die wegen 
Raummangels ihren Platz in der Umschnft- 
zeile gefunden hat. 

Die übrigen Wappen sind die Wappen der 
Breslauer Ratsherren und Schöffen des Jahres 
1585, was nicht nur aus den Wappenbildern 
selbst hervorgeht, sondern auch noch durch 
die Anfangsbuchstaben der Namen bestätigt 
wird, die über jedem Wappenschilde ange- 
bracht sind. 

Ganz oben befindet sich das Wappen des 
Ratspräses oder Seniors Nicolaus Rhediger. 


Er gehört einer berühmten alten Breslauer 


Patrizierfamilie an, aus der u. a. auch der 
Begründer der Breslauer Stadtbibliothek stammt. 
Das Wappenschild, ein Reh auf einem Drei- 
berg, bildet eine Anspielung auf die erste 


Silbe des Familiennamens. 


An dieses Wappen schliessen sich rechts 
die Wappenschilder folgender Ratsherren und 


| Schöffen an: 
starken, eirunden Bronzeplatte von der Grösse 


Abraham Jenckwitz, 
Johannes (Hans) Bucher, 
Johannes (Hans) Sadewitz, 
Kilian Utmann, 

Friedrich Schmidt, 
Nicolaus Reichel, 

Caspar Fröhlich, 


Sebastian Vogt, 

Michael Neidaw. 
Auf der linken Seite befinden sich dagegen die 
Wappenschilder der Ratsherren und Schöffen: 

Jacob Schachmann, 

Heinrich Kromeier, 

David Koesler, 

Johannes (Hans) Benisch, 

Israel Reichel, 

Adam Rhediger, 

Daniel Schilling und 

Erasmus Miller. 


Die Wappen von Bucher, Vogt, Schachmann 
und Kromeier sind als redende zu bezeichnen, 
da die in ihnen dargestellten Bilder einer 
Buche, eines Vogts, eines Schachbretts und 
einer Kráhe Beziehung zu dem Namen des 
Besitzers haben. Hans Sadewitz, Hans Be- 
Michael Neidaw. die nicht dem 


Patriziate angehörten, sondern aus den Zünften 


nisch und 


hervorgegangen waren, führen statt eines eigent- 
lichen Wappens eine Hausmarke oder ein 
Monogramm im Schilde. 

Der letzte Wappenschild auf der linken 
Seite ist leer; er sollte offenbar später noch 
nachgestochen werden, ebenso wie die zuge- 
hörigen Anfangsbuchstaben des Namens, für 
die zwei quadratische Flächen über dem Schilde 
in der Ebene der Druckfläche stehen gelassen sind. 

Diese Tatsache gestattet zwei Rückschlüsse: 

Da die Wahl der Ratsherren und Schöffen 


für das Jahr 1585 in Breslau nach Ausweis | 


des sogenannten Ratskataloges am 60. März 
1585 erfolgt ist, und bei dieser Wahl sämt- 
liche Ratsherren und Schöffen des Jahres 1584 
wiedergewählt wurden, zu welchen als ein- 
ziger homo novus Andreas Schubert als Ersatz 
für Melchior Arnold, der am 19. September 
1584 gestorben war, hinzutrat, so muss der 
Stempel vor dem 6. März 1585 


gestochen 


worden sein, da sonst auf ihm auch das 


Wappen des an diesem Tage gewählten 


Schöffen dargestellt wäre. 











189 -— 


Und ferner 


Stempel unvollendet geblieben ist, wohl mit 


darf man daraus, dass der 
Recht schliessen, dass er niemals in Gebrauch 
Wie 
Direktoren der Breslauer Stadtbibliothek 
Stadtarchivs, Herren 
Dr. Hippe und Dr. Wendt, bestätigt wurde, 
findet weder in der Stadt- 
bibliothek Stadtarchiv ein Abdruck 
Abdrücke 
ähnlicher Wappenstempel häufig auf und in 


genommen worden ist. mir von den 
und 
des Breslauer den 
sich tatsächlich 
noch im 
des Stempels, trotzdem anderer 
den Büchern, Akten usw. jener beiden Insti- 
tute vorkommen. 

Die Gründe, aus welchen der Stempel 
unvollendet geblieben ist und keine Verwen- 
Viel- 


leicht erregte die vom Stempelschneider ge- 


dung gefunden hat, sind nicht bekannt. 


wählte Reihenfolge der Wappen Anstoss, weil 
sie nicht der Rangfolge der Ratsherren ent- 
spricht. Vielleicht trug man Bedenken, den 
Stempel in Gebrauch zu nehmen, weil der 
ständige, mindestens alljährlich einmal statt- 
findende Wechsel in der Besetzung der Rats- 
stellen auch alljährlich die Anfertigung eines 
neuen Stempels mit neuen Wappen bedingt 
Grund hat 


Erachtens die meiste Wahrscheinlichkeit für 


haben würde. Dieser meines 


sich. Wie sich aus dem Ratskatalog ergibt, 
sind von den aufgeführten 18 Ratsherren und 
Schöffen Johannes Sadewitz am 3. April 1585 
und Michacl Neidaw am 19. März 1585 ge- 
storben. Der Stempel entsprach also schon 
14 Tage nach der Ratswahl nicht mehr den 


tatsächlichen Verhältnissen, 


Endlich aber ıst es noch möglich, wenn 


auch unwahrscheinlich, dass die Person des 
Stempelschneiders Schuld daran ist, dass der 
Stempel unvollendet blieb. Dieser Stempel- 
schneider ist uns bekannt, da er am senk- 
rechten Rande der Stempelplatte folgende ver- 
tiefte zweizeilige Inschrift angebracht hat: 
BLASIVS . EBISCH - FECIT: 


IN BRESLAW: 1.5.8.5: 


190 





Die einzigen Nachrichten, die ich über den, | Stempel angegeben ist, und es wäre immer- 


in seiner Kunst zweifellos besonders tüchtigen 
Meister bis jetzt erhalten habe, bestehen in 
zwei Eintragungen der Kirchenbücher der 
Maria-Magdalenenkirche zu Breslau. 

Nach dem Totenbuche dieser Kirche starb 


„Blasius Ebisch, Form- und Wappenschneider“ 


hin denkbar, dass eine langwierige Krankheit, 
die schliesslich zu dem frühen Tode des 


Meisters führte, die Veranlassung dazu war, 
dass der Stempel nicht fertig gestellt wurde. 

Letzterer ist ohne Frage ein tüchtiges 
Werk, 


das ähnlichen Arbeiten jener Zeit 





am 29. April 1587 im Alter von 38 Jahren, 


heiratete seine 


1592 
Form- und Wapenschneider Augustin Frebel, 
Oswald Frebel 


und nach dem Traubuche 


Wittwe Anna am 8. September den 


den Sohn des Gúrtlers zu 
Jung Bunzlau in Böhmen. 
Ebisch 


Jahre nach dem Datum, das auf unserem 


Blasıus starb also schon zwei 


würdig an die Seite gestellt werden kann. 
Wenig charakteristisch ist die Darstellung des 
Kopfes Johannes des Täufers auf der Schüssel 
in der Mitte des Schildes, und noch weniger 
der Kopf des 
Johannes im vierten Wappenfelde und auf 
Die über diesem befindliche 
Krone ist, wohl in Anlehnung an ähnliche 


gelungen ist Evangelisten 


dem Helme. 











Vorbilder, zu gross ausgefallen. Im Ubrigen 
aber bekundet der Stempel nicht nur vor- 
zügliches handwerksmässiges Können, sondern 
auch guten Geschmack in der Zeichnung und 
sichere Berherrschung der Formen. 


Eine eigenartige Anerkennung fand der 
Stempel dadurch, dass er 62 Jahre später 
Vorbild für 
Stempel benutzt wurde, 


als einen neuen Superlibros- 
der sich von dem 
alten im Wesentlichen nur durch die Weg- 
lassung des äusseren Wappenkranzes unter- 
scheidet. Der neue Stempel ist zwar nicht 
mehr vorhanden, aber ein Abdruck desselben 
befindet sich auf dem Deckel des oben er- 
wähnten Ratskataloges, und ein zweiter be- 
findet sich in meinem Besitz, und zwar auf 
einem Mappendeckel in Aktenformat, den ich 
vor einigen Jahren durch Zufall aus dem 


Nachlasse eines Breslauer Rektors erwarb. 
Der Deckel ist aussen mit pergamentähnlichem, 
gelblichweissem Papier beklebt und trägt oben 
in vergoldeten Buchstaben die eingepresste, 


zweizeilige Inschrift 
Stein und Nagel Amts 


Rechnung, 


während unten die Jahreszahl 1728 und da- 
rüber der Wappenstempel in Gold eingedruckt 
sind. Letzterer ist seinem Vorbilde so getreu 
nachgebildet, dass der Formschneider sogar 
die Kaiserkrone zwischen den Worten popu- 
lusque und Wratislavieusis wieder angebracht 
hat, trotzdem der Doppeladler, zu dem sie 
gehört, in Wegfall gekommen, und die Krone 
Gerade 
das Vorhandensein der letzteren beweist aber 


damit bedeutungslos geworden ist. 


zur Evidenz, dass der Stempel des Blasius 
Ebisch dem Verfertiger des jüngeren Stempels 


als Vorlage gedient hat. — In diesem ist 
die Jahreszahl 1585 sowohl in der Umschrift, | 


als auch dicht unterhalb des Wappens durch 
die Jahreszahl 1047 ersetzt Bei der Zahl 
unter dem Wappen stehen noch die Buch- 


A A E a ZZ NO A IS en En 





IQI -—- 


staben H-R, offenbar die Anfangsbuchstaben 
vom Namen des Stempelschneiders. 

Wie aus der Jahreszahl 1728 auf dem 
mir gehörigen Aktendeckel hervorgeht, ist der 
jüngere Stempel länger als 80 Jahre in Be- 
nutzung gewesen, während sein interessanteres 
Vorbild überhaupt nicht zur Verwendung ge- 
kommen ist. 

Drängt sich da nicht unwillkürlich der 
Gedanke auf, dass nicht nur die Bücher, 
sondern auch die Bücherstempel ihre Schick- 
sale haben? 


Breslau. 


Julius Nathansohn, 
Magistrats-Baurat. 


Ein unbekanntes Exlibris des 
Klosters St. Veit an der Rott. 


Ein Exlibris des ehemaligen Benediktiner- 
stiftes St. Veit an der Rott!) ist bereits als 
Eigentum der Eisenhardtschen Sammlung bei 
F. Warnecke?) erwähnt. Es stammt, wie wir 
aus der Umschrift und der Jahreszahl — 1721 — 
erfahren, aus der Regierungszeit des Abtes 
Gregorius II. Kirmayer (1721 — 1704). 

Ein zweites bisher unbekanntes St. Veiter 
Bibliothekzeichen wurde neuestens in einer 
Gesamtausgabe der Werke des Dominikaners 
Das Kloster 
y Das 


auf dem 


Johannes Dedinger ?) gefunden. 
erwarb dessen Schriften im Jahre 1677. 


entnehmen wir dem Vermerke 


unteren Rande unseres Exlibris. Der in der 


Inschrift genannte Abt Gregorius ist dem- 


2) Graf Dietmar von Dornberg hatte 1030 zu Eisenbach 
ein Benediktinerkloster errichtet. Erzbischof Adalbert von 
Salzburg verlegte dieses 1171 auf den 1!/, Stunden südlich ge- 
legenen St. Veitsberg unweit des heutigen Marktfleckens Neu- 
markt an der Rott im Bezirksanıt Mühldorf des Kreises Ober- 


bayern. Das Kloster wurde 1803 aufgehoben. Kalender für 
katholische Christen auf das Jahr 1882. XLII. Jhrgg. Sulzbach 
i. d. Oberpfalz. S. 41—50. 

2) S., 218. 


3) Dedinger Joannes, cin deutscher Dominikaner, trat zu 
Wien in den Orden und war Mitte des 17. Jahrhunderts als 
Praedicator generalis berühmt. 


nach der erste dieses Namens unter den St. 
Veiter Das 


zeigt auch sein persönliches Wappen, das Ein- 


Prälaten. linke Wappenschild 
horn (Unicornis), das Symbol der Jungfräu- 
Schild 
Klosterwappen, einen Fichtenbaum (Veichten- 
Bis 
(117I — 1207) hatte nämlich jeder Abt sein 
Heinrich 1. 


wählte den Fichtenbaum als Klosterwappen, 


lichkeit; im rechten sehen wir das 


baum). zur Regierung Heinrichs I. 


eigenes Klosterwappen geführt; 
diesen behielten alle seine Nachfolger bei und 
nahmen dann noch ein besonderes Wappen 
hinzu.) Über den beiden Wappenschildern 
erblicken wir die Inful und den Hirtenstab 
des Abtes, als solcher kenntlich und von dem 
bischöflichen 


der Krümme herabhängende Fahne. Die Inful 


unterschieden durch die unter 


ist geschmückt mit dem Bilde des Kloster- 
Er steht 
in einem von Flammen umzüngelten Kessel. 


patrons, des heiligen Vitus (Veit). 


Nach der Legende liess Kaiser Diokletian den 
standhaften christlichen Jüngling in siedendes 
Pech werfen, aus dem jedoch Vitus neuge- 
stärkt hervorging.5) 

Das Original unseres Exlibris ist 16,6 cm 
lang und 12,9 cm breit. 

Ob St. Veit schon früher Bibliothekzeichen 
besass, oder ob ein solches unter Abt Gre- 
wird 
Am 13. Ok- 
tober 1639 zerstörte der Blitz beinahe das 
ganze Kloster; auch die bedeutende Bibliothek 
wurde ein Raub der Flammen. 


grorius I. zum ersten Male erscheint, 


sıch wohl nie feststellen lassen. 


Ebensowenig 
war es bisher möglich — trotz eifrigsten Be- 
mühens — zu erfahren, ob später ausser den 
beiden nunmehr bekannten ein Exlibris auch 
unter anderen Äbten vorhanden war, wie denn 
über das Schicksal der St. Veiter Kloster- 
bibliothek nach der Säkularisation nichts weiter 
feststeht, als dass sie der Kgl. Hof- und Staats- 
bibliothek 


in München nicht einverleibt ist. 


4) Kalender ctc. S. 44. 
“) Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon. XII. Bd. Sp. 1021. 


So fehlt eben deshalb dort die Gesamtausgabe 
der Werke Dedingers. 

Wir möchten nun unser Exlibris das erste 
Mal nicht zum Abdruck bringen, ohne die 
Veröffentlichung mit einigen Nachrichten über 
den Mann zu begleiten, dessen Namen es 
trägt. 

Gregorius 
Münchner, wurde am 12. März 1653, gerade 
an dem Tage, an dem er das vierzigste Le- 
bensjahr vollendete, durch einstimmige Wahl 
von seinen Mitbrüdern zur abteilichen Würde 
erhoben. Vorher war er einige Zeit Prior 
des Klosters gewesen und darnach von seinem 
Obern zum Pfarrvikar in Vilsbiburg®) bestellt 
worden. 

Bei 
Gregorius die Verhältnisse des Stiftes in trost- 
losem Zustande. 


Übernahme seiner Regierung fand 
Von gewaltigen Schicksals- 
schlägen war es unter 
Maurus I. Fröschl 
worden. 


seinem Vorgänger 
(1633 — 1053) getroffen 
Krieg und Teuerung suchten das 
Land schwer heim. Als 1034 die Pest alle 
Klosterbrüder bis auf den Abt dahinraffte, 
war er genötigt, grosse Opfer zu bringen, um 
1639 brannte 
fast das ganze Kloster nieder und der Neu- 


wieder Priester zu gewinnen. 


bau machte die Aufnahme vieler tausend 
Gulden notwendig. Zu allem Unglück ver- 
siegte bald auch noch eine der besten Ein- 
1045 
feindlichen Truppen die Weinberge und Háuser 
des Stiftes in Osterreich. Zwei Jahre später 
musste der Abt ‘2000 fl. zu den ungeheuren 
1048 
plünderten die Schweden das Kloster und die 


nahmequellen; denn zerstörten die 


Kriegskontributionen beisteuern und 
Kirche gänzlich aus. 

All diese Schäden gutzumachen, das war 
eine schwere Aufgabe für den neuen Prälaten; 
Bald schmückten das 
Gotteshaus wieder die prächtigsten Altäre, in 


er wurde ihr gerecht. 


6) Ein Marktflecken im Kreise Niederbayern, ungefähr 
5 Stunden südöstlich von Landshut gelegen. 


I. Wöstermayr, ein geborner 














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GREGORIUS D:G: ABBAS 
MONASTERII S.VITI 
CIS ROTHAM. 


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Ein unbekanntes Exlibris des Klosters St. Veit an der Rott. 


Druck von C A. Starke, Königl. Hofl., Görlitz. Beilage zur Exlibris-Zeitschrift, Jahrgang 1906, No. 4. 








der er einen Marmorboden 


legen und kunstvoll gefertigte eisenbeschlagene 


Sakristei liess 


Schränke unterbringen, die er mit priester- 
lichen Gewändern bester und feinster Arbeit 
füllte. 
und für dessen Sicherheit mehr denn vorher 


Das Klosterarchiv ward neu geordnet 


gesorgt. Nicht geringen Zuwachs erfuhr auch 
die Bibliothek. 
Stifte zahlreiche neue Mitglieder zuzuführen, 


Sein Hauptbestreben, dem 
sah er von bestem Erfolge gekrönt; aber er 
gab sich damit nicht zufrieden sein Kloster 
zu bevölkern, er war nicht minder darauf be- 
dacht, seinen jungen Klerikern eine gediegene 
wissenschaftliche Bildung zu verschaffen und 
scheute für diesen Zweck keine Kosten. Trotz- 
dem gelang es ihm in kurzer Zeit die ge- 
waltige Schuldenlast zum grössten Teile zu 
tilgen. 

Für diese seine Verdienste erntet Grego- 
rius das höchste Lob des Geschichtschreibers 
von St. Veit.) Er rühmt an ihm seine öko- 
nomische Sparsamkeit, seinen Eifer und seine 
Umsicht, die Reife seines Urteils, seine Kennt- 
Gre- 


gorius, ein unerschrockener Verteidiger der 


nisse und seine Liebe zur Wissenschaft. 


Rechte seines Klosters, erfreute sich aber 


nicht minder des höchsten Ansehens bei 
Kurfürst Ferdinand Maria und den bayerischen 
Ständen. 


1069 auf der Landtagsversammlung zu München 


Dies zeigte sich besonders, als er 


erschien. 
Fast 34 Jahre war Gregorius I., der 44. 
Abt 


starb er an 


in der Reihe der St. Veiter Prälaten, 
1686 
Altersschwäche kurz vor Vollendung 
Über 55 Jahre hatte er 
dem Orden angehört und mehr als 54 Jahre 


ewesen. Am 5. März 
vi 
seines 


74. Lebensjahres. 


war er Priester gewesen.°) Seine letzte Ruhe- 


0:8: Gë 
(Im Pfarr- 


7) Compendium historiae monasterii S. Viti. 
P. N. Benedicti anno MDCCLVIII conscriptum. 
archiv von St. Veit.) 

8) Diese Angabe des Compendiums scheint nicht richtig zu 
sein, da er dann mit 19 Jahren bereits dic Priesterweihe em- 
pfangen hätte. 














státte fand er in der St. Maria-Loretfokapelle. 
Sein Wappen zeigt uns, wie schon er- 
wähnt, das Einhorn, das Emblem die aus den 
Wolken hervorbrechende Sonne; das Lemma 
lautet: Post nubila splendent. 
Im Jubeljahr des Klosters 1730”) wurden 
seiner Regierung folgende Verse gewidmet: 
Tristia Phoebaeae flamma, post nubila 
splendent, 
Lumine delectant, quidquid in orbe, suo; 
En similis surgit post tristia nubila Phoebus, 
Luce sua fractos exhilarans animos. 
Wann der Himmel überzogen 
Mit den schwartzen trauer Kleyd/ 
Ist doch d’Sonn nit weg geflogen/ 
Hat sich nit entfehrnet weit/ 
Man darff dannoch nit verzagen 
Wann der Himmel finster schon/ 
Dann /wie thuet das Sprichwort sagen/ 
Auf die Wolcken folgt die Sonn: 
Ob zu Mauri Zeit sich neiget 
Alles schon zur Traurigkeit/ 
Secht! Gregori sich drauf zeiget 
Mit dem Glantz der Wissenheit. 


München. 


Karl Guggenberger, 


Religionslehrer am Kgl. Theresien-Gymnasium. 


Fritz Mock. 


Im Anschlusse an die kurze Notiz in 
Heft 3, 1906 unserer Zeitschrift möchte ich 
näher mit diesem neuen 
Exlibris - Künstler bekannt Fritz 


Mock, geb. 1867 kam 1885 an die Akademie 


die Leser etwas 


machen. 


nach München und arbeitete hier zuerst 


längere Zeit unter Heinz Heim, dem leider 
so früh verstorbenen Darmstädter Künstler. 
Schon 


Akademie beschäftigte sich Mock sehr viel 


während seines Aufenthaltes an der 


% Höchst- Löblich- angestelltes Jubel- und Dank - Fest, 


Anno 1730. Landshut. S. 284. 


— 194 — i 


mit Illpstrieren, einer seiner Lieblings- 


beschäftigungen von jeher; hatte er doch, 
im Alter von 16 Jahren seine ersten Illu- 
strationen für eine Gedichtsammlung geliefert. 


Lenbach 
und 


In München wurde er auch mit 


bekannt, verkehrte viel bei ihm, malte 
dann längere Zeit unter seiner Leitung haupt- 
sächlich Porträtstudien. Seine Arbeiten blieben 
nicht unbeachtet und bald beriefen ihn einige 
Br., 


grössere Aufträge erhielt. So 


Kunstfreunde nach Freiburg 1. wo er 


verschiedene 


wurde Mock weiteren Kreisen bekannt und 


kam dann nach Basel, wo er ein so reiches | 
Feld für seine Kunst vorfand, dass er seine : 


ursprüngliche Absicht, nach München zurück- 


zukehren, nicht mehr zur Ausführung brachte. 


On revient toujours a ses premiers amours, 
Mock. Die 


aufträge, sowie die von ihm ins Leben ge- 


— auch zahlreichen Porträt- 
rufene Malschule hatten ihn dem Illustrations- 
fach etwas entfremdet, aber namentlich in den 


letzten Jahren wandte er sich seiner ehemaligen 


Lieblingsbeschäftigung wieder in ausgedehn- ` 


terem Masse zu. 





Als Beispiel Mock’scher Kunst möge das 


| in der Beilage wiedergegebene Blatt des 
ı Schreibers dieser Zeilen dienen, welches in 


seiner vortrefflichen Durchführung und monu- 
mentalen Einfachheit als Besitzerzeichen eines 
Apothekers kaum der Erklärung bedarf. Her- 
noch das Exlibris Bertschi 
(Buchdrucker) ein Mädchen darstellend, welches * 


vorzuheben sind 


von einem Holzzstocke Abzüge nimmt, und 
das Blatt Buri (Kaufmann), welches einen 
Kaufherrn, den Merkurstab in der Hand und 
sich auf Büchern stützend aufweist. * 

Diese wenigen Blätter allein sichern Mock 
einen ersten Platz in der grossen Reihe un- 
serer Exlibris-Zeichner, — möge er seine 
geübte Hand noch recht oft in den Dienst 


unserer schönen Kunst stellen. 


Rich. Doetsch-Benziger. 


Basel. 


Exlibris Max Pesl*) 


gezeichnet von Alexander Rot haug. 


Im 15. Jahrgang der Zeitschrift war mein 
Exlibris fúr Orientalia, gezeichnet von Alexan- 


Reihe 


Werken und Werkchen, besonders auch auf 


Er illustrierte eine ganze von 


der Rothaug, abgebildet. Bald nach dem 
Erscheinen jenes Heftes erhielt ich von dem- 





gewerblichem Gebicte. Seine Entwürfe sind | selben Künstler noch eine Zeichnung für ein 
Geschichts-Exlibris, Ein herrliches Blatt. In 
der Mitte sitzt Klio, die Muse der Geschichts- 
schreibung, in der Linken hält sie die Tafel, 
Rechten den Griffel. 


sieht sie einem Kampfe zu, der im Hinter- 


einfach und klar durchgeführt, immer in enger 
Verbindung mit dem gegebenen Thema, ohne 
sich jedoch ängstlich an dasselbe anzulehnen. 


in der Aufmerksam 


Exlibris - Kleinkunst 


sich Mock erst seit etwa einem Jahre, und | 


In unserer betätigt 


grunde um den Besitz einer Brücke tobt. 


schuf in dieser Zeit etwa zehn Blätter, die 


Rechts und links von diesem Hauptbilde sind 


sich alle durch ihre prägnante Beziehung zum 


Die Mock’schen 


libris sind alle breit und voll angelegt, und 


Besitzer auszeichnen. 


der kleine Raum ist vortrefflich ausgefüllt, 
ohne jedoch überladen zu erscheinen. Bei 
den meisten Blättchen bekundet sich auch 
eine Vorliebe für zarte Farben, die in feiner 
Harmonie aneinander gesetzt sind, und ausser- 


ordentlich vornehm wirken. 


Ex- | 





in den Leisten die Vertreterinnen der Macht 
und des Rechtes mit ihren Abzeichen, wie 
Schwert, Schild und Wage. Unten als Ab- 
schluss eine Sphinx, umgeben von einer 
Schlange, dem Sinnbild der Ewigkeit. 

Das nächste Blatt, grau in grau gemalt, 


das mir der Künstler widmete, ist für Werke 


*) Wird nicht getauscht. 




















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EXILORIS  FIAXIESE 














der Philosophie bestimmt. Eine hehre Frauen- 
gestalt auf einem steinernen Sitze, schreibt 
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mit der sie sich auf einen Globus 


ihre Beobachtungen nieder. ihrer linken 
Hand, 
stützt, hält sie einen Spiegel, da Selbstbeob- 
eine der ersten 


achtung Forderungen der 


Philosophie ist. Im Hintergrunde liegt eine 
Spbinx mit einem Totenschädel in den Pranken; 
dahinter dehnt sicn der gestirnte Himmel aus, 
den ein Regenbogen durchzieht. 

Von seiner hochpoetischen Seite zeigt sich 
Rothaug im Exlibris für Litteratur. Ein welt- 
fernes Plätzchen im deutschen Walde ist der 
Aufenthalt der 


klaren Quelle; die Finger ihrer linken Hand 


Poesie; sie ruht an einer 
spielen in der Lyra, ein Schwan lauscht dem 
Saitenspiel. Unten im dunklen Teich blühen 
Wasserrosen; alles ist so still und ruhig und 
doch so hoheitsvoll, wie nur echte Dichtung ist. 

Auch diese neuen drei Exlibris verwende 
ich im Kupferstich des trefflichen D. Speier, 


eines Schülers von Peter Halm. 


München. 


Max Pesl. 


Ein neues Exlibris von Klemens 
Kissel. 


Vor uns liegt ein Exemplar des durch 
Herrn Clemens 
Exlibris 


Vereins Ingelheim. 


Kissel- Mainz ausgeführten 


des neu gegründeten historischen 

Dasselbe symbolisiert die Geschichte der 
beiden in Rheinhessen — zwischen Bingen 
linken Rheinufer 
fast miteinander 
Nieder- Ober- 


Ingelheim, deren reiche Geschichte eine ge- 


und Mainz auf dem 


prächtig gelegenen, örtlich 


verbundenen Städtchen und 
meinsame genannt werden kann, in alter Zeit 
waren beide nur unter dem Namen ,,Ingel- 
heim“ bekannt, der Sage nach der Geburtsort 


Karls des Grossen. Die Pfalz dieses grossen 


196 





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Kaisers — nach einer Abbildung in Seb. 
Münster’s Cosmographia dargestellt -— von der 
Reste noch in Nieder-Ingelheim vorhanden 
sind, bildet den Untergrund zu dem Buch- 
zeichen, das von der prächtigen, im romani- 
schen Stile gehaltenen, St. Wigbert gewidmeten 


Kirche in Ober-Ingelheim nebst ihrer alten 


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romantischen Burgmauer-Umrahmung gekrónt 
wird. Eine romanische Säule in der Mitte 
trennt die beiden Städtewappen (links Nieder-, 
rechts Ober-Ingelheim). Der Anordnung der 
Seitenwappen liegt, entsprechend der geschicht- 
lichen Entwickelung beider Städte folgende 
Idee zugrunde: 

Kurpfalz (Reichsgeschichte) gegenüber: 
von Bolanden (Lehensträger des Reiches, Dy- 
nastie: Kämmerer von Mainz). 

Frankreich (Landesgeschichte) gegenüber: 
von Ingelheim (Veräusserung des adeligen 
Lehnsbesitzes durch die franz. Republik, Weg- 


zug der v. ].). 











Grossherzogtum Hessen (Neuzeit) gegen- 
úber: v. Erlanger (blúhender Ingelheimer Adel, 
eifrige Förderer des Vereins). 

Die Idee des Exlibris stammt von den 
Herren Wilh. Jung und A. Saalwächter, beide 
Mitglieder des Vereins. 


Berlin. 


Dr. H. Brendicke. 


Neue Exlibris. 


Der Graphiker Felix Maltz in Char- 
lottenburg, der Zeichner des Exlibris für Julius 
Goldmann-Karlsbad, stellt sich unserer 
kleinen Gemeinschaft als ein junger Künstler 
vor, der an Herrn Dr. Levinstein-Berlin einen 
feinsinnigen Förderer fand. Maltz hat auch für 
Herrn Viktor Singer-Karlsbad ein hübsches 
Exlibris 
tauscht wird. 

Herr J. Goldmann ist 
betreibt seit vielen Jahren in seinen Musse- 
stunden Kunststudien, 


gezeichnet, das auf Wunsch ge- 


Kaufmann und 


Seine Sammlungen 
befinden sich in der Privatwohnung Wildpark- 
Aich bei Karlsbad und beziehen sich meist 
auf moderne Graphik. 

Das Exlibris bringt einen trefflichen Ge- 
danken zum Ausdruck. Minerva gilt dem 
Zeichner wie dem Besitzer als Inbegriff alles 
Schönen, Guten und Wahren. Auf hohem 
Sockel erhebt sich ihr Standbild. Vor diesem 
sinken alle mit dem jungen Griechen be- 
wundernd .aufs Knie. Die Durchführung ist, 
wie der Besitzer selber sagt, nicht ganz ein- 
wandfrei. 

Unser eifriges und seit 1902 in unserer 
Exlibris-Gemeinde besonders tätiges Mitglied 
Alexandre de Riquer, Marquis de Bena- 
vent, Comte de Davolos in Barcelona, 
der nicht nur in Spanien die Exlibrissache 
mit Ernst und Eifer fördert, sondern auch 
für die deutschen Länder einschliesslich Öster- 





reich und der Schweiz seine Tätigkeit ein- 
setzte, hat uns sein neuestes Exlibris inganzer 
Auflagezur Verfügung gestellt. Wir reihen 
bei Devnent & Giesecke in Leipzig 
mustergiltig hergestellten Kupferdruck in die 
„Musik-Exlibris“ ein. Das Exlibris stellt 


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eine Frauengestalt am Klavier dar, umgeben 


von musizierenden Engeln, betenden und 
singenden Gestalten, in trefllicher Gruppierung 
und ist für den kunstsinnigen Forscher und 
Förderer aller künstlerischen Bestrebungen 
Herr F. Hinrat bestimmt. 

Von H. Laudahn, Inhaber einer Gravier- 
anstalt, die sich besonders mit der Herstellung 


von Platten und Stempeln für Bucheinbände 








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Exlibris F. Lliurat 


Radierung von A. de Riquer, Barcelona. 


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beschäftigt, sowie von Stich- und Reliefplatten 
für Monogramm-Prägungen, Berlin SW. 12, 
Kochstr. 68, von dem wir bereits das Exlibris 
des Herrn Paul Czihatzki, Prokuristen der 
Kgl. Hotbuchhandlung E. S. Mittler & Sohn 
kennen gelernt haben, bringen wir heut 2 
weitere, recht gefällige und ansprechende 
Exlibris. 1. Das Exlibris für Max Ehrich, 
einen Alpinisten, dessen Reiseutensilien (Feld- 
flasche, Tabakspfeife und Beutel, Messer und 
Becher) in friedlichem Stillleben bei einander 
lagern. 2. Ein Exlibris fürJohannesSeidel, 
mit biirgerlichem Wappen in der unteren Rand- 
leiste und dem dichtumwölkten Alpengipfel, 
der sicherlich auch auf touristische Neigungen 
schliessen lässt; eine andere Ausführung mit 
blauem Hintergrunde wirkt intensiver auf den 
Beschauer. 

„Aus der Bücherei des Klosters Beuer- 
berg“ bei München, einer ehemaligen Propste), 
mit etwas prononciert hervortretendem Bild- 
stöckl im Vordergrund, ist ein Exlibris von 
Fräulein Josephine Bogner in München, 
Schwindstrasse 3 gezeichnet, einer Schülerin 
von Nockher. 

Für die Benediktiner-Abtei auf dem Nonn- 
berg in Salzburg (Monasterium S. Erentrudis 
in Monte Manialium Salisb.) hat Herr Her- 
mann Freiherr Reichlin von Mel- 
degg ein zierliches Exlibris geschaffen. Der 
Hirtenstab und die Krone, welche auf dem- 
selben angebracht sind, wurden den Originalen 
genau nachgebildet, welche die Abtissin bei 
feierlichen Gelegenheiten in der Hand führt 
bezw. auf dem Kopfe trägst. Das Wappen 
wird seit undenklichen Zeiten von dem Kloster 
Hinter 


dem Schilde erscheint in senkrechter Stellung 


so geführt, wie es hier abgebildet ist. 
das Pedum mit dem abflatternden Velum. 
Das Kloster tauscht keine Exlibris. 

Das letzte der neu erschienenen Exlibris 
Ludwig Ebstein in 


gehört Herrn Dr. 
Stettin (Luisenstr. 3) und ist gezeichnet von 














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Herrn Willibald Krain, Kunstmaler in 
Breslau (Gräbschenerstrasse 68). Ein nackter, 
etwas trostlos blickender Knabe spielt, auf 
Walde sitzend, die 
Thema, 


dessen Zusammenhang mit der Tätigkeit des 


dem Brunnenrande im 


Geige. Ein sehr nachdenkliches 
Besitzers wir uns nicht reimen können. Ein 
Schmetterling lauscht den soeben verklungenen 


Tönen und lenkt die Aufmerksamkeit des 


jungen Künstlers vom Spiel auf sich ab. 


Dr. H. Brendicke. 


Kleinere Mitteilungen. 


Wiederkommen bringt Freud. 
In der deutschen Rundschau 1900, Bd. 120, 
S. 294, teilt Gertrud Storm ein Gedicht ihres 
Vaters mit, das er in einer alten Ausgabe von 
Hebels 
Titelblatt geschrieben hatte. 


Allemannischen Gedichten auf das 


Es lautet: 


„Wiederkommen bringt Freud“ — 
So schrieb in längst erblühtem Mai, 
Du kannst es lesen, es steht dabei, 


Eine Braut ihrem Bräutigam. 


Die Braut nicht wurde sein Weib — 
Er hat gelebt, ein einsamer Mann. 
Aus seinem Nachlass kaufte ich dann 
Das Buch mit dem hoffenden Wort. 


Nun geb ichs dir, mein Kind — 
Es trägt dies Blatt ein Menschengeschick; 
Wir aber hoffen noch auf Glück — 
Ja, Wiederkommen bringt Freud. 


Über diesem Gedicht stand ein Frauenname 
und unter dem Datum, 22. Mai 1857, von 
derselben Handschrift ,,Wiederkommen bringt 
Freud“. Das Dichters 


dieser Einzeichnung der Besitzerin ein ganzes 


Auge des hat aus 


Menschenschicksal herausgelesen, seine Tochter 


hat die Geschichte dann noch weiter ausge- 


schmückt: es war ein Geburtstagsgeschenk an 
den Bräutigam, aber der Tod riss die Braut 
vom Herzen des Geliebten! 

Der Dichter hat ja in seiner Weise recht; 
die Bienen 
Blumen Honig zu saugen, aber wır prosaischen 
Alltagsmenschen werden es nicht leicht glauben, 
dass eine Braut ihrem Liebsten, und dazu im 
Mai, solch einen nüchternen, einseitigen Spruch 
zum Geburtstage eingeschrieben habe, 
wenn wir einige Kenntnis von Exlibris und 
Bucheignerinschriften haben, so werden wir 
erst recht denken, dass die Inschrift mit dem 
einsamen Mann nichts zu tun hatte, sondern 
einfach die Devise der Besitzerin ist, die sie 
in all ihre Bücher einzuschreiben pflegte zum 
Datun des 


Wiederkommen 


Einkaufs; sie meinte wohl das 


der verliehenen Bücher, das 
Freude bringt. Es wäre hübsch, wenn einer 
der Leser dieser Zeitschrift dieselben Worte 


in einem andern Buche gefunden hätte. 


IL Noll. 


Redaktionelle Mitteilungen. 


e The Journal of the 
Exlibris Society (vol. AVI, 
SNE Januar 1900) 


enthält: Notes 









E of the month. Bps. bv Andrew 
EEA 


Wou Lang. 
TES, ` -r t g "ar + 
SERIE stralian bp. by Carnegy John- 


Notes on an earlv Aus- 


éi 

son. A noteworthy sale of bps. Wallace bp. 
Bp. of the earl of Durham. New bp. by Miss 
G. Cassels Gillupy. Exchanges. A list of 


Chippendale bps. not included in the cata- 
logue of the Franks collection compiled by 
Frederic Cattle. (Broadley—-R. Lord Clive.) 

e Das Februar-Heft (1906, vol. NVI, 
enthält: Notes 
The 


C. Glynn Grylls. Cole bp. List of festoon plates 


Editorial notes. of 


part 2) 


the month. bps. of Grylls by arched 


compiled by J. F. Verster (Knox Andrew — 


200 


Th. Esq. Litton). General-Index, 15. Mitglieder- 
Liste. Titel und Inhalt. 
e Das März-April-Heft (1906, vol. 


| XVI, part. 3/4) enthält: Official notices. Notes 


verstehen aus den unscheinbarsten 


of the month. The bps. of Wadham College 


‚ In Oxford by J. Henderson Smith. English 


Royal Heraldry. A list of Chippendale bps. 
not included in the catalogue of the Franks 


' collection compiled by Frederic Cattle (Clough — 


und 


o bps. 


Dawson). Plates for identification. Bp. of 
Mr. H. Plowmann. The bps. of the late Mr. 
Julian Marshall by W. Bolton. Sale of bps. 
The Marshall sale. Bp. for the Thomas Green- 
wood library for librarians. The Lyon office, 
New bp. (H. A. Bryden). 
Mai-Heft (1906, vol. 
5) enthält: 


Edinburgh. 
e Das XVI, 
part. Notes of the month. Cana- 


dian bps. Chippendale bps. Irish bps. in 
order of counties compiled by William Chamney, 
(Abell — Biggs). New 


List of Festoon plates compiled by 


On general exchanges. 


J. F. Verster (Livingstone — Maior). Suggestions 


for a bp. New bp. by Miss Mary C. Lawson. 


e Das Juni-Heft (1906, vol. XVI, 
part. 0) enthält: Notes of the month. Ex- 
hibition 1906. After the sale. Letter. Mr. 


Julian Marshalls bps. New bps. (Alfred Molony). 
Sale of the bps. of the 
late Mr. Julian Marshall. New bps. by Mr. 
Ernest Hill. A list of 
Chippendale bps. not included in the cata- 


Bp. idenufication. 
Sir Richard Tangye. 


logue of the Franks collection (P. Donne— 
Ph. Eyre). Ernst Paulus. 

e Das Juli-Heft (1906, XVI, 
part. 7, Ausstellungs-Heft 1906) enthált: Notes 
Exhibition 1906 (List of ex- 


vol. 


of the month. 
hibitors and exhibits). 
W. P. Barrel. New bps. (Dr. T. N. Brush- 
field). New bps. by Mrs. P. Swinnerton 
Hughes. Bps. designed by Mrs. Jane E. Cook- 
Wantage. 


16 Bps. designed by 


15 Bps. designed, engraved and 
printed by Charles E. Dawson, 88 Chancery 
Lane. 





e Inhalt der „Archives de la société 


des collectionneurs d’Exlibris et de | 


XIII, 1. 
(Janvier 1906): Compte rendu de la Reunion 


reliures historiques“ Paris 


du 31. Decembre 1905. Quelques Exlibris 





Tournaisiens. Trois générations de bibliophiles ` 


Liste 
sommaire pour servir a l’etude des Exlibris 


dans la famille Morand de Jouffrey. 


Lorrains. Questions. Ventes de Novembre. 
Liste des membres de la societé en janvier 
1906. 

e Inhalt der XIII, 2. 
(Février 1906): Compte rendu de la réunion 
du 28. janvier 1900. 


(25. mars 1906). Officiers bibliophiles: 10. De 


„Archives“ 


Demande. Invitation. 
Calviére, 11. de Champagne, 12. de Faudoas, 
13. Fagnier de Vienne, 14. de Faultrier de 
Corvol par A. de Remacle. Deux nouveaux 
exlibris. Pierre Merlot, graveur a St.-Omer 
(1713 — 1782) Liste 
sommaire pour servir á l’etude des Exlibris 


par Justin de Pas. 


Lorrains. Guillaume Smits Recollets d'Anvers 


(1704 — 1770). 
e Inhalt der „Archives“ XIII, 3 (Mars 


Question. Réponses. 


1906): Compte rendu de la reunion du 
25 février 1906. Demande. Exlibris du 
baron Grandjean d'Alteville. Exlibris 
Belland. Exlibris et armoiries Craissin par 
Justin de Pas. A propos de !’Exlibris 


Claude-Louis Gabriel a Metz, par A.de Remacle. 
Liste sommaire pour servir á l’etude des Ex- 
Exlibris de Mme Claret de 
Fleurien par Ed. Engelmann. Le marquis de 
J. de 
Questions. Reponses. Bibliographie. 

e Inhalt der XIII, 4 
(Avril 1906): Compte rendu de la réunion 
du 25 mars 1900. 
Nicolas Mainfroy, abbe de St.-Bertin (1604 


libris Lorrains. 


Brosse-Montendre par la Chartrie. 
„Archives“ 


Marque de reliure de 


de 


de ` 








—1611) par Justin de Pas. Les marques 
des de Mathan et Douésy par R. de, 
Brebisson. L'exlibris de M. du Péron par | 


Henri de le Perricre. 


Recti- 
Com- 


servir a l’etude des Exlibris Lorrains. 
fication. Un autre exlibris de Gantés. 
munication. Questions. Reponses. 

e Inhalt der „Archives“ XIII, 5. (Mai 
1900): du 


29 avril 1906. Liste sommaire pour servir 


Compte rendu de la reunion 


à Pétude des Exlibris Lorrains. La donation 


et Pexlibris Morel de Thoisy par baron du 


Roure de Paulin. Echos des ventes. Ex- 
libris de M. Paul Bellon. Demande. Biblio- 
theques et exlibris d’amateurs belges, par 


Dr. L. Bouland. Question. 
position d'exlibris du cercle philatélique. 


e Inhalt der XIII, 6. 
(Juin 1906): Compte rendu de la reunion du 


Reponses. L’ex- 


„Archives“ 
27 mai 1906. Remarque. Exlibris de Belland. 
Exlibiis de H. Hippolyte Verly, par Dr. L. 
Bouland. Exlibris le Bourguignon de Bla- 
mont et du Perre, par R. de Brebisson. 
Cazenove. Deux exlibris Laonnais famille 
Danye, par Vicomte de Hennezel d’Ormois. 
Liste sommaire pour servir a l’etude des Ex- 


libris Lorrains. Questions. Reponses. Biblio- 


graphie. 
e Inhalt der „Archives“ XIII, 7. 
(Juillet 1906): Compte rendu de la séance 


Echos des ventes. Les 
(Mr. de Ca- 
biron, Calvisson, Baron de Castille, Caylar) 


du 24 juin 1906. 
bibliophiles du Bas-Languedoc. 


par Prosper Falgairolle. Liste sommaire pour 
Exlibris 
A propos 
Re- 


servir a Petude des Exlibris Lorrains. 
de relieurs par Ed. Engelmann. 
Errata. 


d’une rectification. Questions. 


ponses. Bibliographie. 
e Inhalt 
(Aoüt 1906): 


gord par A. Dujarric-Descombes. 


XIII 8. 


Les anciens Exlibris de Peri- 


der „Archives“ 
Sur un ex- 
libris Maconnique par Dr. Marc Haven. Liste 
sommaire pour servir A l’etude des Exlibris 
Lorrains. Les bibliophiles du Bas-Languedoc 
(Cazenove) 
libris 


par Prosper Falgairolle. 
Ed. 


Super- 


revolutionnaire par Engelmann. 


Liste sommaire pour | Questions. 


to 


o Revista Ibericade Exlibris III, 1 | 


enthalt: Einband der Adresse des Dragoner- 
Regiments Numancia an S. M. den deutschen 
Kaiser, v. 
R. 


Ein Exlibris von Yoya?. v. 


Alf. 
PG: 
Exlibris Car- 
Moderne Ex- 


libris, Exlibris 


Gallardo. 
Munoz. 


v. Miquel y Planas. 
Mexikanische Exlibris. 
dinal Boxadors, v. J. de Janer. 
libris. v. L. M* Folch y Torres. 
und Buch („Sonets d,uns y altres), v. R. Miquel 
Tauschliste. 


y Planas. Varia. 


Tauschverkehr. 


Zum Austausch ihrer eigenen Bibliothekzeichen 
gegen diejenigen von Mitgliedern des Exlibris- 


Vereins sind bereit: 


Herr O. Bertschi, Basel, Petersgasse 4o. 
| Exlibris v. C. Roschet-Basel ; 
Heliogravure; (Steingletscher am Susten- 
und Un, 
Porträt des Malers; wird nur ganz aus- 


Neues 


pass zwischen Bern mit 


nahmsweise gegen Besseres abgegeben. 


Blascheck, 
Pieveringerstrasse 52 


Frau Marie 
ihre Ra- 
„Richard 


nur gegen 


tauscht 


dierung von Alf. Cossmann 


Wagner“ Auflage 100 St., 


Leste Radierungen. 


Herr Dr. Georg Burchard, Heidelberg, 


M. R. Cordola, Korporations-Ex- | 


Uber Kunst ` 





Wien XIX 5, 


Klosestrasse 10 tauscht seine folgenden ` 


Exlibris: 1. Exhbris von Fritz Held- 
1897, Klischeedruck in div. 


Zweifarbendiuck von Hans 


Karlsruhe, 


Farben. 2. 


Pieper- Darmstadt, 1901. 3. Grosser 
Holzschnitt nach Michael Wohlgemuth, 
1439, eigener Handdruck auf altem | 


Papier in numerierten Exemplaren (nur ' 


gegen alte oder besonders wertvolle). 
4. Photolithographie von Hans Pieper- 
Darmstadt, 1902, getönt. 5. Zinkätzung 
von George Poppe-Karlsruhe, 1905, in 


div. Farben. 6. Grosse Radierung von 


tv 


George Poppe-Karlsruhe, 1905, in div. 
Farbtönen. 

Hiervon eine beschränkte Anzahl num- 
merierter Vorzugsdrucke auf Japan und 
vom Künstler signiert, und eine kleine 
Zahl 
papier 
wenige Probedrucke von der Hand des 
Künstlers. (5. und 6. siehe Exlibris- 
Zeitschrift Jahrgang XV, Heft 3.) 7. Zink- 
ätzung hiervon in zwei Grössen auf imitiert 


auf englischem, steifem Karton- 


in Luxusformat, sowie einige 


und echt Bütten in verschiedenen Farben 
und auf verschiedenfarbigem Papier. 
NB. Von 4., 5. und 7. je 10 Probe- 
drucke. Dublettentausch in jeder Höhe. 
Kauf und Tausch alter Exlibris. 
Dr. M. Bühler geb. Flückiger, Villa 
Madrisa, 
von B. Héroux und A. de Riquer gegen 
Exlibris, 
Federzeichnung von R. Fretz in Kupfer- 


Frau 


Bern, tauscht ihre Exlibris 


Gleichwertiges, zwei eigene 


druckmanier vervielfältigt, gegen Gutes. 
Verbittet sicn Zusendung von Minder- 
wertigem. 
Carl Claudius, 


Kopenhagen, 


Herr Carit Etlarsvej 
Musik - Exlibris 

Kunstmaler R. Callmander-Schweden. 
Rich. 


Sommergasse 38 


3» 
vom 


Herr Doetsch-Benziger, Basel, 


tauscht nur gegen 
durchaus Gleichwertiges: 1 Radierung von 
Bruno Héroux, 1 Original-Lithographie v. 
Herald. Blatt in Farben 


v. O. Hupp-Schleissheim, dasselbe auch 


Br. Héroux, 1 


in Stahlgravüre, 1 farb. Blatt von F. Mock- 

Blatt von Lor, M, Rheude in 

Klischeedruck Für 

vorherige schriftliche 
Verständigung bezgl. des Wertes der zu 
tauschenden Blätter erwünscht. 
auch alte Exlibris. 

Herr Dr. Paul Ebers, Sanatorıum Dr. Ebers, 

N Baden-Baden. 1. 


Basel, ı 
und Stahlgravüre. 
ist 


den Tausch 


Sammelt 


Zeichnung von Her- 


~o mann Ebers, München. 2. Zeichnung 





von Ernst Zimmermann, München -Rom Koenig - Fachsenfeld (1902) — Format 


3. Radierung von Hans am Ende, Worps- 13/19 cm. -— Zweifarbige Zinkographie 
wede. Tauscht allgemein. No. 3 nur nach einer Zeichnung von Hermann Pleueı, 
gegen beste Radierungen oder sonstige Stuttgart,a)schwarz,b)rot, c)grün,d)braun, 


künstlerische Blätter. 





nahezu vergriffen. 4) Dorfbibliothek 


Herr E. Fickert, Wien 18, ı Standgasse Fachsenfeld 1899, Zinkographie nach 


5) Fachsenfelder Bibliothek des Frhrn. 


tauscht: Dr. med Max Zarfl, Bertha | einer Zeichnung von Richard Herdtle, 
X Hassack, beide von Bertha Hassack, Stuttgart, a) auf weissem Papier, b) auf 
7 Linz, nur gegen musikalische. | grauem Papier, c) auf braunem Papier. 
| 


Herr Paul Goldstein, Berlin W. 30, 


Be tauscht allgemein sein Exlibris, aus- ` Wilhelm von Koenig 1793 — 1879, 
He geführt vom Architekten Max Goldstein, Portrait nach einem Aquarell aus den 
z Breslau. dreissiger Jahren. Autotypie. 6) Frhr. 


> ` A Ferdinand von Koenig-Fachsenfeld 1834 
Herr Paul V. Graupe, Bonn, Colmant £ 3 
bis 1900, Autotypie nach einer Zeichnung 


von Richard Herdtle, Stuttgart. *7) Frei- 


strasse 2 tauscht sein von Bruno Zenner- 


X Steglitz gez. Exlibris. Sammelt ferner 


alte Blätter, Radierungen etc. Kauf- 





frau Anna von Koenig-Fachsenfeld, geb. 


we 


y 


angebote erwiinscht. Freiin von Roeder 1903, Originalholz- 





“Herr Richard Grimm, Kunstmaler, Leipzig, schnitt von Fritz Lang, Stuttgart, a) auf 


Oserstrasse 5 B. leig.) weissem Papier, b) auf braunem Papier, 
Herr J.C. Aufder Heide, Sive Heydahrens 
Ko. .Dahme, Amsterdam, Prinsengracht 
267, Holland (Neues farb. und Klischee- 


Exlibris v. Joh. Visser). 


c) auf grauem Papier. *8) Freiherrlich 
von Koenig’sche Majorats-Bibliothek zu 


Fachsenfeld 1903, Autotypie nach einer 
Zeichnung des Frhrn. Alex. von Dachen- 
Fr. Agnes Kalb, Koburg, Alexandrinen- hausen in Bruessel, a) Format I, b) For- 
strasse 12 (Rad. von E. Rádlin, gegen mat II, c) Format IH. *g) Freiherrlich 
gleichwertiges; auch auf Japan und von Koenig’sche Majorats - Bibliothek, 


Chinapapier vorrätig). | Autotypie nach einer anderen Zeichnung 


Herr Dr. Klüber,K. Assistenzarzt, Erlangen, 


Maximilianplatz 2 tauscht sein 6. neues 
Blatt von Hubert Wilm, München, gegen 
Gleichwertiges. 


Herr Baron Franz Koenig, Schloss Fachsen- 


feld, Ob.-Amt Aalen, Würtemberg: 
1) Frhr. Franz Koenig-Fachsenfeld 1898 


-- Bücherecke — Autotypie nach einer ` 


nicht mehr verfügbaren Radierung von Felix 
Hollenberg, Stuttgart, nahezu vergriffen. 
2) Frhr. Franz Koenig-Fachsenfeld 1899 — 
Lesendes Mädchen — Zweifarbige Zinko- 
graphie nach einer Zeichnung von Her- 
mann Pleuer, Stuttgart a) roter Druck, 
b) grüner Druck. *3) Frhr. Franz 





des Frhrn. Alex. von Dachenhausen. 
*10) Reinhard von Koenig-Fachsenfeld 
1903 und *11) Oli von Koenig-Fachsen- 
feld 1903, 2 Dreifarbige Originalholz- 
schnitte auf Japanpapier von Fritz Lang, 
Stuttgart. 12) Aus der Sammlung des 
Prhrn. Franz von Koenig-Fachsenfeld 
1898, Autotypie nach einer italienischen 
Handzeichnung aus dem 17. Jahrhundert. 
* 13) Exlibris des Freiherrn Franz Koenig- 
lachsenfeld, Autotypie nach einer Zeich- 
nung von Baurat André Lambert in 


* Die mit einem Stern versehenen Exlibris Ziffer 3) 7) 8) 
9) 10) 11) 13 werden nur gegen gleichwertige gute Stücke ab- 
gegeben. 


Stuttgart, das Innere der Fachsenfelder 
Bibliothek darstellend, 
b) Format II. 


a) Format I, 


Herr Franz Kröner, München, Spitzweg- 


/ 
N / 


N 


x 


Herr 


Her 


Herr 


strasse 4 tauscht sein eigenes von Hans 

Zarth, Zinkdruck nach 
€ 

„Zlatarog“ 1 


R. Baumbach 
H. Zarth 
Marie Freimel, Zinkdruck auf weiss und 


neues v. für 


rosa Bütten. Nur durch Kröner zu er- 
halten. 

Friedr. Kurz, 
Frankfurt a. Main, Rotlintstrasse 41 
tauscht 3 Exlibris: 1. Rudolf Bosselt, 
Düsseldorf 1896. 2. Fritz Boehle, Kunst- 
maler, Frankfurt a. Main, gezeichnet 
3. Exlibris des $ Geh. Rat Prof. 
Giessen. 


Buchhandlungsgehülfe, 


1906. 


Riegel, Zeichner unbekannt, 
(circa 100 Stück). 
Frankfurt a. M,, 


Friedrichstrasse 45 (Tuschzeichnung von 


Willy Lampe, 


Jacob Happ, nur gegen Besseres!). 
O. J. 
Bergen, Norwegen, 3 Harald Haar- 


Larsen,  Bankfuldmaegtig, 
fangersgade, tauscht folgende Exlibris: 
4 v. 
Joseph W. Simpson, Edinburgh; 1 Porträt- 
Exlibris v. Olav Rusti, 
Brynjulf Larsson, Kristiania, Radierung: 
In Porträt-Exlibris: 
In memoriam v. Olav Rusti, 
verfertigt. — Die beiden letzteren zum 


2 v. Gerhard Munthe, Kristiania; 
Bergen; ı v. 
und ı 


memorlam, 
Bergen, 


Andenken an seine verstorbene Gattin, 
Bolette C. Pavels- 
Larsen, verfertigt, nur gegen Radierungen 
oder Exlibris von Schriftstellern. Bittet 
des 


die Schriftstellerin 


bei Sendungen stets um Angabe 
Künstlers. 


Herr H. Laudahn, Berlin, Kochstrasse 68 


Frau 


tauscht die von ihm gezeichneten Exlibris 
Johannes Seidel, einfarbig und zweifarbig 
und Max Ehrich. 

Gräfin 
burg, 


zu Leiningen-Wester- 


München, Rambergstrasse 3 


204 








—— 


tauscht folgende Exlıbris ihres verstor- 
benen Gatten und ihre Eigenen von: 
ı) Prof. Ad. M. Hildebrandt, Berlin (3); 
2) Ernst Krahl, Wien; 3) E. B. Ricketts, 
4) Botho Schmidt, 
München; 5) Lorenz M. Rheude, Papier- 
Roda; 6) Bernhard Wenig, 
München; 7) Paul Voigt, Berlin; 
8) Richard Grimm, München; 9) Richard 
Sturtzkopf, Köln; ı0) Willi Geiger, 
München; 11) Alois Balmer, München; 
12) Oscar Roick, Berlin; 13) Gustav 
Adolf Closs, Stuttgart (2): 14) Julius 
Maess, Friedenau; 15) Prof. Wilhelm 
Behrens, Niirnberg; 16) Eduard L. Lorenz- 
17) Fritz Reiss, 
Freiburg 1. Br.; 18) Prof. Emil Doepler, 
Berlin; 19) Jos. W. Simpson, Edinburg; 
20) Hubert Wilm, Miinchen; 21) Armin 
Freiherr von Foelkersam, St, Petersburg. 
de Bayros; 23) Franz 
Buschmever, Erfurt. — 24) Bruno Héroux, 
Leipzig; 25) August Stoehr, Würzburg; 
26) Hans Volkert, München; 27) Hans 
Bastanier, Berlin. — No. ı bis 23 nur 
gegen Gutes und No. 24 bis 27 nur 
gegen Radierungen. 


Hollingbourne; 


mühle 


Meyer, Hamburg; 


22) 


Marquis 


Herr Rich. Liebernickel, Postrat, Brom- 


Herr 


berg (v. Karl Friedr. Schlie-Rostock). 

Georg Mader, Augsburg, F. 407 
tauscht nur gute Blätter alpiner Art nach 
vorheriger brieflicher Anfrage, darunter 
ein farbiges Blatt von R. Schiestl. 


Herr Dr. med. L. Metzger, Frankfurta. M, 


Leerbachstrasse 9, Zweifarbenlithographie 
von H. Wetzel, Frankfurt a M. 1905. 


Herr Jorge Monsalvatje, San Pablo, 25, 1 


tauscht 2 Ra- 
dierungen Triadö, Renart; 3 Klischees 
Renart — 


Figueras, Spanien, 
2 Moyà — 2 Brunet — 

150 Dubletten 
von A. de Riquer, Héroux, Vogeler, 
Weitenhiller, Kolb, Cosmann, Bastanier, 


5 Diverses; radierte 


u 


> Fr. 
Go De 





Herr 


Herr 


Herr 


Herr 


Herr 


Herr 


Elsa Scheper, Waldhausen vor Han- | 


Stassen, Ade, Orlik, Stoehr, Mayr. 
Dubletten etc. 
Sattler, 
dierungen. 


3000 
Erbittet Klinger, Greiner, 
Heroux, Vogeler, Kolb, Ra- 
Julius Nathansohn, Magistrats-Baurat, 
Breslau XVIII, Kaiser-Wilhelm-Strasse 
167, 1 tauscht seine Radierung von Alois 
Kolb gegen Gleichwertiges. 

Gorlitz, 
Leipzigerstrasse (v. Prof. Ad. M. Hilde- 
brandt). 
Oberleutnant 


Landgerichtsrat Neitsch, 


Pflüger, Chemnitz, 





Weststrasse 17 tauscht: a) Kossuth, Wies- ` 


baden „Mars“ in Lichtdruck; bl Olshausen- 
Schönberger, Berlin, ,,Pfliigender Bauer“ 
in Heliograviire. 

Albert Wien, I. 


strasse 21 tauscht: 1. Maria Ross, Wien, 


Ross, Rotenturm- 


von ihm, Klischeedruck; 2. Loewy, Wien, ` 
von ihm, Klischeedruck; 3. Hans Maus, ` 
Passau, von ihm, Klischeedruck; 4. Sein ` 


Eigenes, von Marianne Steinberger, Wien 


1906, Holzschnitt; 5. Oberlehrer Blum, | 


Frankfurt a. M. (einige nummerierte Photo- 


graviiren nach abgeschliffener Platte, 
nur gegen Bestes), Dubletten- und 
Adressentausch. 

J. J. Scháublin, Basel, Richen- 


strasse 6, eigenes und Marie Lucie Aliota, 
beide Burkhard Mangold - Basel, 
Originallithographie. 


von 


nover, Brunestr. 13 (v. Frl. Leni Matthaei, 
Hannover). 

Carl Fr. Schulz-Euler, Verlagsbuch- 
händler, Frankfurt a. M., Rossmarkt 1 
teilt 
sendungen minderwertiger Exlibris nicht 


hierdurch mit, dass er auf Zu- 


mehr reagiert. 
Exlibris nicht. I. ı farbiger Original- 
holzschnitt von Max Bucherer; Il. 2 Curi- 
ositáten - Exlibris von J. J. Vrieslander; 
Ill. 1 desgleichen Willi 


von Geiger; 








WI 
| 
i 


Herr 


Herr 


IV. 2 Exlibris-Fachliteratur-Exlibris von 
Willi Geiger; V. 
Alíred Soder. 

libris (14) sind, in einem Bande in Original- 


1 Originalradierung von 
Seine sámtlichen Ex- 


drucken vereinigt, als Privatdruck in ganz 
kleiner Auflage von 5o Exemplaren er- 
schienen und von ihm käuflich zu be- 
ziehen zum Preise von M. 25.— in einer 
gediegenen Ausstattung und originellem 


Halb-Pergament-Einbande. 
Ch. Seitz, Mannheim, 6 farb. Litho- 
graphieen auf Chinapapier. 


Paul Singer, Architekt, Mannheim; 
Meerfeldstrasse 2a (v. Stotz- Stuttgart - 
Berlin’. 


Herr Horst Stobbe, Buchhändler, München, 


Herr 


Paul Hevsestrasse 20a (v. Karl Fincke, 


Prise E 

Königsberg‘. 

Gust. Stotz, Berlin, ein zweifarbiger 
Klischeedruck. 


Fräulein Becky Struck, Grunewald- Berlin, 


Humboldtstrasse 13, tauscht 3 Onig.- 


Rad. v. Hermann Struck, 1 Strichátzung 
Gleich- 


v. Georg Struck, nur gegen 


wertiges. 


Luise Ströbel, Ansbach-Bayern, Karolinen- 





Auch tauscht er folgende ` 





Heır 


strasse 36 tauscht 2 Exlibris, lithographiert 
von E. L. Popp-München und Dubletten. 


Friedr. Berthold Sutter, cand. philos. 
Heidelberg, Schlossberg 17, II bittet 
die durch längere Auslandsreise und 
anderweitige Arbeitsüberhäufung hervor- 
gerufene Verzögerung seiner Antwort- 
sendungen zu entschuldigen. 

Vauscht folgende Blatter: 1) eigenes 
von FrausM. Sutter (Pforzheim) besserer 
Zweifarbendruck ; 2) eigenes von K. Nevian, 
Leipzig, Klischeedruck; 3) Turnerschaft 
Guibellinia - Heidelberg von K. Nevian, 
Leipzig, Klischeedruck; 4) Apotheker 
B. Sutter, Pforzheim, heraldisches Blatt. 
Originallithographie von 


H. Dykerhoff 


(Pforzheim) nur 200 nummerierte Exem- 
plare. 

Herr Dr. Waehmer, Berlin S.W., Linden- 
strasse 18/19, tauscht nur noch alte Ex- 
libris, moderne Radierungen und ähnliches. 

Herr Hans Zarth, Kunstmaler, München, 
Nymphenburgerstrasse 217 IV, eigenes 

Exlibris, Zinkdruck 


2 versch. farb. Ausführungen, ausserdem 


neues auf Japan, 


7 andere von ihm gezeichnete Exlibris. 


Nicht mehr zu tauschen wünschen und 
lassen Tauschsendungen unerwidert: 
Freiherr von Foelkersam, St. Peters- 

burg, schenkte seine Exlibris-Sammluny 
ca. 3000 gute Blatter, nach Künstlern 
a und in Abteilungen 
nach Staaten geteilt, der Petersburger 
Akademie der Künste. 
Freiherr von Foelkersam tauscht dem- 
zufolge nicht mehr, 
Herr Bezirks- 


Melchior, Major z. D. und 


kommandeur, Offenburg, Baden tauscht 


200) 


nur alte Blatter und lässt Zusendungen 


moderner Blätter unerwidert. 

Herr Willibald Kraın, Breslau V, Gräbsch- 
nerstrasse 68, II. 

Frl. 


Emmy Schumacher, z Z. Ober- 


salzberg. 
Herr Moritz von Gruenewaldt, Ham- 
burg, Fuhlsbüttelerstrasse 593 wünscht 
nicht mehr allgemein zu tauschen und 
lässt nicht konvenierende unbeantwortet. 
Carl Ergang, Freiburg 1. Br., Er- 
winstrasse 37, H. 


Herr 


Seit mehreren Monaten sind an meine rómische 
(Baron de Mathies, 


Carpegna, 19 via Staderari) eine Anzahl 


Adresse Palazzo 


von Exlibris geschickt worden, für welche | 


ich mein eigenes Exlibris nicht als Gegen- 








| 


Ich möchte 
nun nicht, dass mir solches als Un- 
höflichkeit und 
bringe deshalb zur Kenntnis, dass ich 


gabe zurückgeschickt habe. 


ausgelegt werde 
wahrscheinlich einige Jahre von Europa 
abwesend sein werde. Aus diesem Grunde 
muss ich vorläufig auf jeden Tausch- 
verkehr verzichten. Ergebenst 

Monsignor Dr. v. Mathies, 
Päpstl. Geheimkämmerer 


z. Z. Cincinnati, Ohio. 


Die Mitglieder des Exlibris-Vereins 
werden gebeten, Adressenänderungen 
stets sofort unserem Schatzmeister, 
Königl. Hoflieferant Georg Starke, 
Görlitz, Salomonstrasse 39, mitteilen 
zu wollen; für die durch Unterlassung 
dieser Anzeige entstehenden Verluste 
von Nummern der Zeitschrift kann 
der Verein nichtaufkommen. 


Die nächsten Sitzungen des Vereins finden statt: 
Montag, den 11. März 
= » 8. April 
im Restaurant Ernst Voges, Nollendorf-Platz 9, 
Berlin, abends 8 Uhr. 
Inhalt. 
Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg. — 


137. und 138. Sitzung des Exlibris-Vereins. — Neue 


Mitglieder. — Adressen-Anderungen. — Verzeichnis 
der Exlibris des Herrn Karl Emich Graf zu Lei- 
ningen und Westerburg und seiner Frau Gemablin 
Magda geb. Rogalla von Bieberstein. (Mit 11 Ab- 
bildungen. ı — Superexlibris der Bischöfe von Wiirz- 
burg. (Mit 2 Beilagen.) — Ein Suprolibros des Bres- 
lauer Rats vom Jahre 1585. (Mit Abbildung.) — Ein 
unbekanntes Exlibris des Klosters St. Veit an der 


. Rott. (Mit Beilage.) — Fritz Mock. (Mit Beilage.) 


Exlibris von Max Pesl. (Mit 3 Abbildungen.) — 
Ein neues Exlibris von Klemens Kissel. — (Mit 
Abbildung.) — Neue Exlibris. (Mit Beilage und 
5 Abbildungen.) — Kleinere Mitteilungen. — Re- 
daktionelle Mitteilungen. — Tauschverkehr. 


` Mit 5 Beilagen. 





Verantwortlicher Herausgeber: Dr. Hans Brendicke, Berlin W. 30, Winterfeldtstrasse 24. 


Selbst-Verlag des , Exlibris-Vereins'" zu Berlin. 
Druck und auftragsweiser Verlag von C. A Starke, Königl. Hofl., Görlitz, Salomonstr. 39, a. d. Berlinerstr. 





Inhalts-Verzeichnis zum XVI. Jahrgang. 


Brendicke, Dr. H. (Berlin). Ein neues Exlibris von Klemens Kissel . 

— Neue Exlibris . de 
Brettauer, Valerie (Paris), Alberto Martini u Be ee 
Braungart, Richard (München), W. Geigers römische Exlibris 
Doetsch-Benziger, Richard (Basel), Fritz Mock e 
Fleischmann, Franz (München), Exlibris-Wettbewerb der corral Ci 

— Exlibris - Wettbewerb 
ARERR SCIES Karl (München). Ein e Exlibris des ER St. Veit 

a. Rott Be ee e 
Hoffmeister, Fritz (Stuttgart). Zum Exlibris-Tausch 
Iwask-Issako, Udo (Moskau). Russische Nachrichten SEENEN 
Langenscheidt, Carl G. F. (Berlin). Verzeichnis der Exlibris des Herrn 
K. E. Grafen zu Leiningen-Westerburg 

Leiningen-Westerburg, Karl Emich Graf zu (München) 

— Nachruf für August v. Eisenhart 

— Redendes Exlibris Krazer, von 1580 . 


) 


— Exlibris Dornsperg . in $ E A 
— Nachtrag zu H. G. Ströhls Signum bibliothecae 
— Eingesandt 

— Exlibris-Litteratur 1905 

— Exlibris Schenk von 1530 

~~ Exlibris Pronner (vergl. A. Stöhr) . 

— Hubert Wilm (München) . 

— Exlibris Louis Fernique er 
-- Nachtrag zur Exlibris- Ausstellung in ae ’ 


— 3; zu den Schweizerischen Blättern 


Leiningen-Westerburg, Dr. Wilhelm, Graf zu (München). Einige Exlibris von Helene 


Möller ie ae ee ne o 

Nathansohn, Julius (Breslau). Ein Supralibros des Breslauer Rates vom 
Jahre 1585 et IA 
Pesl, Max (München). Exlibris Max Pes! von Alexander Rothaug . 


Seite 
190 
197 

94 
131 
193 
141 

48 


IQI 
143 
16 


166 


6 
9 
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19 
OI 
99 


112 


113 
126 
138 
140 
153 


ISS 
104 


Seite 


Singer, G. E., Exlibris-Ausstellung in Budapest 140 
Stöhr, August (Würzburg). Gegen Anonymität 60 
— Brunner und Neubronner he 2 73 
Ströhl, H. G. (Wien). Signum bibliothecae 12 
Uhlich, William (Chemnitz). Kinder-Exlibris . 93 
Weber, Albin (Berlin). Druckersünden . 142 
Literatur: Zeitschriften Be A ee ee et 56 
Dritte Publikation der österreichischen Exlibris-Gesellschaft 57 
Emil Graf Budan, Bibliographie des Exlibris 37 
Book of bookplates . 59 
Connoisseur-London 59 
Journal fúr Buchdruckerkunst 102 
Zeitschrift für Bücherfreunde . 102 
Bucherer Max (Basel), Exlibriswerk 103 
Schweizer Archiv fúr Heraldik 104 
Revista Iberica de Exlibris C a ot. oh, oe 105 
L. Gruel, Manuel historique et bibliographique . 145 
Monatshefte fiir graphisches Kunstgewerbe 149 
Illustrierte Elsässische Rundschau 150 
Les dessinateurs belges d’Exlibris 150 
L’arte decorative moderne 157 
Exlibris-Werk Willi Geiger 20 nn 152 
Ben. Linnig, Bibliotheques et Exlibris de bibliotheques belges . 152 
Ausland: Schweiz . . . . . en nn... 53,90, 99, 104, 116, 121, 153 
Spanien 41, 105, 125 
Italien 54 
Frankreich . 
Belgien . 125 
Russland A ee ee 46, 54 
England ee e A 54 OL TOS; 125 
Amerika e, 42, 55, 60, Q1, 125 
Schweden 
Neue Exlibris . 20, 78, 114 
Verschiedenes 49, 95, 144 
Plagiate . 50, 97, 145 
Universal-Exlibris ; 49, 06 
Ausstellungen `... 52, 97, 140, 147, 148 
Versteigerungen 53, 99, 148 
Katalogpreise . 97, T5I 
Vorträge l 5I, 103, 
Zeitschriften- Rundschau 99 
Redaktionelle Mitteilungen 62, 200 
Kleinere Mitteilungen 199 


Nachruf für August v. Eisenhart (+ 21. 12. 1905) 

—  Frh. v. Lichtenstern (+ 9. 4. 1906) ur 
Todesanzeige für K. E. Grafen zu Leiningen (+ 28. 9. 1906) 
.— für denselben (von Prof. Ad. M. Hildebrandt) 

Anfrage 

Briefkasten 

Tauschverkehr 

Neue Mitglieder . 

Adressenveränderungen ac & A A EE 
130. Sitzung des Exlibris-Vereins (13. It. 1905) . 


131. a va E (I1. 12. 1905) . 
132, 5 5 S (8. 1. 1906) 
e cy ‘3 (12. 2. 1906) 
134: 5 S a (12. 3. 1906) 
135. J mn S (9. 4. 1900) 
136. o A “4 (7. 5. 1900) 
137: = d e (8. 10. 1906) 


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Seite 


6 
98 


Beilage 


63. 100, 154, 
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159 
63 
158 


1061 
162 


Verzeichnis der Abbildungen des XVI. Jahrganges. 


Besitzer des Bibliothekzeichens: 


Dr. Ed. Aigner . 

Alma Tadema Sir Lamentos 

Anonymon 

Anonyma. . . . 

Beuerberg Kloster . 

G. Bisey 

Rich. Braungart 

Joseph Breg 

Sophie Briegleb . E 

Breslau, Supralibros des Seen 
lauer Kates . 

Brunner 

Karl Bachmann 

Cecilie, Kronprinzessin des deut- 
schen Reiches und von Preussen 

Siegbert Cohn 

Friedrich Cramer . . 

Gertrud und Wilhelm Diech | 

Richard Doetsch-Benziger . 

Richard Doetsch-Benziger . 

Margarethe Doren 

Joh. Caspar Dornsperg 

Joh. Caspar Dornsperg 

Dr. jur. Joh. Caspar Dornsperger 

Konrad Dreher . T 

Dr. Paul Ebers- Baden-Baden 

Dr. Ludwig Ebstein 

Max Ehrlich 

August von Eisenhart 

Eugen Engler 

Adolph Ernst 

Louis Fernique . 

Emmy Federer . 

Graf Hubert de la Fontaine in 
Baden 

Wanda Frischen 

Georg Geiger 

Gera Prämonstratenser _Stift 

Julius Gessert 

Frau J. Gilmer 

















Verfertiger: 


Fr. Olga Gilles 


Mr. J. Elmsly Inglis 


Th. Ethofer 

H. Lindloff 
Frl. Jos. Bogner 
H. Zarth 

Willi Geiger 
Hubert Wilm 
Willi Geiger 


— 


Ph. Dammköhler 
G. Otto 

Fidus 

E. Zimmermann 
Meinh. Jacoby 
L. M. Rheude 
F. Mock-Basel 
G. Doren 


Ernst Zimmermann 


H. Ebers 
Willibald Krain 
H. Laudahn 
Anton Seitz 

E. L. L. Meyer 
O. Ubbelohde 
Henry André 
G. Jilowsky 


— 


E. Schäfer 
Willi Geiger 


F. Willmann 
Frl. 


G. Schroedter 


Jahr: 


Entstehungs- 


| 1906 
1905 


1906 





1906 


1905 


vor 1619 


1600 


1905 





1906 
1895 
1905 


1906 
1906 


Seite: 


88 
55 
38 
50 
108 
80 
[31 
128 
132 


190 
74 
124 


122/123 
20 
44 
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194/195 
89 
10 
11 

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43 
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198 
198 

8 
39 


21 
139 
34 


18 
29 
134 
14 
28 
37 


(Beilage) 


(Beilage) 


(Beilage) 


Besitzer des Bibliothekzeichens: 


Heinrich Gilles. . 

J. Goldmann - Karlsbad 

Georges Goury 

Louis Graf... 

Wolfgang Gwärlich 

Robert Heermann . 

Erich Heermann 

Gustav Heine 

Oscar Heinrich . 

Clemens Heiss Dr. 

Paul Henscher . . 

Robert Heuser (2 Stück) 

Histor. Verein Ingelheim. 

Leonhard Kalb 

Friedrich Kauffmann 

Fritz Klee (2 Stück) 

v. Kohlhagen (Bamberg) . 

Friedrich König . 

Walther Keller 

Auguste Kichler 

Martin Kortmann 

Krazer, Raphael v. Tee 

Konrad Kuhn . . . 

Karl Kunze (2 Stück) 

Willy Lampe e 

O. L. Larsen in Bergen 

Martha Lehmann 

Martha Lehmann 

K. E. Graf zu EE -Wester- 
burg . 4 3 

do. _ (Porträt) 

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F. Lliurat A e 
K. A. R. Frh. v. Lichtenstern 
Dr. Camillo List in Wien (2 St.) 
Elise Lucas 
Richard Lüders . 
Fritz Martini 
Heinrich Mauermayer 











Verfertiger: 


Fr. Olga Gilles 
F. Maltz 

R. Kirchner 
Hubert Wilm 


E. Heermann 
E. Heermann 
Hubert Wilm 
Georg Wagner 
Fritz Arbeit 

C. Schwalbach 
E. Zimmermann 
Klemens Kissel 
R. Linnemann 


Georg Tobler 


Fritz Klee 
G. A. Closs 
B. Wenig 


W. Planck 

Aug. Kichler 
Martin Kortmann 
C. Schwalbach 
A. Meyrhofer 
Jakob Happ 
Brynjulf Larssen 
Willi Geiger 

E. Zimmermann 


Franz Buschmever 

M. v. Weittenhiller- 
Wien 

E. Bengough- Ricketts 
Derselbe 
Derselbe 

P. Voigt- Berlin 

J. Kurth- Berlin 

A. Kichler-Darmstadt 

H. André-Paris 

E. Baesccke- Hamburg 
Dieselbe 
Dieselbe 

Hubert Wilm 

Hanns Bastanier 

A. de Riquer 

Max Gube 

G. Lucas 

Fr. Arbeit 

E. Zimmermann 

H. Wilm 





| 





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jahr: 


1906 
1530 


1905 


1905 


1905 


1000 
1580 


1000 
1005 
1905 
1905 


1003 


18909 
1807 
1808 
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1004 
19004 
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1890 
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1900 
1005 


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Seite: 


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(Beilage) 


(Beilage) 


(Beilage) 


(Beilage) 


(Beilage) 
(Beilage) 


Besitzer des Bibliothckzeichens: 


Meckelnbörger, Vereen der, 


Hannover 


Meyersches Familien: -Wappen 


Alois Mitterwieser 
St. Michael 
Alfred Möller Dr. 
Helene Möller 
Richard Müller . 


Freie Ver. Münchener Kunst: 


studierender 


Daniel Neubronner (2 Stück) 
Heinrich Frh. v. Pechmann 
v. Pechmann 
Bernhard Peitl, Prälat Probst von 


Heinrich Frh. 


Klosterneuburg. . 
Max Pesl (3 Exlibris) . 


Franz Graf Pocci (2 Stück) 


S. M. Schiff Preussen 
Pronner von Aichpichl 
Wilhelm Pronner 

Pronner von Aichpichl 


Arnold Pruner 
Georg Rall 

Ludwig Regnat . 
Otto Rieder . 

Carl Röger 
Maximilian Rohe 
Martha Schaller 
Schenk, Altbayern . 
Richard Scheid . 
Ernst Schick 

I. Schickler Dr. 
Lydia Schmidtborn 
Otto Schneider . 
Carl Schwalbach 
Frau Dr. Schwarze 
Johannes Seidel . 
Oskar Siegl 


Philipp Strasser ın Se 
Philipp Strasser in Salzburg 


Becky Struck 
Library Sutro 
Lórinc Szemler . 


Techniker -Verband Bay geben 


Techniker-Zeitung 
Werner Uhlich . 
Lotte Uhlich 
Heinrich Veit 

St. Veit an der Rott 
Ferd. v. Velasco 
Haus Wesenheim . 


D . . . . . e . d . . . e . . . . . 





Verfertiger: 


H. Hinzmann 
E. L. L. Meyer 
B. Wenig 

G. A. Closs 
Helene Möller 
Helene Möller 
Hubert Wilm 


Willi Geiger 
H. Frh. v. Imhoff 
E. Loesch 


A. Rothaug 


E. Doepler d. J. 


— 


L. Kozma 
Hubert Wilm 

L. M. Rheude 
Hubert Wilm 

C. Schwalbach 
Willi Geiger 

E. Schäfer 

Hans Burgkmaier 
Willi Geiger 

Willi Geiger 

C. Berkhan 

K. Willner 

H. Zarth 

C. Schwalbach 
Wilhelmine Berger 
H. Laudahn-Berlin 
R. Teschner 


Georg Struck 


E. v. Frecskay 


J. Weinheimer 
J. Weinheimer 
Frl. Gertrud Caspari 


Dieselbe 
G. Croy 
(Klosterexlibris) 
H. Wilm 
W. Witting 


Entstehungs- 


jahr: 


1905 
1903 


1906 


1906 
I5.. 


I5.. und 


16. 
1906 


1906 
1905 


1905 
1530 
1905 
1906 


1906 ` 


1900 
1902 


1905 
1677 


1905 


Seite : 


117 
40 
33 
84 
QI 
92 
130 


133 
75/76 
41 
42 


(Beilage) 


15 
195 
96 
125 
76/77 
113 


(Beilage) 


114/115 (2 Beil.) 
87 
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24 
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29 

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25 
25 
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94 
35 

192/193 (Beilage) 
126 
29 


(Beilage) 


Besitzer des Biblivthekzeichens : 


Ascan Westermann 

Karl Wilke 

Hubert Wilm . . .. . 

Walther und Ina Wittig . 

Würzburg,  Supralibros 
Bischöfe . 

Bertha Zarth . 

Ernst Zimmermann 

Walther Zimmermann 

Emma Zimmermann . 

Walther Zimmermann 





Verfertiger: 


L. Keller 
Helene Möller 
H. Wilm 
W. Wittig 


Aug. Stöhr 

Hans Zarth 

W. Geiger 

W. Geiger 

A. Offterdinger 
Ernst Zimmermann 


Entstehungs- 
jahr: 


TON. 








Seite 


(Beilage) 


(2 Beil.) 
(Beilage) 


id is At 


Verzeichnis der Mitglieder 


des 


Exlibris-Vereins zu Berlin 


(gegründet am 14. Mai 1891.) 


Festgestellt im Februar 1907. 


Begründer: 
Friedrich Warnecke + 25. 11. 1894. 


Frühere Ehrenmitglieder: 


Heinrich Lempertz sen. (31. 7. 1894, Ehrenmitglied seit 1896.) + 7. 2. 1898. 
Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg, kgl. preuss. Rittmeister a. D. 
(1891, Ehrenmitglied seit 12. 12. 1898.) f 28. 9. 1900. 


Ehrenmitglied: 


Emil Doepler d J., Professor, Berlin W., Dörnbergstrasse 2. (3. II. 91.) 





Vorstand: 


Vorsitzender: v. Zur Westen, Walter, Regierungsrat, Berlin W. 35, 
Schöneberger Ufer 36c, Herausgeber der Veröffentlichungen des Vereins. (9. 4. 00.) 
Schriftführer: Waehmer, Dr. med. Arzt, Berlin SW., Lindenstrasse 18/19, 
vom 15. 3. 07 ab: W. 30, Motzstrasse 83 p. (25. 10. 04.) 

Schatzmeister (treasurer, trésorier): Starke, Georg, Kgl. Hoflieferant, 
Besitzer der Firma C. A. Starke, Graphische Kunst- Anstalt, Buch- und Kunst- 
Verlag, Görlitz, Salomonstrasse 39. (2. 6. QI.) 


Alle auf die Veröffentlichungen des Vereins und sonstige Vereinsangelegenheiten 
bezüglichen Zuschriften sind an den Vorsitzenden, Regierungsrat von Zur Westen 
zu richten, mit Ausnahme derjenigen, die sich auf Tauschverkehr beziehen oder 
Adressenveränderungen enthalten und an den Schatzmeister, Hoflieferant Georg 
Starke zu richten sind. 


Die mit * bezeichneten Mitglieder sind bereit, ihre Exlibris allgemein oder unter den etwa angegebenen Bedingungen 


zu tauschen. 


(Willing to exchange. — Disposes A échanger.) 


Die mit ,,0** bezeichneten Mitglieder wünschen nicht zu tauschen und werden Tauschsendungen weder beantworten, 
noch zurücksenden. (Not willing to exchange. — Pas disposés A échanger.) 


ic in Klammern beigesetzten Ziffern bezeichnen das Datum des Eintritts in den Verein. 


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Ihre Majestat die Kaiserin und Königin haben Allergnädigst einen Beitrag 
zu genehmigen geruht. 


Mitglieder: 


Herzogliche Landesbibliothek in Altenburg. (13. 12. gr.) 

Verein „Herold“ in Berlin W., Schillstrasse 3, Il. (16. 6. gı.) 

Bibliothek des Königl. Kunstgewerbe - Museums in Berlin SW. ı2, Prinz 
Albrechtstr. 7. (25. 4. 93.) 

Deutscher Graveur-Verein (Adresse: Carl Reinhold, Berlin NW., Mittel- 
strasse 49. (8. 2. 02) 

Museum of fine arts (Library), Boston, Mass, V. St. Amerika. (1898.) 

Königlich Belgische Bibliothek, Brüssel, Belgien. (8. 4. 95.) 

K. u. K. Universitátsbibliothek in Czernowitz, Bukowina, Österreich. 
(28. 10. gt.) 

Großherzogliche Hofbibliothek in Darmstadt. (26. 11. 91.) 

Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek in Donaueschingen. (2. 9. 92.) 

Königl. Kunst-Gewerbe-Bibliothek (Professor E. Kumsch), Dresden, Antons- 
platz 1. (4. 2. 1901.) 

Stadtbibliothek in Frankfurt a. M. (8. 3. 93.) 

Freiherrl. Karl von Rothschildsche Öffentliche Bibliothek, Frankfurt a.M., 
Untermainquai 15. (14. 6. 97.) 

Kunstgewerbe -Verein Halle a. S. (E. von Brauchitsch, Architektur-Photograph, 
Berlin W., Pallasstrasse 12.) (12. 11. 1000.) 

Museum fir Kunst und Gewerbe zu Hamburg, Steintorplatz. (17. 3. 94.) 

Staatsarchiv zu Hamburg. (1890.) 

Landständische Bibliothek in Kassel. (4. 7. 93.) 

Stiftsbibliothek (P. Sebastian Meyer) Kremsmünster, Oberösterreich. (26. 6. gr.) 

Bibliothek des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig, Buch- 
hándlerhaus. (14. 11. 93.) 

Typographische Gesellschaft, Leipzig (Vorsitzender H. Schwarz, Leipzig- 
Reudnitz, Stiftsstrasse 0, III). (12. 2. 1900.) 

Deutsches Buchgewerbemuseum, Leipzig. (17. I. OL.) 

Universitätsbibliothek, Leipzig, (Exlibris-Abteilung: Dr. Rugenstein). (11. 12. 04.) 

Städtisches Museum zu Magdeburg (Direktor Dr. Th. Volbehr). (8. 10. 1900.) 

Kurlándische Gesellschaft fúr Literatur und Kunst, Sektion fúr Genealogie, 
Heraldik und Sphragistik, in Mitau (Kurland), Russland. (17. 2. 94). 

Königlich Bayrische Hof- und Staatsbibliothek in München, Ludwigstrasse 
(10. 3. 92.) 

Königlich Bayrisches Kupferstich- Kabinet in München, Barerstrasse. 
(5. 12. 95.) 

Königliche Kunstgewerbeschule, München, Luisenstrasse. (8. 2. 02.) 

The Grolier-Club zu New-York, V. St. Amerika. (16. 5. 94.) 


50. 
51. 
52. 


SECH 


59. 
60. 


— III — 


Germanisches Nationalmuseum in Núrnberg. (14. 6. 92.) 

Cistercienserstifts Bibliothek Stams, zu Händen Sr. Hochehrwürden Herrn 
Pater Robert Reisch, Post Stams i. Tirol. (12. 5. 06.) 

Kaiserliche Universitáts- und Landesbibliothek, Strassburg i. Elsass. 
(12. II. QI.) 

Großherzoglich Sächsisches Museum zu Weimar. (14. 10. 95.) 

Fürstlich Stolbergische Bibliothek, Wernigerode a. Harz. (16. 5. 93.) 

Österreichische Exlibris- Gesellschaft (Karl Andorfer) Wien VII/2, Sieben- 
sterngasse 44. (9. 3. 03.) 

Stadtbibliothek Zürich (Dr. Herm. Escher, ı. Bibliothekar), Zürich, Schweiz. 
(7- 9. 90.) 

Abel, Max, Bankier, Leutnant a. D., Berlin W., Hitzigstrasse 10. (24. 5. 91.) 

Abel, Gutsbesitzer, Alt-Sührkow bei Teterow, Mecklenburg. (24. 5. 04.) 

Achelis, Johann, Senator, Bremen. (18. 6. 91.) 

Adamus, Fräulein Rosa, Montpreis, Unter-Steiermark, Österreich. 

Ade, Fräulein Mathilde, Kunstmalerin, München, Nymphenburgerstr. 100. 
(19. 2. 06.) 

Ahlborn, Otto C, Hildesheim, Hinterer Brühl 4. (26. 5. 04.) 

Albert, Fräulein Clara, Frankfurt a. Main, Feldbergstrasse 47. (2. 1. 03.) 

Aman, Fräulein Anna, Livorno, 35 via Roma, Italien. (8. 9. 04.) 

Amberger, Fritz, Buchdruckereibesitzer, Zürich, Sihlhofstrasse 12, Schweiz. 
(7. 9. 90.) 

Ammann, August F. Hamburg XX, Leinpfad 74. (26. 9. 05). 

Anderle, Franz, beh. aut. Zivil- Ingenieur, Wien II, Kaiser Josefstrasse 35. 
Osterreich. (21. 1. 04.) 

Andorfer, Karl, Privatier, Wien VII/2, Siebensterngasse 44, Österreich. (8. 2. 02.) 

Antweiler, C., Aachen, Kaiserallee 120. (3. II. 05.) 

Aria, Michael, Wassiljewsky Ostrow, 6-te Linie 17, Qu. 10, St. Petersburg, 
Russland. (9. 2. 03.) 

Armstrong, James T., Moorgate Station Chambers, London E. C., England. 
(13. I. 02.) 

Auer von Herrenkirchen, Kurt, Hauptmann im grossen Generalstab, Berlin W., 
Bayreutherstrasse 38. (7. 5. 00). 

Auf der Heide, J. C., Sive Heydahrens Duhme, Amsterdam, Prinsengracht 267, 
Holland. (5. 7. 06.) 

Auf der Mauer, Frau Marie Elisabeth, geb. von Segesser, Brunnen, Schwyz, 
Schweiz. (12. 11. 00.) 

Aufrecht, Dr., Geh. Sanitätsrat, Oberarzt am Altstädter Krankenhaus, Magdeburg, 
Kaiserstrasse 57. (12. IO. 03.) 

August, Arthur, Berlin S. 59, Schinkestr. 10, I. (18. 4. 06.) 

Bacher, Paul, Wien I, Dorotheergasse 11, Osterreich. (8. 5. 05.) 

Bachofen von Echt, Adolf, Freiherr, Wien-Nussdorf, Österreich, Hackhofer- 
gasse 18. (8. 6.91.) 

Bagel, Frau Helene, Düsseldorf, Humboldstrasse. (24. 2. O4.) 


60. 
07. 
05. 
60. 


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Bastanier, Hanns, Bildhauer und Radierer, Berlin NW., Alt-Moabit No. 14 II. 
(4. 12. et 

Bayersdörffer, W. F., Kassierer der First, National Bank of Sheveport Louisiana, 
V. St. A. (7. 6. 06.) 

Becher, Med. U.-Dr. C., Karlsbad, Mühlbadgasse, „Goldener Schlüssel“, Böhmen, 
Österreich. (13. 2. 93.) 

Begeer, Carel S. A. Direktor der kgl. Utrechtschen Fabrik van Zilverwerken, 
Utrecht, Oudegracht E. 17, Holland. (22. 1. 05.) 

Behr, Friedrich, Leutnant a. D, München, Nordendstrasse 5/0 r. (12. 1. 03.) 

Benfey, Frau Else, geb. Benfey, Hannover, Arnswaldtstrasse 3. (9. 7. 04.) 

Benkard, Rudolf, 39 Boulevard de la Chapelle, Paris ro, Frankreich. (10. 1. 92.) 

Bergstróm, Sigrid Frl, Stockholm, Riksbankens Sedeltryckerei. (19. 1. 06.) 

Béringuier, Richard, Dr. jur., Landgerichtsrat, Rittmeister der Reserve des 
Brandenburg. Train-Bataillons Nr. 3. Berlin W. 62, Nettelbeckstrasse 21. 
(2. 6. 91.) 

Berkhan, Karl, Verlagsbuchhändler, Stuttgart, Schellingstr. 15. (13. 1. 05.) 

Berrsche, A., Kaufmann und Oberleutnant d. L. 1, Hóchsta. M. (7. 5. 1900.) 

Bertling, Richard, Buchhändler, Dresden, Viktoriastrasse 6. (24. 10. QI.) 

Bertschi-Riese, Otto, Inhaber der Buchdruckerei Bertschi, Basel, Petersgasse 40, 
Schweiz. (18. 10. 05.) 


Bethmann, Frau Baronin von, Frankfurt a. M., Friedberger Landstr. 8. (13. 8. 92.) 

Bial, Adolf, Buchhändler, Breslau-Kleinburg, Eichen-Allee. (12. 5. 03.) 

Bienert, Theodor, Kommerzienrat, Dresden-Plauen. (5. 10. OI.) 

Biese, Karl, Maler und Kunststeinzeichner, Karlsruhe, Westendstr. 26, Baden. 
(7. 2. 04.) 

Birkner, Ernst, Buchdruckereibesitzer, Pforzheim. (10. 2. 02.) 

Blanke, Johannes, Verlagsbuchhändler, Konstanz, Baden. (3. 11. 1900.) 

Blanckertz, Fräulein Minna, Düsseldorf, Bahnstrasse 29. (8. 11. 02.) 

Blaschek, Frau Marie, Wien XIX 5, Sieveringerstrasse 52, Österreich. (6. 2. 04.) 

Bleistein, Rudolf, Kunstverglasungen, Berlin W. 35, Genthinerstrasse 3. 
(12. 10. 03.) 

Blendermann, Otto, Architekt, Bremen, Sögestrasse 16, I. (11. 3. O1.) 

Bock, Theodor, Hamburg, Deichstrasse 29. (31. 1. 06.) 

Bögh, Frau Theodora, Kopenhagen V, Lindevej 3, Dänemark. (16. 9. 05.) 

Böhm, Gottfried, Ritter von, Kgl. Ministerialrat, Reichsherold und Vorstand des 
Geheimen Haus- und Staatsarchivs, München, Thierschstrassc 49, I. 
(16. 3. 93.) 

Boes, Arthur, Kaufmann, Hamburg-Hamm, Mittelstrasse 20. (13. 7. 04.) 

Boetticher, Dr. med. Walter von, Bautzen. (28. 2. 92.) 

Bonhoff, Friedrich, cand. med. Tübingen, Hölderlinstrasse 21. (30. 10. 06.) 

Bormann, Gustav, Bankvorsteher, Görlitz, Theodor Körnerstrasse 1. (16. 12. 05.) 

Bose, Bodo von, Oberleutnant im Infanterie- Regiment Graf Bose, Altona a. d 
Elbe, Allee 97 b. (9. 2. 03.) 


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Bose, Frau Cäcilie von, Hamburg-Winterhude, Marie-Luisenstrasse 39. 
(16. 12. 05.) 

Bottlik, Frau Margit von, Fehertemplom, Ungarn. (5. 1. 06.) 

Bourcart, P. A, Gebweiler, Elsass. (14. 1. 06.) a 

Bramberger, Hans, Volksschullehrer, Wien, VIII. 1, Kochgasse 13. (15. 4. 01.) 

Brandstetter, Walther G., Leipzig, Stephanstrasse 20. (8. 11. 02.) 

Bratring, P., Stadtbaurat, Charlottenburg, Westend, Ahorn-Allee 17. (20. 3. 94.) 

Braunschweiger, Alfred, Würzburg, Reibeltgasse 1*/,. (15. 5. 05.) 

Brayne, David Mac, Auchenteil Helensburgh, Glasgow, England. 
(10. 2. OI.) 

Brendicke, Hans, Dr. phil, Berlin W. 30, Winterfeldstrasse 24, Gartenhaus I, 
Redakteur der Vereinszeitschrift. 

Brettauer, Frau Valerie, Paris, 58. rue Pierre Charon, Frankreich. (11. 1. 98.) 

Brieger -Wasservogel, Lothar, Herausgeber der „Klassiker der Natur- 
wissenschaften“, Charlottenburg, Grolmanstr. 21. (29. 7. 04.) 

Brittan, Miss Burta, Irnitoale Alameda County, California, V. St. Amerika. 
(5. 10. OI.) 

Brockelmann, Frau Konsul Margarete, geb. Spinner, Rostock i. M., John 
Brinkmanstrasse 7. (30. 10. 04.) 

Bruck, Frl. Frieda, Berlin NW. 15, Fasanenstr. 61. (28. 6. 05.) 

Brühl, Ferdinand, Graf von, Generalmajor z. D., Berlin NW. 40, Kronprinzen- 
Ufer 24. (3. II. ot) 

Bühler, M., Frau Dr., Bern, Schwarzthorstrasse 38. (27. II. 1900.) 

Burchard, Georg, Dr. phil, Rentner, Heidelberg, Baden, Klosestrasse 10. 
(7. 2. 02.) 

Burckhard, Dr. Georg, Privatdozent, Wúrzburg, Markt 13, Ecke Schönbornstr. 
(8. 12. OT.) 


Burnham, Mrs, Katharine French, P. O. Box 45, Sucasa, Orange, V. St, 
Amerika. (5. 10. Or.) 

Busse, Frau Dr. Karl, Friedrichshagen bei Berlin, Waldowstr. 4. (9. 2. 03.) 

Buttler, Otto Graf von, Freiherr auf Brandenfels, K. u. K. Kämmerer und Haupt- 
mann, Graz, Karmeliterplatz, 1, Osterreich. (16. 2. 95.) 

Carlshausen, Lothar Buderus von, Rittmeister und Eskadron-Chef im 
Dragoner-Regt. König No. 26, Stuttgart, Seestrasse 10. (8. 3. 97.) 

Chamberlayne, Miss Emma C, London SW., Chesham Place 1, Belgravia, 
England. (8. 4. 94.) 

Claudius, Fabrikbesitzer, Malmö, Schweden. (4. 2. OI.) 

Clauß, Josef Mar. Ben., Stadtbibliothekar und Archivar, Schlettstadt Unter- 
Elsass. (14. 5. 00.) 

Cohn, Siegbert, Berlin W. 35, Potsdamerstrasse 118b. (14. 12. 05.) 

Conrad, Adolf, Lehrer, Bonames b. Frankfurt a. M. (8. 1. 07.) 

Conrotte, Manuel, Abogado, Madrid, calle de genova 6, Spanien. (10. 5. 02.) 

Coudenhove, Frau Gräfin Ernestine, geb. Gräfin Breunner, Zseliz, Barser 
Comitat, Ungarn. (10. 3. 94.) 


122. 
123. 
12d 
125. 


"= 120. 


132. 
133. 


134. 


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* 130. 
140. 
14 1. 
142. 
143. 


144. 
145. 


146. 
147. 
140. 
140. 
150. 


a E = 


Cramer, Frau Clementine, Frankfurt a. M., Fellner-Strasse 7, II. (12. 10. 03.) 
Cramer, Frau Frieda, Köln a. Rh., Kardinalstrasse 2. (2. 12. 05.) 
Dassel, Otto von, Major, Döbeln Sa., Friedrichstrasse 12. (9. 3. 03.) 
Daum, Arfhur von, Generalmajor z. D, Darmstadt, Heidelbergerstrasse 9}/,. 
(7. 6. 91.) 
Delion, Fritz, Kanzleirat im Reichs- Postamt, Charlottenburg bei Berlin, 
Wallstrasse 23. (II. I. 97.) 

Deneke, Günther, cand. phil, Wernigerode a. H. Noschenröder-Gartenstr. 4. 
(2. 12, OS.) 

Deneke, Walther, Magdeburg, Alter Markt 20—21. (17. 12. 04.) 

Dillmann, Eduard, K. K. Landgerichtsrat, St. Pölten b. Wien, Nieder- 
Österreich, Hammerweg 10. (I. 5. 1900.) 

Dirner, Dr. Gustav A. Professor, Arzt, Direktor der Hebammenschule, Buda- 
pest IV, Kigyóter 1. II. 12, Ungarn. (8. 3. 02.) 

Dixson, Zella Allen, Professor, A. M., University of Chicago, Chicago, Ill, V. St. 
Amerika. (10. I. 03.) 

Doepler, Emil, vergl. ı. 

Doetsch-Benziger, Richard, Apotheker, Basel, Sommergasse 38. (28. 6. 05.) 

Dor, M. Pierre, Marseille, Bouches-du-Rhöne, 3 rue d’Arcole, Frankreich. 
(13. 1. 95.) | 

Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein, Maria Theresia 
Gräfin, auf Schloss Herten, Westfalen. (4. 8. 93.) 

Dürr, Alphons, Dr. phil., Verlagsbuchhändler, Rittmeister der Landwehr, Leipzig- 
Connewitz. (15. 4. O1.) 

Dumstrey, Dr, Berlin W. Kurfürstendamm 144. (12. 9. 06.) 

Eberlein, Elise, geb. Naegele, Frau Major, Karlsruhe, Baden, Stefanienstr. 90. 
(18. 1. O4.) 

Ebers, Dr., Sanatorium Ebers, Baden-Baden. (5. 1. 06.) 

Ehrhardt, Gustav, Ingenieur, Berlin N. 39, Föhrerstrasse 9. (22. 12. 04.) 

Eisenmann, Dr. Oskar, Museumsdirektor, Kassel, Nahlstrasse. (11. 10. 93.) 

Eisner, Frl. Rose, Kunstmalerin, München, Adalbertstrasse No. 49. (7. 7. 06.) 

Elfeldt, Fabrikbesitzer, Bremen, Bismarckstrasse 95. (21. 3. 06.) 

Elwood, George May, Box 124, Rochester, New-York, V. St. Amerika. 
(13. 1. 96.) 

Emich, Gustav Ritter von, K. u. K. Hofrat und Truchsess Sr. M. Budapest VIII, 
Noranszky utcza 16, Ungarn. (2. 4. 1900.) 

Engel-Reimers, Frau A, Hamburg-Uhlenhorst 21, Marienterrasse 8. 
(13. 1. 96.) 

Epstein, Lyda, Frau, Berlin, Klopstockstrasse 51. (9. 7. 00.) 

Eser, Johann Nepomuk, Buchloe i. Bayern. (18. 1. 07.) 

Erdmann-Jesnitzer, Frl. Alice, Bremen, Contrescarpe 126. (6. 4. 03.) 

Erxleben, Julius, Berlin W., Friedrichstr. 81. (11. 5. 03.) 

Ethofer, Com. Theo., akademischer Maler, Salzburg, Karolinenplatz No. 4, 
Österreich. (18. 10. 05.) 


TOI. 
102. 


103. 
104. 


166. 


— VI — 


Exner, Ferdinand, Graveur und Zeichner, Breslau, Lehmdamm 37a III. 
(10. 2. 1900.) 

Faehndrich, A. Frau, geb. Freiin von Nordeck-Rabenau, Friedelhausen, Post 
Lollar, Hessen. (21. 7. 06.) 

Feddersen, Frau Mieze, Hanau, Augustastr. 30. (3. 2. O5.) 

Felix, Dr. J., Universitätsprofessor, Leipzig, Gellertstrasse 3. (26. 12. 04.) 

Felsing, Wilhelm, Hofkunstkupferdrucker, Berlin SW., Schónebergerstr. 8. 
(II. 9. 99.) 

Fincken, H. Mr. James, 804 Walnutstreet, Philadelphia, Pa, V. St. A. 
(17. 3. 06.) 

Fischer, Erich, Organist, Kopenhagen, Sortedams Dossering 89, Dänemark. 
(3. 3. 06.) 

Flechtheim, Alfred, Düsseldorf, Graf Adolfstrasse 60/62. (26. 4. 05) 

Fleischmann, Franz, Buchdruckereifaktor, München 23, Beichstrasse 8, I. 
(20. 4. 99.) 

Flersheim, Martin, Kaufmann, Frankfurt a. M., Mendelssohnstrasse 78. 
(8. 3. 97.) 

Foelkersam, Armin Freiherr von, Konservator der kais. Eremitage, St. Peters- 
burg, Panteleimonskaja 13, Russland. (8. 10. 1900.) 

Formstecher, Armand, Berlin S. O. 16, Osnalion Haus. (10. 8. 03.) 

Fraprie, F. R, 39 Addington Road, Brooklin, Mass., V. St. Amerika. (6. 7. 04.) 

French, Edwin D., Saranac Lake, N. Y., V. St. Amerika. (10. 6. 95.) 

Freudenberg, Dr. jur, Julius, Kaufmann, Berlin N. W., Lessingstr. 35, II. 
(II. II. O3.) 

Freyer, Wilhelm, Jena, St. Jakobsstrasse 35, II. (31. 12. 05.) 

Freymann, R. von, Staatsrat, St. Petersburg, Sapiorny Io, Russland. (18. 8. 04.) 

Friedeburg, von, Major, Freiburg i. Breisgau. (28. 12. 05.) 

Friedmann, Arthur, Fabrikant, Sternberg, Mähren, Österreich. (19. 4. 04.) 

Friedmann, Dr. med., Friedrich Franz, Berlin, Meinekestr. 5. (19. 12. 04.) 

Friedmann, Wilhelm, Bankier, Hamburg, Mittelweg 49. (10. 6. 04.) 

Fugger-Babenhausen, Karl, Fürst, Augsburg, Fuggerhaus. (8. 4. 95.) 

Galbreath, Donald L, München, Türkenstrasse 6. (5. 2. 04.) 

Geduly, Fräulein Eugenie, Pressburg, Stefanienstr. 6a, Ungarn. (12. 6. 05.) 

Geering, Adolf, Buchhändler, Basel, Bäumleingasse 10, Schweiz. (15. 6. 94.) 

Geyer, Alfred, Buchhändler, Jena, Gartenstrasse 6, I. (4. 8. 04.) 

Ginskey, Hermine, Maffersdorf bei Reichenberg i. Böhmen, Österreich. 
(9. 10. 03.) 

Gise, Freifrau von, geb. Prinzessin zu Hohenlohe, München, Leopoldstr. 45, 
vom Dezember — Mai, bis Ende des Jahres Traunstein Villa Kitty. (27. 1. 04.) 

Goldmann, Julius, Aich „Wildpark“, Karlsbad, Böhmen, Osterreich. (0. 10. 05.) 

Goldschmidt, Max, Mannheim, P. 7, 21. (9. 3. 03.) 

Goldschmiedt, Fräulein Guida, Prag, Salmgasse ı, Böhmen, Österreich. 
(12. 10. 03.) ` 

Goldstein, Paul, Berlin, Schwäbischstrasse 28, II. (10. 5. 06.) 


183. 


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185. 


180. 
(87. 


188. 


1809. 
190. 


191. 
192. 


193. 


* 194. 


190. 
200. 
201. 
202. 
203. 
204. 
205. 
2006. 
207. 


208. 


200. 


184. 


— VII — 


Goury, Georges, Dr. jur, avocat à la cour d'appel, Nancy (Frankreich), rue 
des Tiercelins 5. (5. 10. OI.) 

Götz, Otto, Dr., prakt. Arzt, München, Bayerstrasse 4. (28. 9. 06.) 

Grab, Emanuel, K. K. Kommerzialrat, Prag, Pflastergasse 2, Böhmen, Österreich. 
(8. 3. 02.) 

Grab, Hugo, Dr., Gross-Industrieller, Prag, Böhmen, Österreich. (12. 10. 03.) 

Graeser, Fr. W., Kunsthändler, Wien IV, 2, Belvederegasse 30, Österreich. 
(7. 12. 03.) 

Graevenitz, Frau Hermine von, geb. Freiin von Ow-Wachendorf, Stuttgart, 
Kriegsbergstrasse 13a. (10. 2. O2.) 

Graf, Louis, München, Hohenzollernstr. 46, II. (12. 1. 03.) 

Greeff, Frl. Johanne, Frankfurt a. Main, Eschersheimer Landstrasse 64. 
(29. 11. 06.) 

Grellet, Jean, Basel, Gerberstrasse 40, Schweiz. (26. II. 94.) 

Grevel, Hermann, Buchhändler, 33 King Street, Covent Garden, London WC, 
England. (13. 3. 94.) 

Grönvald, Frederick Christian, Kontorchef, Kopenhagen (Friedrichsberg), 
Kongens Tvaervej 8, Dänemark, (13. 1. 96.) 


Grolig, Moritz, Dr., Bibliothekar des K. K. Patent-Amtes, Wien XII, Tivoli- 
gasse 55, I. (II. 5. 03.) 

Grösch, H., Direktor des Kunstindustrie- Museums, Kristiania, Norwegen. 
(9. 2. 03.) 

Groszheim, C. von, Kgl. Geheimer Baurat, Berlin W. 10, Hildebrandstr. 10. 
(15. 3: 94-) 

Gruenewaldt, Moritz von, Ingenieur, Hamburg, Ohesdorf, Fuhlesbütteler- 
strasse 593, pr. Adr. Herrn Schultz. (11. 2. OI.) 

Grunau, Gustav, Dr. phil, Bern, Christoffelgasse 4, Schweiz. (5. Io. OI.) 

Guilleaume, Arnold von, Köln a, Rh, Sachsenring 73. (12. 10. 03.) 

Gurlitt, Wolfgang, Berlin W. 35, Potsdamerstr. 113, Villa II. (15. 7. 03.) 

Hagedorn, A., Dr., Staatssekretär, Staatsarchivar, Hamburg, Harvestehude, 
Mittelweg 105. (1890.) 

Hahn, Fräulein Fanny, Kötzschenbroda bei Dresden, Hainstrasse 2. (26. 10. 05.) 

Hamann, Fräulein Else, Breslau, Hohenzollernstr. 69. (30. 6. 05.) 

Hardt, von, Leutnant im Königl. Leib-Garde-Husaren-Regt., Potsdam. (17. 2. 05.) 

Harvey, Mrs. Mary E., Blackbrook, Grove, Fareham, Hants, England. 
(1:75. 120035) 

Has, Wilhelm, Dr. med., Oberarzt im ı. Kurhessischen Feldartillerie-Regt. No. 11, 
Fritzlar. (15. 7. 05.) 

Hausen, Erich Freiherr von, Major z. D, Kleinstruppen bei Pirna, Kónigr. 
Sachsen. (12. 3. 92.) 

Hauten, Albert van, Pfleger des Germanischen National-Museums, Bonn am 
Rhein, Mozartstrasse 21. (13. 7. 94.) 

Heiberg, Finn, cand. pharm., Kristiania, Norwegen, Parkveien 15, III. 


(17. 3. 04.) 


* 210. 
211. 
212. 
2.73: 
214. 


210. 
217: 
218. 
* 2109. 


* 220. 
221; 


n 
Heiden, Theodor, k. b. Hofgoldschmied, München, Odeonsplatz. (20. 4. 99.) 
Heiliger, Sp., Rechtsanwalt a. D., Cassel, Herkulesstrasse 53, I. (25. 7. 06.) 
Heinemann, Walter, Kaufmann, Charlottenburg, Bleibtreustr. 12. (15. 11. 06.) 
Helm, Paul, Hamburg, Rothenbaum-Chaussee 137. (11. 5. 03.) 
Henzler, Edle von Lehnensburg, geb. Freiin von Grossschedel, Pauline von, 
München, Georgenstrasse 28, I. (II. 2. 95.) 
Hessberg, Richard, Dr. med, München, Schoenfeldstr. 32, Gartenhaus 
rechts, III. (11. 3. 00.) 
Heuser, Robert F., Köln a. Rh., Neumarkt 8. (29. II. O5.) 
Hiddemann, Benno, Dr., Düsseldorf, Goethestrasse 2. (2 


= 


3. II. 1900.) 

Hiersemann, Karl W., Buchhändler, Leipzig, Konigsstrasse 3. (20. 3. 94.) 

Hildebrandt, Adolf M., Herzoglich Sachsen-Altenburgischer Professor, Berlin W. 62, 
Schillstrasse 3, II. (2. 8. 91.) 

Hiller von Gaertringen, Brigitta Freiin, Stuttgart, Eugenstrasse 7. (7. 12.02.) 

Hipwell, Percy, London S. W., 6. Telford- Avenue, Streatham, England. 
(19. 2 06.) 

Hitl, Georg, Fabrikbesitzer, Schrobenhausen, Bayern. (9. II. 03.) 

Hövel, Franz Freiherr von, Königl. Preuss. Hauptmann a. D., Kassel, Terrasse 22. 
(3. 3. 92.) 

Hoffmeister, Fritz, Hofkunsthändler, Stuttgart, Marienstrasse 12. (13. 10.04.) 

Hoffmann, Denis, Architekt, Hamburg, Hohe Bleichen 8—10, I. (31. 1. 06.) 

Hoffmann, Max, cand. jur, Görlitz, Struvestrasse 14. (22. 11. 06.) 

Hofman, Charles von, London, W., 16 Grossvenor Street, England. (21. 12.92.) 

Hohneck, Hans, Dresden, Schlossstrasse 36. (24. 5. 06.) 

How, Miss Sara Kent, P. O. Millburn, Wyoming, New-Jersey, V. St. 
Amerika. (7. 9. 90.) 

Hünnekes, Gerd, Apotheker und Chemiker, Berlin N. 58, Danzigerstr. 17, I. 
(10. I. 03.) 

Hütterott, Georg Ritter von, Konsul, Triest. (11. 9. 99) 

Húttner, A., Frau, Rittergut Pirk, sächs. Vogtland. (11. 3. 00.) 

Hulbe, Georg, Kgl. Hoflieterant, Ledertechniker, Hamburg, Lindenstr. 47/48. 
(12. 6. QI.) 

Hupp, Otto, Kunstmaler, Schleissheim bei München. (13. 1. 95.) 

Hutten-Czapski, Bogdan, Graf von, Majoratsherr auf Smogulec, Mitglied des 
Herrenhauses, Kgl. Schlosshauptmann, Berlin W., Hohenzollernstrasse 2, I. 
(I. 9. 92.) 

Jacoby, Frau Ada, Berlin W., Uhlandstrasse 175. (18. 1. 07.) 

Jaensch, Emil, Buchhändler (i. Fa. von Zahn A Jaensch, Buchhandlung, Dresden, 
Waisenhausscrasse 10), Blasewitz-Dresden, Schillerplatz 7, II. (20. 1. 04.) 

Ingelheim, Philipp Rudolf Graf zu, Echter genannt von und zu Mespelbrunn, 
Herr auf Schloss Mespelbrunn i. Spessart, Augsburg, Kaiserplatz S/o. 
(28. 12. O4.) 

Iwask-Issako, Udo, Gutsbesitzer, Moskau, Tverskaja Gnesdnikowsky Perenlok, 
Haus Spiridoff, Q. No. 27. (IO. 3. 02.) 


202. 


204. 


ei, NE a 


. Jüdell, Frau Justizrat Anna, Hannover, Schillerstr. 33. (9. 2. 03.) 
. Junge, H., Buchdruckereibesitzer, Erlangen, Bruckerstrasse 8/10. (8. 10. 04.) 
. Junger, Frau Josephine, Kaufmannsgattin, Salzburg, Makartplatz 6, II. 


Österreich. (11. I. 04.) 

Justice, Frl. Anne C, Chicago Ills. U.S. A. 566, 1., Washington Av. (10. 5. 06.) 

Kabisch, Otto, Ober-Postassistent, Berlin W. 35, Körnerstrasse 14. (15. 8. 06.) 

Kainz, Hans, Beamter der k. k. priv. allgemeinen Verkehrsbank, Wien IX, 
Elisabethpromenade 43. (15. 12. 04.) 

Kalb, Leonhard, Frankfurt a. M., Trutz 47. (8. 1. 06.) 

Kamlah, Kurt, Regierungsrat, Oberkassel-Düsseldorf, Kaiser Friedrich- 
Ring 3. (20. 10. O4.) | 

Kaysel, Otto, Rechtsanwalt, Ludwigslust, Mecklenburg. (12. 10. 03.) 


Kekule von Stradonitz, Stephan, Dr. jur. et phil, fúrstlich Schaumburg- . 


Lippischer Kammerherr, Gross-Lichterfelde, Marienstrasse 16. (8. 11. 97.) 
Kerling, J. B.J, Haag=-S'Gravenhage, 134 Tollensstraat, Holland. (8. 11. 04.) 
Kettler, Friedrich von, Hauptmann und Batterie-Chef im Niedersächsischen 

Feld-Artillerie-Regiment No. 40, Wolfenbúttel, Neuer Weg 65. (23. 2. 95.) 
Kienlin, Frau Malla geb. Freiin Rassler v. Gamerschwang, Stuttgart. (13.8. 04.) 
Kiewy, Hermann, Kaufmann, Hamburg, Gr. Burstah 12—14. (11. 3. O1.) 
Kirby, C. (Mr.) Valentine, Professor, 1455 Emerson, Colo., Denver U. St. A. 

(26. 7. 06.) 

Kitzel, Fräulein Elisabeth, Görlitz, Elisabethstrasse 32. (24. 12. 05.) 

Klasing, Magdalene, geb. Quentell, Frau Kommerzienrat, Bielefeld. (19. 1. 01.) 

Klasing, Frau Hedwig, Leipzig, Kreuzstrasse 3b. (9. 1. 06.) 

Kleemann, Gustav, Ingenieur, Hamburg 21, Uhlenhorst, Fährstrasse 3. (11.2.01.) 

Kleemann, Otto, Kaufmann, Kassel, Grosse Rosenstrasse 7. (15. 2. 92.) 

Klüber, Joseph, Dr., Assistenzarzt an der Kreis-Irrenanstalt, Erlangen, 
Maximiliansplatz 2. (11. 10. O2.) 


Kluge, Hermann, Prof. Dr, Geheimer Hofrat, Bibliothekar Sr. Hoheit des 


Herzogs Ernst von Sachsen-Altenburg und der herzoglichen Landesbibliothek, 
Altenburg, S. A., Schützenstrasse 22. (II. 2. OI.) 

Koch, Anton, Mü nchen, Dachauerstrasse 61, I. (22. 12. 05.) 

Koch, Fräulein Rosi, Nürnberg, Lorenzerplatz 19. (11. 3. 06.) 

Kohlhagen, H. von, Schriftleiter der herald. genealog. Blätter, Bamberg. 
(9. 9. 05.) 

Köhler, Alfred, Chemnitz, Theunertstrasse 8. (25. I. 05.) 

König, Friedrich, Buch- und Kunsthändler, Oldenburg im Grossherzogtum, 
Huntestrasse 4. (5. 1. 06.) 

König-Fachsenfeld, Freiherr von, Dr. jur, Kammerherr, Legationsrat, Schloss 
Fachsenfeld, Ober-Amt Aalen, Württemberg. (9. 2. 03.) 

Korndoerfer, Alfred, Apotheker, Augsburg, Haagstrasse 24, I. (2. 8. 05.) 

Koetschau, Dr. Karl, Dresden-A., Nürnbergerstrasse 51 I. (5. Io. OT.) 

Kortmann, Martin, Maler, Berlin W. 15, Pariserstrasse 6, Gartenhaus IV, S. 
(11. 5. 06.) 


288. 
280. 


290. 
291. 


292. 
293. 


294. 


295. 
296. 


297. 
298. 
299. 
300. 


Krahl, Ernst, Kaiserl. Rat, akad. und k. und k. Hofwappenmaler, Wien III, 
Am Heumarkt o, Österreich. (19. 10. 92.) 

Krahmer, Wilhelm, Baufúhrer, Würzburg, Weissenburgerstr. 11/1. (9. 3. 02.) 

Krasnopolski, Frau Professor Gabriele, Prag, Florenzgasse 15, Böhmen, 
Osterreich. (9. 11. 03.) 

Kreyenberg, Georg, Verlagsbuchhándler, Berlin W., Mauerstrasse 43/44. 
(9. 5. 92.) 

Krieg, Dr. med. Robert, Geh. Hofrat, Arzt, Stuttgart, Kónigstrasse 53. 
(II. I0. 02.) 

Kuhn, Miss, London 5 Fairhazel Mansions, Fairhazel Gardens NW. (12. 11. 06.) 

Kronenberger, Heinrich, Architekt, München, Marsstrasse gall. (12. 12. 98.) 

Kuranda, Frau Ministerialrat, Wien III, Reisnerstrasse 42, Österreich. (16. 9. 05.) 

Kurz, Friedrich, Buchhändler, Frankfurt a. Main, Rotlintstrasse 41. (19. 9. 06.) 

Lampe, Willy, Frankfurt a. M., Friedrichstr. 45. (14. 2. 00.) 

Landau, Dr. Edwin, Amtsgerichtsrat, Koblenz, Neustadtstrasse 4. (10. II. 04.) 

Lang-Puchhof, C. H. von, Hirschberg i. Schl, Kavalierberg 1a. (8. 2. 02.) 

Lang, Dr. Robert, Bibliothekar des histor.-antiquar. Vereins, Schaffhausen, 
Schweiz. (20. 9. 05.) 

Lange, Hermann, Hamburg, Overbeckstrasse 14. (8. 3. 97.) 

Langenscheidt, Carl, Verlagsbuchhändler u. Oberleutnant d. R., Berlin-Schöne- 
berg, Bahnstrasse 29/30. (9. 12. 95.) 

Larsen, O. J., Bankbevollmichtigter, Bergen, Harald Haarfagersgade 3. Norwegen. 
(11. 3. OL.) 
(II. 3. OL.) 

Lechner, Frau Josefine, Dr, Wien XIX, Billrotstrasse 53. (30. 4. 03.) 

Lee, Mrs. Georgia M., 18 the Westland, Boston, Mass, V. St. Amerika. 
(15. 2. O4.) 

Leiningen - Westerburg, Magda, geb. Rogalla v. Bieberstein, München, 
Rambergstrasse 3. 

Leiningen -Westerburg, Dr. Wilhelm Graf zu, Chemiker, München, 
Maximilianstrasse 10 I. (18. 1. 02.) 

Leonhard, R., Dr, München, Aumüllerstrasse 13, Il. (28. 7. 06.) 

Leuschner, Oskar, Verlagsbuchhándler, Wien V, Margaretenplatz 2, Osterreich. 
(6. 12. 02.) 

Liesen, Eduard, Maler, Zeichner fúr Kunstgewerbe, Fachlehrer der Handwerker- 
schule, Berlin SW., Grossbeerenstr. 38. (II. 12. 00) 

Lieven, Fräulein Gerda, Riga, Nikolaistr. 19, Russland. (11. 10. 05.) 

Lilien, Ephraim Mose, Kunstmaler, Berlin SW., Grossbeerenstrasse 60. 
(14. 7. 05.) 

Lind, George J., Rua do Golgotha 121, Oporto, Portugal. (28. 12. 05.) 

Lindheimer, Frau Klara, geb. v. Reiche, Frankfurt a M., Vogelweidstr. 20. (16. 2. 92.) 

Lion, Louis, Hamburg, Rothenbaumchaussee 146. (21. 12. 06.) 

Lippmann, Leo, Dr. jur., Referendar, Hamburg, Brahms-Allee 15. (24. 12. 04.) 


= OR 
* 302. 


* 300. 


307. 


308. 


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— XII — 


Lorch, Karl, Leipzig-Plagwitz, Forststrasse 3. (6. 12. 02.) 

Lorenz-Meyer, Eduard L., Handelsherr, Kontor Hamburg, Glockengiesser- 
Wall 25/26, Wohnung: Haus Billhoop, Wentorf, Post Reinbeck bei Hamburg. 
(15. 3. 94.) 

Loureiro, Adolpho de, Exc., Engenheiro, General, Lissabon, Janellas Verdes 88, 
Portugal. (11. 3. OL.) 

Mason, jun, H. L. P. O. 431 Wood Street, Pittsburg, Pa, V. St. Amerika. 
(I. 10. 03.) 

Mathies, Paul, Baron de, Geheimer Kammerherr Sr. Heiligkeit des Papstes, Palazzo 
Carpegna, via de Staderari 19, Rom, Italien, gegenwärtig in Amerika. 
(5. 12. 03.) 

Mauve, Fräulen Margarethe von, Hofdame Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu 
Waldeck und Pyrmont in Arolsen, Schloss. (9. 3. 03.) 

Mayer, Vincent, Privatier, Freiburg 1. B, Hansastrasse 2. (II. I. 97.) 

Mecklenburg, Wolfgang, Verlagsbuchhändler, vorm. Richter’scher Verlag, Wilmers- 
dorf- Berlin, Landhausstrasse 44. (2. 6. 91.) 

Meisenbach, Riffarth & Comp., Kunstanstalt, Berlin-Schóneberg, Haupt- 
strasse 8. (10. TO. 02.) 

Melchior, Major und Bezirks-Kommandeur im 6. Bad. Inf.-Regt. Kaiser Friedrich III. 
Offenburg, Baden. (8. 12. 05.) 

Mendelssohn, Walter, Verlagsbuchhändler, Leipzig, Königsstrasse 6. (9. 12. 05.) 

Messenger, Miss Maria Gerard, New-York, Chappaqua, Westchester Co., 
V. St. Amerika. (11. 2. 94.) 

Metzger, L. Dr. med, Frankfurt a. Main, Leerbachstr. 19. (10. I. 07.) 

Meyer, Fraulein Dascha, Lehrerin, Dorpat, Hetzelstrasse 2, Livland, Russland. 
(18, Io. 03.) 

Meyer, Paul, Handelsherr, Bremen, Bohnenstr. (9. 12. OI.) 

Meyer, H., Buchdruckerei, Halberstadt. (13. 12. 05.) 

Mitterer, Hans, Baumeister, Traunstein, Mitl. Hofgasse 11, (Bayern.) 
(12. 12. O5.) 

Mitterwieser, Alois, Kgl. Archivsekretär, Würzburg, Franz-Ludwigstrasse 8, p. 
(29. 8. O4.) 

Moeder, Marcel, Referendar, Strassburg i. E, St. Urban 17. (21. 8. 03.) 

Moeller, Julius, prakt. und Bahnarzt, Rott am Inn. (16. 6. 04.) 

Monsalvatje, Joseph, San Petro 577, Figueras, Spanien. (2. 8. 05.) 

Monsalvatje, Jorge, Dr, Figueras, S. Pablo, 25, 1% Spanien. (Io. 5. 05.) 

Mootz, Georg, kgl. Major, Bremen, Búrgermeister-Smidtstrasse 8. (18. 10. 05.) 

Moritz, Friedrich, Kunstmaler, Berlin NW., Siegmundhof No. 11. (9. 3. 02.) 

Moritz, Gustav, Buchhändler, Halle a. S., Martinsberg 15. (6. 12. 02.) 

Mouths, Fritz, Prokurist der Kruppschen Werke, Essen-Ruhr, Hohenzollernstr 14. 
(7. 9. 96.) 

Müller, Curt, Architekt, Breslau 8, Klosterstrasse 81. (17. 2. 05.) 

Müller, Gustav, Dr. jur, Rheda, im Schlosse, Westfalen. (1. 1. 93.) 

Muñoz, Paul Gonzalez, Dr. med, Madrid, Alcala 49, Spanien. (19. 5. 03.) 





330. 


331. 
332. 


333: 
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358. 
* 359. 


+ 302. 
363. 
364. 
305. 


— NII — 


Murray, James, 246 Whitehill Street, Dennistoun, Glasgow, Schottland. 
(II. 9. 99.) 

Mylius, A. C., Kaufmann, Hamburg 37, Abteistrasse 12. (8. 2. 98.) 

Nathansohn, Julius, Magistrats-Baurat, Breslau XVIII, Kaiser-Wilhelm-Str. 107. I. 
(13. 1. 02.) 

Neuendorff, Walter, Wiesbaden, Parkhotel. (23. 2. 03.) 

Neumann, Otto, Bankier, Rostock. (11. 2. Ot.) 


Neumann, Dr. Rudolf, Industrieller, Reichenberg in Böhmen. (12. 2. 00.) 


.Odenwald, Adolf, Lithogr. Kunstanstalt, Baden-Baden, Langestrasse 49a. 


(7. 11. 04.) 

Oelsner, Frau Anna, Justizrátin, Frankfurt a. M., Liebigstrasse 41. (17. 8. 03.) 

Ott, Fräulein Christel, Hanau, Grimmstrasse 6. (29. 5. 05.) 

Otto, Georg, Maler und Graveur, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 21. 
(26. 6. 91.) 

Paulus, Ernst, Markneukirchen, Markt 7. (8. 9. 04.) 

Perutz, Fritz, Kommerzialrat, Prag, Heinrichsgasse 16. (21. 8. 03.) 

Pesl, D., Rechtspraktikant, München II, Lessingstrasse o (10. 5. 02.) 

Pfannenstiehl, Fräulein Marie, Hamburg, Holzdamm 10. (1. 11. or.) 

Pflüger, Fritz, Oberleutnant im Regiment „Kronprinz“, Chemnitz, Weststrasse 17, 
(11. 7. 06.) 

Pflümer, Georg, Hameln (Weser), Villa Pflümer. (15. 3. 94.) 

Pietz, Adam, Graveur, 1011 Chestnutstr, Room 435, Philadelphia, Pa., V. St. 
Amerika. (13. I. 02.) 

Pitta, Leopold, Dr. jur, Rima-Szombat, Ungarn. (23. 5. 05.) 

Poensgen, Fräulein Martha, Düsseldorf, Oststrasse 21. (12. 3. 00.) 

Polano, Dr. Oscar, Würzburg, Pleicherglacis 10, II. (12. 7. 04.) 

Portmann, Melchior, Klingenthal b. Basel. (15. 1. 07.) 

Posse, Dr. Otto, Oberregierungsrat, Dresden-Blasewitz. (10 10. 94.) 

Prager, Adam, Zürich, Universitätsstrasse 23, Schweiz. (24. 4. 05.) 

Prüner, Arnold, Budapest VII, Kertesz-utcza 32, Ungam. (8. 2. 03.) 

Puig Valle, Eduard, Arenys de Mar, Spanien. (17. 6. 03.) 

Quilling, Frau Dr. Toni, Hanau, Neue Anlage 21. (6. 1. 05.) 

Quincke, Fräulein Therese, Heidelberg, Hauptstrasse 47. (10. 2. 02.) 

Raisin, Friedrich, Advokat, Genf, 8 rue de Senebier, Schweiz. (24. 11. 03) 

Ramdohr, Curt, Magdeburg, Kaiser Wilhelmstrasse 2. (9. 11. 05.) 

Rath-Merill, Mrs. Mary E., So Winner Avenue, Columbus, Ohio, V. St. Amerika. 
(8. 1. 00.) 

Rau, Ernst, Kaufmann und Malzfabrikant, Nürnberg, Königstorgraben J. 
(20. 6. 06.) 

Rauchfuss, Fräulein, Halle a. S., Lafontainestrasse 21, I. (9. 12. oi 

Rautter, Ludwig, k. k. Universitätsbuchbinder, Wien I, Biberstrasse 10. (8. 3. 97.) 

Réaux, J, Paris, rue de Dames 26, Frankreich. (13. 3. 99.) 

Reich, Oscar Milton, Dr., Budapest V, Lipot Eóriet 24. (26. 1. 07.) 

Reichard, Adolf, Dr., Frankfurt a. M., Oberlindau 78. (12. 12. 98.) 


366. 
307. 
308. 
360. 
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— XIV — 


Reiling, Frau Hedwig, Mainz. (22. 8. 03.) 

Reimers, Johannes W. F, Hamburg, Grosse Bäckerstrasse 14b, II. (8. 2.05.) 

Reineke, Frau Dr, Lüneburg, Wandrahmstrasse 8. (9. 12. OI.) 

Reinhold, Frau Gertrud, Dresden-Blasewitz, Alemannenallee 6. (12. 2. 06.) 

Ressel, Maria, Malerin, Rothenburg a. d. Tauber, Bramenmihle, Bayern. 
(10. IT. O5.) 

Retowski, ©., Staatsrat, St. Petersburg, Schpalernaja 34 Qu. 74, Russland. 
(15. 10. 06.) 

Reuter, Carl, Dr. med. Arzt, Bad Ems. (6. 7. 03.) 

Rheude, Lorenz M., Kunstmaler, Papiermühle b. Roda, Sachsen - Altenburg. 
(9. 2. 03.) 

Riem, Frau Hauptmann, Berlin W., Siegmundstrasse 8. (25. I. 07.) 

Riesenfeld, E. P.. Architekt, München, Nikolaistrasse ro. (11. 3. 06.) 

Rinck, L., Buchdruckereifaktor, Schöneberg- Berlin W., Bahnstrasse 43. 
(20. 6. 06.) 

Riquer, Alexandre de, Marquis de Benavent, Comte de Davolos, Barcelona, 
Freneria 5, Spanien. (10. 5. 02.) 

Robert, Edmond des, Nancy, g rue du Faubourg St. Georges, Frankreich. 
(12. 12. 98.) 

Rody, Georg, Pfarrer und Rektor, Carnap b. Altenessen. (16. 3. 06.) 

Romet, Paul, rue du Pont Neuf, Alençon, Orne, Frankreich. (18. I0. O5.) 

Romstoeck, Franz Sales, Professor am bischöflichen Lyceum, Eichstätt 
in Bayern. (5. II. 91.) 

Roscher, Theodor, Rechtsanwalt und Notar, Justizrat Dr. jur, Hannover. 
(5. 8. 03.) 

Rosen, N., Malmö, Schweden. (6. 5. 03.) 

Rosenfeld, Ernst, Kaufmann, Königsberg i. Pr., Altstädter Markt 11. (28. 2. 03.) 

Rosenheim, Max, London NW. 68 Belsize Park Gardens, Hampstead, Eng- 
land. (26. 10. 04.) 

Ross, Albert, Wien I/ı, Rotenturmstrasse 21. (15. I. 05.) 


Rothballer, Maxim., Direktor der Neuen Augsburger Kattunfabrik, Augsburg. 
(15. 12. 06.) 

Rowe, Henry S, 93 Newburry Street, Boston, V. St. Amerika. (13. 1. 96.) 

Rubinat, Pau Font de, Advokat, Reus, Spanien. (6. 12. 02.) : 

Rüb, W., Zúrich I, Sihlhofstrasse 12. (10. 5. 06.) 

Sachs, Hans, Dr., Berlin W., Kurfürstendamm 247. (25. I. 07.) 

Saeng, Ludwig jun, Buchhändler, Darmstadt, Kirchstrasse 20. (23. 12. 00.) 

Sager, C., Dr., Arzt, Kirchen a. d Sieg. (10. 1. 07.) 

Salis, Pietro von, Bildhauer, Zürich, Trittligasse 6 I, Schweiz. (9. 12. OI.) 

Sassen, August, Notar, Helmond, Holland. (9. 1. 99.) 

Schachian, Julius, Rechtsanwalt, Berlin W., Hinter der katholischen Kirche 1. 
(15. 10. 91.) 

Schäublein, J. J, Basel, Richenstrasse 6. (3. 7. 06.) 

Schieder, Hanns, Fabrikant, Salzburg, Bergstrasse 10, ‘Österreich. (12. 9. 04.) 





- 399. 
400. 


401. 


403. 
404. 


* 405. 
400. 


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Schiff, Jenny, Hamburg, Esplanade 37. (8. 2. 98.) 

Schimpke, Heinrich, Glas- und Schmelzmaler, Tannenberg, Post Blotten- 
dorf, Nordböhmen, Österreich. (5. 11. oi) 

Schlippenbach, Albert, Graf von, Leutnant, a. d. Schloss Arendsee bei 
Schönermark, Kr. Prenzlau. (31. 5. 94.) 

Schmidt, Raymund Rudolf, Dr. phil, Leipzig, Inselstrasse 10, I. (10.7.03.) 

Schmidt, Robert E, Dr., Elberfeld, Siegesallee Nr. 11. (26. 11. 06.) 

Schmidt-Schroeter, Anton, Tonkúnstler, Hamburg 13, Brahmsallec rt. 
(11. IO. O2.) 

Schmöle, F., Rentner, wohnt vom 15. Mai bis 15. Oktober Cronberg i. Taunus, 
vom 15. Oktober bis 15. Mai Frankfurt a. M., Rheinstrasse 22. (25. 3. 03.) 

Schoeller, Frau Guido, Dúren, Rheinland. (9. 2. 02.) 

Schreiber, Walther, stud. phil, Esslingen bei Stuttgart, Martinstrasse 23. (22. 4.04.) 

Schuch, Emil, Praktikant am kel. bayr. Hüttenwerk, Stuttgart, Kepler- 
strasse 1, II. (19. 2. 00.) 

Schütte, Frau Tony, Bremen, Parkallee 44a. (12. 1. 06.) 

Schulz-Euler, Carl Friedrich, Verlagsbuchhándler (Inhaber der Firma Carl 
F. Schulz Verlag, Frankfurt a. M.), Privatwohnung: Frankfurt a. M., Rossmarkt 1. 
(15. 12. 03.) 

Schulz, Arthur, Agram, Reinergasse No. 6. (16. 10. 06.) 

Schüssler, Markus, stadt. Obersekretir, Nürnberg, Mittlere Pirkheimer- 
strasse 44, IL. (13. 1. 96.) 

Schwarze, Frau Rechtsanwalt, Dr., Halle a. S., Wettinerstrasse 19. (12. 2. 06.) 

Seidel, Karl, Verlagsbuchhändler, München, Rómerstrasse 16, II. (18. 7. 05.) 

Seyler, Gustav, A., Geheimer Kanzleirat, Bibliothekar im Ministerium für Handel 
und Gewerbe, Berlin W., Gneisenaustrasse 90. (24. 5. QI.) 

Sherborn, C. W., R. E., London SW., 1 Finborough Road, Kensington, England. 
(22. 0. QI.) 

Siegl, Oskar, Adjunkt der A. T. E, Teplitz, Zeidlerstrasse 2, Böhmen, Öster- 
reich. (20. 5. 05.) 

Siemerling, Frau Geheime Medizinalrat, Prof, Kiel, Niemannsweg. (15. 12. 05.) 

Singer, Viktor, Hamburg, Königsstrasse 30, II, Vorderhaus. (9. 3. 06.) 

Singer, Edmund Georg, Budapest VI, Andrássy uteza 122. (13. 4. 06.) 

Singer, Paul, Architekt, Mannheim, Meerfeldstrasse No. 2a, II. (20. 12. 06.) 

Sitte, Otto, Optiker, Breslau VII, Sadowastrasse 66. (12. 4. 98.) 

Sjogren, Arthur, Kunstmaler, Stockholm, Tomtebogatan 9, Schweden. (22. 3. 05.) 

Smidt, Hermann, Dr. med., praktischer Arzt, Bellevue bei Konstanz (Baden). 
(13. I. 02.) 

Soane, Harry, Engraver, 36 Hanway Strect, Oxford Street, London W., 
England. (11. 2. 95.) 

Sobotka, Felix, München, Schackstrasse Glo f. (12. 4. 05.) 

Spalteholz, Prof. Dr. W., Leipzig, Plagwitzerstrasse 9. (5. IL. 04) 

Springer, Baronin Mizi, Wien XIII, Tivoligasse 73. (1. 10. 03.) 

Staat, F., Buchhändler, Strassburg i. Els., Schlossergasse 27. (16. 11. 03.) 


O 430. 


441. 
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440. 


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= 459. 


— XVI — 


Stählin, Kurt, Dr. phil., Privatdozent, Oberleutnant a. D., Heidelberg, Weber- 
strasse 5. (8. [. 00.) 

Starke, Georg, vergl. 4. 

Starke, Wilhelm, Referendar, Schweidnitz i. Schl. (24. 12. 04.) 

Stecher, Martin D., Engraver, Chikago 97, Madison Street. (8. 9. 06.) 

Steiger, Alfons von, Rittmeister und Esk.-Chef im Ulanen-Regt. Nr. 11, Saar- 
burg. (5. 7. 93.) 

Stein, Konsul, Köln a. Rh., Hohenstaufenring 70. (25. 11. 03.) 

Steinhäuser, Dr. med., prakt. Arzt, München, Theresienstrasse 23. (5. 7. 00.) 

Stendel, Richard, Direktor, Mannheim, Meerfeldstrasse 4a. (28. 3. 06.) 

Stephan, G., Dr, Borna bei Leipzig, Altenburgerstrasse 8. (8. 1. 06.) 

Stern, Marie, Frau Bankdirektor, München, Briennerstrasse 9, III. (13. 1. 02.) 

Stiebel, Heinrich Eduard, Privatier, Frankfurt a. M., Bockenheimer 
Anlage 38, II. (12. 4. 94.) l 

Stielly, Karl, Oberleutnant d. R, Wien I, Himmelpfortgasse 14—16, Öster- 
reich. (25. II. 03.) 

Stobbe, Horst, Buchhändler, München, Paul Hevsestrasse 20a, p. (20. 10.06.) 

Stoehr, August, Architekt, Konservator der Kunst- und Altertumssammlungen, 
Sekretär am polvtechnischen Zentralverein, Würzburg 1. Bayern. (13. I. 02.) 


Stolle, Rudolf, Herzogl. Hofbuchhändler, Bad Harzburg 


D? 


Villa Ilse. (23. 8. 04.) 
Stollreither, W. J, Baden-Baden, Sophienstrasse 16. (2. 12. 05.) 
Storck, Dr. Karl, Redakteur des „Türmer“, Friedenau bei Berlin. (5. 3. 1903.) 


Strasser, Philipp, Realitätenbesitzer, Salzburg, Rudolfsquai 44, Österreich. 
(10. 2. OIL.) 

Strauss, Frau Stadtrat Margarete, geb. Hauswaldt, Magdeburg, Grosse 
Klosterstrasse 14. (11. 9. 99.) 

Strobel, Luise, Frl, Ansbach (Bayern), Karolinenstrasse 36. (I. I. 07.) 

Stucken, Eduard, Berlin W., Burggrafenstrasse 2 A. (8. Io. 00.) 

Stürken, Frau Emmy, Wandsbeck bei Hamburg, Claudiusstrasse 47. (8. 5. 06.) 

Stuers, J. de, Dr. jur, Haag, Noordeinde 124, Holland. (11. 11. or.) 

Sturtzkopf, Richard, Architekt, Köln, Neue Mastrichter Strasse 7, II. (8. 3.02.) 

Sünner, Paul, cand. med., Kalk bei Köln. (18. 11. 05.) 

Sutter, Friedr. Berthold, stud. phil. et jur, Heidelberg, Schlossberg 17. 
(25. I. 00.) 

Tiedemann, Ernst von, Rittmeister a. D., Frankfurt a. M., Feuerbach- 
strasse 38. (18. I. 02.) 

Topic, Jaroslaw, Buchhändler, Prag, Ferdinandstrasse 9, Böhmen, Österreich. 
(25. I. 06.) 

Troplowitz, Richard, Grundstücks- Makler, Berlin W., Behrenstrasse 47. 
23... 03.) 

Tschirch, Dr. A. Universitätsprofessor, Bern, Schweiz. (12. 12. 98.) 

Tullberg, Hasse W., Buchverleger und Buchdrucker, Stockholm, Hamngatan 36, 
Schweden. (10. 10. 03.) 


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460. 
461. 


162. 
463. 


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481. 
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483. 


484. 
485. 


= XV = 


Uggla, Thorsten, Auditör, Lund, Schweden. (16. 2. 06.) 
Uhles, Emil, Geh. Justizrat, Kammergerichtsrat, Berlin W. 10, Tiergartenstrasse 3 a. 


(30. 11. 9.4.) 
Uhlhorn, Adam Albert, Kaiserlicher Notar, Saarunion i. E. (12. 9. 98.) 


Uhlich, William, Prokurist, Chemnitz, Zwickauerstrasse 36. (6. I. 05.) 


Unverricht, Frau Professor Meta, Magdeburg-Sudenburg, Leipzigerstrasse 44. 
(13. 1. 02.) 

Verster, J. F, Kaufmann und Direktor einer A.-G. und Mitglied der Handels- 
kammer, Tesselschade Straat 7, Amsterdam. (14. 10. 095.) 


Voigt, Paul, Abteilungs-Vorsteher in der Reichsdruckerei, Berlin SW. 47, York- 
strasse 75. (13. I. 96.) 

Vollbehr, Otto Fr, Berlin W. Halensee, Kurfürstendamm 130. (8. 12. 06.) 

Volckamer-Kirchensittenbach, Guido von, München, Barerstrasse 55. 
(13. 1. 05.) 

Volkmann, Dr. jur., Siegfried von, Regierungsassessor. Liegnitz, Dovestrasse 20, I. 
(10. 2. 06.) 

Vorstermann van Oijen, Anton Abraham, Direktor und Besitzer eines 
genealogisch - heraldischen Archivs, Rijswyck by s’Gravenhage, Holland. 
(14. 11. QI.) 

Wachtmeister, Gräfin Harriet, Knutstorp, Axelvold, Schweden. (11. 9. 99.) 

Waehmer. Siehe No. 3. 

Wagner, Aurelie, Frau Präsident, Chemnitz, Justizgebáude. (7. 7. 05.) 

Wagner, Georg, Maler und kunstgewerblicher Zeichner, Berlin, Lothringer- 
strasse No. 3. (10. II. O4.) 

Wagner, Thomas, Gutsbesitzer, Elpersdorf, Post Windsbach, Mittelfranken. 
(30. 8. 05.) 

Wallmenich, Car! von, Oberst a. D, München, Hessstrasse 10. (13. 4. 96.) 

Warncke, Werner, Buchhändler, München, Finkenstrasse 2 (Geschäftsadresse), 
Fürstenstrasse 4 IV. (Privatwohnung). (10. 5. 02.) 

Warnecke, Ilse, Frau Geheimrat, geb. v. Landwúst, Berlin W. 62., Schillstr. 15. 
(1. 12. Oq.) 

Warnecke, Reinhard, Direktor, p. Adr.: Credit Petrolifer, 10 Strada Lipscanı 
Bukarest, Rumänien. (10. I. 05.) 

Wassermann, Dr. Martin, Rechtsanwalt, Hamburg, Heilwigstrasse 12. (10. 3. 02.) 

Weber, Albin, Buchdruckereifaktor, Berlin-Schöneberg, Ebersstrasse 57. 
(15. 11. 05.) 

Weber, Frau Sofie G., Langenselbold bei Hanau. (25. 5. 05.) 

Wedekind, Ludwig, Hofrat, Professor Dr. phil, Karlsruhe in Baden. (21. 4.04.) 

Wegner, C., Lehrer an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, Magdeburg, 
Brandenburgerstrasse to. (14. 6. 97.) 

Weikard, Arthur, in Fa. Haack € Klutti Mainz. (26. 1. 04.) 

Weimar, Anton, Winter-Adresse: Wien XIII. 9 Lainzerstrasse 158. Sommer- 
Adresse: Schloss Hammerriess, Post Losenstein, Oberösterreich. (4. 3. 05.) 


* 180. 


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180. 


* 400. 


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* 505. 


506. 


491. 


492. 


502. 


— XVII — 


Weinberger, Emil, Generalleutnant z. D., Charlottenburg, Schillerstrasse 127. 
(10. 5. 02.) i 

Weinwurm, Victor, Prag, Mariengasse 16. (28. 4. 06.) 

Weippert, Karl, Architekt, Landsberg a. L., Bayern. (12. 12. 05.) 

Weiß, Anton, Mitglied des K. K. Hofopern - Orchesters, Wien III, Geologen- 
gasse 5. Österreich (21. 12. 05.) | 

Weißenbach, Jvan, Freiherr von, stud. jur., Verwaltungspraktikant Budapest N, 
Molnergasse 16 I, Ungarn. Im Sommer in Nagyatad Somogy, Ungarn. (27. 4. 04.) 

Weittenhiller, Moriz, Edler von, Hofrat und Kanzler des Deutschen Ritter- 
ordens, Wien XIX 1, Hardteasse 11, Österreich. (23. 12. 93.) 

Weydenberg, Julius Wirth von, Generalsekretär, Berlin C. 2, Burgstrasse 3. 
(25. 3. 05.) . 

Whitehaed, Mrs. John, geb. Gräfin Breuner, Fiume, Torpedofabrik, Kroatien, 
Österreich. (10. 3. 94.) 

Wichowski, Frau Dr. Anna, geb. Tausch v. Glöckelsthurm, Wien, Ottakringer- 
strasse 13. (TO. 2. 02.) 

Wilczek, Johann Graf, K. u. K. Kämmerer, Wirkl. Geheimrat, Grossgrundbesitzer, 
Wien I, Herrengasse 3. (II. 2. 95.) 

Wittouck, Georg, Student, Ruysbroeck, Belgien. (8. 12. 03.) 

Wolbrandt, Karl, Direktor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule, Krefeld, 
Steckendorferstrasse 73. (11.1. 08.) 

Wolf, J, Oeconom, Nagy-Aläd, (Ungarn). (29. 1. 07.) 

Wolseley, The Henorable Lady Frances, Farm House, Glynde, Lewes, 
Sussex, England. (1. 2. 02.) 

Woy, Miss Leota, 500 Opera House Block, Denver, Colorado, V. St. Amerika. 
(4. 5. 04.) 

Wright, W. H. K., Public Library, Plymouth, England. (12. 12. 95.) 

Wunderlich, Dr. jur. Karl Ludwig, Gerichtsassessor, Schwerin i. M., Elısabeth- 
strasse 19, z. Zt. in Güstrow. (8. IL. 02.) 

Zahn, John Edward, Kaufmann, Denver, Colo. V. St. Amerika. 033 —- 17 a St. 
(10. 2. O2.) 

Zanders, Frau Hans, Berg-Gladbach bei Köln. (10. 2. 02.) 

Zur Westen, Walter von, Regierungsrat. Siehe No. 2. 

Zwehl, Karl Josef von, Hauptmann und Kompagniechef, Oppeln i. Schl,, 
Rosenbergerstr. 3. (9. 4. 00.) 


Nachtrag. 


Während des Druckes beigetreten: 
Hess, Gottlob, München, Karlstrasse 7, I. (10. 2. 07.) 




















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